Die Geisha (Taschenbuch) / Golden Arthur Testbericht




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Auf yopi.de gelistet seit 06/2004
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Erfahrungsbericht von Ed2001
Ein faszinierendes Thema!
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Die kleine Chiyo, ein cleveres, achtjähriges Mädchen, lebt mit ihrer Familie in einem armseligen Fischerdorf im Nirgendwo von Japan. Als ihre Mutter krank wird und zu sterben droht, entschließt sich ihr alter Vater zu einem verzweifelten Schritt: Er verkauft Chiyo und ihre Schwester. Chiyo hat dabei noch verhältnismäßig Glück, durch ihre außergewöhnliche Schönheit landet sie in einem Geisha - Haus in Kyoto, der alten Kaiserstadt Japans. Ihre plumpere Schwester endet in der Prostitution. Auf sich allein gestellt sieht sie sich dem mörderischen Konkurrenzkampf mit anderen Mädchen ausgesetzt und einer gnadenlos harten Ausbildung: Sie lernt Tanzen und Singen, das Auflegen der Make-Up Maske, lernt, wie man Tee zubereitet und reicht, musizieren und Konversation treiben. Sie lernt, eine Geisha zu sein, eine Position, die sie zugleich fürchtet und glorifiziert.
Zu allem Überfluß muß sie sich dabei mit mißgünstigen Konkurrentinnen auseinandersetzten, erleidet die verzweifelte, unerwiderte Liebe. Doch aus der kleinen, unsicheren Chiyo wird die selbstbewußte Sayuri, die beliebteste Geisha ihrer Zeit. Sie lebt ein Leben, wie sie es sich niemals hätte Träumen lassen – bis eines Tages der Krieg ausbricht...
Die Welt der japanischen Geishas, mit ihren alten Traditionen, einer Mischung aus Kunst, Romantik und Kommerz, kennt kein Äquivalent in den westlichen Zivilisationen. So bleibt die Geisha für uns eine mysteriöse und faszinierende Figur. Ihr Leben bietet wahrlich genug Stoff für einen Schriftsteller, doch sieht sich ein solcher vor ein großes Problem gestellt: Der Verschwiegenheit. Um so mehr ist die Leistung Arthur Goldens zu würdigen, denn mit „Die Geisha“ führt er den Leser in jene beinahe sagenumwobene Welt.
Zehn Jahre hat Arthur Golden für seinen Debütroman recherchiert. Der in Tennessee geborene Schriftsteller studierte zunächst Kunstgeschichte mit dem Schwerpunkt japanische Kunst, bevor er nach seinem Abschluß seinen Master of Arts in japanischer Geschichte machte. Golden lernte Mandarin und lebte einen Sommer lang in Peking bevor es ihn nach Tokyo verschlug. Dort lernte er den unehelichen Sohn einer Geisha kennen. Von diesem Treffen fasziniert, beginnt er ,die Kultur der Geishas zu erforschen. Bei seinem Buch in „Die Geisha“ stützt er sich größtenteils auf die Erfahrungen der Geisha Mineko Iwasaki.
Für „Die Geisha“ muß Arthur Golden dann auch ein großer Dank ausgesprochen werden, schafft er es doch, die Welt und das Leben der Geishas für den Leser wieder auferstehen zu lassen. Es ist eine bemerkenswerte Leistung, diese beinahe untergegangene Kultur so lebendig erscheinen zu lassen, daß man als Leser das Gefühl hat, die Geisha Sayyuri hätte tatsächlich gelebt. Die Schilderungen der Geishaviertel, der Ausbildung und des Lebens einer Geisha sind so real, so lebensnah, daß es einem manchmal den Atem verschlägt. Die alte Kultur erscheint lebendig. Man erlebt den Untergang derselben im zweiten Weltkrieg mit, den Glanz und den Schmerz, der mit dem Leben einer Geisha verbunden ist. Arthur Golden hat eine Welt wieder erschaffen und die japanische Kultur in seinen Worten eingefangen, Worten, die zwar einfach aber elegant sind.
Doch so herausragend diese Leistung ist, so gilt es auch die Geschichte zu bemängeln, die Golden erzählt. Die Figuren sind zu schemenhaft, zu prototypenmäßig. Die böse Konkurrentin, die gute Förderin, ja sogar die Figur der Sayuri/Chiyo selbst, sie alle sind zwar deutlich gezeichnet, lassen jedoch an Motiven und Charaktertiefe missen. Und die eingewobene Liebesgeschichte - armes Mädchen verliebt sich in unerreichbaren Mann, lernt Mann kennen, verliert Mann, findet Mann wieder und heiratet ihn – ist weder neu, noch neu und aufregend erzählt.
Und dennoch ist „Die Geisha“ ein empfehlenswertes Buch. Zwar mit Schwächen in der Dramaturgie jedoch einem so ausgezeichneten Rahmen, das man es von der Welt der Geishas fasziniert nicht mehr aus der Hand legen möchte bis die letzte Seite gelesen ist.
Zu allem Überfluß muß sie sich dabei mit mißgünstigen Konkurrentinnen auseinandersetzten, erleidet die verzweifelte, unerwiderte Liebe. Doch aus der kleinen, unsicheren Chiyo wird die selbstbewußte Sayuri, die beliebteste Geisha ihrer Zeit. Sie lebt ein Leben, wie sie es sich niemals hätte Träumen lassen – bis eines Tages der Krieg ausbricht...
Die Welt der japanischen Geishas, mit ihren alten Traditionen, einer Mischung aus Kunst, Romantik und Kommerz, kennt kein Äquivalent in den westlichen Zivilisationen. So bleibt die Geisha für uns eine mysteriöse und faszinierende Figur. Ihr Leben bietet wahrlich genug Stoff für einen Schriftsteller, doch sieht sich ein solcher vor ein großes Problem gestellt: Der Verschwiegenheit. Um so mehr ist die Leistung Arthur Goldens zu würdigen, denn mit „Die Geisha“ führt er den Leser in jene beinahe sagenumwobene Welt.
Zehn Jahre hat Arthur Golden für seinen Debütroman recherchiert. Der in Tennessee geborene Schriftsteller studierte zunächst Kunstgeschichte mit dem Schwerpunkt japanische Kunst, bevor er nach seinem Abschluß seinen Master of Arts in japanischer Geschichte machte. Golden lernte Mandarin und lebte einen Sommer lang in Peking bevor es ihn nach Tokyo verschlug. Dort lernte er den unehelichen Sohn einer Geisha kennen. Von diesem Treffen fasziniert, beginnt er ,die Kultur der Geishas zu erforschen. Bei seinem Buch in „Die Geisha“ stützt er sich größtenteils auf die Erfahrungen der Geisha Mineko Iwasaki.
Für „Die Geisha“ muß Arthur Golden dann auch ein großer Dank ausgesprochen werden, schafft er es doch, die Welt und das Leben der Geishas für den Leser wieder auferstehen zu lassen. Es ist eine bemerkenswerte Leistung, diese beinahe untergegangene Kultur so lebendig erscheinen zu lassen, daß man als Leser das Gefühl hat, die Geisha Sayyuri hätte tatsächlich gelebt. Die Schilderungen der Geishaviertel, der Ausbildung und des Lebens einer Geisha sind so real, so lebensnah, daß es einem manchmal den Atem verschlägt. Die alte Kultur erscheint lebendig. Man erlebt den Untergang derselben im zweiten Weltkrieg mit, den Glanz und den Schmerz, der mit dem Leben einer Geisha verbunden ist. Arthur Golden hat eine Welt wieder erschaffen und die japanische Kultur in seinen Worten eingefangen, Worten, die zwar einfach aber elegant sind.
Doch so herausragend diese Leistung ist, so gilt es auch die Geschichte zu bemängeln, die Golden erzählt. Die Figuren sind zu schemenhaft, zu prototypenmäßig. Die böse Konkurrentin, die gute Förderin, ja sogar die Figur der Sayuri/Chiyo selbst, sie alle sind zwar deutlich gezeichnet, lassen jedoch an Motiven und Charaktertiefe missen. Und die eingewobene Liebesgeschichte - armes Mädchen verliebt sich in unerreichbaren Mann, lernt Mann kennen, verliert Mann, findet Mann wieder und heiratet ihn – ist weder neu, noch neu und aufregend erzählt.
Und dennoch ist „Die Geisha“ ein empfehlenswertes Buch. Zwar mit Schwächen in der Dramaturgie jedoch einem so ausgezeichneten Rahmen, das man es von der Welt der Geishas fasziniert nicht mehr aus der Hand legen möchte bis die letzte Seite gelesen ist.
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