Auf Ehre und Gewissen (Taschenbuch) / Elizabeth George Testbericht
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Erfahrungsbericht von ComaGirl
Zu viele Charaktere und wenig Gradlinigkeit
Pro:
Plot
Kontra:
zu viele Charaktere und Verdächtige, lange Monologe, schwache Charaktere
Empfehlung:
Nein
Ich habe mich sehr intensiv und gründlich mit der Geschichte - den Charakteren und dem genauen Handlungsablauf - beschäftigt, da ich das Buch freiwillig für eine Buchvorstellung für den Deutsch-Unterricht ausgesucht habe. Nachdem ich sämtliche Bücher von Patricia Cornwell gelesen hatte, war ich auf der Suche nach etwas Neuem. In einem Bücherladen geriet mir dabei \"Auf Ehre und Gewissen\" in die Hände und ich kaufte es, weil ich die Beschreibung auf dem Buchrücken interessant fand.
Aber das Buch enttäuschte mich dann doch. Ich brauchte erstmal eine Ewigkeit, um es überhaupt fertig zu lesen und war deshalb mit meiner Buchvorstellung auch dementsprechend spät dran (sogar zu spät). Die Geschichte an sich finde ich gut. Matthew Whateley, ein junger Schüler des britischen Elite-Internates Bredgar Chambers, wird gefoltert und ermordet. Die ermittelnden Beamten Inspector Thomas Lynley und Sergeant Barbara Havers treffen in der Bilderbuch-Schule auf ein enges Netz aus Lügen, Intrigen und Heuchelei.
Und da fängt es auch schon an, kompliziert zu werden. Keiner will dem Jungen etwas getan haben, aber einer muss muss ihm etwas angetan haben. Die Schuld wird so glaubwürdig von einem auf den anderen geschoben (mir fallen spontan 4-5 Verdächtige ein), dass weder die Beamten noch der Leser durchblickt. Man könnte das als spannend bezeichnen, ich finde es aber nervend und extrem verwirrend. Die Handlung bewegt sich schnell voran, aber selten wirklich vorwärts. Und wenn doch, dann passiert auf den nächsten zwei, drei Seiten etwas und man befindet sich wieder am Ausgangspunkt. Ähnlich verhält es sich mit den Monologen. Die verschiedenen Charaktere (u.a. Harry Morant, Chas Quilter, Emilia Bond und Deborah St. James) hängen öfters ihren Gedanken nach. Das hätte man auch weglassen können, denn am Ende solcher Passagen ist der Leser auch nicht klüger als vorher, eher noch verwirrter. Oftmals wird die Situation, an die die Person denkt, nur sehr vage dargestellt, was mir nicht gefiel, andere aber als Spannungsaufbau bezeichnen möchten.
Am Meisten haben mich die vielen Personen gestört. Da ich ja nicht ahnen konnte, wer für den Ablauf der Handlung wichtig sein könnte, musste ich alle Charaktere mitsamt der detaillierten Beschreibung rausschreiben. Und das waren viele, über zwei Seiten (in Word). Meiner Meinung nach ist es nicht nötig, die Haar- und Augenfarbe in allen Schattierungen jeder vorkommenden Person zu erwähnen. Oft sind diese Personen nämlich nur für die akutelle Szene wichtig und nicht für das Buch im Ganzen. Oder was hatte Inspector Canerone mit der Geschichte zu tun? Cecilia Feld, die am Ende doch wichtiger war, als man denkt, wurde gekonnt im Hintergrund stehen gelassen, was ich gut fand. So erinnerte man sich später nur vage an das Mädchen, das so plötzlich an Bedeutung gewann.
Die Hauptcharaktere Inspector Thomas Lynley und Sergeant Barbara Havers geben nichts her. Sie stellen für mich keine starken und erinnerungswürdigen Charaktere dar, was für mich aber äußerst wichtig ist, damit ich ein Buch als gut befinden kann. Die Personen müssen interessant erscheinen und mich fesseln, was bei diesem Buch definitiv nicht der Fall ist.
Ich weiß nicht, ob andere Bücher von Elizabeth George besser sind, aber \"Auf Ehre und Gewissen\" macht wirklich nicht Lust auf mehr.
Trotzdem noch einen Stern, weil ich den Plot gut fand.
Aber das Buch enttäuschte mich dann doch. Ich brauchte erstmal eine Ewigkeit, um es überhaupt fertig zu lesen und war deshalb mit meiner Buchvorstellung auch dementsprechend spät dran (sogar zu spät). Die Geschichte an sich finde ich gut. Matthew Whateley, ein junger Schüler des britischen Elite-Internates Bredgar Chambers, wird gefoltert und ermordet. Die ermittelnden Beamten Inspector Thomas Lynley und Sergeant Barbara Havers treffen in der Bilderbuch-Schule auf ein enges Netz aus Lügen, Intrigen und Heuchelei.
Und da fängt es auch schon an, kompliziert zu werden. Keiner will dem Jungen etwas getan haben, aber einer muss muss ihm etwas angetan haben. Die Schuld wird so glaubwürdig von einem auf den anderen geschoben (mir fallen spontan 4-5 Verdächtige ein), dass weder die Beamten noch der Leser durchblickt. Man könnte das als spannend bezeichnen, ich finde es aber nervend und extrem verwirrend. Die Handlung bewegt sich schnell voran, aber selten wirklich vorwärts. Und wenn doch, dann passiert auf den nächsten zwei, drei Seiten etwas und man befindet sich wieder am Ausgangspunkt. Ähnlich verhält es sich mit den Monologen. Die verschiedenen Charaktere (u.a. Harry Morant, Chas Quilter, Emilia Bond und Deborah St. James) hängen öfters ihren Gedanken nach. Das hätte man auch weglassen können, denn am Ende solcher Passagen ist der Leser auch nicht klüger als vorher, eher noch verwirrter. Oftmals wird die Situation, an die die Person denkt, nur sehr vage dargestellt, was mir nicht gefiel, andere aber als Spannungsaufbau bezeichnen möchten.
Am Meisten haben mich die vielen Personen gestört. Da ich ja nicht ahnen konnte, wer für den Ablauf der Handlung wichtig sein könnte, musste ich alle Charaktere mitsamt der detaillierten Beschreibung rausschreiben. Und das waren viele, über zwei Seiten (in Word). Meiner Meinung nach ist es nicht nötig, die Haar- und Augenfarbe in allen Schattierungen jeder vorkommenden Person zu erwähnen. Oft sind diese Personen nämlich nur für die akutelle Szene wichtig und nicht für das Buch im Ganzen. Oder was hatte Inspector Canerone mit der Geschichte zu tun? Cecilia Feld, die am Ende doch wichtiger war, als man denkt, wurde gekonnt im Hintergrund stehen gelassen, was ich gut fand. So erinnerte man sich später nur vage an das Mädchen, das so plötzlich an Bedeutung gewann.
Die Hauptcharaktere Inspector Thomas Lynley und Sergeant Barbara Havers geben nichts her. Sie stellen für mich keine starken und erinnerungswürdigen Charaktere dar, was für mich aber äußerst wichtig ist, damit ich ein Buch als gut befinden kann. Die Personen müssen interessant erscheinen und mich fesseln, was bei diesem Buch definitiv nicht der Fall ist.
Ich weiß nicht, ob andere Bücher von Elizabeth George besser sind, aber \"Auf Ehre und Gewissen\" macht wirklich nicht Lust auf mehr.
Trotzdem noch einen Stern, weil ich den Plot gut fand.
14 Bewertungen, 2 Kommentare
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31.07.2005, 21:00 Uhr von Fluetie
Bewertung: sehr hilfreichtoller Bericht! Zum Trost sei gesagt, daß Shogun noch viel mehr Charaktere besitzt. lg Dirk
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31.07.2005, 18:48 Uhr von SquirrelFrank
Bewertung: sehr hilfreichmeiner meinung nach ein echt toller bericht! lg
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