Ginkgo Testbericht

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Erfahrungsbericht von Tris.

Was ich so alles über Ginkgo sagen kann.

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Ginkgo
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Nachdem ich meinen Bericht über den Kuschelweich wilde Birne & Ginkgo Weichspüler veröffentlichte, erhielt ich viele Fragen darüber, was Ginkgo denn überhaupt sei und wie genau es riechen würde. Also habe ich mich zusätzlich zu dem, was ich schon über den Ginkgo wußte noch mit einigen weiteren Fakten bekannt gemacht. Hier versuche ich nun eine befriedigende Auskunft über dieses Gewächs zu geben. Denn, ja, Ginkgo ist eine Pflanze.

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Ginkgo. Besser vielleicht auch Ginkgobaum, ist eine in der Pharmazie gebrauchte Heilpflanze und auch so ein sehr schönes Gewächs. Der Botanische Name lautet Ginkgo biloba. Der Ginkgo gehört zu den Ginkgogewächsen, den Ginkgoaceae.

Die Ginkgo ist auch unter vielen anderen Namen bekannt. Hier die bekanntesten:
Elefantenohrbaum, Entenfußbaum, Fächerblattbaum, Goethebaum, Golden Tree Baum, Großvater-Enkel Baum, Japanbaum, Japanischer Nußbaum, Mädchenhaarfarnbaum, Salisburie, Silberaprikose, Tempelbaum, Vierzig Taler Baum, Weißnussbaum, …..

Ginkgobäume werden bis zu 30 Metern hoch und blühen in den Monaten April und Mai. Die Blüten allerdings sind grün und unscheinbar. Die männlichen Blüten sind kätzchenartig, die weiblichen gestielt mit je 2 Samenanlagen.

Eine Besonderheit des Ginkgobaumes ist, daß er werde Nadelbaum noch Laubbaum ist. Im Laufe der Evolution haben sich seine Nadeln, denn der Ginkgo war früher ein Nadelbaum,
zu fächerförmigen Blättern ausgeweitet.

Die Blätter sehen, wie erwähnt, Fächerförmig aus. Sie sind gabelnervig, welches bedeutet, daß ihre Nerven vom Stiel zum Blattrand hin auseinanderlaufen. Der Baum selber ist zweihäusig und sommergrün. (Zweihäusig bedeutet, für die botanischen Laien, daß es bei diesem Gewächs männliche und weibliche Pflanzen gibt und nicht wie bei einhäusigen Gewächsen männliche und weibliche Blüten an einer Pflanze.)

Die Ginkgofrüchte sind grün und rund, ähneln Kirschen. Ihre Größe beträgt ca. 2-3 cm im Durchmesser.

Häufig ist der Ginkgo als Parkbaum kultiviert. Allerdings sind eher die männlichen Bäume, als die weiblichen zu finden, da die Letzteren einen eher unangenehmen Geruch verbreiten, wenn die Samen reif und der Samenmantel faulig ist. Allerdings findet man in letzter Zeit auch immer mehr dieser wunderschönen Bäume in privaten Gärten vor.

Ginkgo gibt es erst seit dem Jahre 1730 in Europa. Der deutsche Arzt Engelbert Kaempfer brachte ihn aus der Pflanze Heimat mit nach Hause. Die ursprüngliche Heimat dieses Baumes ist China.

Der Name selber kommt somit auch aus dem Chinesischen. Hier schreibt er sich lediglich etwas anders, nämlich „Ginkyo“, übersetzt heißt das soviel wie „silberne Aprikose“. Die uns heute bekannte Schreibweise beruht wahrscheinlich auf einem Schreibfehler des Arztes Engelbert Kaempfer, der den Ginkgo, wie bereits oben erwähnt, bei uns eingeführt hat.

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Gern werden die Ginkgoblätter pharmazeutisch verwendet. Ginkgoblätter heißen im Lateinischen Folia Ginkgo bilobae. Sie enthalten die verschiedensten Flavonoide, unter anderem Ginkgetin und Terpenlactone. Diese Extakte finden sich in vielen Fertigpräparanten in der Apotheke gegen Durchblutungsstörungen (Verbesserung der Fließeigenschaften des Blutes). Auch zur Inaktivierung schädlicher Radikale sowie bei Alzheimer wird Ginkgo eingesetzt. Aber auch in Haarwaschmitteln sind die Inhaltsstoffe des Ginkgobaumes gern enthalten. Der Ginkgo ist ursprünglich eine alte, chinesische Heilpflanze gegen Husten.

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Der Ginkgo hat einen leicht schleimigen Geruch am Anfang. Man könnte ihn auch als grün bezeichnen. Doch ich kann ja schlecht schreiben, das etwas grün richt. Danach wird der Geruch etwas angenehmer, leichter. Ginkgo hat eben eher einen Blättergeruch, da der Extrakt aus den Blättern dieses Pflanzenriesen stammt. Der Geruch erinnert entfernt an den von frischem Aloe Vera Extrakt. (Aloe Vera - Saft, der aus den Blättern kommt, wenn man diese Anritzt.)

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Auch selber ziehen lassen sich diese Gewächse. Generell kann man die Samen ganzjährig anzüchten. Man raut den Samen mit Sandpapier leicht an und weicht ihn über Nacht in lauwarmen Wasser ein. Dann kommen die Samen in die Erde, bedeckt diese aber nur dünn mit Erde. Die Raumtemperatur sollte 20-25°C betragen. Nach 4-5 Wochen keimt dann die Pflanze. Mitte März kann man die Setzlinge ins Freie pflanzen. Junge Pflanzen sollten vor praller Sonne geschützt sein und bevor der Frost kommt um den Stamm herum abgedeckt werden, beziehungsweise besser in die Wohnung geholt werden. Die Pflanze selbst sollte nie im Wasser stehen, das heißt, ausreichend gießen, aber nicht überwässern.

Man kann den Ginkgo auch in einem Baummarkt kaufen, da ist er allerdings etwas teurer als andere Bäume (15-30 Euro, je nach Größe).

Die Pflege des Baumes ist sehr einfach.
Das einzige, was zu beachten ist: Der Ginkgobaum ist ein Solitär Baum. Das heißt, er steht gerne alleine und hat gerne viel Platz, wo er seine Wurzeln ideal ausbreiten kann. Schließlich will der Baum ja auch noch hoch hinaus im laufe seines Lebens.

Man kann ihn in den ersten Jahren gut in einem Topf pflegen, doch er sollte regelmäßig umgetopft werden.

Auch kann man den Baum, besonders im Sommer und Frühjahr, im Garten belassen, der Ginkgo ist sehr robust und wiederstandsfähig und übersteht ohne Probleme den ein oder anderen kleinen Frost. Doch wenn der Baum noch klein ist, stellt man ihn, wie bereits erwähnt, im kalten Winter lieber in die Wohnung.

Gießen sollte man ihn so alle 2 Tage, damit die Erde zwar immer etwas feucht ist, aber nicht zu nass, sonst fangen die Wurzeln zu faulen an. Nicht überwässern halt. Denn dann geht einem das Schmuckstück leider ein.

Düngen sollte man den Baum allerdings gar nicht, genau so wie Kräuterpflanzen, denn er ist von selbst stark genug sich gegen Umwelteinflüsse zu wehren.

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Möchte man den Baum lieber klein und buschig, dann schneidet man einfach jedes Jahr im Frühling, wenn der ausschlägt, die kleinen Knöspchen an der Spitze ab und schon fängt er in die Breite an zu wachsen.

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Wenn der Baum seine volle Größe von 30 Metern erreicht hat (manche werden sogar noch größer), dann sieht man als erstes eigentlich nur einen großen Stamm. Erst an den heruntergefallenen Blättern kann man erkennen, das Meterhoch über einem dieser Riese thront. Für die Europäische Pflanzenkultur ist dieser Baum echt ein Riese.

Eine Zeitlang war im Fernsehen eine Werbung für Rökan zu sehen, in der die Ginkgo Blätter durchs Bild vielen. Sie haben eine sehr eigenwillige, ungewöhnliche Form, sie scheinen eher gezeichnet, erdacht als real. Wie einen auseinandergeklappten Fächer muß man sich diese grünen Blätter vorstellen, die an einem Stiel sitzen.

Wie Ginkgo schmeckt, kann ich leider nicht sagen, ich habe noch nie in ein Blatt hineingebissen. Den einzigen Baum, den ich in der Umgebung kenne, steht auf einem Privatgelände und ist bestimmt schon 20 Meter hoch.

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1815 schreib Goethe sogar ein Gedicht über den Baum, nachdem er dann auch teilweise Goethebaum genannt wurde. Gewidmet hatte er es Marianne von Willemer:

Ginkgo biloba

Dieses Baums Blatt, der von Osten
Meinem Garten anvertraut,
Giebt geheimen Sinn zu kosten,
Wie’s den Wissenden erbaut.

Ist es ein lebendig Wesen,
Das sich in sich selbst getrennt ?
Sind es zwey, die sich erlesen,
Daß man sie als eines kennt ?

Solche Frage zu erwidern,
Fand ich wohl den rechten Sinn;
Fühlst du nicht an meinen Liedern,
Daß ich eins und doppelt bin ?

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So. Mehr konnte ich soweit erst Mal nicht über dieses wunderliche Gewächs herausfinden. Ich habe auf meinen Recherchestreifzügen einiges Neues gelernt. Ich hoffe, einige Unklarheiten konnte ich aus dem Weg räumen und noch ein paar weitere Informationen hinzufügen, was die Pflanze des Ginkgobaumes angeht. Und wer nun einen real vor sich stehen sehen möchte, der sucht am besten den nächsten Botanischen Garten auf. Hier finden sich häufig auch Ginkgobäume unter den Pflanzen der Anlage. Viel Spaß beim Suchen...

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