Der König der purpurnen Stadt (gebundene Ausgabe) / Rebecca Gablé Testbericht
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Erfahrungsbericht von orlan
Aufstieg eines Tuchhändlers
Pro:
spannend geschrieben, gut recherchiert
Kontra:
nichts
Empfehlung:
Ja
„Der König der purpurnen Stadt“ ist ein historischer Roman von Rebecca Gablé.
Inhalt
********
Wir schreiben das Jahr 1330 n.Chr.. Nachdem er seine Eltern verloren hat, lebt der junge Jonah bei seinem Cousin Rupert Hillock und dessen Frau Elizabeth in London. Rupert ist Tuchhändler und beschäftigt Jonah als Lehrling. Gemeinsam mit seinem „Mitlehrling“ Crispin erduldet Jonah die Brutalität seines Cousins und träumt davon, eines Tages selbst Tuchhändler zu werden.
Eine Erbschaft seiner Großmutter scheint ihm diese Chance zu eröffnen. Doch Jonah hat nicht mit der Hinterhältigkeit von Rupert und insbesondere der Elizabeths gerechnet. Als er für Rupert eine Geschäftsreise unternimmt, wird er von einigen Meuchlern überfallen. Nur Dank des Eingreifens des englischen Königs Edward und seinen Getreuen kommt Jonah mit dem Leben davon.
Nach diesen Vorkommnissen gelingt es Jonah tatsächlich, aus dem Lehrvertrag mit seinem Cousin auszusteigen und als jüngstes Mitglied in die Gilde der Tuchhändler von London aufgenommen zu werden.
Von nun an geht es immer weiter bergauf mit Jonah. Beruflich hat er großen Erfolg und er pflegt engen Kontakt mit dem königlichen Hof, insbesondere mit Königin Philippa, die er über alle Maßen verehrt.
Doch er macht sich mit seinem Erfolg nicht nur Freunde. Insbesondere Rupert und Elizabeth lassen nichts unversucht, um dem verhassten Verwandten das Leben schwer zu machen. Und auch sein eigener Schwiegervater William de la Pole versucht immer wieder, Jonah zu ruinieren. De la Pole ist der reichste Kaufmann ganz Englands und fürchtet seinen Schwiegersohn als möglichen Konkurrenten. Außerdem ist es Jonah schon des Öfteren gelungen, de la Poles illegale Machenschaften aufzudecken, was diesem letztendlich zwei Jahre Haft eingebracht hat. Doch er sinnt darauf, dem immer reicher werdenden Jonah endlich eins auszuwischen.
Und irgendwann scheint ihm dies sogar zu endlich gelingen. Dank einiger gefälschter Urkunden wird Jonah schließlich verdächtigt, die Krone um viel Geld betrogen zu haben, und da hört auch bei König Edward der Spaß auf. Nur seine Frau und seine Freunde können ihn noch vor dem Todesurteil retten...
Kritik
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„Der König der purpurnen Stadt“ ist ein weiterer, ganz hervorragender Roman von Rebecca Gablé, der einen nicht mehr loslässt, wenn man ihn erst einmal zu lesen angefangen hat. Ich konnte ihn auf jeden Fall kaum aus der Hand legen, so sehr hat mich das spannende und ereignisreiche Leben des Kaufmanns Jonah Durham in seinen Bann gezogen.
Dieser Roman enthält sozusagen die Biographie des „fiktiven“ Tuchhändlers Jonah Durham, der im London des 14. Jahrhunderts eine überaus steile Karriere hinter sich bringt.
Auch wenn der Hauptcharakter erfunden ist, hält sich die Autorin ansonsten jedoch recht genau an historische Fakten, was „Der König der purpurnen Stadt“ im Grunde nur noch lesenswerter macht.
Wunderbar beschrieben hat Rebecca Gablé die vielen Auf und Abs im Leben des Jonah Durhams. Dabei sind die schlechten Zeiten aber eindeutig in der Minderzahl. Zwar muss Jonah auch ab und zu mal einen Rückschläge hinnehmen, deren Ursachen übrigens meist bei seinem Cousin Rupert Hillock oder seinem hintertriebenem Schwiegervater William de la Pole liegen, doch er kommt immer wieder schnell auf die Beine, egal wie verzwickt die Situation auch zu sein scheint. In diesen Zeiten zahlt es sich immer aus, wenn man ehrliche und auf die ein oder andere Art einflussreiche und treue Freunde besitzt. Auf diese Art und Weise schafft es Jonah, eine Bilderbuchkarriere hinzulegen, auch wenn er das ein oder andere Mal zu seinem Glück gezwungen werden muss.
Mindestens genauso interessant wie das Schicksal Jonah Durhams und seiner Familie sind aber auch die „historischen“ Ereignisse, die dieser Zeit ihren Stempel aufgedrückt haben. So spielt in diesem Buch der Krieg König Edward gegen Frankreich eine ganz entscheidende Rolle. Jonah ist nämlich gezwungen, sich nicht nur als Geldgeber, sondern auch aktiv an diesem Krieg zu beteiligen, auch wenn er sich eher als Kaufmann denn als Krieger sieht.
Dieser Krieg bestimmt aber natürlich das Leben der Engländer sehr. Insbesondere die Kaufleute sind gefordert, denn so ein Krieg kostet eben viel, viel Geld. Und der König erwartet natürlich, dass er von seinen Untertanen dieses Geld bekommt. Mit der Rückzahlung der aufgenommenen Kredite nimmt er es dann aber nicht so genau.
Natürlich kommt auch die Liebe in diesem Roman nicht zu kurz, egal, ob diese freiwillig gegeben oder mit Gewalt genommen wird.
Autorin
*********
Rebecca Gablé wurde am 25. September 1964 geboren.
Nach einer Lehre als Bankkauffrau studierte sie in Düsseldorf Literaturwissenschaft mit dem Schwerpunkt Mediävistik, der Lehre vom Mittelalter.
Seit dem Ende ihres Studiums 1996 arbeitet sie als freie Autorin und Literaturübersetzerin. Darüber hinaus war sie an der Universität Düsseldorf für kurze Zeit als Dozentin für mittelalterliche englische Literatur tätig.
Heute lebt Rebecca Gablé mit ihrem Mann in der Nähe von Mönchengladbach.
Die offizielle Internetseite von Rebecca Gablé, von der auch die Informationen für die obige kurze Biographie stammen, findet man unter der Adresse www.gable.de.
Fazit
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„Der König der purpurnen Stadt“ ist ein wunderbar erzählter Roman, der überaus spannend und unterhaltsam ist, und in dem man darüber hinaus auch noch viel über die englische Geschichte der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts erfährt.
Alles in allem habe ich an diesem Roman rein gar nichts auszusetzen, so dass mir eigentlich gar nichts anderes übrig bleibt, als die vollen fünf Sterne zu vergeben.
Daten
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Der König der purpurnen Stadt / Gablé, Rebecca
Ehrenwirth (Verlagsgruppe Lübbe), 2002
Hardcover, 960 Seiten
ISBN: 3-431-03439-X
Preis: 24,90 Euro
Inzwischen ist der Roman aber auch als Taschenbuch für 9,90 Euro erhältlich.
Inhalt
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Wir schreiben das Jahr 1330 n.Chr.. Nachdem er seine Eltern verloren hat, lebt der junge Jonah bei seinem Cousin Rupert Hillock und dessen Frau Elizabeth in London. Rupert ist Tuchhändler und beschäftigt Jonah als Lehrling. Gemeinsam mit seinem „Mitlehrling“ Crispin erduldet Jonah die Brutalität seines Cousins und träumt davon, eines Tages selbst Tuchhändler zu werden.
Eine Erbschaft seiner Großmutter scheint ihm diese Chance zu eröffnen. Doch Jonah hat nicht mit der Hinterhältigkeit von Rupert und insbesondere der Elizabeths gerechnet. Als er für Rupert eine Geschäftsreise unternimmt, wird er von einigen Meuchlern überfallen. Nur Dank des Eingreifens des englischen Königs Edward und seinen Getreuen kommt Jonah mit dem Leben davon.
Nach diesen Vorkommnissen gelingt es Jonah tatsächlich, aus dem Lehrvertrag mit seinem Cousin auszusteigen und als jüngstes Mitglied in die Gilde der Tuchhändler von London aufgenommen zu werden.
Von nun an geht es immer weiter bergauf mit Jonah. Beruflich hat er großen Erfolg und er pflegt engen Kontakt mit dem königlichen Hof, insbesondere mit Königin Philippa, die er über alle Maßen verehrt.
Doch er macht sich mit seinem Erfolg nicht nur Freunde. Insbesondere Rupert und Elizabeth lassen nichts unversucht, um dem verhassten Verwandten das Leben schwer zu machen. Und auch sein eigener Schwiegervater William de la Pole versucht immer wieder, Jonah zu ruinieren. De la Pole ist der reichste Kaufmann ganz Englands und fürchtet seinen Schwiegersohn als möglichen Konkurrenten. Außerdem ist es Jonah schon des Öfteren gelungen, de la Poles illegale Machenschaften aufzudecken, was diesem letztendlich zwei Jahre Haft eingebracht hat. Doch er sinnt darauf, dem immer reicher werdenden Jonah endlich eins auszuwischen.
Und irgendwann scheint ihm dies sogar zu endlich gelingen. Dank einiger gefälschter Urkunden wird Jonah schließlich verdächtigt, die Krone um viel Geld betrogen zu haben, und da hört auch bei König Edward der Spaß auf. Nur seine Frau und seine Freunde können ihn noch vor dem Todesurteil retten...
Kritik
********
„Der König der purpurnen Stadt“ ist ein weiterer, ganz hervorragender Roman von Rebecca Gablé, der einen nicht mehr loslässt, wenn man ihn erst einmal zu lesen angefangen hat. Ich konnte ihn auf jeden Fall kaum aus der Hand legen, so sehr hat mich das spannende und ereignisreiche Leben des Kaufmanns Jonah Durham in seinen Bann gezogen.
Dieser Roman enthält sozusagen die Biographie des „fiktiven“ Tuchhändlers Jonah Durham, der im London des 14. Jahrhunderts eine überaus steile Karriere hinter sich bringt.
Auch wenn der Hauptcharakter erfunden ist, hält sich die Autorin ansonsten jedoch recht genau an historische Fakten, was „Der König der purpurnen Stadt“ im Grunde nur noch lesenswerter macht.
Wunderbar beschrieben hat Rebecca Gablé die vielen Auf und Abs im Leben des Jonah Durhams. Dabei sind die schlechten Zeiten aber eindeutig in der Minderzahl. Zwar muss Jonah auch ab und zu mal einen Rückschläge hinnehmen, deren Ursachen übrigens meist bei seinem Cousin Rupert Hillock oder seinem hintertriebenem Schwiegervater William de la Pole liegen, doch er kommt immer wieder schnell auf die Beine, egal wie verzwickt die Situation auch zu sein scheint. In diesen Zeiten zahlt es sich immer aus, wenn man ehrliche und auf die ein oder andere Art einflussreiche und treue Freunde besitzt. Auf diese Art und Weise schafft es Jonah, eine Bilderbuchkarriere hinzulegen, auch wenn er das ein oder andere Mal zu seinem Glück gezwungen werden muss.
Mindestens genauso interessant wie das Schicksal Jonah Durhams und seiner Familie sind aber auch die „historischen“ Ereignisse, die dieser Zeit ihren Stempel aufgedrückt haben. So spielt in diesem Buch der Krieg König Edward gegen Frankreich eine ganz entscheidende Rolle. Jonah ist nämlich gezwungen, sich nicht nur als Geldgeber, sondern auch aktiv an diesem Krieg zu beteiligen, auch wenn er sich eher als Kaufmann denn als Krieger sieht.
Dieser Krieg bestimmt aber natürlich das Leben der Engländer sehr. Insbesondere die Kaufleute sind gefordert, denn so ein Krieg kostet eben viel, viel Geld. Und der König erwartet natürlich, dass er von seinen Untertanen dieses Geld bekommt. Mit der Rückzahlung der aufgenommenen Kredite nimmt er es dann aber nicht so genau.
Natürlich kommt auch die Liebe in diesem Roman nicht zu kurz, egal, ob diese freiwillig gegeben oder mit Gewalt genommen wird.
Autorin
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Rebecca Gablé wurde am 25. September 1964 geboren.
Nach einer Lehre als Bankkauffrau studierte sie in Düsseldorf Literaturwissenschaft mit dem Schwerpunkt Mediävistik, der Lehre vom Mittelalter.
Seit dem Ende ihres Studiums 1996 arbeitet sie als freie Autorin und Literaturübersetzerin. Darüber hinaus war sie an der Universität Düsseldorf für kurze Zeit als Dozentin für mittelalterliche englische Literatur tätig.
Heute lebt Rebecca Gablé mit ihrem Mann in der Nähe von Mönchengladbach.
Die offizielle Internetseite von Rebecca Gablé, von der auch die Informationen für die obige kurze Biographie stammen, findet man unter der Adresse www.gable.de.
Fazit
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„Der König der purpurnen Stadt“ ist ein wunderbar erzählter Roman, der überaus spannend und unterhaltsam ist, und in dem man darüber hinaus auch noch viel über die englische Geschichte der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts erfährt.
Alles in allem habe ich an diesem Roman rein gar nichts auszusetzen, so dass mir eigentlich gar nichts anderes übrig bleibt, als die vollen fünf Sterne zu vergeben.
Daten
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Der König der purpurnen Stadt / Gablé, Rebecca
Ehrenwirth (Verlagsgruppe Lübbe), 2002
Hardcover, 960 Seiten
ISBN: 3-431-03439-X
Preis: 24,90 Euro
Inzwischen ist der Roman aber auch als Taschenbuch für 9,90 Euro erhältlich.
24 Bewertungen, 1 Kommentar
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18.07.2005, 22:19 Uhr von Miss_Piper
Bewertung: sehr hilfreichhab ich bislang nur Positives gehört, wird Zeit, dass ich es mal selber lese ...
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