Ginkgo Testbericht

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Erfahrungsbericht von Wuschel_F

....es grünt so grün...

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Hallo, diesmal hab ich auf einem unserer Shampooflaschen unter den Inhaltsstoffen den Namen Ginkgo gelesen. Da ich nur eine wage Ahnung davon hatte, worum es sich dabei handelt, habe ich mich darüber schlau gemacht und mir gedacht, dass es vielleicht interessanter wäre darüber zu schreiben, als über das Shampoo selbst. Der Botanische Name dieser Pflanze lautet übrigens Ginkgo biloba.

AUSSEHEN / BESONDERE MERKMALE
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Für alle, die wie ich noch nie was mit dieser Pflanze zu tun hatten, will ich hier eine kurze Beschreibung von ihr abgeben.
Der BAUM selbst ist sommergrün und etwa 20-40m hoch und hat nach oben wachsende Äste.
Besonders charakteristisch für den Ginkgo sind seine BLÄTTER. Diese sind, wie der Name biloba aussagt zweilappig. D. h. sie sehen (für mich) ein bisschen aus wie ein Fächer, der in der Mitte einen etwas tieferen Einschnitt hat. Die Blätter sind im Sommer intensiv grün und im Herbst leuchtend gelb. Sie sind kahl und haben einen leichten Wachsüberzug, auch variieren sie ziemlich in der Größe untereinander.
Der Baum ist eingeschlechtlich, d. h. es gibt männliche und weibliche Bäume, man spricht von einer Zweihäusigkeit. Im Mai bekommt der Ginkgo seine BLÜTEN, welche beim männlichen Baum kätzchenförmig aussehen und beim weiblichen haben einen stielartigen Abschnitt, auf dem die Samenanlagen sitzen.
Zwischen September und November entwickeln sich die FRÜCHTE / SAMEN , welche 2-3cm groß, rundlich, ähnlich wie Mirabellen aussehen. Die Farbe ist leicht gelblich, sie bestehen aus 2 Schichten, einer äußeren, die dickfleischig und weich ist und einer inneren, die weißlich, versteinert ist. Wenn die Früchte faulen, verströmen sie einen üblen Geruch, aufgrund des hohen Anteils von Butter-, Valerian- und Capronsäuregehalts.
Das HOLZ ist kleinkörnig, gemasert, hell und recht hart, ähnlich dem Holz der Zitronenbäume.



HERKUNFT…
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des Baumes
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Manche Wissenschaftler behaupten, dass es bereits vor 300 Millionen Jahren diese Pflanze gab. Sichere Beweise gibt es in Form von Fossilienfunden, der Vorfahren des Ginkgo, die bereits vor der Zeit der Dinosaurier, genauer gesagt vor 150 Millionen Jahren die Erde großflächig besiedelt hatten. Der Ginkgo zog sich immer weiter nach Südostasien zurück, wo er auch die Eiszeiten überlebte. Der deutsche Arzt Engelbert Kaempfer brachte 1750 den Ginkgo wieder nach Europa.

Des Namens
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Der Name kommt aus dem Chinesischen. Hier schreibt er sich lediglich etwas anders, nämlich „Ginkyo“, übersetzt heißt das soviel wie „silberne Aprikose“. Die uns heute bekannte Schreibweise beruht wohl auf einem Schreibfehler des Arztes Engelbert Kaempfer, der den Ginkgo bei uns eingeführt hat.


AUSSAAT/PFLEGE
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Generell kann man die Samen ganzjährig anzüchten. Man raut den Samen mit Sandpapier leicht an und weicht ihn über Nacht in lauwarmen Wasser ein. Dann kommen die Samen in die Erde, aber nur dünn mit dieser bedecken. Die Raumtemperatur sollte 20-25°C betragen. Nach 4-5 Wochen keimt dann die Pflanze. Mitte März kann man die Pflanze ins Freie pflanzen. Junge Pflanzen sollten vor praller Sonne geschützt sein und bevor der Frost kommt um den Stamm herum abgedeckt werden.



ANWENDUNG IN DER MEDIZIN
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Für medizinische Zwecke werden Extrakte aus Ginkgoblättern, sowie die Ginkonüsse (nur die Samenkerne!) verwendet.
Nachgewiesene Wirkungen:
Steigerung der Toleranz insbesondere des Hirngewebes gegenüber Sauerstoffmangel
Förderung der Gehirndurchblutung
Verbesserung der Fließeigenschaften des Blutes
PAF-Hemmung (Plättchenaggregationsfaktoren)
Beeinflussung zentraler Neurotransmitter
Inaktivierung schädlicher Radikale
Die daraus erzeugten Mittel werden verwendet gegen Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen, Durchblutungsstörungen, depressive Verstimmung, Schwindel, Ohrensausen, Kopfschmerzen, Schwindel und Tinnitus. Auch gegen Alzheimer soll Ginkgo helfen.



ANDERE NAMEN
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Die Ginkgo ist auch unter vielen anderen Namen bekannt. Hier die bekanntesten: Entenfußbaum, Elefantenohrbaum, Weißnussbaum, Entenfußbaum, Silberaprikose, Fächerblattbaum (was ja auch mein erster Eindruck war – siehe Beschreibung), Tempelbaum, Mädchenhaarfarnbaum, Salisburie, Großvater-Enkel Baum, Vierzig Taler Baum, Japanischer Nußbaum, Japanbaum, Golden Tree Baum, Goethebaum…..



DER GINKGO IN DER KUNST
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Nachdem der Baum auch Goethebaum genannt wird, muss das auch einen Grund haben. Goethe war sehr angetan von der damals neuartigen und schönen Pflanze, dass er 1815 ein Gedicht über den Ginkgo geschrieben hat, das ich euch auch nicht vorenthalten möchte, gewidmet hatte er es Marianne von Willemer

Ginkgo biloba

Dieses Baums Blatt, der von Osten
Meinem Garten anvertraut,
Giebt geheimen Sinn zu kosten,
Wie’s den Wissenden erbaut.

Ist es ein lebendig Wesen,
Das sich in sich selbst getrennt ?
Sind es zwey, die sich erlesen,
Daß man sie als eines kennt ?

Solche Frage zu erwidern,
Fand ich wohl den rechten Sinn;
Fühlst du nicht an meinen Liedern,
Daß ich eins und doppelt bin ?



Auch andere Künstler nahmen sich im 19. Jahrhundert des Ginkgo an, im so genannten „Japonismus“ und im Jugendstil, wobei hier besonders die Blattform als künstlerisches Gestaltungsmittel für ornamentale Zierformen verwendet wurde. Zentren dieser Kunstform wären Nancy in Frankreich, oder Thüringen und Sachsen in Deutschland. Man kann das Ginkgoblatt in diversen Formen auf Schmuck, Vasen, Bechern etc. wieder finden.
Auch heute noch gibt es in der Kunst Verehrer des schönen Baumes, ein Beispiel wäre hier der Berliner Aktionskünstler Ben Wargin.





FAZIT
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Bei solch einem Bericht ist es etwas schwer ein Fazit zu finden. Ich kann nur sagen, dass ich um einiges schlauer bin und nicht gedacht hätte, was für ein faszinierender und vielseitiger Baum der Ginkgo ist. Besonders interessant finde ich die Aspekte in der Kunst und Literatur, da ich in diesen beiden Fächern mein Abitur gemacht habe. Dass selbst Goethe sich mit der Anmut des Baumes auseinandergesetzt hat finde ich äußerst interessant.
Auch die vielen Anwendungsbereiche in der Medizin, wenn auch nur auf homöopathischer Ebene (aber es gibt ja einige, die gerade darauf schwören), sind doch verblüffend.
Der Baum an sich ist auch wirklich sehr schön, auch wenn ich ihn bis jetzt nur von Bildern kenne. Sollte wohl doch mal wieder den botanischen Garten besuchen und mich auf die suche nach einem „lebendigen“ Ginkgo machen…..






Mein Bericht enthält Informationen aus diversen Quellen, für nähere Ausführungen bitte ich unter folgenden Seiten nachzusehen:

http://www.planet-weimar.de
http://www.gartenlinksammlung.de/ginkgo.htm
http://www.g-netz.de/Health_Center/heilpflanzen/ginkgo/ginkgo.shtml


Vielen Dank fürs lesen, Bewerten und Kommentieren!!!!

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