Gothic (PC Rollenspiel) Testbericht
ab 10,48 €
Billiger bei eBay?
Bei Amazon bestellen
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 03/2008
Auf yopi.de gelistet seit 03/2008
Erfahrungsbericht von letsthommes
Mega-Rollenspiel für schnelle PCs
Pro:
Leichter Einstieg; Viele Interaktionen der NPCs; ewig langer Spielspaß;
Kontra:
Gegen Ende sehr schwer; Hohe Hardware - Anforderungen;
Empfehlung:
Ja
Das Rollenspiel Gothic, programmiert von der deutschen Spieleschmiede Piranha Bytes bietet mindestens 40 Stunden Spielspass in einer mittelalterlichen Welt mit Fantasy-Flair. Für Leute mit schnellen PCs, die unkomplizierte Rollenspiele mit viel Zahlengedöns nicht scheuen ist Gothic einen Blick wert.
Zur Geschichte:
In diesem Spiel spielen sie einen Nobody, der wegen eines geringen Verbrechens in ein riesiges Gefängnis gesperrt wird um dort bis zum Ende seines Lebens mit mehreren hundert Mitgefangenen für den König des Landes Erz abzubauen. Der König braucht dieses um seine Armeen mit Schwertern auszurüsten. Diese Armeen treten gegen die, wie in fast jedem Fantasyspiel Spiel bösen Orks an.
Das Gefängnis in das sie geworfen worden ist kein gewöhnliches Gefängnis. Es ist ein etwa 25 Quadratkilometer großes Areal, dass von einer riesigen magischen Kuppel umgeben ist. Lebewesen können nicht wie Gegenstände hinaus und hinein, sondern werden beim Versuch zu entrinnen durch die Barriere getötet. Die Magier, die diese Barriere erschufen wurden selbst mit eingesperrt, da ihnen bei der Erschaffung der Kuppel ein Fehler unterlief. Da sie nicht ewig eingesperrt sein wollen, müssen sie einen Weg finden die Barriere zu deaktivieren.
Zum Spiel:
Sie starten in einem kleinen Teich nah an der Barriere. Dort werden sie während des Intros von ein paar Brutalos aus dem alten Lager begrüßt. Danach begegnen sie Diego ebenfalls aus dem alten Lager, welcher ihnen alle wichtigen Grundsätze dieser Welt erklärt. Nun machen sie die ersten Schritte, finden auch bald eine Waffe, die ersten Gegner und ein paar auszuraubende Kisten am Wegesrand. Da sie nicht so schutzlos wie sie anfangs bekleidet sind durchs Spiel können, müssen sie sich wohl oder übel einem Lager anschließen. Zu den einzelnen Lagern später mehr. Im jeweiligen Lager steigen sie durch Lösen schwieriger Aufgaben in der strengen Hierarchie des jeweiligen Lagers auf. Wenn sie die ersten paar Missionen geschafft haben werden sie in die Kämpfertruppe des jeweiligen Lagers aufgenommen und übernehmen weitaus schwierigere Aufgaben.
Wenn sie einmal in die Kämpfertruppe eines Lagers aufgenommen wurden können sie sich keinem anderen Lager mehr anschließen. Anfangs laufen sie noch in einer leichten Rüstung die wenig Schutz vor feindlichen Angriffen bietet herum. Später, nach einigen Levelaufstiegen bekommen sie dann stärkere Rüstungen und werden sogar in die Leibwache des Lagerobersten aufgenommen. Um neue Kampffertigkeiten mit Einhänder, Zweihändern, Bogen oder Armbrüsten lernen zu können, müssen sie erst genügend Erfahrungspunkte haben und dann zum jeweiligen Ausbilder der Fähigkeit gehen, welcher ihnen manchmal auch mit genügend Bezahlung was beibringt.
Manche Waffen lassen sich erst mit einer bestimmten Stärke oder Geschicklichkeit benutzen. Also müssen sie vorher zu einem der Ausbilder gehen und gegen Erfahrungspunkte an Geschicklichkeit oder Stärke dazulernen. Um wirklich alles perfekt zu beherrschen und die maximale Stärke und Geschicklichkeit zu haben müssen sie schon Unmengen an Gegnern besiegen.
Alternativ zur Kämpferausbildung können sie sich auch zum Magier ausbilden lassen, welcher über ein großes Repertoire an Zaubersprüchen beherrscht. Die meisten und stärksten können sie aber erst in höheren Leveln benutzen. Also müssen sie sich mit genügend Erfahrungspunkten von den jeweiligen Lehrmeistern ausbilden lassen.
Da sie auch aus der Barriere fliehen wollen, müssen sie wohl oder übel auch mal Aufträge für andere Lager erledigen. Während des gesamten Spiels bricht ein Lager nach dem anderen wegen unvorhersehbarer Ereignisse zusammen. So müssen sie nachher auf sich allein gestellt ein komplettes Orklager auslöschen, um dann später gegen den eigentlichen Feind im Spiel und den Grund des Fehlers bei Erschaffung der Barriere kämpfen, den Schläfer(!!!???).
Die benötigten Waffen, Rüstungen und vor allem Zaubertränke finden sich nicht einfach und sie bekommen sie auch nur selten geschenkt. Deshalb müssen sie durch handeln mit Gegenständen, geklaut oder nicht, mit der hiesigen Währung, Erz, versorgen. Zum Handeln gehen sie einfach zu den jeweiligen Händlern im Lager und tauschen mit diesen im übersichtlichen und praktischen aber nicht ganz gut steuerbaren Tauschmenü verschiedene Gegenstände aus. Gegenstände die sie zum Tausch anbieten haben beim Handeln aber nur noch die Hälfte ihres eigentlichen Werts.
Der einzige grobe Schnitzer den die Programmierer mit eingebaut haben ist die Steuerung. Sie können jeweils nur gegen einen einzigen Gegner kämpfen. So kommt es bei Kämpfen gegen mehrere starke Gegner schon mal vor, dass sie schnell ins Gras beißen. Bei Monstern, welche sie angreifen, können sie immer am Geräusch erkennen, wie lange es noch dauert bis sie angegriffen werden. Der Gegner brüllt ein bis dreimal und greift dann an. Aber gegen Ende des Spiels werden sie sowieso mit jedem Gegner mit wenigen Schwerthieben fertig. Nur bis sie mit der etwas fummeligen Steuerung parat kommen, braucht es einiges an Übungszeit.
Die Landschaft in Gothic besteht aus einem Guss. Riesige Wälder, weite Wiesen, gewaltige Wasserfälle und ewig lange Flüsse durchziehen die mit Polygonen überfüllte Landschaft. Deshalb dauert es gegen Anfang des Spiels und beim Laden immer ewig lange bis sie loslegen können. Nur in den kleineren Höhlen sind die Lade- und Speicherzeiten um einiges kürzer. Diese Höhlen wären: Die Orkhöhle, die alte Mine, die neue Mine und der Tempel des Schläfers.
Leider gibt es keine Abkürzungen um die ewig langen Märsche von Lager zu Lager zu umgehen. Hoffentlich ändern die Programmierer dies bis zum zweiten Teil.
Im gesamten Spiel finden sie über 130 Waffen, 30 Zaubersprüche, 30 Monster und weit mehr als 250 NPCs, vom Computer gesteuerte Charaktere. Manche Waffen lassen sich wie gesagt nur durch Training in Geschicklichkeit und Stärke benutzen. Viele der Zaubersprüche sind auch nur von Zauberern der verschiedenen Lager zu benutzen. Während die anfangs nur schwache Scavanger und Wölfe als Gegner vorfinden bekommen sie es später mit Horden von schwer bewaffneten Orks zu tun.
Jeder NPC merkt sich wie sie mit ihm umgehen und behandelt sie das ganze Spiel über so.
Die einzelnen Lager:
Das alte Lager:
Den Bewohnern dieses Lagers ist es schnurzpubegal, was passiert, sie bleiben in der Barriere und wollen nicht raus. Ihr Chef ist der schwer bewaffnete und nicht gerade freundliche Gomez. Alle Kämpfer des alten Lagers tragen rote Rüstungen, welche sehr detailliert dargestellt sind. Ihr bester Freund im alten Lager ist Diego, bei dem sie ihre Geschicklichkeit und Stärke verbessern können. Im alten Lager befindet sich auch der größte Tauschmarkt. In einer Schmiede können sie selbst Schwerter herstellen. Im späteren Verlauf des Spiels stürzt die alte Mine ein und damit auch die einzige Einnahmequelle des alten Lagers. Deshalb überfallen die Soldaten die neue Mine und töten jeden, der nicht ihrem Lager angehört. Die Arbeiter in der alten Mine wohnen alle im alten Lager außerhalb der Burg. Manchmal finden abends, ein Tag verläuft ungefähr 15 mal schneller als real, Schaukämpfe in der lagereigenen Arena statt. Die sechs Feuermagier des alten Lagers beherrschen größtenteils Feuerzauber.
Das neue Lager:
Hier finden sich nur Banditen, Söldner und ein paar Minenarbeiter. Einen Teil ihres Einkommens bessern die Arbeiter mit dem Verkauf von Sumpfkraut auf. Das aus der neuen Mine gewonnene Erz wird alles auf einem Haufen zusammengeschüttet, mit welchem die Magier die Barriere sprengen wollen. Die sechs Wassermagier des neuen Lagers beherrschen größtenteils Wasser- und Eiszauber.
Das Lager befindet sich nah an der Mine, unter einem großen Felsen. Die Obersten des Lagers sind die Zauberer und der Söldner Lee. Er hat das Lager gegründet.
Das Sektenlager:
Die als Sektenspinner bezeichneten Kahlköpfe des Sektenlagers beten zum Schläfer, einem wie sich später rausstellt bösen Erzdämon. Ihre Obersten sind die Gurus, ihnen voran Y`Berion, der im späteren Verlauf des Spiels stirbt. Nach einem sinnlosen Kampf in der Orkhöhle bricht auch dieses Lager zusammen. Ihre Kasse bessern die Mitglieder des Lagers mit dem Verkauf von Sumpfkraut auf. In der Mine helfen die stärksten ihrer Kämpfer die Arbeiter vor Minecrawlern zu beschützen. Die Wohnungen der Obersten befinden sich auf einem komplexen System von Wegen oberhalb des Erdbodens an den Bäumen befestigt. Sie besitzen ebenfalls eine Schmiede. Die Gurus, Zauberer des Lagers, beherrschen Telekinese- und Kontrollzaubersprüche.
Zur Grafik:
Die Figuren im Spiel sind allesamt sehr detailliert und ihre Lippen bewegen sich beim Sprechen.. Die Landschaft wirkt zwar etwas kahl, dafür sind die Wälder vollgestopft mit Polygonbäumen. Von weitem sehen sie nur eine Waldtextur, welche am Rand des Waldes entlangführt. Beim Näherkommen wird diese durchsichtig und sie können in den Wald hineinsehen. Die Monster sind auch sehr detailliert und gut animiert. Jeder Pfeil den sie abschießen hat eine eigens berechnete Flugbahn. Beim Kämpfen sehen sie jedes mal einen bläulich schímmernden Schweif hinter ihrem Schwert herfliegen. Bluteffekte lassen sich auch wegschalten. Die Sichtweite läst sich ebenfalls regulieren und man kann, genügend Hardwarepower vorrausgesetzt unendlich weit sehen.
Zum Sound:
Alle Charaktere sind sehr gut synchronisiert und man merkt am Tonfall sehr gut, wie sie einem gesonnen sind. Jedes Monster hat einen eigenen Angriffsschrei und eigene Fortbewegungsgeräusche. Plätscherndes Wasser bei Wasserfällen und beim Schwimmen klingt sehr authentisch. Die Hintergrundmusik ist immer passend.
Zur Steuerung:
Die ist wie gesagt nicht so gut gelungen. Besonders beim Kämpfen mit vielen Gegnern wird’s frustrierend. Die Menüs sind hingegen einfach zu bedienen. Auch Dialoge und Tauschgeschäfte sind gut zu erledigen. Die Lade- und Speicherzeiten können bei langsameren PCs bis zu 5 Minuten dauern.
Hardwareanforderungen:
Minimum: CPU mit 500 Mhz, 128 MB Arbeitsspeicher und eine 16 MB Grafikkarte.
Empfohlen: CPU mit 700 Mhz, 192 MB Arbeitsspeicher und eine 32 MB Grafikkarte.
Optimal: CPU mit 900 Mhz, 256 MB Arbeitsspeicher und eine 64 MB Grafikkarte.
Meine Meinung zum Spiel:
Als ich GOTHIC das erste Mal spielte war ich beeindruckt von der Bombast-Grafik und hab mich von Anfang an dem alten Lager angeschlossen. Wegen dem stark ansteigendem Schwierigkeitsgrad gegen Ende des Spiels habe ich Cheats benutzt um durchzukommen. Derzeit spiele ich das Spiel als Anhänger des neuen Lagers durch und stelle nur wenige Unterschiede zwischen den Lagern und deren Aufgaben fest. Cheats werde ich diesmal nicht benutzen.
Die Story ist echt gut gelungen und zieht voll rein. Die Atmosphäre des Spiels ist besonders gut und die stimmige Hintergrundmusik, besonders bei Nacht passt super. Wenn man sich erst mal mit der Steuerung abgefunden hat fällt es schwer das Spiel zu unterbrechen um den alltäglichen Dingen nachzugehen.
Fazit:
Gothic ist ein MUSS für jeden Rollenspiel-Fan mit massig Hardwarepower. Es ist zur Zeit eines der besten Rollenspiele und wurde von der Computerspielfachzeitschrift in zwei Kategorien als bestes Spiel ausgezeichnet und mit Preisen überschüttet. Teil 2 kommt Ende Oktober!!!!!
LETSTOMMES
Zur Geschichte:
In diesem Spiel spielen sie einen Nobody, der wegen eines geringen Verbrechens in ein riesiges Gefängnis gesperrt wird um dort bis zum Ende seines Lebens mit mehreren hundert Mitgefangenen für den König des Landes Erz abzubauen. Der König braucht dieses um seine Armeen mit Schwertern auszurüsten. Diese Armeen treten gegen die, wie in fast jedem Fantasyspiel Spiel bösen Orks an.
Das Gefängnis in das sie geworfen worden ist kein gewöhnliches Gefängnis. Es ist ein etwa 25 Quadratkilometer großes Areal, dass von einer riesigen magischen Kuppel umgeben ist. Lebewesen können nicht wie Gegenstände hinaus und hinein, sondern werden beim Versuch zu entrinnen durch die Barriere getötet. Die Magier, die diese Barriere erschufen wurden selbst mit eingesperrt, da ihnen bei der Erschaffung der Kuppel ein Fehler unterlief. Da sie nicht ewig eingesperrt sein wollen, müssen sie einen Weg finden die Barriere zu deaktivieren.
Zum Spiel:
Sie starten in einem kleinen Teich nah an der Barriere. Dort werden sie während des Intros von ein paar Brutalos aus dem alten Lager begrüßt. Danach begegnen sie Diego ebenfalls aus dem alten Lager, welcher ihnen alle wichtigen Grundsätze dieser Welt erklärt. Nun machen sie die ersten Schritte, finden auch bald eine Waffe, die ersten Gegner und ein paar auszuraubende Kisten am Wegesrand. Da sie nicht so schutzlos wie sie anfangs bekleidet sind durchs Spiel können, müssen sie sich wohl oder übel einem Lager anschließen. Zu den einzelnen Lagern später mehr. Im jeweiligen Lager steigen sie durch Lösen schwieriger Aufgaben in der strengen Hierarchie des jeweiligen Lagers auf. Wenn sie die ersten paar Missionen geschafft haben werden sie in die Kämpfertruppe des jeweiligen Lagers aufgenommen und übernehmen weitaus schwierigere Aufgaben.
Wenn sie einmal in die Kämpfertruppe eines Lagers aufgenommen wurden können sie sich keinem anderen Lager mehr anschließen. Anfangs laufen sie noch in einer leichten Rüstung die wenig Schutz vor feindlichen Angriffen bietet herum. Später, nach einigen Levelaufstiegen bekommen sie dann stärkere Rüstungen und werden sogar in die Leibwache des Lagerobersten aufgenommen. Um neue Kampffertigkeiten mit Einhänder, Zweihändern, Bogen oder Armbrüsten lernen zu können, müssen sie erst genügend Erfahrungspunkte haben und dann zum jeweiligen Ausbilder der Fähigkeit gehen, welcher ihnen manchmal auch mit genügend Bezahlung was beibringt.
Manche Waffen lassen sich erst mit einer bestimmten Stärke oder Geschicklichkeit benutzen. Also müssen sie vorher zu einem der Ausbilder gehen und gegen Erfahrungspunkte an Geschicklichkeit oder Stärke dazulernen. Um wirklich alles perfekt zu beherrschen und die maximale Stärke und Geschicklichkeit zu haben müssen sie schon Unmengen an Gegnern besiegen.
Alternativ zur Kämpferausbildung können sie sich auch zum Magier ausbilden lassen, welcher über ein großes Repertoire an Zaubersprüchen beherrscht. Die meisten und stärksten können sie aber erst in höheren Leveln benutzen. Also müssen sie sich mit genügend Erfahrungspunkten von den jeweiligen Lehrmeistern ausbilden lassen.
Da sie auch aus der Barriere fliehen wollen, müssen sie wohl oder übel auch mal Aufträge für andere Lager erledigen. Während des gesamten Spiels bricht ein Lager nach dem anderen wegen unvorhersehbarer Ereignisse zusammen. So müssen sie nachher auf sich allein gestellt ein komplettes Orklager auslöschen, um dann später gegen den eigentlichen Feind im Spiel und den Grund des Fehlers bei Erschaffung der Barriere kämpfen, den Schläfer(!!!???).
Die benötigten Waffen, Rüstungen und vor allem Zaubertränke finden sich nicht einfach und sie bekommen sie auch nur selten geschenkt. Deshalb müssen sie durch handeln mit Gegenständen, geklaut oder nicht, mit der hiesigen Währung, Erz, versorgen. Zum Handeln gehen sie einfach zu den jeweiligen Händlern im Lager und tauschen mit diesen im übersichtlichen und praktischen aber nicht ganz gut steuerbaren Tauschmenü verschiedene Gegenstände aus. Gegenstände die sie zum Tausch anbieten haben beim Handeln aber nur noch die Hälfte ihres eigentlichen Werts.
Der einzige grobe Schnitzer den die Programmierer mit eingebaut haben ist die Steuerung. Sie können jeweils nur gegen einen einzigen Gegner kämpfen. So kommt es bei Kämpfen gegen mehrere starke Gegner schon mal vor, dass sie schnell ins Gras beißen. Bei Monstern, welche sie angreifen, können sie immer am Geräusch erkennen, wie lange es noch dauert bis sie angegriffen werden. Der Gegner brüllt ein bis dreimal und greift dann an. Aber gegen Ende des Spiels werden sie sowieso mit jedem Gegner mit wenigen Schwerthieben fertig. Nur bis sie mit der etwas fummeligen Steuerung parat kommen, braucht es einiges an Übungszeit.
Die Landschaft in Gothic besteht aus einem Guss. Riesige Wälder, weite Wiesen, gewaltige Wasserfälle und ewig lange Flüsse durchziehen die mit Polygonen überfüllte Landschaft. Deshalb dauert es gegen Anfang des Spiels und beim Laden immer ewig lange bis sie loslegen können. Nur in den kleineren Höhlen sind die Lade- und Speicherzeiten um einiges kürzer. Diese Höhlen wären: Die Orkhöhle, die alte Mine, die neue Mine und der Tempel des Schläfers.
Leider gibt es keine Abkürzungen um die ewig langen Märsche von Lager zu Lager zu umgehen. Hoffentlich ändern die Programmierer dies bis zum zweiten Teil.
Im gesamten Spiel finden sie über 130 Waffen, 30 Zaubersprüche, 30 Monster und weit mehr als 250 NPCs, vom Computer gesteuerte Charaktere. Manche Waffen lassen sich wie gesagt nur durch Training in Geschicklichkeit und Stärke benutzen. Viele der Zaubersprüche sind auch nur von Zauberern der verschiedenen Lager zu benutzen. Während die anfangs nur schwache Scavanger und Wölfe als Gegner vorfinden bekommen sie es später mit Horden von schwer bewaffneten Orks zu tun.
Jeder NPC merkt sich wie sie mit ihm umgehen und behandelt sie das ganze Spiel über so.
Die einzelnen Lager:
Das alte Lager:
Den Bewohnern dieses Lagers ist es schnurzpubegal, was passiert, sie bleiben in der Barriere und wollen nicht raus. Ihr Chef ist der schwer bewaffnete und nicht gerade freundliche Gomez. Alle Kämpfer des alten Lagers tragen rote Rüstungen, welche sehr detailliert dargestellt sind. Ihr bester Freund im alten Lager ist Diego, bei dem sie ihre Geschicklichkeit und Stärke verbessern können. Im alten Lager befindet sich auch der größte Tauschmarkt. In einer Schmiede können sie selbst Schwerter herstellen. Im späteren Verlauf des Spiels stürzt die alte Mine ein und damit auch die einzige Einnahmequelle des alten Lagers. Deshalb überfallen die Soldaten die neue Mine und töten jeden, der nicht ihrem Lager angehört. Die Arbeiter in der alten Mine wohnen alle im alten Lager außerhalb der Burg. Manchmal finden abends, ein Tag verläuft ungefähr 15 mal schneller als real, Schaukämpfe in der lagereigenen Arena statt. Die sechs Feuermagier des alten Lagers beherrschen größtenteils Feuerzauber.
Das neue Lager:
Hier finden sich nur Banditen, Söldner und ein paar Minenarbeiter. Einen Teil ihres Einkommens bessern die Arbeiter mit dem Verkauf von Sumpfkraut auf. Das aus der neuen Mine gewonnene Erz wird alles auf einem Haufen zusammengeschüttet, mit welchem die Magier die Barriere sprengen wollen. Die sechs Wassermagier des neuen Lagers beherrschen größtenteils Wasser- und Eiszauber.
Das Lager befindet sich nah an der Mine, unter einem großen Felsen. Die Obersten des Lagers sind die Zauberer und der Söldner Lee. Er hat das Lager gegründet.
Das Sektenlager:
Die als Sektenspinner bezeichneten Kahlköpfe des Sektenlagers beten zum Schläfer, einem wie sich später rausstellt bösen Erzdämon. Ihre Obersten sind die Gurus, ihnen voran Y`Berion, der im späteren Verlauf des Spiels stirbt. Nach einem sinnlosen Kampf in der Orkhöhle bricht auch dieses Lager zusammen. Ihre Kasse bessern die Mitglieder des Lagers mit dem Verkauf von Sumpfkraut auf. In der Mine helfen die stärksten ihrer Kämpfer die Arbeiter vor Minecrawlern zu beschützen. Die Wohnungen der Obersten befinden sich auf einem komplexen System von Wegen oberhalb des Erdbodens an den Bäumen befestigt. Sie besitzen ebenfalls eine Schmiede. Die Gurus, Zauberer des Lagers, beherrschen Telekinese- und Kontrollzaubersprüche.
Zur Grafik:
Die Figuren im Spiel sind allesamt sehr detailliert und ihre Lippen bewegen sich beim Sprechen.. Die Landschaft wirkt zwar etwas kahl, dafür sind die Wälder vollgestopft mit Polygonbäumen. Von weitem sehen sie nur eine Waldtextur, welche am Rand des Waldes entlangführt. Beim Näherkommen wird diese durchsichtig und sie können in den Wald hineinsehen. Die Monster sind auch sehr detailliert und gut animiert. Jeder Pfeil den sie abschießen hat eine eigens berechnete Flugbahn. Beim Kämpfen sehen sie jedes mal einen bläulich schímmernden Schweif hinter ihrem Schwert herfliegen. Bluteffekte lassen sich auch wegschalten. Die Sichtweite läst sich ebenfalls regulieren und man kann, genügend Hardwarepower vorrausgesetzt unendlich weit sehen.
Zum Sound:
Alle Charaktere sind sehr gut synchronisiert und man merkt am Tonfall sehr gut, wie sie einem gesonnen sind. Jedes Monster hat einen eigenen Angriffsschrei und eigene Fortbewegungsgeräusche. Plätscherndes Wasser bei Wasserfällen und beim Schwimmen klingt sehr authentisch. Die Hintergrundmusik ist immer passend.
Zur Steuerung:
Die ist wie gesagt nicht so gut gelungen. Besonders beim Kämpfen mit vielen Gegnern wird’s frustrierend. Die Menüs sind hingegen einfach zu bedienen. Auch Dialoge und Tauschgeschäfte sind gut zu erledigen. Die Lade- und Speicherzeiten können bei langsameren PCs bis zu 5 Minuten dauern.
Hardwareanforderungen:
Minimum: CPU mit 500 Mhz, 128 MB Arbeitsspeicher und eine 16 MB Grafikkarte.
Empfohlen: CPU mit 700 Mhz, 192 MB Arbeitsspeicher und eine 32 MB Grafikkarte.
Optimal: CPU mit 900 Mhz, 256 MB Arbeitsspeicher und eine 64 MB Grafikkarte.
Meine Meinung zum Spiel:
Als ich GOTHIC das erste Mal spielte war ich beeindruckt von der Bombast-Grafik und hab mich von Anfang an dem alten Lager angeschlossen. Wegen dem stark ansteigendem Schwierigkeitsgrad gegen Ende des Spiels habe ich Cheats benutzt um durchzukommen. Derzeit spiele ich das Spiel als Anhänger des neuen Lagers durch und stelle nur wenige Unterschiede zwischen den Lagern und deren Aufgaben fest. Cheats werde ich diesmal nicht benutzen.
Die Story ist echt gut gelungen und zieht voll rein. Die Atmosphäre des Spiels ist besonders gut und die stimmige Hintergrundmusik, besonders bei Nacht passt super. Wenn man sich erst mal mit der Steuerung abgefunden hat fällt es schwer das Spiel zu unterbrechen um den alltäglichen Dingen nachzugehen.
Fazit:
Gothic ist ein MUSS für jeden Rollenspiel-Fan mit massig Hardwarepower. Es ist zur Zeit eines der besten Rollenspiele und wurde von der Computerspielfachzeitschrift in zwei Kategorien als bestes Spiel ausgezeichnet und mit Preisen überschüttet. Teil 2 kommt Ende Oktober!!!!!
LETSTOMMES
Bewerten / Kommentar schreiben