Gothic (PC Rollenspiel) Testbericht
ab 10,48 €
Billiger bei eBay?
Bei Amazon bestellen
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 03/2008
Auf yopi.de gelistet seit 03/2008
Erfahrungsbericht von EvolutionEight
Ich bin ein namenloser Held!
Pro:
geniale Spielwelt/Story, Top Sprachausgabe in deutsch, Charaktersystem
Kontra:
4 Jahre alte Grafik, für Einsteiger miese Steuerung
Empfehlung:
Ja
Es ist Vormittag halb 11 als eine Reihe von Feuermagiern, Gardisten und einem Richter den Weg zur Sträflingskolonie antreten. Allen voran ein neuer Gefangener in spe. Der Richter liest den völlig belanglosen Tatbestand vor und ruft zur Vollstreckung des Urteils in Form von lebenslanger Haft in der so genannten „Barriere“. Eine Kuppel aus Magie, geschaffen von den Wassermagiern, erstreckt sich wie eine Käseglocke über ein Gebiet voller alter Minen mit wertvollem und magischem Erz. Was sich noch unter dieser Magie-Glocke befindet, wird jeder Sträfling früh genug heraus bekommen. Und ab ging es in die Gefangenschaft. Ein Wagen mit Nahrungsmitteln, einer Frau und dem neuen Sträfling wird schräg über Schienen und Ketten in die Barriere herabgelassen.
:: Das Spiel beginnt ::
Dieser neue Sträfling und zugleich Protagonist des Fantasy-Rollenspielepos seid ihr! Name: unbekannt. Ihr seht euch um, doch bevor ihr begreift was eigentlich hier vor sich geht kommt euch eine Faust entgegen. „BUMM“, die saß! Ihr fallt zurück dahin wo ihr herkamt, in den Dreck. Einige Momente und Schmerzen später erwacht ihr aus euerm künstlichen Koma und steht einem „Schatten“ gegenüber. Sein Name ist Diego und seine Aufgabe ist es Grünschnäbeln, wie es der Spieler zu Beginn wahrlich ist, zur Seite zu stehen und sie zu unterstützen bis sie Fuß gefasst haben. „Der Typ der dir eine verpasst hat heißt „Bloodwyn“ und ist ein Gardist aus dem alten Lager. Er ist ein sehr guter Kämpfer! Leg dich bloß nicht mit ihm an!“ – sagte Diego und schmunzelt ein wenig. „Das macht Bloddwyn immer so mit den Neuen. Er nennt es ‚Die Taufe’…“ - Ein toller Start also als Taugenichts. Diego gibt noch weitere nützliche Infos und zieht dann auch Leine. Er empfahl euch noch zuerst ins „Alte Lager“ zu kommen. Da sei es zu Beginn am sichersten für Newbies. Also los…
Am Haupttor des „Alten Lagers“, eine Art Burgfestung mit inneren und äußeren Außenring, macht unser Held Bekanntschaft mit zwei Torwachen. Sagt man, dass man zu Diego möchte und die Erlaubnis hat das Lager zu betreten, wird man herein gelassen. Hat man die große Fresse, liegt man mit der selbigen wieder im Schmutz…
:: Die Story – Gilden ::
Die Hauptgeschichte dreht sich um die Barriere und um den Schläfer. Damals haben fünf Magier des Wassers, angeordnet im Pentagramm, die Barriere mittels fünf Foki erstellt. Nur leider war die magische Kraft zu groß und die Barriere wurde auch größer. So groß, das die „blaue Käseglocke“ auch die braven Magier mit einsperrte. Rein in die Barriere kommt jeder, aber wer raus will muss sterben. So sind die Regeln in Gothic. Nun werkeln die Erbauer dieser Barriere an einem Ausbruchsplan. Genau wie unser Held.
Die Außenwelt und damit auch der König des Landes namens „Robhar“ führt nun schon ein ganzes Weilchen Krieg gegen die Orks und benötigt das blaue Erz, leider nur zu finden in den Minen der Barriere, um daraus mächtige und unzerstörbare Waffen zu fertigen. Da nun leider etwas schief ging und die Barriere etwas größer ausgefallen ist als erwartet, bot der König dem Boss des Alten Lagers ein Geschäft an. Der König beliefert das Alte Lager regelmäßig mit Nahrungsmitteln und Frauen und erhält als Gegenleistung das geförderte Erz.
Alle hielten es natürlich nicht im Alten Lager aus und somit splitterte die Gesellschaft in insgesamt drei Lager auf. Das Alte Lager, das Neue Lager und die Sumpfbruderschaft. Das Alte Lager ließ es sich aufgrund des Abkommens mit dem König gut gehen und hätte ewig so weiter machen können. Ein Luxusknast quasi. Die Gilden des Alten Lagers waren wie folgt aufgebaut: Der Neuling beweist sich bei Diego und legt die Prüfung des Vertrauens ab. Danach ist es ihm möglich Schatten zu werden. Später wird man Gardist und leckt dem Boss des Lagers „Gomez“ noch feiner den Popo. Die anderen beiden Lager aber verfolgten strickte Ausbruchspläne.
Das neue Lager bestand aus Banditen, die den ganzen Tag faul in der Sonne lagen, rauchten und ab und zu einen Konvoi des Königs zum Alten Lager plünderten. Die Söldner waren da schon etwas tüchtiger. Sie hatten die Aufgabe die verbliebenen Wassermagier zu beschützen. Diese waren ja eigentlich zu Unrecht in dieser Barriere gelandet und tüftelten an einem genialen Ausbruchsplan. Das neue Lager hatte eine eigene Mine zur Erzförderung, die „Neue Mine“. Das Alte Lager hatte auch seine eigene, logischerweise „Alte Mine“ genannt. Beide Minen wird unser namenloser Held noch ausführlich kennen lernen.
Das dritte und letzte Lager bestand mehr oder weniger aus den so genannten „Sektenspinnern“. Sie bestanden aus den Novizen, den Templern und den Gurus. Ein Novize war für die üblichen Arbeiten im Lager zuständig. Die Templer haben sich ganz und gar dem Zweihandkampf mir langen Schwertern hingegeben und sind für die Verteidigung der Novizen und Gurus zuständig. Die Gurus letzten Endes waren die geistlichen der Gemeinschaft. Sie glaubten an die Erlösung durch den „Schläfer“, ein Wesen welches angeblich über die Barriere wacht und nur durch den Konsum von Sumpfkraut zu erreichen war. Da wären wir auch beim besonderen der Sumpfbruderschaft. Sie züchteten im Sumpf ihre eigene Droge namens Sumpfkraut und rauchten sich den ganzen lieben Tag die Birne zu.
:: Das Spielprinzip ::
Man spielt also einen namenlosen Held mit Null Fähigkeiten in einer Art mittelalterlichen Welt mit Gebäuden gotischen Baustils, daher wahrscheinlich auch der Name des Spiels. Hauptziel im Spiel Gothic ist es, neben der Hauptstory, das „aufpeppeln“ seines Charakters. Attribute wie Stärke, Geschicklichkeit, Mana (magische Fähigkeiten) und Lebensenergie spielen die Hauptrolle im Aufbau des Charakters. Nebenbei lernt man die Fähigkeiten Bogen- und Armbrustschießen, Einhand- und Zweihandkampf, Schlösser knacken, Taschendiebstahl, Schleichen, Akrobatik und die verschiedenen Kreise der Magie. Zu Beginn schwingt der Held eine eben gefundene Spitzhacke noch wie die Schaufel von Opa Horst beim Umgraben der Blumenbeete von Oma Gritta. Zum Glück sind die Gegner genauso übel im Kampf und relativ leicht zu bezwingen. Für jedes erlegte Tierchen oder Menschlein erhält man Erfahrungspunkte die man in die oben genannten Attribute stecken sollte um seinen Helden zu verbessern. Dieser kann von Beginn an Springen, Klettern, Rennen, Laufen und dumme Sprüche klopfen. Was durch letzteres, gerade zu Anfang, passieren kann zeigt die Situation mit den Torwachen vorm „Alten Lager“… :)
Neben dem Verbessern der Attribute spielt die Kommunikation mit anderen Mitgliedern das „Barrieren-Clubs“ eine entscheidende Rolle. Von vielen kann man gegen einen kleinen Unkostenbeitrag wie ein Bier oder ein paar Erzbrocken (das ist das Zahlungsmittel) eine Menge lernen. Zu Beginn trifft man beispielsweise zwei Jäger die einem erzählen können wie man als Anfänger gegen ein paar Viecher ankommt. Im weitern Spielverlauf findet man immer mehr Lehrer die eigentlich jedes Attribut gegen Erfahrungspunkte erhöhen. Wie man es halt von einem Rollenspiel gewohnt ist. Nur würde ich ‚Gothic’ nicht als reines Rollenspiel bezeichnen. Eher eine gesunde Mischung aus Rollenspiel und Action-Adventure. Allein die Story ist filmreif und macht regelrecht süchtig! Unser namenloser Held gerät im Laufe des Spiels in einen Haufen Unfug, auch Nebenquests genannt. Durch lösen bestimmter Aufgaben für viele andere Charaktere erhält man ebenfalls Erfahrungspunkte und Erz.
Unser Spielheld kann in jede der oben genannten Rollen schlüpfen und sich dem jeweiligen Lager dadurch anschließen. Um die Gunst der jeweiligen Lager zu erlangen sind vielerlei Dienste für die Gemeinschaften zu tätigen. Hat man diese erste Hürde im Spiel erst einmal genommen, so kommt man dann auch endlich in den Genuss der jeweiligen Ausbruchspläne und profiliert sich weiter. Der Held wir mit der Zeit immer stärker und avanciert zum echten Krieger. Ob per Schwert, Axt, Hammer oder auch per Magie. Das ist jedem selbst überlassen.
:: Grafik – Sound – Steuerung ::
Installiert man das Spiel auf heutigen Rechnern (AMD Athlon 2000+ oder P4 2 Ghz mit 512 MB RAM) dürfte man ohne Probleme mit vollen Details spielen können. Die Grafikkarte ist mehr oder weniger egal. Sie sollte lediglich DirectX 7-fähig sein, da die Grafik darauf basiert und schon recht veraltet ist. Die Texturen sind arg verwaschen und bei niedrigen Auflösungen ist alles recht pixelig. Auch die Bäume sehen nicht sehr real aus. Naja, die Grafik ist veraltet, aber was soll man jetzt über ein vier Jahre altes Spiel in Sachen Grafik meckern?
Der Sound ist bis heut noch ein Genuss. Allein die von „Kai Rosenkranz“ komponierten Musikstücke mit Mittelalter-Flair sind sehr gelungen und stimmig. Für eine kleine musikalische Überraschung im Spiel sorgt die Mittelalter-Band „In Extremo“! Die restlichen Geräusche sind neben der genialen, kompletten deutschen Sprachausgabe auch sehr gut fürs Ohr! Besonders das Schreien und Grunzen der Monster ist schön.
Die Steuerung ist hier schon am Rande der Verzweiflung angesiedelt. Man braucht als absoluter Neuling schon ein paar Minuten der Eingewöhnung. Man steuert den Protagonisten mit der Maus nach links und rechts. Gleichzeitig kann man mit der Maus nach oben und unten schauen. Gelaufen wird mit der „W-A-S-D-Kombination“. Um Aktionen auszuführen wie zum Beispiel Schlösser öffnen oder Personen ansprechen Klickt man es an (nun ist es fokussiert) und drückt „W“. Schon wird die Aktion ausgeführt. Beim Kämpfen sieht das ähnlich nur leider viel hektischer aus. Man bewegt sich so weit an den Gegner heran bis dieser mit seinem Namen aufleuchtet und klickt mit der linken Maustaste um ihn zu fixieren und in den Fokus zu nehmen. Nun kann man mit Kombinationen, z.B. von Schlägen beginnen. Lässt man die Maustaste los, so verliert man auch den Gegner aus den Augen und muss sich so bewegen, dass man ihn wieder per Maus fokussieren kann. Eigentlich nicht schwierig, aber für echte Newbies eine Herausforderung.
Entwickelt wurde das Spiel von einer deutschen Spiele-Schmiede namens „Piranha Bytes“.
:: Fazit/Preis ::
Für mich ist die Gothic-Serie eine der genialsten Spiele mit deutschen Sprechern in der kompletten Sprachausgabe und viel Humor die ich jemals gespielt habe! Absoluter Kultstatus und Suchtgefahr! Wer auf das Hochzüchten von Charakteren steht, hat mit seinem namenlosen Held sicher viel Spaß! Die Story ist filmreif, erinnert jedoch ein wenig an „Herr der Ringe“ (muss an den Orks liegen). Der Preis ist nicht der Rede wert. Allein gibt es „Gothic“ für 10 Euro in der Spiele-Pyramide. Mein Tipp ist für alle die es sich zulegen wollen, die Edition mit „Gothic“, „Gothic II“ und das AddOn „Die Nacht des Raben“! Alle drei zusammen für knapp 30 Euro. Was will man mehr?
:: Systemvoraussetzungen ::
Pentium II 400 Mhz
128 MB RAM
3D Grafikkarte mit 16 MB Speicher
Windows 98/2000
Tastatur
4x CD-ROM
700 MB freier Festplattenspeicher
DirectX 7 oder höher
DirectX kompatible Soundkarte
Für weiter Infos:
http://www.worldofgothic.de/gothic/
http://www.piranha-bytes.com/
:: Das Spiel beginnt ::
Dieser neue Sträfling und zugleich Protagonist des Fantasy-Rollenspielepos seid ihr! Name: unbekannt. Ihr seht euch um, doch bevor ihr begreift was eigentlich hier vor sich geht kommt euch eine Faust entgegen. „BUMM“, die saß! Ihr fallt zurück dahin wo ihr herkamt, in den Dreck. Einige Momente und Schmerzen später erwacht ihr aus euerm künstlichen Koma und steht einem „Schatten“ gegenüber. Sein Name ist Diego und seine Aufgabe ist es Grünschnäbeln, wie es der Spieler zu Beginn wahrlich ist, zur Seite zu stehen und sie zu unterstützen bis sie Fuß gefasst haben. „Der Typ der dir eine verpasst hat heißt „Bloodwyn“ und ist ein Gardist aus dem alten Lager. Er ist ein sehr guter Kämpfer! Leg dich bloß nicht mit ihm an!“ – sagte Diego und schmunzelt ein wenig. „Das macht Bloddwyn immer so mit den Neuen. Er nennt es ‚Die Taufe’…“ - Ein toller Start also als Taugenichts. Diego gibt noch weitere nützliche Infos und zieht dann auch Leine. Er empfahl euch noch zuerst ins „Alte Lager“ zu kommen. Da sei es zu Beginn am sichersten für Newbies. Also los…
Am Haupttor des „Alten Lagers“, eine Art Burgfestung mit inneren und äußeren Außenring, macht unser Held Bekanntschaft mit zwei Torwachen. Sagt man, dass man zu Diego möchte und die Erlaubnis hat das Lager zu betreten, wird man herein gelassen. Hat man die große Fresse, liegt man mit der selbigen wieder im Schmutz…
:: Die Story – Gilden ::
Die Hauptgeschichte dreht sich um die Barriere und um den Schläfer. Damals haben fünf Magier des Wassers, angeordnet im Pentagramm, die Barriere mittels fünf Foki erstellt. Nur leider war die magische Kraft zu groß und die Barriere wurde auch größer. So groß, das die „blaue Käseglocke“ auch die braven Magier mit einsperrte. Rein in die Barriere kommt jeder, aber wer raus will muss sterben. So sind die Regeln in Gothic. Nun werkeln die Erbauer dieser Barriere an einem Ausbruchsplan. Genau wie unser Held.
Die Außenwelt und damit auch der König des Landes namens „Robhar“ führt nun schon ein ganzes Weilchen Krieg gegen die Orks und benötigt das blaue Erz, leider nur zu finden in den Minen der Barriere, um daraus mächtige und unzerstörbare Waffen zu fertigen. Da nun leider etwas schief ging und die Barriere etwas größer ausgefallen ist als erwartet, bot der König dem Boss des Alten Lagers ein Geschäft an. Der König beliefert das Alte Lager regelmäßig mit Nahrungsmitteln und Frauen und erhält als Gegenleistung das geförderte Erz.
Alle hielten es natürlich nicht im Alten Lager aus und somit splitterte die Gesellschaft in insgesamt drei Lager auf. Das Alte Lager, das Neue Lager und die Sumpfbruderschaft. Das Alte Lager ließ es sich aufgrund des Abkommens mit dem König gut gehen und hätte ewig so weiter machen können. Ein Luxusknast quasi. Die Gilden des Alten Lagers waren wie folgt aufgebaut: Der Neuling beweist sich bei Diego und legt die Prüfung des Vertrauens ab. Danach ist es ihm möglich Schatten zu werden. Später wird man Gardist und leckt dem Boss des Lagers „Gomez“ noch feiner den Popo. Die anderen beiden Lager aber verfolgten strickte Ausbruchspläne.
Das neue Lager bestand aus Banditen, die den ganzen Tag faul in der Sonne lagen, rauchten und ab und zu einen Konvoi des Königs zum Alten Lager plünderten. Die Söldner waren da schon etwas tüchtiger. Sie hatten die Aufgabe die verbliebenen Wassermagier zu beschützen. Diese waren ja eigentlich zu Unrecht in dieser Barriere gelandet und tüftelten an einem genialen Ausbruchsplan. Das neue Lager hatte eine eigene Mine zur Erzförderung, die „Neue Mine“. Das Alte Lager hatte auch seine eigene, logischerweise „Alte Mine“ genannt. Beide Minen wird unser namenloser Held noch ausführlich kennen lernen.
Das dritte und letzte Lager bestand mehr oder weniger aus den so genannten „Sektenspinnern“. Sie bestanden aus den Novizen, den Templern und den Gurus. Ein Novize war für die üblichen Arbeiten im Lager zuständig. Die Templer haben sich ganz und gar dem Zweihandkampf mir langen Schwertern hingegeben und sind für die Verteidigung der Novizen und Gurus zuständig. Die Gurus letzten Endes waren die geistlichen der Gemeinschaft. Sie glaubten an die Erlösung durch den „Schläfer“, ein Wesen welches angeblich über die Barriere wacht und nur durch den Konsum von Sumpfkraut zu erreichen war. Da wären wir auch beim besonderen der Sumpfbruderschaft. Sie züchteten im Sumpf ihre eigene Droge namens Sumpfkraut und rauchten sich den ganzen lieben Tag die Birne zu.
:: Das Spielprinzip ::
Man spielt also einen namenlosen Held mit Null Fähigkeiten in einer Art mittelalterlichen Welt mit Gebäuden gotischen Baustils, daher wahrscheinlich auch der Name des Spiels. Hauptziel im Spiel Gothic ist es, neben der Hauptstory, das „aufpeppeln“ seines Charakters. Attribute wie Stärke, Geschicklichkeit, Mana (magische Fähigkeiten) und Lebensenergie spielen die Hauptrolle im Aufbau des Charakters. Nebenbei lernt man die Fähigkeiten Bogen- und Armbrustschießen, Einhand- und Zweihandkampf, Schlösser knacken, Taschendiebstahl, Schleichen, Akrobatik und die verschiedenen Kreise der Magie. Zu Beginn schwingt der Held eine eben gefundene Spitzhacke noch wie die Schaufel von Opa Horst beim Umgraben der Blumenbeete von Oma Gritta. Zum Glück sind die Gegner genauso übel im Kampf und relativ leicht zu bezwingen. Für jedes erlegte Tierchen oder Menschlein erhält man Erfahrungspunkte die man in die oben genannten Attribute stecken sollte um seinen Helden zu verbessern. Dieser kann von Beginn an Springen, Klettern, Rennen, Laufen und dumme Sprüche klopfen. Was durch letzteres, gerade zu Anfang, passieren kann zeigt die Situation mit den Torwachen vorm „Alten Lager“… :)
Neben dem Verbessern der Attribute spielt die Kommunikation mit anderen Mitgliedern das „Barrieren-Clubs“ eine entscheidende Rolle. Von vielen kann man gegen einen kleinen Unkostenbeitrag wie ein Bier oder ein paar Erzbrocken (das ist das Zahlungsmittel) eine Menge lernen. Zu Beginn trifft man beispielsweise zwei Jäger die einem erzählen können wie man als Anfänger gegen ein paar Viecher ankommt. Im weitern Spielverlauf findet man immer mehr Lehrer die eigentlich jedes Attribut gegen Erfahrungspunkte erhöhen. Wie man es halt von einem Rollenspiel gewohnt ist. Nur würde ich ‚Gothic’ nicht als reines Rollenspiel bezeichnen. Eher eine gesunde Mischung aus Rollenspiel und Action-Adventure. Allein die Story ist filmreif und macht regelrecht süchtig! Unser namenloser Held gerät im Laufe des Spiels in einen Haufen Unfug, auch Nebenquests genannt. Durch lösen bestimmter Aufgaben für viele andere Charaktere erhält man ebenfalls Erfahrungspunkte und Erz.
Unser Spielheld kann in jede der oben genannten Rollen schlüpfen und sich dem jeweiligen Lager dadurch anschließen. Um die Gunst der jeweiligen Lager zu erlangen sind vielerlei Dienste für die Gemeinschaften zu tätigen. Hat man diese erste Hürde im Spiel erst einmal genommen, so kommt man dann auch endlich in den Genuss der jeweiligen Ausbruchspläne und profiliert sich weiter. Der Held wir mit der Zeit immer stärker und avanciert zum echten Krieger. Ob per Schwert, Axt, Hammer oder auch per Magie. Das ist jedem selbst überlassen.
:: Grafik – Sound – Steuerung ::
Installiert man das Spiel auf heutigen Rechnern (AMD Athlon 2000+ oder P4 2 Ghz mit 512 MB RAM) dürfte man ohne Probleme mit vollen Details spielen können. Die Grafikkarte ist mehr oder weniger egal. Sie sollte lediglich DirectX 7-fähig sein, da die Grafik darauf basiert und schon recht veraltet ist. Die Texturen sind arg verwaschen und bei niedrigen Auflösungen ist alles recht pixelig. Auch die Bäume sehen nicht sehr real aus. Naja, die Grafik ist veraltet, aber was soll man jetzt über ein vier Jahre altes Spiel in Sachen Grafik meckern?
Der Sound ist bis heut noch ein Genuss. Allein die von „Kai Rosenkranz“ komponierten Musikstücke mit Mittelalter-Flair sind sehr gelungen und stimmig. Für eine kleine musikalische Überraschung im Spiel sorgt die Mittelalter-Band „In Extremo“! Die restlichen Geräusche sind neben der genialen, kompletten deutschen Sprachausgabe auch sehr gut fürs Ohr! Besonders das Schreien und Grunzen der Monster ist schön.
Die Steuerung ist hier schon am Rande der Verzweiflung angesiedelt. Man braucht als absoluter Neuling schon ein paar Minuten der Eingewöhnung. Man steuert den Protagonisten mit der Maus nach links und rechts. Gleichzeitig kann man mit der Maus nach oben und unten schauen. Gelaufen wird mit der „W-A-S-D-Kombination“. Um Aktionen auszuführen wie zum Beispiel Schlösser öffnen oder Personen ansprechen Klickt man es an (nun ist es fokussiert) und drückt „W“. Schon wird die Aktion ausgeführt. Beim Kämpfen sieht das ähnlich nur leider viel hektischer aus. Man bewegt sich so weit an den Gegner heran bis dieser mit seinem Namen aufleuchtet und klickt mit der linken Maustaste um ihn zu fixieren und in den Fokus zu nehmen. Nun kann man mit Kombinationen, z.B. von Schlägen beginnen. Lässt man die Maustaste los, so verliert man auch den Gegner aus den Augen und muss sich so bewegen, dass man ihn wieder per Maus fokussieren kann. Eigentlich nicht schwierig, aber für echte Newbies eine Herausforderung.
Entwickelt wurde das Spiel von einer deutschen Spiele-Schmiede namens „Piranha Bytes“.
:: Fazit/Preis ::
Für mich ist die Gothic-Serie eine der genialsten Spiele mit deutschen Sprechern in der kompletten Sprachausgabe und viel Humor die ich jemals gespielt habe! Absoluter Kultstatus und Suchtgefahr! Wer auf das Hochzüchten von Charakteren steht, hat mit seinem namenlosen Held sicher viel Spaß! Die Story ist filmreif, erinnert jedoch ein wenig an „Herr der Ringe“ (muss an den Orks liegen). Der Preis ist nicht der Rede wert. Allein gibt es „Gothic“ für 10 Euro in der Spiele-Pyramide. Mein Tipp ist für alle die es sich zulegen wollen, die Edition mit „Gothic“, „Gothic II“ und das AddOn „Die Nacht des Raben“! Alle drei zusammen für knapp 30 Euro. Was will man mehr?
:: Systemvoraussetzungen ::
Pentium II 400 Mhz
128 MB RAM
3D Grafikkarte mit 16 MB Speicher
Windows 98/2000
Tastatur
4x CD-ROM
700 MB freier Festplattenspeicher
DirectX 7 oder höher
DirectX kompatible Soundkarte
Für weiter Infos:
http://www.worldofgothic.de/gothic/
http://www.piranha-bytes.com/
Bewerten / Kommentar schreiben