Feuer und Stein (Taschenbuch) / Diana Gabaldon Testbericht

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ab 19,03
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Erfahrungsbericht von galeria

Eine amüsante und kurzweilige Reise in die Zeit

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Irgendwann las ich einmal einen oder gar mehrere Berichte über die Buchreihe von Diana Gabaldon und dachte mir, die musst du wohl auch noch lesen. Und so kam es wie es immer kommen muss bei mir, ich kaufte mir schon mal die ersten drei Teile. Dick, fett, so mag ich Bücher, schließlich müssen sie lange reichen. Und noch dazu ein Thema, was mich immer schon faszinierte, nämlich englische bzw. schottische Geschichte.

Nun beginnt die ganze Sache allerdings 1945, in einer Zeit, die mich vom historischen Standpunkt aus betrachtet, ganz und gar nicht interessiert. Ich wusste aber, es kommt da noch was, also las ich unbeirrt weiter. Der Anfang begann recht witzig, aber irgendwie etwas fade. Claire Randall, eine Krankenschwester, die während des Krieges an der Front arbeitete, verlebt mit ihrem Mann Frank die zweiten Flitterwochen in Schottland bevor er die Stelle eines Geschichtsprofessors in Oxford antreten soll. Während Claire sich vorwiegend für Heilkräuter und Pflanzen interessiert, so beschäftigt Frank sich mit wahrer Begeisterung in der Ahnenforschung. Er möchte alles herausfinden über seinen Urahn Black Jack Randall, der vor 200 Jahren hier in Schottland ein Offizier der Dragoner war.

Eines Tages entdeckt Claire einen Steinkreis auf einem Hügel, ähnlich wie Stonehenge, nur etwas kleiner. Dort berührt sie beim Pflücken einer seltenen Pflanze einen zerbrochenen Stein und gerät in einen Zeitstrudel, der sie ins Schottland des Jahres 1745 versetzt. Bevor sie das merkt, was da los ist, wird sie schon von einem Mann überfallen, der unwahrscheinliche Ähnlichkeit mit Frank hat. Sie kann sich befreien, um dem nächsten Trupp Männern in die Arme zu laufen, der sie als vermeintliche englische Spionin verschleppt. Unterwegs muss sie einem der Männer, dem jungen und hübschen Jamie Fraser, den ausgekugelten Arm wieder einrenken und seine Wunden pflegen.

Die Männer gehören allesamt dem MacKenzie-Clan an. Colum MacKenzie, das Oberhaupt, zweifelt an Claires Erklärungen über ihr plötzliches Auftauchen mitten im Wald. Sie hat sich inzwischen eine glaubhafte Lüge erdacht, benutzt ihren Mädchennamen Beauchamp und erzählt, sie wäre eine Engländerin, die unterwegs nach Frankreich ist, um ihre Verwandten zu besuchen. Sie wäre überfallen, ausgeraubt und ihr Diener ermordet worden. Doch Colum glaubt ihr nicht und sie wird auf der Burg Leoch festgehalten.

Dann wird es schon spannender. Randall, der Vorfahre von Claires Mann, ist ein fieser Knochen und der ärgste Feind von Jamie Fraser. Und auch hinter Claire ist er her, denn er sieht in ihr ebenfalls eine Spionin. Aus der Not heraus müssen nun Claire und Jamie heiraten, denn so ist Claire eine MacKenzie und kann vom Clan beschützt werden.

Auf Burg Leoch betätigt sie sich derweil als Heilerin und wird bald von vielen Leuten geachtet. Und dass sich da nun zwischen Jamie und Claire eine Liebe entwickelt, war vorauszusehen. Aber die Ruhe kann nicht so bleiben wie sie jetzt ist, denn Randall ist ein schlauer Fuchs und sehr brutal, außerdem ist er homosexuell, was natürlich niemand wissen darf, und er ist scharf auf den hübschen Jamie. Eine irre Verfolgungsjagd beginnt jetzt, die bei einer Hexenverbrennung anfängt, der Claire nur ganz knapp entrinnen konnte, und wo sie endet....lest es selbst.

Wie ich anfangs schon sagte, das Buch beginnt etwas seicht, fast wie ein herzerfrischender Liebesroman ohne viel Trara. Ich dachte schon, ich hab einen Fehlgriff geleistet, wo ich ja so auf Action steh *g*. Aber dann, als Randall auftaucht und die ganze Sache sich zuspitzt, da kann man das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Diana Gabaldon schreibt witzig und hat einen trockenen Humor. An manchen Stellen musste ich wirklich schmunzeln. Aber als es dann spannender wurde, war der Witz Nebensache. Sie hat ihn gekonnt mit hinein geflochten, so dass er nicht vermisst wurde, aber er lenkte nicht vom eigentlichen Thema ab. Schließlich sollte das ja kein lustiges Buch werden. Aber diese spritzige lustige Art, in der D. Gabaldon schreibt, macht dieses Buch zu etwas Besonderem in meiner Sammlung. Selbst die Erotik kommt nicht zu kurz, da sind ein paar Stellen drin, die wirklich gut beschrieben wurden, aber nicht mit dem, was man immer mal so liest, sondern mit einer Wortgewandheit, wie man sie selten antrifft.

Laut Berliner Zeitung wird diesem Buch historische Korrektheit nachgesagt, was ich nicht so genau überprüfen konnte. Ich besitze nicht viel über die schottische Geschichte aus der Zeit. Nur so viel, es spielt sich alles kurz vor der Schlacht von Culloden 1745/46 ab, bei der die schottischen Rebellen besiegt wurden vom Herzog von Cumberland. Man nennt diese Schlacht auch den 2. Jakobitenaufstand. Falls jemand mehr darüber weiß, ich wäre sehr dankbar für Informationen.

Ich bin jedenfalls begeistert von diesem Buch und kann es nur empfehlen. Ich hab bereits mit Teil Nummer 2 begonnen. Ich will schließlich wissen, wie`s weiter geht. Und darüber wird auch der nächste Bericht von mir erzählen.

Vielen Dank für`s Lesen,

eure Galeria.

26 Bewertungen, 1 Kommentar

  • katjakub

    16.05.2006, 10:56 Uhr von katjakub
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh & lg