Gorillaz (2001) - Gorillaz Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von SDM-Mike
Das Leben auf einer Depri- Schiene
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Einleitung
Herzlich Willkommen liebe Mitglieder,
in diesem Bericht möchte ich euch heute einen weiteren Video Clip vorstellen. Wer kennt nicht „Clint Eastwood“? Ziemlich jeder dürfte diesen Namen schon einmal gehört haben, egal ob im Bezug auf die Schauspielerei oder als Musiktitel der Band „Gorillaz“, die letztes Jahr mit diesem Song richtig durchstarteten. Ich selbst wurde zum ersten Mal durch einen guten Freund aufmerksam, der mir begeistert von diesem Lied berichtete. In den folgenden Tagen habe ich es dann des öfteren auf VIVA und co. Hoch und runterlaufen gesehen.
Wer sind die Gorillaz?
Gegründet wurde die Band im Jahre 1999 von Damon Albarn (Blur-Sänger) und Jamie Hewlett, einem ziemlich berühmten Comiczeichner. Ihre beiden Fachgebiete waren es, die sie verbunden, Damon und Jamie beschlossen eine Art „Zeichentrick-Musik“ Combo zu gründen. Die tieferen Beweggründe waren ziemlich genial. Man wollte die Band mit coolen Zeichentrickfiguren präsentieren, was ermöglichte, dass immer neue Gastmusiker in den verschiedenen Songs der Band einen Auftritt bekamen. Für diesen Song „Clint Eastwood“ wurden insgesamt vier Figuren geschaffen, die von jeweils einem anderen Musiker repräsentiert wurden. Besonders spektakulär: Das erste Konzert. Im Jahre 2001 war der erste Live-Auftritt perfekt. Die Figuren wurden auf einer Videoleinwand abgebildet, direkt dahinter befanden sich die Musiker, natürlich unsichtbar für die Fans.
Clint Eastwood
Generell kann man behaupten, der Song ist eine perfekte Mischung aus Rap und Hip Hop. Beide Musikrichtung sind normalerweise nicht gerade mein Fall, bei diesem Lied machte ich auf Grund der guten Aufmachung eine Ausnahme. Zu Beginn des Songs hört man ein komisches: „ahahahahaha“ das schon nach wenigen Sekunden in ein fieses Lachen übergeht.
Zu Vorschein kommt die erste Figur der Gorillaz (Murdoc), die meiner Meinung nach einen sehr gefährlichen Gesichtausdruck hat und dies mit dem fiesen, hinterhältigen Lachen unterstützt.
Passend zum ersten Schlagzeugeingriff wird der Schlagzeuger der Band (Russel) eingeblendet, dabei handelt es sich um das zweite, eher kräftige Mitglied. Langsam aber sicher dreht sich auch der dritte, und natürlich zum Schluss das letzte Bandmitglied ein. Hierbei handelt es sich um den Sänger der Band, dessen Kopf in Großaufnahme vor einem Studiomikrophon gezeigt wird. Im Hintergrund erkennt man einen anderen Vogel, der mit seinem Kopf nach oben und unten nickt. (Dürfte für viele mit dem Begriff „Headbanging“ bekannt sein.)
Die Körperhaltung der Sängerfigur (2-D) ist sehr unmotiviert, wer auf den Text achtet wird merken, dass er von seinem „sinnlosen“ Leben erzählt. „I ain\'t happy, I\'m feeling glad” und “ The future is coming on“ zeigen, dass unser Held auf einer richtigen Depri-Schiene fährt und Angst vor der Zukunft hat. Was wird sie wohl bringen?
Plötzlich ändert sich die Umgebung und ein mit Wolken überzogener Himmel ist zu erkennen. Passend zu diesem Umbruch wird die erste Strophe des Lieds angestimmt. Zum Vorschein kommt diesmal eine blaue Comicfigur, die keinesfalls aussieht wie ein Mensch, sondern eher wie ein erfundenes Wesen. Diese Person erzählt von seinem Leben, was sich schon eher positiver anhört als die Zeilen der anderen Figur.
Plötzlich merken die anderen Mitglieder, dass es sich bei dieser Figur um ein ziemlich großes Wesen handelt. Mit perfekter „Kameraführung“ wird das Gefühl gegeben, als ob Gozilla vor der Band steht. Nach „Ice Age“ Manieren schafft dieses Wesen einen Riss in der Bodenschicht und ein Friedhof kommt aus der Erde herauf. Nun kommt wieder der Refrain und wieder erzählt die Hauptfigur von ihrem traurigen Leben. Zur optischen Unterstützung wurde diesmal der Friedhof gewählt, damit der Zuschauer die richtigen traurigen Eindrücke bekommt.
Mittlerweile hat auch der Regen und ein böses Gewitter eingesetzt und unsere Helden werden mehr oder weniger „Im Regen stehen gelassen“. Pünktlich zur zweiten Strophe kommen plötzlich Affenartige Wesen aus dem Boden gekrochen. Sie verfolgen ein Bandmitglied und posieren sich schließlich zu einer perfekten Michael Jackson Tanzreihe. Durch einen Blitz, der die Bandfigur trifft wird das Spektakel beendet und der Refrain beginnt von vorne.
Diesmal rennt das kleinste Bandmitglied (Noodle) mit den Kopfhörern auf den Ohren los und tritt dem hyper-dimensionalen Affen direkt ins Gesicht. Dieser fällt mit einem weiten Satz nach Hinten und landet auf dem Boden. Meiner Meinung nach sagt dieser Teil aus, dass man niemals aufgeben soll und auch die größten Feinde „bezwingen“ kann, wenn man gewillt ist. Zum Schluss ändert sich die Umgebung noch mal, die Sonnenstrahlen treffen auf den Boden und die Vögel zwitschern. Schließlich werden alle vier Bandmitglieder namentlich vorgestellt. Langsam aber sicher wird das Lied zu Ende gespielt.
Meine Meinung
Für mich ist dieses einmalige Projekt in der Geschichte der Videoclips ziemlich gut gelungen. Ich hätte niemals gedacht, dass durch ein paar Comicfiguren solch ein Erfolg eingefahren werden kann. Die vier Bandmitglieder selbst sind sehr schön und sauber gezeichnet, ihre Mundbewegung passen zum Gesungenen und dürften deshalb auch für taube Menschen lesbar sein. Die Atmosphäre gibt genau das wieder, was wiedergegeben soll, und zwar ein trauriger Mensch, der mit dunklen Wolken über seinem Kopf in die Zukunft schaut. Ich persönlich mag den Song und auch das Video und vergebe dem Clip deshalb volle *****/***** Sterne.
Bis bald,
euer © by SDM-Mike (01.08.2002)
Herzlich Willkommen liebe Mitglieder,
in diesem Bericht möchte ich euch heute einen weiteren Video Clip vorstellen. Wer kennt nicht „Clint Eastwood“? Ziemlich jeder dürfte diesen Namen schon einmal gehört haben, egal ob im Bezug auf die Schauspielerei oder als Musiktitel der Band „Gorillaz“, die letztes Jahr mit diesem Song richtig durchstarteten. Ich selbst wurde zum ersten Mal durch einen guten Freund aufmerksam, der mir begeistert von diesem Lied berichtete. In den folgenden Tagen habe ich es dann des öfteren auf VIVA und co. Hoch und runterlaufen gesehen.
Wer sind die Gorillaz?
Gegründet wurde die Band im Jahre 1999 von Damon Albarn (Blur-Sänger) und Jamie Hewlett, einem ziemlich berühmten Comiczeichner. Ihre beiden Fachgebiete waren es, die sie verbunden, Damon und Jamie beschlossen eine Art „Zeichentrick-Musik“ Combo zu gründen. Die tieferen Beweggründe waren ziemlich genial. Man wollte die Band mit coolen Zeichentrickfiguren präsentieren, was ermöglichte, dass immer neue Gastmusiker in den verschiedenen Songs der Band einen Auftritt bekamen. Für diesen Song „Clint Eastwood“ wurden insgesamt vier Figuren geschaffen, die von jeweils einem anderen Musiker repräsentiert wurden. Besonders spektakulär: Das erste Konzert. Im Jahre 2001 war der erste Live-Auftritt perfekt. Die Figuren wurden auf einer Videoleinwand abgebildet, direkt dahinter befanden sich die Musiker, natürlich unsichtbar für die Fans.
Clint Eastwood
Generell kann man behaupten, der Song ist eine perfekte Mischung aus Rap und Hip Hop. Beide Musikrichtung sind normalerweise nicht gerade mein Fall, bei diesem Lied machte ich auf Grund der guten Aufmachung eine Ausnahme. Zu Beginn des Songs hört man ein komisches: „ahahahahaha“ das schon nach wenigen Sekunden in ein fieses Lachen übergeht.
Zu Vorschein kommt die erste Figur der Gorillaz (Murdoc), die meiner Meinung nach einen sehr gefährlichen Gesichtausdruck hat und dies mit dem fiesen, hinterhältigen Lachen unterstützt.
Passend zum ersten Schlagzeugeingriff wird der Schlagzeuger der Band (Russel) eingeblendet, dabei handelt es sich um das zweite, eher kräftige Mitglied. Langsam aber sicher dreht sich auch der dritte, und natürlich zum Schluss das letzte Bandmitglied ein. Hierbei handelt es sich um den Sänger der Band, dessen Kopf in Großaufnahme vor einem Studiomikrophon gezeigt wird. Im Hintergrund erkennt man einen anderen Vogel, der mit seinem Kopf nach oben und unten nickt. (Dürfte für viele mit dem Begriff „Headbanging“ bekannt sein.)
Die Körperhaltung der Sängerfigur (2-D) ist sehr unmotiviert, wer auf den Text achtet wird merken, dass er von seinem „sinnlosen“ Leben erzählt. „I ain\'t happy, I\'m feeling glad” und “ The future is coming on“ zeigen, dass unser Held auf einer richtigen Depri-Schiene fährt und Angst vor der Zukunft hat. Was wird sie wohl bringen?
Plötzlich ändert sich die Umgebung und ein mit Wolken überzogener Himmel ist zu erkennen. Passend zu diesem Umbruch wird die erste Strophe des Lieds angestimmt. Zum Vorschein kommt diesmal eine blaue Comicfigur, die keinesfalls aussieht wie ein Mensch, sondern eher wie ein erfundenes Wesen. Diese Person erzählt von seinem Leben, was sich schon eher positiver anhört als die Zeilen der anderen Figur.
Plötzlich merken die anderen Mitglieder, dass es sich bei dieser Figur um ein ziemlich großes Wesen handelt. Mit perfekter „Kameraführung“ wird das Gefühl gegeben, als ob Gozilla vor der Band steht. Nach „Ice Age“ Manieren schafft dieses Wesen einen Riss in der Bodenschicht und ein Friedhof kommt aus der Erde herauf. Nun kommt wieder der Refrain und wieder erzählt die Hauptfigur von ihrem traurigen Leben. Zur optischen Unterstützung wurde diesmal der Friedhof gewählt, damit der Zuschauer die richtigen traurigen Eindrücke bekommt.
Mittlerweile hat auch der Regen und ein böses Gewitter eingesetzt und unsere Helden werden mehr oder weniger „Im Regen stehen gelassen“. Pünktlich zur zweiten Strophe kommen plötzlich Affenartige Wesen aus dem Boden gekrochen. Sie verfolgen ein Bandmitglied und posieren sich schließlich zu einer perfekten Michael Jackson Tanzreihe. Durch einen Blitz, der die Bandfigur trifft wird das Spektakel beendet und der Refrain beginnt von vorne.
Diesmal rennt das kleinste Bandmitglied (Noodle) mit den Kopfhörern auf den Ohren los und tritt dem hyper-dimensionalen Affen direkt ins Gesicht. Dieser fällt mit einem weiten Satz nach Hinten und landet auf dem Boden. Meiner Meinung nach sagt dieser Teil aus, dass man niemals aufgeben soll und auch die größten Feinde „bezwingen“ kann, wenn man gewillt ist. Zum Schluss ändert sich die Umgebung noch mal, die Sonnenstrahlen treffen auf den Boden und die Vögel zwitschern. Schließlich werden alle vier Bandmitglieder namentlich vorgestellt. Langsam aber sicher wird das Lied zu Ende gespielt.
Meine Meinung
Für mich ist dieses einmalige Projekt in der Geschichte der Videoclips ziemlich gut gelungen. Ich hätte niemals gedacht, dass durch ein paar Comicfiguren solch ein Erfolg eingefahren werden kann. Die vier Bandmitglieder selbst sind sehr schön und sauber gezeichnet, ihre Mundbewegung passen zum Gesungenen und dürften deshalb auch für taube Menschen lesbar sein. Die Atmosphäre gibt genau das wieder, was wiedergegeben soll, und zwar ein trauriger Mensch, der mit dunklen Wolken über seinem Kopf in die Zukunft schaut. Ich persönlich mag den Song und auch das Video und vergebe dem Clip deshalb volle *****/***** Sterne.
Bis bald,
euer © by SDM-Mike (01.08.2002)
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