Gimpet Katsy Katzenhaustoilette Testbericht

Gimpet-katsy-katzenhaustoilette
ab 79,89
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
5 Sterne
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Summe aller Bewertungen
  • Akzeptanz beim Tier:  sehr gut
  • Qualität & Verarbeitung:  sehr gut

Erfahrungsbericht von Tut_Ench_Amun

Vorsicht tiefschürfende Grabungsarbeiten!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Als stolzer, menschlicher Dosenöffner meiner verfressenen Bande von 5 Persern muss ich mich natürlich auch darum kümmern, dass das konsumierte Fressen nach dem Verdauungsvorgang nicht von den Pelzrabauken irgendwo hier illegal verklappt wird und willkürlich Häufchen oder Pfützen den Boden zieren. Zudem lege ich Wert darauf, dass nicht nach dem Besuch des – mehr oder weniger – stillen Katzenörtchens überall das Streu munter in der Gegend verteilt rumfliegt und ich dort alle Nase lang reinlatsche, das legt den Kauf einer Katzentoilette mit geschlossener Haube nah, die auch um die Geruchsbelästigung zu mindern, wahlweise auch mit einer Eingangsklappe versehen werden kann. Bei 5 extrem grabwütigen Perserlingen mit einem derart guten Appetit muss der Entsorgungstrakt entsprechend gross dimensioniert sein, damit es nicht zu Verkehrsstaus vor der Toilette kommt, mittlerweile habe ich sogar zwei davon, was sich bei der Zahl der Katzen in der Praxis als wesentlich besser herausgestellt hat.

Darf’s ein bisschen mehr sein?
Die Bodenwanne mit den Abmassen 55 x 45 x 39 nimmt gut und gerne 10 liter Streu auf und ist die grosse Standardversion von Gimpet, die es in allerlei Farben und mit verschiedenen Oberteilen zu kaufen gibt. Zum Einen bekommt man den einfachen Rand zum Aufsetzen, wonach die Katzentoilette nach oben hin immer noch offen ist, das mag für Cabriofreaks oder Katzen die eine geschlossene Toilette aus verschiedenen Gründen nicht akzeptieren das Richtige sein, für meine Buddelkünstler kam ein solches Konstrukt aber von vorneherein nicht in Frage – also her mit der geschlossenen Haube und damit das Stakkato prasselnder Streukörner lokal eindämmen, ausserdem haben die Tiger dann ihr bisschen Privatsphäre und auch ich brauch nicht jedes Mal zuschauen, wer grad kräftig drückend sein Geschäft verrichtet. Bei der ersten Toilette hatte ich die optionale Schwingklappe ebenfalls mitgekauft, diese hat einen Lüftungsschlitz, der einen schmalen Aktiv-Kohlefilter beherbergt, um Gerüche zu mindern, diese habe ich aber wieder entfernt und lasse den Eingang bei beiden Toiletten offen. Die Farbwahl ist natürlich Geschmacksache des Hobby-Löwenbändigers, ich denke nicht, dass die Katzen das irgendwie beeinflusst, zumindest was meine Racker angeht, hier ist der Kreativität und Einrichtungsanpassung, je nach Aufstellungsort keine Grenze gesetzt. Ich habe ein sehr kleines Badezimmer und daher stehen die Kisten stattdessen in meinem Arbeitszimmer, was nicht so schlimm ist, wie es sich anhört, mein Boden ist komplett (Kunststoff-)gefliest – in Anlehnung daran habe ich als Farbe eine recht neutrale Kombination aus lichtgrau und schwarz gewählt, damit sich die beiden Müffelbuden optisch nicht ganz so doll vom Interieur abheben. Die erste Toilette habe ich bereits seit 4 Jahren – da warens noch 2 Katzen – nachdem aber irgendwann aus 2 (durch seltsame biologische und nicht näher erläuterte Umstände) mehrere geworden sind, musste eine zweite Kiste her.

Das Handling
Wie bereits erwähnt, sind die Katzentoiletten zwei- bzw. dreiteilig (wenn die Klappe angebracht ist), die Klappe habe ich bereits nach wenigen Tagen entfernt, nicht wegen mangelnder Akzeptanz, sondern weil meine beiden Perser-Jungs sich nen Heidenspass draus gemacht haben sich daran zu messen wer dieses (offensichtlich aus Sicht meiner Kater) tolle Spielzeug am schnellsten aus der Verankerung prügelt und danach am weitesten durch die Wohnung kicken kann – nichts gegen den sportlichen Contest der beiden Radaubrüder – aber mindestens 3 mal am Tag die Klappe einhängen ist schon nervig. Als dann auch noch die Halterung nach 2 Wochen endgültig ausgebrochen war, hab ich die Gelegenheit genutzt die Klappe endgültig in die Tonne zu hauen, nebenbei bemerkt war der Kohlefilter eh nicht besonders effektiv und die Klappe diente in erster Linie dazu das Streu drinnen zu halten. Davon ab bietet die Haube allein schon guten Schutz gegen das Krümelbombardement. Beim Kauf der zweiten Toilette habe ich dann von vorneherein auf die Klappe verzichtet.
Die Toiletten an sich weisen keine scharfen Kanten auf, was einerseits die Benutzer, als auch die Kloputze (mich) freut, weder Tier noch Mensch können sich verletzen, zusätzlich haben die runden Kanten einen weiteren Vorteil, der die (Grund-)Reinigung betrifft: Einmal in der Woche werden die Stinkeboxen nicht nur - wie sonst täglich – von den Exkrementen befreit und gegebenenfalls Streu nachgefüllt, sondern komplett geleert und ausgewaschen, um Urinstein keinerlei Chance zu geben. Hierbei erweisen sich die Rundungen als sehr hilfreich und wesentlich leichter zu reinigen, als das bei eckigen Kanten der Fall ist. Der ABS-Kunststoff ist auch recht robust und nach 4 Jahren weist er zwar den einen oder anderen Kratzer auf, ohne dabei aber unansehnlich zu wirken. Die einzige Beschädigung verdanke ich dem „Duo Infernale“, die meinten, die Eingangsklappe sei zu ihrem persönlichen Vergnügen da und nicht um mich vor Streu und Mief zu schützen...die Bedürfnisse von Menschen sind in der Katzenwelt aber sowieso zweitrangig, wie jeder/jede Katzenvati/-mutti sicherlich gerne heftigst kopfnickend bestätigen wird.

Fazit
Zum Preis von 19,99 € (komplett mit Haube) ist das Gimpet Katsy sicher nicht zu teuer, es verzichtet auf den ganzen Schnickschnack, den andere Toiletten vielleicht aufbieten mögen, dafür sind diese dann aber auch ein gerüttelt Mass kleiner und kommen somit für mich persönlich nicht in Frage, ich (bzw. meine Mitbewohner der Gattung Felidae) brauche Platz mehr, als ein ausgetüfteltes Belüftungssystem und was-weiss-ich-noch für tolle Gimmicks. Ausserdem sind meine Anforderungen noch, dass sie leicht zu reinigen sein muss und eine Haube gegen allzu heftige Attacken mit Streu-Schrappnellen, vor allem, weil meine Tiger alle sehr hingebungsvolle Buddler sind (Das gilt ganz besonders für meine 3 Mädels). Die Klappe war ein netter Versuch, der leider nicht funktioniert hat, macht aber auch nichts – wenn mal was nach draussen fliegt befindet es sich direkt vor dem Toiletteneingang und kann easy mit dem Staubsauger oder Handfeger eben kurz entfernt werden, da die Toilette ja eh jeden Tag gesäubert wird, ein reiner Routine Handgriff zusätzlich, der nicht weiter auffällt. Über Form- und Farbgebung kann man – wie bei allem – trefflich streiten, ich finde sie weder schön noch hässlich, sie erfüllen ihren Zweck so gut es geht und nur das zählt letztendlich.

Sach noch mal einer Perser seien träge...

19 Bewertungen, 3 Kommentare

  • frankensteins

    26.12.2008, 02:29 Uhr von frankensteins
    Bewertung: sehr hilfreich

    genz liebe Grüße aus dem Taunus

  • butterkeks

    08.05.2002, 23:32 Uhr von butterkeks
    Bewertung: sehr hilfreich

    In meinem Haushalt lebt auch ein Perserkater, der aber meistens sein Geschäft an der frischen Luft erledigt. Das spart ungemein Kosten und ist auch wesentlich geruchsfreundlicher *gg*. Gruß Drea

  • DerkleineTiger2

    07.05.2002, 17:34 Uhr von DerkleineTiger2
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich wäre froh wenn meiner zu den tiefgrabenden Stubentigern gehören würde. Meiner geht immer rein, macht sein Geschäft und fort ist er wieder. Gebuddelt wird immer nur von meinem anderen Katerchen, der kann das gar nicht vertragen wenn