Geschlechtskrankheiten Allgemein Testbericht
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Erfahrungsbericht von Casyriade
Geschlechtskrankheit im Historischen Überblick
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Allgemeines:
Bei Geschlechtskrankheiten handelt es sich um Erkrankungen durch Parasiten, Bakterien, Pilze, Protozoen, oder Viren ausgelöst werden. Die Übertragung erfolgt überwiegend oder ausschließlich durch Geschlechtsverkehr oder engen körperlichen Kontakt. Gelegentlich ist auch eine zusätzliche, nicht sexuelle Übertragung,z.B. durch Blutübertragungen möglich.
Zur Historischen Seite:
Zwar unterscheiden sich die sexuell übertragbaren Krankheiten im biologischen Sinne nicht von anderen Infektionskrankheiten, doch hängt Ihnen selbst heute noch der Makel des Abstoßenden , Peinlichen und Unangenehmen an. Obwohl sich Philosophen und Theologen seit jeher mit den Fragen der menschlichen Sexualität beschäftigten, war das Wissen darüber über Jahrhunderte entweder vergessen, sehr gering oder wurde vom Staat und den Kirchen unterdrückt.
Wie rigide Staat und Kirchen damals auf Abweichungen von der herrschenden Moral reagierten sei am Beispiel des Analverkehrs zwischen Mann und Frau oder zwischen Männern verdeutlicht: Wer dieser Sexualpraktiken überführt wurde, musste mit Folter und der Todesstrafe rechnen. Auch heute noch steht in einigen streng islamischen Ländern auf diesen Sexualpraktiken die Todesstrafe
Bereits im Altertum setzten sich Platon und Aristoteles mit der menschlichen Sexualfunktion und dem Sexualverhalten auseinander. Der griechische Arzt Galen entwickelt erstmals eine zusammenhängende Theorie des Sexualverhaltens und zwar auf der Basis der Erkenntnisse, die Hippokrates und der römische Arzt Soranus vor ihm gewonnen hatten. Islamische Ärzte im mittleren Osten und in Afrika retteten viele dieser wissenschaftlichen Erkenntnisse über den Zusammenbruch des römischen Reiches und über das Mittelalter hinaus. Außerdem bereicherten sie das antike Wissen um eigene wichtige Erkenntnisse.
Im Zeitalter der Renaissance wurde der Grundstein für die moderne experimentelle Wissenschaft gelegt. Man setzte sich mit den Quellen aus dem Altertum intensiv auseinander und das neue Interesse am menschlichen Körper befruchtete nicht nur die Kunst, sondern auch die Wissenschaft. Berühmt sind die anatomischen Skizzen von Leonardo da Vinci und die auf der Leichensektion basierenden Anatomiebücher von Fallopio, Bartholinus und de Graaf. Im 18. Jahrhundert jedoch erlebte die Sexualwissenschaft einen herben Rückschlag. Philosophen begannen die herrschenden Moralvorstellungen und den Einfluß von Staat und Kirche zu kritisieren. Ausgedehnte Forschungsreisen bereicherten das Wissen um andere Kulturen und fremde Moralvorstellungen. Dennoch reagierten Staat und Kirche mit der Unterdrückung der Ergebnisse der Sexualforschung. So wurde beispielsweise der Kampf gegen die angeblich schädliche Selbstbefriedigung (Masturbation) zu einem beherrschenden Thema. (Um Kinder und Jugendliche daran zu hindern, sich selbst zu befriedigen, wurden die abenteuerlichsten Apparate entwickelt. Schlimmer aber waren die furchtbaren Ängste vor Verblödung, Rückgratverkrümmung und sonstigen angedrohten schlimmen Folgen dieses Tuns)
Der Einfluß der Medizin in diesem Bereich begann erst zur Mitte des 19. Jahrhunderts wieder eine Rolle zu spielen. Die sich entwickelnde Sexualmedizin konnte sich zunächst nicht von überkommenen, außermedizinischen Vorstellungen freimachen. Ihre Erkenntnisse waren zum großen Teil spekulativer Natur. Die damalige Lust- und Leibfeindlichkeit verbunden mit einem allgemeinen Sexualpessimismus wurden zwar über Jahrhunderte durch die christliche Lehre konserviert, ihr Ursprung liegt jedoch in heidnischer Zeit. Im sechsten Jahrhundert vor Christus warnte Pythagoras vor den Folgen der Sexualität, weil sie den Leib schwäche und zu einem allgemeinen Kräfteverlust führe. Auch Hippokrates ging davon aus, dass der \"Verlust\" von Samen über die unabdingbare Sicherung der Nachkommenschaft hinaus zu allerlei Krankheiten, ja sogar zum Tod führen würde. Durch die Philosophenschule der Stoiker mit Seneca als prominentem Vertreter vollzog sich der Wandel vom medizinischen \"Rat\" zur Moral. Wer die sexuellen Bedürfnisse mit Hilfe der Vernunft unterdrücken kann, schlägt nicht nur das einzelne Laster, sondern alle Laster nieder. Die allgemeine Moral wurde dadurch ganz wesentlich auf die Sexualmoral reduziert.
Gerade fortschrittliche Mediziner wie Morel, Magnan, Charcot und von Krafft-Ebbing trugen durch Ihre Beschreibung und Klassifikation des Sexualverhaltens des Menschen zu seiner \"Pathologisierung\" des Sexualverhaltens bei. Gesellschaftlich nicht akzeptiertes Sexualverhalten wurde auf diese Weise vom Standpunkt des vermeintlich objektiven Wissenschaftlers und Mediziners als degeneriert, pervers oder entartet eingestuft. Damit beteiligten sie sich nicht nur an der Zementierung der bestehenden repressiven Sexualmoral, sondern lieferten -wenn auch ungewollt- die Argumente und Instrumente zur Erfassung, Verfolgung und schließlich Vernichtung aller \"Entarteten\" von 1933 bis 1945, also zwei Generationen später.
Einen sachlicheren Zugang zur menschlichen Sexualität, verbunden mit wissenschaftlicher Erkenntnis, entwickelte sich auf diesem historischen Hintergrund entsprechend langsam und mit enormen Widerständen. Eine kritischere Sichtweise wurde erst durch die Pioniere der Sexualforschung zu Beginn des 20. Jahrhunderts u.a. von Siegmund Freud, Havelock Ellis, Albert Moll und Magnus Hirschfeld verfolgt. Parallel dazu machte auch die Erforschung sexuell übertragbarer Krankheiten wichtige Fortschritte. August von Wassermann entwickelte 1906 die erste frühe Nachweismethode für Syphilis, vier Jahre später entdeckte Paul Ehrlich das erste wirksame Medikament, das Salvarsan, ein arsenhaltiges Präparat dagegen. Mit der Entdeckung des Penicillins durch Alexander Fleming und dessen großtechnischer Herstellung nach dem 2. Weltkrieg erweiterte sich das Spektrum wirksamer Heilmethoden schlagartig.
Der erste Weltkrieg führte zu einer durchgreifenden Erschütterung der bis dahin geltenden moralischen Ordnung. Frauen stellten die überlieferten Geschlechterrollen in Frage und Anthropologen konnten nachweisen, dass westliche Sexualnormen und Rollenkonzepte keineswegs allgemeingültig sind. Das \"Institut für Sexualwissenschaft\" in Berlin und zahlreiche andere Organisationen bemühten sich nicht nur um neue wissenschaftliche Erkenntnisse, sondern auch um deren Popularisierung. Sexuelle Aufklärung, Sexualerziehung und die Vermittlung sexueller Toleranz waren ihnen wichtige gesellschaftspolitische Ziele. Die starke Prägung der Sexualwissenschaft durch die Biologie und den Darwinismus stellten sich jedoch als schwere Hemmnisse heraus. Soziologische und historische Perspektiven wurden dadurch vernachlässigt und gesellschaftliche Prozesse biologisiert.
Die großangelegten Untersuchungen von Alfred Kinsey, sowie William Masters und Virginia Johnsons nach dem zweiten Weltkrieg gaben der Sexualforschung deshalb wichtige neue Impulse. In dieser Hinsicht war die Veröffentlichung des Buches \"Die Sexualität des Mannes\" durch Alfred Kinsey im Jahre 1948 ein besonderer Meilenstein. Seine Befragung tausender Amerikaner warf eine Reihe scheinbar gesicherter Erkenntnisse über die menschliche Sexualität über den Haufen und zog bis heute viele weitere Untersuchungen nach sich. Freilich waren viele dieser als neu empfundenen Erkenntisse bereits seit dem Altertum bekannt und in der westlichen Welt -wie erwähnt- nur Jahrhunderte vergessen oder vor allem unterdrückt.
Über die menschliche Sexualität und Fortpflanzung gibt es noch viel zu lernen. Der Sexualerziehung und Aufklärung bleibt auch in Zukunft noch ein weites Feld. So kann es nicht verwundern, dass auch die sexuelle Liberalisierung der vergangenen zwanzig Jahre erstaunlich wenig daran ändern konnte, dass auch in den entwickelten Ländern die Zahl der Neuinfektionen mit sexuell übertragbaren Erkrankungen ansteigt, obgleich eine ausgezeichnete medizinische Versorgung und ein Höchstmaß an allgemeiner und persönlicher Hygiene Realität geworden sind. Zwar sind heute fast alle sexuell übertragbaren Erkrankungen behandelbar und heilbar, ihren Schrecken haben sie dennoch nicht in jedem Falle verloren. Abgesehen von der HIV Infektion, die bisher nicht heilbar ist, können auch eigentlich heilbare Erkrankungen in ein chronisches Stadium übergehen und schwere, nicht wieder gutzumachende Spätschäden verursachen. Ein Beispiel dafür ist die Syphilis. Außerdem erschweren immer neue, gegen viele Antibiotika resistente Erregerstämme die Therapie früher leicht behandelbarer Krankheiten.
Die Aufklärung über die Ursache und das Wesen der sexuell übertragbaren Krankheiten ist daher immer noch wichtig. Den bestmöglichen Schutz vor einer Infektion stellt zwar die Enthaltsamkeit dar, der heutigen Lebenswirklichkeit in den meisten Ländern der Erde entspricht sie jedoch nicht. Die Benutzung von Kondomen ist daher das wichtigste Mittel zur Infektionsvermeidung. Besteht der Verdacht, sich eine sexuell übertragbare Krankheit zugezogen zu haben, sollte unverzüglich ein Arzt zu Rate gezogen werden. Ein rechtzeitiger Arztbesuch erleichtert nämlich nicht nur die Diagnose und die rasche Einleitung der Behandlung, sondern hilft auch eventuelle Spätschäden zu verhindern. Um die Infektionskette rasch zu unterbrechen, muss der betreffende Partner mitbehandelt werden.
Zum Thema Sexualkunde gibt es im Buchhandel umfangreiches Informationsmaterial. Darüberhinaus halten viele öffentliche und private Stellen wie Gesundheitsämter, tropenmedizinische Institute oder die örtliche oder überregionale AIDS-Hilfe umfangreiches Informationsmaterial bereit. Ferner gibt es von diesen Organisationen persönliche oder auch -z.B. per Telefon- anonyme Beratungsangebote
Die meisten infos habe ich aus Büchern.. Dieses referat habe ich in der Schuele gehalten und dementsprechend Bilder etc. gehabt, die ich aber leider hier nicht zur Verfügung stellen konnte. Auch wenn es reichlich umfangreich erscheint, habe ich nur eine Zwei bekommen, da es doch nur ein grober umriss der Historischen geschichte von Geschlechtskrankheiten ist.. Für fragen stehe ich gern zur Verfügung...
Bei Geschlechtskrankheiten handelt es sich um Erkrankungen durch Parasiten, Bakterien, Pilze, Protozoen, oder Viren ausgelöst werden. Die Übertragung erfolgt überwiegend oder ausschließlich durch Geschlechtsverkehr oder engen körperlichen Kontakt. Gelegentlich ist auch eine zusätzliche, nicht sexuelle Übertragung,z.B. durch Blutübertragungen möglich.
Zur Historischen Seite:
Zwar unterscheiden sich die sexuell übertragbaren Krankheiten im biologischen Sinne nicht von anderen Infektionskrankheiten, doch hängt Ihnen selbst heute noch der Makel des Abstoßenden , Peinlichen und Unangenehmen an. Obwohl sich Philosophen und Theologen seit jeher mit den Fragen der menschlichen Sexualität beschäftigten, war das Wissen darüber über Jahrhunderte entweder vergessen, sehr gering oder wurde vom Staat und den Kirchen unterdrückt.
Wie rigide Staat und Kirchen damals auf Abweichungen von der herrschenden Moral reagierten sei am Beispiel des Analverkehrs zwischen Mann und Frau oder zwischen Männern verdeutlicht: Wer dieser Sexualpraktiken überführt wurde, musste mit Folter und der Todesstrafe rechnen. Auch heute noch steht in einigen streng islamischen Ländern auf diesen Sexualpraktiken die Todesstrafe
Bereits im Altertum setzten sich Platon und Aristoteles mit der menschlichen Sexualfunktion und dem Sexualverhalten auseinander. Der griechische Arzt Galen entwickelt erstmals eine zusammenhängende Theorie des Sexualverhaltens und zwar auf der Basis der Erkenntnisse, die Hippokrates und der römische Arzt Soranus vor ihm gewonnen hatten. Islamische Ärzte im mittleren Osten und in Afrika retteten viele dieser wissenschaftlichen Erkenntnisse über den Zusammenbruch des römischen Reiches und über das Mittelalter hinaus. Außerdem bereicherten sie das antike Wissen um eigene wichtige Erkenntnisse.
Im Zeitalter der Renaissance wurde der Grundstein für die moderne experimentelle Wissenschaft gelegt. Man setzte sich mit den Quellen aus dem Altertum intensiv auseinander und das neue Interesse am menschlichen Körper befruchtete nicht nur die Kunst, sondern auch die Wissenschaft. Berühmt sind die anatomischen Skizzen von Leonardo da Vinci und die auf der Leichensektion basierenden Anatomiebücher von Fallopio, Bartholinus und de Graaf. Im 18. Jahrhundert jedoch erlebte die Sexualwissenschaft einen herben Rückschlag. Philosophen begannen die herrschenden Moralvorstellungen und den Einfluß von Staat und Kirche zu kritisieren. Ausgedehnte Forschungsreisen bereicherten das Wissen um andere Kulturen und fremde Moralvorstellungen. Dennoch reagierten Staat und Kirche mit der Unterdrückung der Ergebnisse der Sexualforschung. So wurde beispielsweise der Kampf gegen die angeblich schädliche Selbstbefriedigung (Masturbation) zu einem beherrschenden Thema. (Um Kinder und Jugendliche daran zu hindern, sich selbst zu befriedigen, wurden die abenteuerlichsten Apparate entwickelt. Schlimmer aber waren die furchtbaren Ängste vor Verblödung, Rückgratverkrümmung und sonstigen angedrohten schlimmen Folgen dieses Tuns)
Der Einfluß der Medizin in diesem Bereich begann erst zur Mitte des 19. Jahrhunderts wieder eine Rolle zu spielen. Die sich entwickelnde Sexualmedizin konnte sich zunächst nicht von überkommenen, außermedizinischen Vorstellungen freimachen. Ihre Erkenntnisse waren zum großen Teil spekulativer Natur. Die damalige Lust- und Leibfeindlichkeit verbunden mit einem allgemeinen Sexualpessimismus wurden zwar über Jahrhunderte durch die christliche Lehre konserviert, ihr Ursprung liegt jedoch in heidnischer Zeit. Im sechsten Jahrhundert vor Christus warnte Pythagoras vor den Folgen der Sexualität, weil sie den Leib schwäche und zu einem allgemeinen Kräfteverlust führe. Auch Hippokrates ging davon aus, dass der \"Verlust\" von Samen über die unabdingbare Sicherung der Nachkommenschaft hinaus zu allerlei Krankheiten, ja sogar zum Tod führen würde. Durch die Philosophenschule der Stoiker mit Seneca als prominentem Vertreter vollzog sich der Wandel vom medizinischen \"Rat\" zur Moral. Wer die sexuellen Bedürfnisse mit Hilfe der Vernunft unterdrücken kann, schlägt nicht nur das einzelne Laster, sondern alle Laster nieder. Die allgemeine Moral wurde dadurch ganz wesentlich auf die Sexualmoral reduziert.
Gerade fortschrittliche Mediziner wie Morel, Magnan, Charcot und von Krafft-Ebbing trugen durch Ihre Beschreibung und Klassifikation des Sexualverhaltens des Menschen zu seiner \"Pathologisierung\" des Sexualverhaltens bei. Gesellschaftlich nicht akzeptiertes Sexualverhalten wurde auf diese Weise vom Standpunkt des vermeintlich objektiven Wissenschaftlers und Mediziners als degeneriert, pervers oder entartet eingestuft. Damit beteiligten sie sich nicht nur an der Zementierung der bestehenden repressiven Sexualmoral, sondern lieferten -wenn auch ungewollt- die Argumente und Instrumente zur Erfassung, Verfolgung und schließlich Vernichtung aller \"Entarteten\" von 1933 bis 1945, also zwei Generationen später.
Einen sachlicheren Zugang zur menschlichen Sexualität, verbunden mit wissenschaftlicher Erkenntnis, entwickelte sich auf diesem historischen Hintergrund entsprechend langsam und mit enormen Widerständen. Eine kritischere Sichtweise wurde erst durch die Pioniere der Sexualforschung zu Beginn des 20. Jahrhunderts u.a. von Siegmund Freud, Havelock Ellis, Albert Moll und Magnus Hirschfeld verfolgt. Parallel dazu machte auch die Erforschung sexuell übertragbarer Krankheiten wichtige Fortschritte. August von Wassermann entwickelte 1906 die erste frühe Nachweismethode für Syphilis, vier Jahre später entdeckte Paul Ehrlich das erste wirksame Medikament, das Salvarsan, ein arsenhaltiges Präparat dagegen. Mit der Entdeckung des Penicillins durch Alexander Fleming und dessen großtechnischer Herstellung nach dem 2. Weltkrieg erweiterte sich das Spektrum wirksamer Heilmethoden schlagartig.
Der erste Weltkrieg führte zu einer durchgreifenden Erschütterung der bis dahin geltenden moralischen Ordnung. Frauen stellten die überlieferten Geschlechterrollen in Frage und Anthropologen konnten nachweisen, dass westliche Sexualnormen und Rollenkonzepte keineswegs allgemeingültig sind. Das \"Institut für Sexualwissenschaft\" in Berlin und zahlreiche andere Organisationen bemühten sich nicht nur um neue wissenschaftliche Erkenntnisse, sondern auch um deren Popularisierung. Sexuelle Aufklärung, Sexualerziehung und die Vermittlung sexueller Toleranz waren ihnen wichtige gesellschaftspolitische Ziele. Die starke Prägung der Sexualwissenschaft durch die Biologie und den Darwinismus stellten sich jedoch als schwere Hemmnisse heraus. Soziologische und historische Perspektiven wurden dadurch vernachlässigt und gesellschaftliche Prozesse biologisiert.
Die großangelegten Untersuchungen von Alfred Kinsey, sowie William Masters und Virginia Johnsons nach dem zweiten Weltkrieg gaben der Sexualforschung deshalb wichtige neue Impulse. In dieser Hinsicht war die Veröffentlichung des Buches \"Die Sexualität des Mannes\" durch Alfred Kinsey im Jahre 1948 ein besonderer Meilenstein. Seine Befragung tausender Amerikaner warf eine Reihe scheinbar gesicherter Erkenntnisse über die menschliche Sexualität über den Haufen und zog bis heute viele weitere Untersuchungen nach sich. Freilich waren viele dieser als neu empfundenen Erkenntisse bereits seit dem Altertum bekannt und in der westlichen Welt -wie erwähnt- nur Jahrhunderte vergessen oder vor allem unterdrückt.
Über die menschliche Sexualität und Fortpflanzung gibt es noch viel zu lernen. Der Sexualerziehung und Aufklärung bleibt auch in Zukunft noch ein weites Feld. So kann es nicht verwundern, dass auch die sexuelle Liberalisierung der vergangenen zwanzig Jahre erstaunlich wenig daran ändern konnte, dass auch in den entwickelten Ländern die Zahl der Neuinfektionen mit sexuell übertragbaren Erkrankungen ansteigt, obgleich eine ausgezeichnete medizinische Versorgung und ein Höchstmaß an allgemeiner und persönlicher Hygiene Realität geworden sind. Zwar sind heute fast alle sexuell übertragbaren Erkrankungen behandelbar und heilbar, ihren Schrecken haben sie dennoch nicht in jedem Falle verloren. Abgesehen von der HIV Infektion, die bisher nicht heilbar ist, können auch eigentlich heilbare Erkrankungen in ein chronisches Stadium übergehen und schwere, nicht wieder gutzumachende Spätschäden verursachen. Ein Beispiel dafür ist die Syphilis. Außerdem erschweren immer neue, gegen viele Antibiotika resistente Erregerstämme die Therapie früher leicht behandelbarer Krankheiten.
Die Aufklärung über die Ursache und das Wesen der sexuell übertragbaren Krankheiten ist daher immer noch wichtig. Den bestmöglichen Schutz vor einer Infektion stellt zwar die Enthaltsamkeit dar, der heutigen Lebenswirklichkeit in den meisten Ländern der Erde entspricht sie jedoch nicht. Die Benutzung von Kondomen ist daher das wichtigste Mittel zur Infektionsvermeidung. Besteht der Verdacht, sich eine sexuell übertragbare Krankheit zugezogen zu haben, sollte unverzüglich ein Arzt zu Rate gezogen werden. Ein rechtzeitiger Arztbesuch erleichtert nämlich nicht nur die Diagnose und die rasche Einleitung der Behandlung, sondern hilft auch eventuelle Spätschäden zu verhindern. Um die Infektionskette rasch zu unterbrechen, muss der betreffende Partner mitbehandelt werden.
Zum Thema Sexualkunde gibt es im Buchhandel umfangreiches Informationsmaterial. Darüberhinaus halten viele öffentliche und private Stellen wie Gesundheitsämter, tropenmedizinische Institute oder die örtliche oder überregionale AIDS-Hilfe umfangreiches Informationsmaterial bereit. Ferner gibt es von diesen Organisationen persönliche oder auch -z.B. per Telefon- anonyme Beratungsangebote
Die meisten infos habe ich aus Büchern.. Dieses referat habe ich in der Schuele gehalten und dementsprechend Bilder etc. gehabt, die ich aber leider hier nicht zur Verfügung stellen konnte. Auch wenn es reichlich umfangreich erscheint, habe ich nur eine Zwei bekommen, da es doch nur ein grober umriss der Historischen geschichte von Geschlechtskrankheiten ist.. Für fragen stehe ich gern zur Verfügung...
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