Gibson Les Paul Standard Testbericht

Gibson-les-paul-standard
ab 1794,51
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 07/2008
5 Sterne
(6)
4 Sterne
(2)
3 Sterne
(0)
2 Sterne
(0)
1 Stern
(0)
0 Sterne
(0)
Summe aller Bewertungen
  • Design:  gut

Erfahrungsbericht von Moonspell

Sie wird einmal mir gehören, oh ja

Pro:

einfach alles

Kontra:

der Preis

Empfehlung:

Ja

Die erste Les Paul Gibson sah ich bewusst beim Guns n Roses-Gitarrist Slash. Seitdem wollte ich Gitarre spielen lernen und auch so eine Gitarre besitzen. Das war vor über 11 Jahren. 1996 spielte ich bereits fünf Jahre Gitarre und hatte auch das nötige Kleingeld für ein Gibson-Modell zusammen, allerdings nur für eine Gibson Les Paul Studio.

Mein Cousin, in dessen Band ich spiele, hat seit ca. vier Jahren eine Les Paul Standard mit der ich oft genug gespielt hab und die ich jede Woche einige Stunden im Proberaum höre, um genug darüber schreiben zu können.
Der damalige Preis lag bei 28.000 ATS, das sind ca. € 2000,--. Heute liegt der Preis bei mindestens € 2.500,-- für die Les Paul Gibson Standard.

Les Paul Modelle gibt es seit 1952 und werden seit jeher von namhaften, berühmten Gitarristen gespielt.
Slash von Guns n Roses, Joe Perry von Aerosmith, Zakk Wylde (Gitarrist bei Ozzy Osbourne und Frontman seiner eigenen Band Black Lable Society) und zahlreichen andern Musikern, in allen, wirklich allen Musikbereichen)


//Les Paul Modelle\\\\

Die Les Paul Studio ist die günstigste Variante eines Les Paul Modell mit zwei Humbuckern (dazu später mehr). Darüber hinaus gibt es die teurere Les Paul Studio Plus, Standard, Standard Deluxe und die Custom Modelle. Ausserdem noch zahlreiche Extra-Editionen die unter www.gibson.com zu sehen sind.

///Les Paul Standard\\\\\\

Der Unterschied zur Studio, besteht vor allem in hochwertigeren Hölzern, bessere Verarbeitung und vor allem hochwertigere Tonabnehmer. Die Farbe der Gitarre die ich hier beschreibe ist Cherrysunburst zu sehen unter http://www.gibson.com/products/gibson/LesPaul/images/LPSHC.jpg ein durchaus sehr schönes Modell.

///Die Hölzer\\\\\\

a) Der Körper: Vorne: Ahorn und hinten: Mahagoni
b) Der Hals: Mahagoni, abgerundet im 50er Stil (also die Form des Halses ist von 1950 übernommen) oder im 60er Slim-Stil (ist etwas flacher, nicht so wuchtig)
c) Griffbrett: Rosenholz

///Die Tonabnehmer\\\\\\

Die Les Paul Gibson Standard besitzt Humbucker, diese Erzeugen einen sehr kräftigen, warmen Sound, der für Leadgitarre bestens geeignet ist um die Gitarre perfekt \"singen\" zu lassen. Aber auch für Rhythmusgitarristen nur zu empfehlen, da diese Gitarre sehr viel Wärme und Druck rüberbringt. Tiefe, schwere Powerchords sind ebenso möglich wie offen gespielte Akkorde, die immernoch differenziert klingen. Spielt man ohne Verzerrer, breitet sich ein warmer Klang aus, ein schöner Klang.

Der Klang der Standard ist um vieles beindruckender und besser als der der Studio. Man merkt eben doch mit dem Preisunterschied (von knappen 700 Euro) auch den Qualtitätsunterschied. Die Gitarre klingt voller, sie lässt sich besser bespielen und ist einfach perfekt. Man hat von einer Anfängergitarre zu einer Studio ja schon das Gefühl dass man um Klassen besser spielt, spielt man die Standard fühlt man sich wirklich im Himmel...wie ein Profi.
Nun zu den Tonabnehmern:

Burst Bucker Pro mit Alnico V-Magneten: Zwei von diesen \"Mörderteilen\" haben wir zur Verfügung den \"vorderen\" und den \"hinteren\" wobei der hintere (kommt darauf an wo man annimmt wo vorne und hinten ist :O)) ist eher für die Leadgitarre zuständig, eben für die \"singenden\" Sounds. Die kommen einfach hervorragend. Perfekte Sounds zum Solieren.

Der zweite Humbucker macht mächtig Druck und hat sehr viel Wärme, deswegen verwendet man ihn am besten zum Rhythmusspielen. Druckvolle Powerchords mit Verzerrung, clean gespielt für offene Akkorde, einen schöneren Klang kann man sich nicht wünschen.

Man kann diese Humbucker nun einzeln Ansteuern, mittels eines Kippschalter an der Gitarre, oder beide zusammenschalten für einen mächtig fetten und genialen Sound.

///Lautstärke-Tone-Regler\\\\\\

Die \"Paula\" besitzt für jeden Humbucker je einen Lautstärkeregler und einen Toneregler. Die Lautstärkeregler sind in der Regel bei Gibson (laut meinen Händler) sehr schwer zu justieren, er hat zwar 10 Stufen, doch stellt man auf 1 hört man entweder noch gar nichts, oder einen leisen Sound, eigentlich hätten zwei Stufen gereicht. Leise und Laut, denn viel mehr kann man damit nicht regeln. Die Tone-regler hingegen lassen sich schön bedienen und man kann den Ton heller und dumpfer machen, und das hörbar in allen 10 Schritten. Sehr schön!

///Die Saiten\\\\\\

Auf der neuen Gitarre befinden sich \"Gibson Les Paul Signature .009-046\" Saiten, die sich wie oft zitiert \"von alleine spielen\", gut so ist es nun nicht, doch sind die Saiten sehr genial, weich zu ziehen und doch hart genug um mal richtig reinzuhauen. Für tiefergestimmte Gitarren empfehlen sich dennoch mindestens .010er Saiten. .009 (inches) ist die Höchste Saite dick, und damit wird dann auch der Saitensatz bezeichnet. Also im Handel fragt man dann nach 009er Saiten oder 010, 011 eben wonach man Laune hat. Grundsätzlich sollte man aber keine zuuuu dicken Saiten aufziehen, damit sich der Hals nicht verbiegt.


Meine Erfahrungen:

Ich kenne nun diese Gitarre schon seit 4 Jahren, spiele des öfteren damit und höre sie wie gesagt mehrere Stunden pro Woche. Leichter als die Studio ist sie natürlich nicht, wer keine schweren Gitarren mag ist hier ganz klar falsch. Lange überlege ich nun schon ob ich mir nicht endlich dieses Teil auch selber zulege. Viel Geld...das aber jeden Cent wert ist. Mein Cousin denkt genauso darüber und würde sie um nichts in der Welt wieder her geben. Einmal Paula immer Paula. Die Gitarre wird über die Jahre ausserdem nicht \"schlechter\" sondern der Klang wird immer besser. Pflegt man die Gitarre gut, hält sie viele, viele Jahrzehnte, also gut angelegtes Geld.
Ausserdem klingt sie relativ lange nach wenn man will, singt schön, powert ordentlich los, sie ist allerdings etwas schwer, stört mich allerdings nicht.

PS: Auche seine Paula wird immer schön gepflegt, mit den besten Artikeln für Gitarren, Rosenöl fürs Griffbrett, Politur für das Holz und Fast-Fret für schnelle langlebigere Saiten. Wer mir eine Paula schenken will, bitte! Nehm ich gerne an :O)

3 Bewertungen