Geständnisse - Confessions of a Dangerous Mind (VHS) Testbericht

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ab 9,96
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Erfahrungsbericht von JustOliver

Nix für Anspruchslose!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Am letzten Donnerstag hat es mich mal wieder ins Kino verschlagen. Folgende Eindrücke habe ich zu dem Film mitgenommen.

ALLGEMEINE DATEN
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Land: USA 2002
Originaltitel: Confessions of a Dangerous Mind
Regie: George Clooney
Darsteller: Drew Barrymore, Julia Roberts, George Clooney, Sam Rockwell
FSK: ab 12
Länge: ca. 115 Minuten

HANDLUNG
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Im Mittelpunkt des Films steht das Leben des Chuck Barris. Zu Beginn sieht man eine aufregende Kommunikation des heruntergekommen Barris mit seiner langjährigen Freundin durch eine Hoteltür. Als Barris sich dann niedersetzt, um seine Erlebnisse niederzuschreiben, beginnt der Rückblick auf sein Leben.
Nach einer mehr oder minder bewegten Jugend entschließt Barris sich, sein Glück im Fernsehen zu suchen, das damals zunehmend boomte. Er versucht sich als Produzent von Unterhaltungssendungen, die jedoch nicht vom Sender anerkannt werden. Einziger Erfolg zu dieser Zeit ist seine Freundin Penny, mit der er zwar in einer Beziehung ist, beide diese jedoch sehr offen führen. In diese berufliche Erfolglosigkeit hinein, tritt der CIA-Agent Byrd in sein Leben. Er erklärt ihm, dass Barris dem Profil der Firma entspräche und man ihn gerne engagieren möchte. Nach etwas Zögern stimmt Barris zu und wird schon bald zum Agent ausgebildet. Ebenso schnell kommt er an seinen Auftrag. Zurückgekehrt von diesem ersten Auftrag, bekommt er den Auftrag, eine seiner früheren Ideen für das Fernsehen zu produzieren. Die Show schlägt ein und auch weitere seiner Ideen finden inzwischen Akzeptanz. Doch mitten in seinen Erfolg tritt wiederum Byrd mit neuen Aufträgen, die Barris bald mit Einsätzen für seine Shows kombiniert. Er scheint sich gut mit diesem Leben zwischen Show-Geschäft und Tötung feindlicher Agenten zu arrangieren, jedoch bringt ein Maulwurf in Reihen des CIA, der Agenten, mit denen er zusammengearbeitet hat, aus dem Weg schafft, Chaos in sein Leben...

DARSTELLER
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Wie der Liste der Darsteller zu entnehmen, ist der Film hochkarätig besetzt. Sam Rockwell spielt Chuck Barris, Drew Barrymore dessen Freundin Penny. Speziell Barrymoore ist diese Rolle auf den Leib geschrieben, da sie doch eigentlich immer ein etwas ausgeflipptes Image inne hat. Dieses kann sie in der Rolle der ausgeflippten Penny herrlich ausspielen. Auch Sam Rockwell spielt seine Rolle ausgezeichnet. Anfangs ist er zerrissen zwischen den beiden Welten in denen er agiert. Jedoch mit zunehmender Dauer findet er sich besser zurecht, ehe der Maulwurf sein Leben jedoch über einander wirft. Der Charakter ist insgesamt ein wenig chaotisch, was Rockwell sehr gut rüberbringt. Zur Rolle von George Clooney kann man eigentlich kaum was sagen, glänzt er doch nur mit sehr kurzen Auftritten, der er aber souverän meistert. Julia Roberts spielt eine kühle Agentenkollegin von Barris. Unnahbar schön, so spielt sie ihre Rolle und genau so soll es auch sein.
Weitere Schauspielgrößen werden im übrigen in kleine Rollen gedrängt, die man kaum Rollen nennen kann. Hier sind mit Rutger Hauer und Brad Pitt, dessen Gesicht nur einmal kurz eingeblendet wird, in Erinnerung geblieben.

MEIN EINDRUCK
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Also ich fand den Film schon unterhaltsam, aber in gewisser Hinsicht auch anstrengend. Denn die Handlungen wechseln schnell und so ist es teilweise etwas schwer, alles nachzuvollziehen, was passiert. Hierbei kommt auch erschwerend hinzu, dass immer wieder Stellungnahmen von „Zeitzeugen“ eingeblendet werden, die aus dem „real life“ darstellen, wie die Zusammenarbeit mit Chuck Barris war, was zur Unterstützung der Story dienen soll.
Aber auch insgesamt ist die Inszenierung sehr abgefahren. Grund hierfür ist zum einen eine eigenwillige und ruckartige Kameraführung, die Teilszenen auch schon einmal verschluckt, so dass der Zuschauer die Schlüsse hieraus selber ziehen muss. Dies wird zwar durchaus gezielt eingesetzt, nämlich um teilweise Barris’ Zerrissenheit zwischen den beiden Welten in denen er lebt darzustellen, macht den Konsum des Films jedoch nicht leichter.
Zudem kommt hinzu, dass man sich im Grunde lediglich an dieses eigenwilligen Inszenierung ergötzen kann. Denn wirklich packend ist der Film nicht. Dazu kommt die Agentenseite zu kurz und ist die Showgeschäft-Seite zu uninteressant.

FAZIT
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Der Film ist kein Film zum konsumieren. Wer ins Kino geht, um abzuschalten, ist mit diesem Film sicherlich schlecht beraten. Denn als Zuschauer muss man hellwach sein, um die Handlung, mit all ihren wichtigen Details nachvollziehen zu können. Für diese Aufmerksamkeit wird man jedoch im Grunde nicht wirklich entlohnt, denn es ergibt sich kein packender Film, sondern eine nette Geschichte, die irgendwann zu Ende ist. Interessant ist ohne Frage die Art und Weise der Inszenierung. Positiv sicherlich auch die Leistung der Darsteller. Negativ fand ich die recht unspektakuläre Geschichte, die zwar von einer interessanten Hypothese her aufgebaut wird, die jedoch nicht wirklich fesseln kann. Für den anspruchsvollen Kinogänger, der sich auch an der Technik des Filmemachens faszinieren kann, sei an dieser Stelle eine Empfehlung ausgesprochen, für alle anderen hingegen verweise ich auf das Alternativprogramm im jeweiligen Kino.

23 Bewertungen, 1 Kommentar

  • hjid55

    23.05.2007, 21:37 Uhr von hjid55
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sh & lg Sarah