Galaxy Quest - Planlos durchs Weltall (VHS) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 10/2004
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Erfahrungsbericht von dreamweb
Total lustig und verrückt
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Bei dem, was ich vorher über den Film Galaxy Quest gehört habe, war ich doch sehr mißtrauisch. Jetzt habe ich mir den Film aber doch in der Videothek mitgenommen und gleich gekauft, so überzeugt bin ich davon. Hier mein Beitrag dazu
INHALT
Vor vielen Jahren lief die Science Fiction Serie Galaxy Quest erfolgreich im Fernsehen. Bis sie nach vier Jahren Laufzeit abgesetzt wurde. Trotzdem gibt es noch sehr viele Fans der Serie und regelmäßig werden auch Fan-Treffen - Conventions - durchgeführt. Heute, also zwanzig Jahre später treten die Hauptbesatzungsmitglieder Jason Nesmith (Tim Allen), Gwen DeMarco (Sigourney Weaver), Sir Alexander Dane (Alan Rickman), Fred Kwan (Tony Shaloub) und Guy Fleegman (Sam Rockwell) in ihren alten Kostümen auch noch auf diesen Conventions auf.
Die früheren Helden und Stars sind nicht nur älter geworden sondern desillusioniert. Man tut nur noch nach Außen hin, als ob es auch zwischen den Schauspielern einen Zusammenhalt gibt. In Wirklichkeit herrschen Neid und Aggressivität zwischen den Hauptdarstellern der Serie. Besonders Jason Nesmith, der früher Commander Taggert gespielt hat, trinkt und kann sich mit seinem Los nicht abfinden, nur noch wegen der alten Serie vergöttert zu werden.
Wie immer ist es auch bei den Galaxy Quest Conventions üblich, dass sich die Fans wie Aliens aller Art verkleiden. So ahnt Taggert nichts Böses, als er von einer Gruppe Außerirdischer angesprochen wird, um ihre Welt zu retten. Aber diese Fans sind zwar Fans von ihm und seiner Mannschaft, aber trotzdem echte Aliens mit einem echten und sehr großem Problem. Und ehe sich Taggert und seine Mitschauspieler versehen, sind sie mitten in einer fremden Galaxy, ausgestattet mit ihrem von den Aliens nachgebauten Raumschiff. Denn die Fremden aus dem Weltall halten sie für echte Helden und die Serie, die sie gesehen haben, für Dokumentarsendungen. Und sie erwarten von ihren Helden die Kleinigkeit, sie von ihrem äußerst gefährlichen udn mächtigen Feind zu befreien....
MEINUNG
Galaxy Quest ist eine sehr gelungene Science Fiction Komödie, die wohl nicht nur Trekkies begeistert hat und wohl auch noch begeistern wird. Hier wird nicht nur Star Trek allgemein oder der Science Fiction Bereich auf die Schüppe genommen, sondern auch die Schauspieler und Fans kommen nicht davon.
Ich selbst besuche ja einmal im Jahr selbst eine Star Trek Convention und kann da nur sagen, auch dieser Bereich wurde treffend und gut hier angebracht, es ist noch nicht einmal übertrieben, wenn Fans den Stars technische Fragen zu einem nicht existierenden Sternenschiff stellen, alles schon dagewesen.
Und in Fankreisen sind auch die \'Stars\' nicht unbekannt, die nach Star Trek keine andere bedeutende Rolle mehr gefunden haben und auch davon leben, permanent von Convention zu Convention zu reisen. Und es gibt sehr viele Conventions auf der Welt. Jason Nesmith brilliert hier in der Rolle des Jason Nesmith und ist ein sehr gutes Beispiel für diese Menschen. Man hängt der alten Rolle hinterher und kann sich nicht damit abfinden, dass einige Fans schon darüber belachen, dass man mehr oder weniger nur noch Kultfigur einer nicht mehr existierenden Serie ist.
Sehr gut finde ich auch, dass beispielsweise Sigourney Weaver hier mitspielt. Sie ist ja durch die Alien-Filme sehr bekannt geworden und bietet hier einen guten Schuss Selbstironie. Auch durch ihre eher sinnlose Rolle in der alten Serie, von der sie auch nicht Abstand nimmt, als es zum Echteinsatz gegen den bösen Alien kommt. Denn Lt Tawny Madison plapperte immer die Aussagen des Computers nach, wie ein Übersetzer, nur dass sie nichts übersetzte.
Man findet hier zumindest als SF und genauer noch Star Trek FAn tausend Karikaturmöglichkeiten. Die Ähnlichkeit zwischen Galaxy Quest und der alten Enterprise, von der Art der Serie und den Persönlichkeiten der Stars her ist schon umwerfend. Wie Kirk ist auch Taggert die Hauptperson und derjenige, der mit allen weiblichen Wesen der Serie mal ein Verhältnis hat. Oder die Abenteuer, die sie erlebten, auch sie sind total in der Machart der alten Enterprise.
Sämtliche Schauspieler sind hier sehr gut, seien es die Erwähnten, die anderen der Galaxy-Crew oder die interessant gestalteten Aliens, die sich nur für die Menschen humanoid geben und in Wirklichkeit als intelligente tintenfischähnliche Lebewesen bezeichnet werden müßten.
Selbst solche kleine Ideen, wie einen Schauspieler mit einzubringen, der nur eine unbedeutende Rolle in der Serie hatte und in der einen Folge, in der er starb, werden hier super eingebracht. Denn Guy ist diese Person und er hat im Laufe des Filmes doch immer eine Heidenangst auch in der Realität eben wieder dieses Ende wie damals in der Serie beschert zu bekommen.
Sehr gut und interessant ist auch, wie die Aliens auf diese heroische Serie reagierten und was diese erst bei ihnen bewirkte. Eben weil sie glaubten, alles seien historische Dokumente. Auch der weitere Verlauf mit diesem Hintergrund ist faszinierend. Denn die Menschen müssen hier ja beweisen, dass sie tatsächlich das Können, was sie früher nur spielten. Und wie sich meine Leser vorstellen können, klappt da auch nicht immer alles so, wie man gerne hätte.
Noch ein kleiner Passus zu den Fans, ohne hier zu viel vom eigentlichen Inhalt zu nennen. Fans sind oft so tief in der Materie, dass man sie fast als Fachleute ansehen kann. Sie bauen bestimmte Dinge nach, beschäftigen sich mit der Technik und können je nach Interessensgebiet mit unwahrscheinlich viel Wissen auf diesem aufweisen. Sei es nun über ihre Stars, über die Technik allgemein, über Schiffe. Und auch dieses spielt in Galaxy Quest eine wichtige Rolle. Denn wer das Schiff am besten kennt, ist ein Junge, ein minderjähriger Fan der Serie, der natürlich auf der Erde wohnt und mit seinen Freunden zusammen sich intensiv mit der Technik aus Galaxy Quest beschäftigt hat.
Insgesamt hat man hier einer kleine Gruppe Aliens, die eine irdische SF-Serie als Vorbild haben und diese in ihrem scheinbar aussichtslosen Kampf gegen ihren mächtigen und bösen Feind als letzte Chance für ihr Überleben einsetzen. In der Art gab es Ähnliches auch schon in einzelnen Star Trek Folgen, auch dort beschäftigte man sich mit der Frage, wie reagiert eine Welt auf Star Trek, wenn sie alles für wahr hält. Aber so eine gut ausgearbeitete Komödie mit einer guten Handlung gab es in der Richtung auch noch nicht.
Der Film ist sehr lustig und auch spannend zugleich. Einige Handlungen der desillusionierten Schauspieler kann man sich durchaus vorstellen. Denn was ist schlimmer, als auf der Erde ohne neue Rolle herumzuhängen, nur noch auf Conventions zu gehen und da noch von einigen Fans ausgelacht zu werden...
DATEN
Titel Deutschland: Galaxy Quest - Planlos durchs Weltall
Titel USA: Galaxy Quest
Genre: SF-Komödie
Regie: Dean Parisot
Laufzeit: 98 Minuten
Darsteller:
Tim Allen (Jason Nesmith / Commander Peter Q. Taggert)
Sigourney Weaver (Gwen DeMarco / Lt. Tawny Madison)
Alan Rickman (Alexander Dane / Dr. Lazarus)
Tony Shalhoub (Fred Kwan / Tech Sergeant Chen)
Sam Rockwell (Guy Fleegman)
Daryl Mitchell (Tommy Webber / Laredo)
Enrico Colantoni (Mathesar)
Robin Sachs (Sarris)
Patrick Breen (Quellek)
Missi Pyle (Laliari)
Jed Rees (Teb)
Justin Long (Brandon)
Jeremy Howard (Kyle)
FAZIT
Eine sehr gelungene Komödie und Star Trek Parodie mit vielen Seitenhieben auf Conventions, Stars, Star-Kult, Fans und das Genre selbst. Obwohl ich selbst anfangs mißtrauisch war, bin ich nach Ansehen doch davon überzeugt und werde mir den Film bestimmt noch des öfteren ansehen.
Liebe Grüße - Miara
INHALT
Vor vielen Jahren lief die Science Fiction Serie Galaxy Quest erfolgreich im Fernsehen. Bis sie nach vier Jahren Laufzeit abgesetzt wurde. Trotzdem gibt es noch sehr viele Fans der Serie und regelmäßig werden auch Fan-Treffen - Conventions - durchgeführt. Heute, also zwanzig Jahre später treten die Hauptbesatzungsmitglieder Jason Nesmith (Tim Allen), Gwen DeMarco (Sigourney Weaver), Sir Alexander Dane (Alan Rickman), Fred Kwan (Tony Shaloub) und Guy Fleegman (Sam Rockwell) in ihren alten Kostümen auch noch auf diesen Conventions auf.
Die früheren Helden und Stars sind nicht nur älter geworden sondern desillusioniert. Man tut nur noch nach Außen hin, als ob es auch zwischen den Schauspielern einen Zusammenhalt gibt. In Wirklichkeit herrschen Neid und Aggressivität zwischen den Hauptdarstellern der Serie. Besonders Jason Nesmith, der früher Commander Taggert gespielt hat, trinkt und kann sich mit seinem Los nicht abfinden, nur noch wegen der alten Serie vergöttert zu werden.
Wie immer ist es auch bei den Galaxy Quest Conventions üblich, dass sich die Fans wie Aliens aller Art verkleiden. So ahnt Taggert nichts Böses, als er von einer Gruppe Außerirdischer angesprochen wird, um ihre Welt zu retten. Aber diese Fans sind zwar Fans von ihm und seiner Mannschaft, aber trotzdem echte Aliens mit einem echten und sehr großem Problem. Und ehe sich Taggert und seine Mitschauspieler versehen, sind sie mitten in einer fremden Galaxy, ausgestattet mit ihrem von den Aliens nachgebauten Raumschiff. Denn die Fremden aus dem Weltall halten sie für echte Helden und die Serie, die sie gesehen haben, für Dokumentarsendungen. Und sie erwarten von ihren Helden die Kleinigkeit, sie von ihrem äußerst gefährlichen udn mächtigen Feind zu befreien....
MEINUNG
Galaxy Quest ist eine sehr gelungene Science Fiction Komödie, die wohl nicht nur Trekkies begeistert hat und wohl auch noch begeistern wird. Hier wird nicht nur Star Trek allgemein oder der Science Fiction Bereich auf die Schüppe genommen, sondern auch die Schauspieler und Fans kommen nicht davon.
Ich selbst besuche ja einmal im Jahr selbst eine Star Trek Convention und kann da nur sagen, auch dieser Bereich wurde treffend und gut hier angebracht, es ist noch nicht einmal übertrieben, wenn Fans den Stars technische Fragen zu einem nicht existierenden Sternenschiff stellen, alles schon dagewesen.
Und in Fankreisen sind auch die \'Stars\' nicht unbekannt, die nach Star Trek keine andere bedeutende Rolle mehr gefunden haben und auch davon leben, permanent von Convention zu Convention zu reisen. Und es gibt sehr viele Conventions auf der Welt. Jason Nesmith brilliert hier in der Rolle des Jason Nesmith und ist ein sehr gutes Beispiel für diese Menschen. Man hängt der alten Rolle hinterher und kann sich nicht damit abfinden, dass einige Fans schon darüber belachen, dass man mehr oder weniger nur noch Kultfigur einer nicht mehr existierenden Serie ist.
Sehr gut finde ich auch, dass beispielsweise Sigourney Weaver hier mitspielt. Sie ist ja durch die Alien-Filme sehr bekannt geworden und bietet hier einen guten Schuss Selbstironie. Auch durch ihre eher sinnlose Rolle in der alten Serie, von der sie auch nicht Abstand nimmt, als es zum Echteinsatz gegen den bösen Alien kommt. Denn Lt Tawny Madison plapperte immer die Aussagen des Computers nach, wie ein Übersetzer, nur dass sie nichts übersetzte.
Man findet hier zumindest als SF und genauer noch Star Trek FAn tausend Karikaturmöglichkeiten. Die Ähnlichkeit zwischen Galaxy Quest und der alten Enterprise, von der Art der Serie und den Persönlichkeiten der Stars her ist schon umwerfend. Wie Kirk ist auch Taggert die Hauptperson und derjenige, der mit allen weiblichen Wesen der Serie mal ein Verhältnis hat. Oder die Abenteuer, die sie erlebten, auch sie sind total in der Machart der alten Enterprise.
Sämtliche Schauspieler sind hier sehr gut, seien es die Erwähnten, die anderen der Galaxy-Crew oder die interessant gestalteten Aliens, die sich nur für die Menschen humanoid geben und in Wirklichkeit als intelligente tintenfischähnliche Lebewesen bezeichnet werden müßten.
Selbst solche kleine Ideen, wie einen Schauspieler mit einzubringen, der nur eine unbedeutende Rolle in der Serie hatte und in der einen Folge, in der er starb, werden hier super eingebracht. Denn Guy ist diese Person und er hat im Laufe des Filmes doch immer eine Heidenangst auch in der Realität eben wieder dieses Ende wie damals in der Serie beschert zu bekommen.
Sehr gut und interessant ist auch, wie die Aliens auf diese heroische Serie reagierten und was diese erst bei ihnen bewirkte. Eben weil sie glaubten, alles seien historische Dokumente. Auch der weitere Verlauf mit diesem Hintergrund ist faszinierend. Denn die Menschen müssen hier ja beweisen, dass sie tatsächlich das Können, was sie früher nur spielten. Und wie sich meine Leser vorstellen können, klappt da auch nicht immer alles so, wie man gerne hätte.
Noch ein kleiner Passus zu den Fans, ohne hier zu viel vom eigentlichen Inhalt zu nennen. Fans sind oft so tief in der Materie, dass man sie fast als Fachleute ansehen kann. Sie bauen bestimmte Dinge nach, beschäftigen sich mit der Technik und können je nach Interessensgebiet mit unwahrscheinlich viel Wissen auf diesem aufweisen. Sei es nun über ihre Stars, über die Technik allgemein, über Schiffe. Und auch dieses spielt in Galaxy Quest eine wichtige Rolle. Denn wer das Schiff am besten kennt, ist ein Junge, ein minderjähriger Fan der Serie, der natürlich auf der Erde wohnt und mit seinen Freunden zusammen sich intensiv mit der Technik aus Galaxy Quest beschäftigt hat.
Insgesamt hat man hier einer kleine Gruppe Aliens, die eine irdische SF-Serie als Vorbild haben und diese in ihrem scheinbar aussichtslosen Kampf gegen ihren mächtigen und bösen Feind als letzte Chance für ihr Überleben einsetzen. In der Art gab es Ähnliches auch schon in einzelnen Star Trek Folgen, auch dort beschäftigte man sich mit der Frage, wie reagiert eine Welt auf Star Trek, wenn sie alles für wahr hält. Aber so eine gut ausgearbeitete Komödie mit einer guten Handlung gab es in der Richtung auch noch nicht.
Der Film ist sehr lustig und auch spannend zugleich. Einige Handlungen der desillusionierten Schauspieler kann man sich durchaus vorstellen. Denn was ist schlimmer, als auf der Erde ohne neue Rolle herumzuhängen, nur noch auf Conventions zu gehen und da noch von einigen Fans ausgelacht zu werden...
DATEN
Titel Deutschland: Galaxy Quest - Planlos durchs Weltall
Titel USA: Galaxy Quest
Genre: SF-Komödie
Regie: Dean Parisot
Laufzeit: 98 Minuten
Darsteller:
Tim Allen (Jason Nesmith / Commander Peter Q. Taggert)
Sigourney Weaver (Gwen DeMarco / Lt. Tawny Madison)
Alan Rickman (Alexander Dane / Dr. Lazarus)
Tony Shalhoub (Fred Kwan / Tech Sergeant Chen)
Sam Rockwell (Guy Fleegman)
Daryl Mitchell (Tommy Webber / Laredo)
Enrico Colantoni (Mathesar)
Robin Sachs (Sarris)
Patrick Breen (Quellek)
Missi Pyle (Laliari)
Jed Rees (Teb)
Justin Long (Brandon)
Jeremy Howard (Kyle)
FAZIT
Eine sehr gelungene Komödie und Star Trek Parodie mit vielen Seitenhieben auf Conventions, Stars, Star-Kult, Fans und das Genre selbst. Obwohl ich selbst anfangs mißtrauisch war, bin ich nach Ansehen doch davon überzeugt und werde mir den Film bestimmt noch des öfteren ansehen.
Liebe Grüße - Miara
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