Erfahrungsbericht von LoMei
Wie einst Jan Mümmelmann
Pro:
Zahnkontrolle muss sein.
Kontra:
Es kann halt weh tun.
Empfehlung:
Nein
Die folgenden Verse sind zum Vorlesen (oder zum Erzählen) für kleine Kinder geeignet. Unsere Vier mochten sie. Aber die sind inzwischen erwachsen. Die Enkelin ist noch zu klein. Aber in einigen Monaten wird sie die Geschichte kennen lernen.
WIE EINST JAN MÜMMELMANN
Am Waldrand saß ein großer Hase
und schnupperte mit seiner Nase,
und neben ihm mit spitzem Näschen
saß da ein winzig kleines Häschen.
Der große Hase, alt und weise,
sprach zu dem kleinen nun ganz leise:
"Pass auf, wir gehen jetzt nach drüben,
dort ist ein Acker voller Rüben.
Doch vorsichtig. Sei auf der Hut.
Ich hoff, dass keiner uns was tut.
Damit ich dich auch immer sehe,
bleib du nur fein in meiner Nähe."
So machten sie sich auf die Reise,
ein jeder ganz auf seine Weise.
der alte Has mit langen Schritten,
der junge mit ganz kleinen Tritten.
Der alte fraß ein großes Blatt,
dieweil er großen Hunger hatt'.
Der kleine fraß ein Blättchen bloß
weil doch sein Magen nicht sehr groß.
Am Feldrand saß der böse Bauer
mit seiner Flinte auf der Lauer.
Als sich's die Hasen schmecken ließen,
begann er furchtbar laut zu schießen.
Der große Hase lief von dannen
im Zickzack zu den dunklen Tannen.
Das kleine Häschen konnt’ nur hüpfen
und durch die dicken Rüben schlüpfen.
Der Schrot flog durch die Rübenblätter
grad wie das schlimmste Hagelwetter.
Das Häschen musst' vor Angst nun weinen
und lief mit seinen kurzen Beinen.
Als es im Walde angekommen,
war es vor lauter Schreck benommen.
Da sprach im Baum die kluge Eule:
"Na, Häschen, was bist du in Eile?"
Das Häschen hüpfte durch die Buchen,
den alten Hasen wollt es suchen.
Nach vielen endlos langen Stunden
hat es ihn endlich auch gefunden.
Dann, unter dichten grünen Bäumen
ließ es zu zweit sich herrlich träumen.
Sie träumten von der grünen Heide
mit Licht und Weite für sie beide.
Sie träumten von der heilen Welt
und einem großen Rübenfeld,
wo man ganz friedlich leben kann,
so wie dereinst Jan Mümmelmann.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-06-27 21:46:46 mit dem Titel Wenn der Vater mit dem Sohn allein zum Zahnarzt geht.
Niemand, den ich kenne, geht gerne zum Zahnarzt. Ich auch nicht. Doch irgendwann fängt jeder einmal damit an und macht so seine Erfahrungen.
Wenn Eltern mit ihren Kindern zum Zahnarzt gehen, machen sie oft fix was mit. Die Beschreibung eines solchen Zahnarztbesuches habe ich in unserem „Familienarchiv“ gefunden.
Der Christoph war noch ziemlich klein,
da fuhren wir mal in die Stadt,
zum Zahnarzt. Leider musst’ es sein,
weil ein Zahn schon ein Löchlein hatt\'.
Die Stimmung war bei Dur und Moll.
Die Sprechzeit hatte angefangen;
und weil der Warteraum sehr voll,
ist Mudder noch mal fortgegangen.
Da hörte ich: \"Der nächste bitte!\"
Wir setzten Christoph auf den Stuhl.
Der Mann in Weiß sprach, wie es Sitte:
\"Na Bub, nun mach mal auf dein Mul.\"
Der presste seinen Mund zusammen
und schloss die Augen. Nichts geschah.
Er tat, als hab\' er nichts vernommen,
grad so, als seien wir nicht da.
Es half kein Drohen und kein Flehen.
Der Mund blieb zu, die Lippen bleich.
Der Zahnarzt ließ uns schließlich gehen.
Mir waren beide Kniee weich.
Wir trafen Mudder an dem Wagen.
Sie fragte: \"War es schlimm, mein Wicht?\"
Wir mussten ihr die Wahrheit sagen.
Da meinte sie: \"So geht das nicht!\"
Ein zweiter Anlauf wurd\' genommen.
Wir klopften an des Doktors Tür.
Er sah uns, zuckte leicht zusammen.
Doch schließlich konnt\' er nichts dafür.
Der Christoph musst\' sich wieder setzen.
Er hielt die Lippen ganz fest zu
und sah mit Schrecken und Entsetzen
wach und genau dem Doktor zu.
Der fing jetzt an, sich zu bewaffnen
mit Brechwerkzeugen blank und fein,
und konnt’ damit behutsam öffnen
den Mund im hellen Lampenschein.
Wir beide hielten unsern Jungen
wie Rabeneltern eisern fest.
Der Bohrer lief. - Dann war’s gelungen.
Was jetzt noch kam, war leichter Rest.
Und als vorbei Gewalt und List,
war sein Gesicht ganz aufgehellt:
\"Wenn ich gewusst hätt, wie das ist,
hätt\' ich mich nicht so angestellt.\"
WIE EINST JAN MÜMMELMANN
Am Waldrand saß ein großer Hase
und schnupperte mit seiner Nase,
und neben ihm mit spitzem Näschen
saß da ein winzig kleines Häschen.
Der große Hase, alt und weise,
sprach zu dem kleinen nun ganz leise:
"Pass auf, wir gehen jetzt nach drüben,
dort ist ein Acker voller Rüben.
Doch vorsichtig. Sei auf der Hut.
Ich hoff, dass keiner uns was tut.
Damit ich dich auch immer sehe,
bleib du nur fein in meiner Nähe."
So machten sie sich auf die Reise,
ein jeder ganz auf seine Weise.
der alte Has mit langen Schritten,
der junge mit ganz kleinen Tritten.
Der alte fraß ein großes Blatt,
dieweil er großen Hunger hatt'.
Der kleine fraß ein Blättchen bloß
weil doch sein Magen nicht sehr groß.
Am Feldrand saß der böse Bauer
mit seiner Flinte auf der Lauer.
Als sich's die Hasen schmecken ließen,
begann er furchtbar laut zu schießen.
Der große Hase lief von dannen
im Zickzack zu den dunklen Tannen.
Das kleine Häschen konnt’ nur hüpfen
und durch die dicken Rüben schlüpfen.
Der Schrot flog durch die Rübenblätter
grad wie das schlimmste Hagelwetter.
Das Häschen musst' vor Angst nun weinen
und lief mit seinen kurzen Beinen.
Als es im Walde angekommen,
war es vor lauter Schreck benommen.
Da sprach im Baum die kluge Eule:
"Na, Häschen, was bist du in Eile?"
Das Häschen hüpfte durch die Buchen,
den alten Hasen wollt es suchen.
Nach vielen endlos langen Stunden
hat es ihn endlich auch gefunden.
Dann, unter dichten grünen Bäumen
ließ es zu zweit sich herrlich träumen.
Sie träumten von der grünen Heide
mit Licht und Weite für sie beide.
Sie träumten von der heilen Welt
und einem großen Rübenfeld,
wo man ganz friedlich leben kann,
so wie dereinst Jan Mümmelmann.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-06-27 21:46:46 mit dem Titel Wenn der Vater mit dem Sohn allein zum Zahnarzt geht.
Niemand, den ich kenne, geht gerne zum Zahnarzt. Ich auch nicht. Doch irgendwann fängt jeder einmal damit an und macht so seine Erfahrungen.
Wenn Eltern mit ihren Kindern zum Zahnarzt gehen, machen sie oft fix was mit. Die Beschreibung eines solchen Zahnarztbesuches habe ich in unserem „Familienarchiv“ gefunden.
Der Christoph war noch ziemlich klein,
da fuhren wir mal in die Stadt,
zum Zahnarzt. Leider musst’ es sein,
weil ein Zahn schon ein Löchlein hatt\'.
Die Stimmung war bei Dur und Moll.
Die Sprechzeit hatte angefangen;
und weil der Warteraum sehr voll,
ist Mudder noch mal fortgegangen.
Da hörte ich: \"Der nächste bitte!\"
Wir setzten Christoph auf den Stuhl.
Der Mann in Weiß sprach, wie es Sitte:
\"Na Bub, nun mach mal auf dein Mul.\"
Der presste seinen Mund zusammen
und schloss die Augen. Nichts geschah.
Er tat, als hab\' er nichts vernommen,
grad so, als seien wir nicht da.
Es half kein Drohen und kein Flehen.
Der Mund blieb zu, die Lippen bleich.
Der Zahnarzt ließ uns schließlich gehen.
Mir waren beide Kniee weich.
Wir trafen Mudder an dem Wagen.
Sie fragte: \"War es schlimm, mein Wicht?\"
Wir mussten ihr die Wahrheit sagen.
Da meinte sie: \"So geht das nicht!\"
Ein zweiter Anlauf wurd\' genommen.
Wir klopften an des Doktors Tür.
Er sah uns, zuckte leicht zusammen.
Doch schließlich konnt\' er nichts dafür.
Der Christoph musst\' sich wieder setzen.
Er hielt die Lippen ganz fest zu
und sah mit Schrecken und Entsetzen
wach und genau dem Doktor zu.
Der fing jetzt an, sich zu bewaffnen
mit Brechwerkzeugen blank und fein,
und konnt’ damit behutsam öffnen
den Mund im hellen Lampenschein.
Wir beide hielten unsern Jungen
wie Rabeneltern eisern fest.
Der Bohrer lief. - Dann war’s gelungen.
Was jetzt noch kam, war leichter Rest.
Und als vorbei Gewalt und List,
war sein Gesicht ganz aufgehellt:
\"Wenn ich gewusst hätt, wie das ist,
hätt\' ich mich nicht so angestellt.\"
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