Gitarren Allgemein Testbericht


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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von Feuerläufer
Gitarrenstunde gratis: stimmen, greifen, zupfen!
Pro:
Spitzen-Tipps, Spaß, Zeitvertreib, Unterhaltung für die ganze Familie.
Kontra:
Nix.
Empfehlung:
Ja
Hallo liebe Leserinnen und Leser zu meinem 34ten Bericht für Yopi. Es muss etwa 1994 gewesen sein, als ich anfing, Gitarre zu spielen. Ich wohnte damals in einer WG, und hatte das Glück, dort einen guten Lehrer gefunden zu haben. Er hat mir ein paar Grundsätzliche Dinge gezeigt, und der Rest bestand aus üben. Heute bin ich zwar kein Paco de Lucia und auch kein John McLaughlin, geschweige denn ein Kirk Hammet, aber einige schöne Stücke kann ich schon spielen. Darunter sind solche Klassiker wie Stairway to Heaven, Dust in the Wind oder House of the rising Sun, die richtig gezupft einfach schön klingen und Spaß und Freude am Spielen bereiten. Was ich sagen will: ich bin kein Profi, eher immer noch „nur“ ein Anfänger, aber wer Gitarre spielen möchte, für den hab ich schon ein paar Tipps auf Lager.
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Gitarre stimmen
Zuerst ist es wichtig zu begreifen, dass eine Gitarre in der Regel aus 6 Saiten mit unterschiedlichen Tönen besteht. Es gibt auch Gitarren mit 12 Saiten auf einem Hals, und es gibt auch Gitarren mit 2 Hälsen und jeweils 6 Saiten. Ich beziehe mich hier aber auf die „normale“ Gitarre mit 6 Saiten und einem Hals. Ist die Gitarre nicht richtig gestimmt, klingt alles scheußlich. Eine Gitarre zu stimmen erfordert keine Hightech Geräte, sondern lediglich eine ruhige Umgebung und ein feines Gehör für Töne. Ich beschreibe jetzt die Prozedur, ausgehend von einem Rechtshänder, der den Bauch der Klampfe in der rechten und den Hals in der linken Hand hält. Schaust du jetzt auf die Gitarre hinunter, ist die oberste Seite, die gleichzeitig die dickste ist, die tiefe E Seite. Danach folgen: A, D, G, H, E. Soviel zur Bezeichnung der Saiten, bzw. dem daraus resultierendem Grundton.
E----------- dünnste Saite=hohes E
H-----------
G-----------
D-----------
A-----------
E----------- dickste Saite=tiefes E
Zuerst wird die tiefe E Saite gestimmt. Normalerweise nimmt man hier ein Stimmgerät, um sicherzustellen, dass der Ton auch einem E entspricht. Dies ist aber nicht zwingend erforderlich, solange nur die restlichen Saiten auf diesen Ton abgestimmt sind, und das geht so: Die tiefe E Seite wird im 5ten Bund mit einem Finger „gegriffen“. Zur Abstimmung spielt man dann die gegriffene E Seite zusammen mit der leerspielenden A Seite mehrmals schnell hintereinander an. So hat man im Idealfall zweimal den selben Ton, und genau so soll es auch sein. Wenn ein Unterschied zu hören ist, dann wird die A Seite entsprechend umgestimmt, mithilfe der sogenannten „Wirbel“ am Ende des Halses. Je nachdem, ob das A zu hoch oder zu tief ist, wird die Seite gespannt oder entlastet bzw. entspannt. So verändert sich die Höhe des Tones und kann an das tiefe E (gegriffen im 5ten Bund ist es ein A) angeglichen werden. Und genauso wird dann jede weitere Seite auf die vorherige abgestimmt. Einzige Ausnahme ist die H Seite: um sie zu stimmen, muss die vorhergehende G Seite im 4ten Bund gegriffen werden. Zum Abschluss kann man ruhig mal einige Akkorde spielen, um den Klang zu testen, wie wäre es zum Beispiel mal mit einem
A Mol:
E---|---|---|---|--
H-x-|---|---|---|--
G---|-x-|---|---|--
D---|-x-|---|---|--
A---|---|---|---|--
E---|---|---|---|--
1. 2. 3. 4. Bund
A Dur:
E---|---|---|---|--
H---|-x-|---|---|--
G---|-x-|---|---|--
D---|-x-|---|---|--
A---|---|---|---|--
E---|---|---|---|--
1. 2. 3. 4. Bund
Das obere ist ein A Mol, das darunter ein A Dur. Das x steht für die Finger. Das A Mol ist ein ziemlich trauriger Akkord, zum Beispiel ANGIE von den Stones beginnt damit. Woraus besteht A Mol? Die Tonleiter lautet wie folgt: C D E F G A H C. Schaue ich mir nun das A Mol an, hab ich folgende Töne: E, A, E, A, His, E. Zur Erklärung: ein Bund Unterschied entspricht einem halben Ton. His ist ein Halbton, ein sogenannter ungerader Ton. Bis auf das E hat jeder Ton einen solchen ungeraden „Bruder“. Ein „Eis“ gibt es nicht. Würde ich also auf das tiefe E im ersten Bund einen Finger legen, hätte ich ein...?
Ein F. Darauf folgt ein Fis. Man könnte auch das A Mol als ungerade bezeichnen, denn es unterscheidet sich vom A Dur nur durch einen Ton: das His. Die H-Saite im zweiten Bund ist ein C. Aus dem His wird also ein C, und das ist der Unterschied zwischen A Mol und A Dur. Soweit die kleine Akkord-Kunde. Und hier beende ich auch das Thema Gitarre stimmen. Natürlich ist es genauer, ein Stimmgerät zu benutzen, aber gute Geräte sind teuer und nicht jeder hat das Geld dazu. Ich wollte nur eine akzeptable Alternative aufzeigen.
Akkorde spielen/das Greifen
Das schwierigste am Gitarre spielen ist und war meiner Meinung nach das Koordinieren der einzelnen Finger auf die Saiten. Wie oben am Beispiel des A Mol ersichtlich, ist es am Anfang schwierig, alle Finger möglichst schnell auf ihren Platz zu bewegen. Daher ist es ein guter Tipp, erst einmal mit einem Akkord anzufangen. Als Beispiel eignet sich wiederum das A Mol sehr gut, weil es einer der am einfachsten zu greifenden Akkorde ist. Das liegt schlicht daran, dass die Finger nahe beieinander sind. Wenn die Finger erst weiter auseinander müssen, wird es schwieriger. Mein Tipp: für den Anfang nur einen Akkord üben. Die Gitarre in die Hand nehmen, und versuchen, ein A Mol zu greifen. Einmal anspielen, um zu hören, ob die Töne alle klar klingen, und dann die Finger wieder weg nehmen und das ganze wiederholen. Wenn einer oder mehrere Töne knarzen, nicht den Mut verlieren, sondern weiter machen, und versuchen, die Finger möglichst nahe an den Stegen (Begrenzung der Bünde durch ein Stück Metal) des nächsthöheren Bundes zu platzieren. Das erhöht sofort den Erfolg. Besonders wichtig ist auch, die Fingernägel so kurz wie möglich zu schneiden, da der Abstand zwischen Saite und Hals nicht sehr groß ist. Das erhöht wiederum ganz enorm den Erfolg. Wenn es dann gelungen ist, das A Mol möglichst schnell zu greifen, kommt ein weiterer Akkord ins Spiel, mit dem man dann das „Umgreifen“ üben kann. Es ist verständlicherweise für jeden Gitarrespieler wichtig, möglichst schnell und geräuschlos von einem Akkord zum nächsten umgreifen zu können. Diese Übung, nämlich das umgreifen, ist das A und O beim Gitarrespielen. Für die Übung empfehle ich die Akkorde E Dur und C Dur, zusammen mit dem A Mol.
C Dur:
E---|---|---|---|--
H-x-|---|---|---|--
G---|---|---|---|--
D---|-x-|---|---|--
A---|---|-x-|---|--
E---|---|---|---|--
1. 2. 3. 4. Bund
E Dur:
E---|---|---|---|--
H---|---|---|---|--
G-x-|---|---|---|--
D---|-x-|---|---|--
A---|-x-|---|---|--
E---|---|---|---|--
1. 2. 3. 4. Bund
Wenn das Umgreifen zwischen den Akkorden C Dur, E Dur und A Mol erst mal problemlos klappt, dann können ohne weiteres die anderen Akkorde geübt werden. Aber bitte, bitte immer daran denken: Übung macht den Meister. Niemals Aufgeben, denn es ist etwas wunderbares, wenn man alleine, für andere oder mit anderen musizieren kann.
Die Perfektionierung: Das Zupfen
Ein Instrument zu erlernen, ist nicht einfach. Dabei etwas überstürzen wollen, macht es aber noch erheblich schwieriger. Das musste ich auch erfahren, darum mein Tipp: erst wenn das Greifen funzt, ans Zupfen gehen. Denn beides geht nicht, wenn man keines davon beherrscht. Das Zupfen ist genauso ein Neuanfang für die rechte Hand, wie es das Greifen für die Linke war. Die Finger müssen lernen, unabhängig voneinander zu agieren, und dazu gibt es leichte Übungen, um die Motorik zu trainieren. Beim Zupfen gibt es eine Grundregel: Die obersten drei Saiten werden nur und ausschließlich vom Daumen bedient. Einzige Ausnahme kann die D Saite sein. Bei manchen Zupfmustern, sogenannten „Picks“, kann es notwendig sein, die D Saite mit dem Zeigefinger zu bedienen. Hier erst mal ein einfaches Muster, das für Anfängerübungen gut geeignet ist:
4/4
E------------------|--
H-------m-------m--|--
G-----z--------z----|--
D-------------------|--
A---d-------d-------|--
E-------------------|--
d= Daumen
z= Zeigefinger
m= Mittelfinger
r= Ringfinger
k= kleiner Finger
Dieses Muster sagt aus, dass als erstes der Daumen die A Saite anspielt, gefolgt vom Zeigefinger, der das G anspielt. Als letztes zupft der Mittelfinger das H. Alle Saiten sind dabei ohne Griff. Der Abstand zwischen den Buchstaben ist gleich, was bedeutet, dass die Zupfgeschwindigkeit der einzelnen Saiten gleichmäßig ist. Der vertikale Strich nach dem letzten oberen m gibt an, dass hier der Viervierteltakt endet. Wenn man dabei mit einem Fuß im Takt mitwippt, und 1,2,3,4 zählt, kommt man schnell in den Rhythmus. Der Rest ist Erfahrungs- bzw. Interpretationssache. Dieses Muster ist nur ein Beispiel, es gibt jede Menge unterschiedlicher Picks, die alle mehr oder weniger einfach sind. Aber das hier ist relativ simpel und zum Einstieg gut geeignet. Wer denkt, er kann es einigermaßen, kann ja dann mal mit einem A Mol „picken“, und versuchen, dabei umzugreifen, zum Beispiel auf ein E Dur. Ein Beispiel möchte ich noch bringen, von meinem Lieblingspick. Mit dem spielt man z.Bsp. Dust in the Wind:
4/4
E---------------------------------------------|-
H---m----------m----------m----------m--------|-
G---------z---------z-------------z--------z--|-
D-------d---------d-------------d--------d----|-
A---d---------d-------------d---------d-------|-
E---------------------------------------------|-
m und d stehen übereinander. Das bedeutet, sie werden gleichzeitig gezupft. Der Rest wie gehabt nacheinander. Dieses Muster wird kontinuierlich wiederholt, und zweimal pro Takt gespielt, bzw. so wie es oben steht einmal. Beim Zupfen allerdings scheiden sich die Geister, was die Fingernägel anbetrifft: ich selber zupfe mit den Fingerkuppen, manche andere lieber mit den Fingernägeln selber, und wieder andere schwören auf Fingerhüte mit kleinen Krallen dran, den Fachausdruck weiß ich jetzt nicht. Es ist unterschiedlich, aber im Prinzip muss das jeder für sich herausfinden, was das bessere sein mag.
Fazit
Die Gitarre ist ein wunderbares Instrument, welches aber viel Zeit und Ausdauer benötigt. Ich kann jedem nur empfehlen, sich mal daran zu versuchen. Man muss ja nicht gleich ein Paco de Lucia werden, aber es macht Spaß und hebt die Laune.
Die Bewertung bezieht sich auf meine Tipps, denn die sind Spitze. ;-)
Viel Spaß beim Spielen wünscht der House-of-the-rising-Sun-pickende Marco.
P.S.: Fehlt noch was? Fragen? --> Kommentar :-)
© 2003 M-Team bei Ciao/Feuerläufer bei Yopi
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Gitarre stimmen
Zuerst ist es wichtig zu begreifen, dass eine Gitarre in der Regel aus 6 Saiten mit unterschiedlichen Tönen besteht. Es gibt auch Gitarren mit 12 Saiten auf einem Hals, und es gibt auch Gitarren mit 2 Hälsen und jeweils 6 Saiten. Ich beziehe mich hier aber auf die „normale“ Gitarre mit 6 Saiten und einem Hals. Ist die Gitarre nicht richtig gestimmt, klingt alles scheußlich. Eine Gitarre zu stimmen erfordert keine Hightech Geräte, sondern lediglich eine ruhige Umgebung und ein feines Gehör für Töne. Ich beschreibe jetzt die Prozedur, ausgehend von einem Rechtshänder, der den Bauch der Klampfe in der rechten und den Hals in der linken Hand hält. Schaust du jetzt auf die Gitarre hinunter, ist die oberste Seite, die gleichzeitig die dickste ist, die tiefe E Seite. Danach folgen: A, D, G, H, E. Soviel zur Bezeichnung der Saiten, bzw. dem daraus resultierendem Grundton.
E----------- dünnste Saite=hohes E
H-----------
G-----------
D-----------
A-----------
E----------- dickste Saite=tiefes E
Zuerst wird die tiefe E Saite gestimmt. Normalerweise nimmt man hier ein Stimmgerät, um sicherzustellen, dass der Ton auch einem E entspricht. Dies ist aber nicht zwingend erforderlich, solange nur die restlichen Saiten auf diesen Ton abgestimmt sind, und das geht so: Die tiefe E Seite wird im 5ten Bund mit einem Finger „gegriffen“. Zur Abstimmung spielt man dann die gegriffene E Seite zusammen mit der leerspielenden A Seite mehrmals schnell hintereinander an. So hat man im Idealfall zweimal den selben Ton, und genau so soll es auch sein. Wenn ein Unterschied zu hören ist, dann wird die A Seite entsprechend umgestimmt, mithilfe der sogenannten „Wirbel“ am Ende des Halses. Je nachdem, ob das A zu hoch oder zu tief ist, wird die Seite gespannt oder entlastet bzw. entspannt. So verändert sich die Höhe des Tones und kann an das tiefe E (gegriffen im 5ten Bund ist es ein A) angeglichen werden. Und genauso wird dann jede weitere Seite auf die vorherige abgestimmt. Einzige Ausnahme ist die H Seite: um sie zu stimmen, muss die vorhergehende G Seite im 4ten Bund gegriffen werden. Zum Abschluss kann man ruhig mal einige Akkorde spielen, um den Klang zu testen, wie wäre es zum Beispiel mal mit einem
A Mol:
E---|---|---|---|--
H-x-|---|---|---|--
G---|-x-|---|---|--
D---|-x-|---|---|--
A---|---|---|---|--
E---|---|---|---|--
1. 2. 3. 4. Bund
A Dur:
E---|---|---|---|--
H---|-x-|---|---|--
G---|-x-|---|---|--
D---|-x-|---|---|--
A---|---|---|---|--
E---|---|---|---|--
1. 2. 3. 4. Bund
Das obere ist ein A Mol, das darunter ein A Dur. Das x steht für die Finger. Das A Mol ist ein ziemlich trauriger Akkord, zum Beispiel ANGIE von den Stones beginnt damit. Woraus besteht A Mol? Die Tonleiter lautet wie folgt: C D E F G A H C. Schaue ich mir nun das A Mol an, hab ich folgende Töne: E, A, E, A, His, E. Zur Erklärung: ein Bund Unterschied entspricht einem halben Ton. His ist ein Halbton, ein sogenannter ungerader Ton. Bis auf das E hat jeder Ton einen solchen ungeraden „Bruder“. Ein „Eis“ gibt es nicht. Würde ich also auf das tiefe E im ersten Bund einen Finger legen, hätte ich ein...?
Ein F. Darauf folgt ein Fis. Man könnte auch das A Mol als ungerade bezeichnen, denn es unterscheidet sich vom A Dur nur durch einen Ton: das His. Die H-Saite im zweiten Bund ist ein C. Aus dem His wird also ein C, und das ist der Unterschied zwischen A Mol und A Dur. Soweit die kleine Akkord-Kunde. Und hier beende ich auch das Thema Gitarre stimmen. Natürlich ist es genauer, ein Stimmgerät zu benutzen, aber gute Geräte sind teuer und nicht jeder hat das Geld dazu. Ich wollte nur eine akzeptable Alternative aufzeigen.
Akkorde spielen/das Greifen
Das schwierigste am Gitarre spielen ist und war meiner Meinung nach das Koordinieren der einzelnen Finger auf die Saiten. Wie oben am Beispiel des A Mol ersichtlich, ist es am Anfang schwierig, alle Finger möglichst schnell auf ihren Platz zu bewegen. Daher ist es ein guter Tipp, erst einmal mit einem Akkord anzufangen. Als Beispiel eignet sich wiederum das A Mol sehr gut, weil es einer der am einfachsten zu greifenden Akkorde ist. Das liegt schlicht daran, dass die Finger nahe beieinander sind. Wenn die Finger erst weiter auseinander müssen, wird es schwieriger. Mein Tipp: für den Anfang nur einen Akkord üben. Die Gitarre in die Hand nehmen, und versuchen, ein A Mol zu greifen. Einmal anspielen, um zu hören, ob die Töne alle klar klingen, und dann die Finger wieder weg nehmen und das ganze wiederholen. Wenn einer oder mehrere Töne knarzen, nicht den Mut verlieren, sondern weiter machen, und versuchen, die Finger möglichst nahe an den Stegen (Begrenzung der Bünde durch ein Stück Metal) des nächsthöheren Bundes zu platzieren. Das erhöht sofort den Erfolg. Besonders wichtig ist auch, die Fingernägel so kurz wie möglich zu schneiden, da der Abstand zwischen Saite und Hals nicht sehr groß ist. Das erhöht wiederum ganz enorm den Erfolg. Wenn es dann gelungen ist, das A Mol möglichst schnell zu greifen, kommt ein weiterer Akkord ins Spiel, mit dem man dann das „Umgreifen“ üben kann. Es ist verständlicherweise für jeden Gitarrespieler wichtig, möglichst schnell und geräuschlos von einem Akkord zum nächsten umgreifen zu können. Diese Übung, nämlich das umgreifen, ist das A und O beim Gitarrespielen. Für die Übung empfehle ich die Akkorde E Dur und C Dur, zusammen mit dem A Mol.
C Dur:
E---|---|---|---|--
H-x-|---|---|---|--
G---|---|---|---|--
D---|-x-|---|---|--
A---|---|-x-|---|--
E---|---|---|---|--
1. 2. 3. 4. Bund
E Dur:
E---|---|---|---|--
H---|---|---|---|--
G-x-|---|---|---|--
D---|-x-|---|---|--
A---|-x-|---|---|--
E---|---|---|---|--
1. 2. 3. 4. Bund
Wenn das Umgreifen zwischen den Akkorden C Dur, E Dur und A Mol erst mal problemlos klappt, dann können ohne weiteres die anderen Akkorde geübt werden. Aber bitte, bitte immer daran denken: Übung macht den Meister. Niemals Aufgeben, denn es ist etwas wunderbares, wenn man alleine, für andere oder mit anderen musizieren kann.
Die Perfektionierung: Das Zupfen
Ein Instrument zu erlernen, ist nicht einfach. Dabei etwas überstürzen wollen, macht es aber noch erheblich schwieriger. Das musste ich auch erfahren, darum mein Tipp: erst wenn das Greifen funzt, ans Zupfen gehen. Denn beides geht nicht, wenn man keines davon beherrscht. Das Zupfen ist genauso ein Neuanfang für die rechte Hand, wie es das Greifen für die Linke war. Die Finger müssen lernen, unabhängig voneinander zu agieren, und dazu gibt es leichte Übungen, um die Motorik zu trainieren. Beim Zupfen gibt es eine Grundregel: Die obersten drei Saiten werden nur und ausschließlich vom Daumen bedient. Einzige Ausnahme kann die D Saite sein. Bei manchen Zupfmustern, sogenannten „Picks“, kann es notwendig sein, die D Saite mit dem Zeigefinger zu bedienen. Hier erst mal ein einfaches Muster, das für Anfängerübungen gut geeignet ist:
4/4
E------------------|--
H-------m-------m--|--
G-----z--------z----|--
D-------------------|--
A---d-------d-------|--
E-------------------|--
d= Daumen
z= Zeigefinger
m= Mittelfinger
r= Ringfinger
k= kleiner Finger
Dieses Muster sagt aus, dass als erstes der Daumen die A Saite anspielt, gefolgt vom Zeigefinger, der das G anspielt. Als letztes zupft der Mittelfinger das H. Alle Saiten sind dabei ohne Griff. Der Abstand zwischen den Buchstaben ist gleich, was bedeutet, dass die Zupfgeschwindigkeit der einzelnen Saiten gleichmäßig ist. Der vertikale Strich nach dem letzten oberen m gibt an, dass hier der Viervierteltakt endet. Wenn man dabei mit einem Fuß im Takt mitwippt, und 1,2,3,4 zählt, kommt man schnell in den Rhythmus. Der Rest ist Erfahrungs- bzw. Interpretationssache. Dieses Muster ist nur ein Beispiel, es gibt jede Menge unterschiedlicher Picks, die alle mehr oder weniger einfach sind. Aber das hier ist relativ simpel und zum Einstieg gut geeignet. Wer denkt, er kann es einigermaßen, kann ja dann mal mit einem A Mol „picken“, und versuchen, dabei umzugreifen, zum Beispiel auf ein E Dur. Ein Beispiel möchte ich noch bringen, von meinem Lieblingspick. Mit dem spielt man z.Bsp. Dust in the Wind:
4/4
E---------------------------------------------|-
H---m----------m----------m----------m--------|-
G---------z---------z-------------z--------z--|-
D-------d---------d-------------d--------d----|-
A---d---------d-------------d---------d-------|-
E---------------------------------------------|-
m und d stehen übereinander. Das bedeutet, sie werden gleichzeitig gezupft. Der Rest wie gehabt nacheinander. Dieses Muster wird kontinuierlich wiederholt, und zweimal pro Takt gespielt, bzw. so wie es oben steht einmal. Beim Zupfen allerdings scheiden sich die Geister, was die Fingernägel anbetrifft: ich selber zupfe mit den Fingerkuppen, manche andere lieber mit den Fingernägeln selber, und wieder andere schwören auf Fingerhüte mit kleinen Krallen dran, den Fachausdruck weiß ich jetzt nicht. Es ist unterschiedlich, aber im Prinzip muss das jeder für sich herausfinden, was das bessere sein mag.
Fazit
Die Gitarre ist ein wunderbares Instrument, welches aber viel Zeit und Ausdauer benötigt. Ich kann jedem nur empfehlen, sich mal daran zu versuchen. Man muss ja nicht gleich ein Paco de Lucia werden, aber es macht Spaß und hebt die Laune.
Die Bewertung bezieht sich auf meine Tipps, denn die sind Spitze. ;-)
Viel Spaß beim Spielen wünscht der House-of-the-rising-Sun-pickende Marco.
P.S.: Fehlt noch was? Fragen? --> Kommentar :-)
© 2003 M-Team bei Ciao/Feuerläufer bei Yopi
28 Bewertungen, 1 Kommentar
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15.03.2008, 09:59 Uhr von Baby1
Bewertung: sehr hilfreich.•:*¨ ¨*:•. Liebe Grüße Anita .•:*¨ ¨*:•.
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