Ein unmoralisches Sonderangebot (Taschenbuch) / Kerstin Gier Testbericht
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Erfahrungsbericht von jinmil2006
Ein unmoralisches Sonderangebot
Pro:
lustig und leicht
Kontra:
zu schmalzig
Empfehlung:
Ja
=== ECKDATEN ===
- Titel: Ein unmoralisches Sonderangebot
- Autor: Kerstin Gier
- Verlag: Bastei Lübbe
- Erscheinungsjahr: 2003
- Umfang: 301 Seiten im Taschenbuch-Format
- Preis: c.a. 6 Euro
=== ZUR AUTORIN ===
Kerstin Gier, Jahrgang 1966, lebt mit ihrer Familie in einem Dorf in der Nähe von Bergisch Gladbach. Sie schreibt mit großem Erfolg Romane. Ihr Erstling "Männer und andere Katastrophen" wurde mit Heike Makatsch in der Hauptrolle verfilmt. "Ein unmoralisches Sonderangebot" wurde 2005 mit der "DeLiA" für den besten deutschsprachigen Liebesroman ausgezeichnet. "Für jede Lösung ein Problem" wurde ein Bestseller und mit enthusiastischen Kritiken bedacht.
Weitere Bücher von Kerstin Gier, z.B. :
- Fishermans Friend in der Koje
- Ehebrecher und andre Unschuldslämmer
- Die Mütter-Mafia
- Die Patin
- Gegensätze ziehen sich aus
- Für jede Lösung ein Problem
=== KLAPPENTEXT ===
Schwiegerväter und andere Katastrophen
Sehr ärgerlich: Seine Söhne haben die dreißig schon überschritten, aber immer noch ist kein Enkelkind in Sicht. Fritz, verwitwet, tyrannisch und außerordentlich geizig, ist eine Plage für die Schwiegertöchter. Und dann scheint der alte Herr völlig verrückt geworden: Damit die Söhne endlich begreifen, was sie an ihren Frauen haben und wie gut sie zueinander passen, sollen sie ein halbes Jahr die Partner tauschen. Die verträumte Olivia zieht einfach mal zu Oliver ins schicke Stadtappartement, die ehrgeizige Evelyn zu Stephan in die alte Gärtnerei. Damit alle bei diesem absurden Spiel mitmachen, winkt Fritz mit Geld. Mit viel Geld…
=== MEINE BESCHREIBUNG DES INHALTS ===
Die Geschichte beginnt mit dem Prolog, in dem Fritz mit seinen Freunden, einigen alten Herren, über die Jugend schimpft. Keiner der Herren ist mit dem Leben der eigenen Kinder so richtig zufrieden. Während des Gesprächs entsteht dann eine Diskussion darüber, ob die Kinder käuflich sind oder eben nicht. Fritz behauptet, dass seine Söhne für Geld nahezu alles machen würden. Da ihm die anderen Männer nicht so richtig glauben wollen, geht er mit ihnen eine Wette ein. Fritz macht daraufhin seinen Söhnen ein Angebot, das man wirklich als unmoralisch bezeichnen kann: die beiden Söhne Stephan und Oliver sollen für ein halbes Jahr die Frauen tauschen. Für diesen Tausch bietet Fritz beiden Ehepaaren 1 Million Euro. Nachdem Fritz seinen beiden Söhnen “Das unmoralische Sonderangebot” unterbreitet hat, sind zunächst beide Söhne sowie deren Frauen total entsetzt und halten den alten Herren für verrückt geworden. Da aber beide Ehepaare das Geld bestens gebrauchen könnten, fangen sie dann - zunächst getrennt voneinander - an, über den Vorschlag nachzudenken. Evelyn, Olivers Frau, ist diejenige, die dann die Initiative ergreift und Stephans Frau Olivia besucht, um mit dieser über das Angebot zu sprechen. Olivia steckt seit dem Kauf ihrer alten Gärtnerei tief in den Schulden und lässt sich relativ schnell dazu überreden, das Angebot ihres Schwiegervaters doch noch anzunehmen. Letztendlich kommt es also doch zum Frauentausch: Evelyn zieht zu ihrem Schwager Stephan in die alte Gärtnerei, während Olivia bei ihrem Schwager Oliver einzieht. Tagsüber dürfen alle ihren gewohnten Beschäftigungen nachgehen und auch ihren Ehepartner treffen, jedoch müssen ab 18 Uhr alle Beteiligten in ihrem jeweiligen Tauschzuhause sein - sonst platzt der Millionendeal.
Auch wenn sich zunächst alle vier Beteiligten einig sind, dass die sechs Monate schnell und mit Leichtigkeit vergehen würden, so dauert es dann doch nicht lange, bis die ersten Eifersuchtsgedanken gesponnen werden. Obwohl Oliver und Evelyn sich regelmäßig im Hotel treffen, um ein Kind zu zeugen, vermutet Olivia, dass Evelyn sich an Stephan vergreifen könnte. Zunächst scheint diese Vermutung als übertrieben und haltlos, doch nach und nach verdichten sich dann die Beweise um Stephans heimliche Affäre. Dies gipfelt dann darin, dass Olivia in Stephans Schreibtischschublade in der alten Gärtnerei schwarze Kondome findet. Manch einer mag jetzt denken, dass Evelyn und Stephan nun doch eine Affäre miteinander haben - dies ist aber nicht der Fall. Denn in Wirklichkeit ist die ganze Sache noch viel komplizierter als sie auf den ersten Blick aussehen mag…
=== MEINE BEWERTUNG ===
Der Roman ist wie erwartet und gewohnt in Kerstin Giers locker-lustigem Schreibstil verfasst und lässt sich dadurch recht flüssig durchlesen. Beim Lesen musste ich zwar nicht wirklich loslachen, aber doch einige Male schmunzeln. Gerade Olivia, aus deren Perspektive die Geschichte erzählt wird, ist sehr selbstironisch und witzig. Ihre Gedanken sind echt amüsant, außerdem ist sie relativ verklemmt, was auch an einigen Stellen sehr lustig ist. Beispielsweise traut sie sich nicht, das Wort “Pipi” zu sagen - sie nennt es “Lingling”.
Die Idee der Geschichte - also mit dem Frauentausch - ist meiner Meinung nach recht interessant und klingt erstmal spannend. Allerdings muss ich sagen, dass die Geschichte auf mich im Vorfeld interessanter gewirkt hat als sie es dann letztendlich beim Lesen war. Die Wette, die gleich im Prolog zwischen Fritz und seinen Freunden geschlossen wird, erschließt sich mir nicht ganz. Die Gründe, die Fritz dazu bewegen, werden nicht ganz klar. Einerseits scheint es ihm einfach langweilig zu sein, andererseits will er angeblich seinen Söhnen eine neue Richtung weisen. Allerdings erklärt sich am Ende nicht so ganz, ob der Ausgang des Tauschexperiments nun auch genauso von Fritz beabsichtigt worden war. Dadurch dass ich Fritz und seine Denkweise nicht so ganz nachvollziehen kann, wirkt er - und damit auch die ganze Situation - etwas unauthentisch. Das hat an einigen Stellen den Lesespaß etwas geschmälert.
Zudem waren mir einige Stellen einfach zu schmalzig. Der ganze Herz-Schmerz war mir teilweise zu übertrieben und klischeehaft. Auch das Ende ist meiner Meinung nach übertrieben schmalzig, wodurch es auf mich persönlich nicht authentisch wirkt.
=== MEIN FAZIT ===
Wer Kerstin Gier grundsätzlich gut findet, wird auch dieses Buch gerne lesen. Alle, die nicht auf Herz-Schmerz stehen, lassen lieber die Finger von diesem Buch.
Ich vergebe letztendlich 3 von 5 Sternen für einen lustigen, aber zu schmalzigen Roman ***
70 Bewertungen, 17 Kommentare
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25.07.2011, 11:13 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichSchöne Grüsse, Talulah
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20.07.2011, 04:57 Uhr von anonym
Bewertung: besonders wertvollLiebe Grüße und einen schönen Mittwoch
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26.06.2011, 04:22 Uhr von Norddeutsch2011
Bewertung: sehr hilfreichSehr schöner Bericht.
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14.06.2011, 18:20 Uhr von Mondlicht1957
Bewertung: sehr hilfreichSehr hilfreich und liebe Grüsse
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13.06.2011, 01:31 Uhr von bigmama
Bewertung: sehr hilfreichLG Anett
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12.06.2011, 20:30 Uhr von Miraculix1967
Bewertung: sehr hilfreichFrohe Pfingsten wünscht Miraculix1967 aus dem gallischen Dorf
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12.06.2011, 14:01 Uhr von mima007
Bewertung: sehr hilfreichViele Gruesse, mima007
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12.06.2011, 12:52 Uhr von Luna2010
Bewertung: sehr hilfreichWünsche ein schönes Pfingstwochenende...
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12.06.2011, 10:38 Uhr von cleo1
Bewertung: sehr hilfreichSchöne Pfingsten und LG cleo1
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12.06.2011, 02:07 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichschöne feiertage wünsch ich dir. lg. petra
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12.06.2011, 01:25 Uhr von sterntaler16
Bewertung: sehr hilfreichEin sehr hilfreicher Bericht. Wünsche ein sonniges Pfingstfest. Lieben Gruß kiara
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12.06.2011, 01:12 Uhr von campino
Bewertung: sehr hilfreichlg andrea
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12.06.2011, 00:12 Uhr von babygiftzwerg
Bewertung: sehr hilfreichIch wünsche dir ein schönes Wochenende. LG Ulrike
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11.06.2011, 22:51 Uhr von Lale
Bewertung: sehr hilfreichAllerbesten Gruß *~*
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11.06.2011, 22:27 Uhr von PatMcNamara
Bewertung: sehr hilfreichViele Grüße aus der Eifel! Patty
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11.06.2011, 21:58 Uhr von sigrid9979
Bewertung: sehr hilfreichWünsche ein schönes Pfingstwochenende...
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11.06.2011, 21:34 Uhr von katjafranke
Bewertung: sehr hilfreichEinen schönen Gruß von der KATJA
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