Gothika (DVD) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 10/2004
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Erfahrungsbericht von Realjackass
NOT ALONE
Pro:
Halle Berry, atmosphärische Optik, Film wird nicht langweilig
Kontra:
Absolut nichts Neues, Auflösung wird schnell klar, dadurch nur bedingt spannend
Empfehlung:
Ja
Gestern war wiedermal einer dieser langweiligen Freitagabende, an denen einem die TV-Sender ein vielfältiges Programm vorgaukeln, wobei allerdings nur der letzte Scheiß gesendet wird. Bis 1.00 Uhr, wo auf Pro Sieben "Das Experiment" ausgestrahlt werden sollte, war es auch noch eine ganze Zeit hin, also beschloss ich, mich bis dahin irgendwie zu beschäftigen. Glücklicherweise drängte sich mir genau im richtigen Moment der Film "Gothika" in Erinnerung, den ich mir vor einigen Tagen von Fantasyexpertin und ciao-Autorin Regan ausgeliehen habe. Ohne zu zögern habe ich den Streifen eingelegt und war gespannt, was mich wohl erwarten würde.
++++++++
+STORY+
++++++++
Dr. Miranda Grey (Halle Berry) ist eine angesehene Psychologin, die in einer Hochsicherheitsklinik für geisteskranke Straftäterinnen arbeitet. Ihr aktueller Fall ist die undurchsichtige Chloe Sava (Penélope Cruz), die immer wieder behauptet, von dem Teufel in ihrer Zelle aufgesucht und vergewaltigt zu werden. Obwohl ihr Chloe die Warnung, sie sie die Nächste, mit auf den Weg gibt, denkt Miranda nicht lange darüber nach, da sie Chloe schlichtweg für verrückt hält. Als sie noch in der selben Nacht nach Hause fährt, erschwert ein enormer Platzregen die Autofahrt enorm, zudem ist die Hauptstrecke aufgrund Überschwemmungen gespert. Die Polizei rät Miranda, eine Alternativstrecke über eine kleine Brücke zu befahren, was sie auch notgedrungen tut. Dabei geschieht allerdings etwas Seltsames, denn als Miranda die Brücke überquert, steht plötzlich ein totenblaßes, verstört wirkendes Mädchen vor ihrem Wagen und zwingt Miranda das Steuer blitzartig herumzureißen. Sie fährt in einen Graben und verfällt kurz darauf einer Ohnmacht.
Als Miranda wieder zu sich kommt, befindet sie sich in der Klinik, ist allerdings in eine Zelle eingesperrt. Ihr Kollege Dr. Pete Graham (Robert Downey Jr.) erzählt ihr etwas, das Miranda weder erklären, noch verstehen kann. Sie wurde vor drei Tagen eingeliefert, nachdem sie angeblich ihren Mann, den Klinikleiter Dr. Douglas Grey (Charles S. Dutton) mt einer Axt grausam hingerichtet haben soll. Miranda wurde am Tatort aufgefunden und es bestehen anscheinend keine Zweifel an ihrer Schuld. Sie allerdings kann sich an rein garnichts erinnern, was nach der Begegnung mit dem Mädchen geschehen ist und bestreitet den Mord natürlich, nicht zuletzt da sie ihren Mann von Herzen geliebt hat. Natürlich glaubt ihr niemand. Nun ist Miranda für ihre ehemalige Kollegen eine von den Verrückten, die sie einst selbst behandelte. Als ob das nicht genügen würde, wird sie fortan von dem Geist des Mädchens, das sie auf der Straße sah, terrorisiert und beschließt, das Geheimnis der Mordnacht auf eigene Faust zu lüften...
++++++++++++++++
+DATEN ZUM FILM+
++++++++++++++++
Originaltitel: Gothika
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2003
Laufzeit: ca. 93 Min.
Freigabe: FSK 16
Regie: Mathieu Kassovitz
Buch: Sebastian Gutierrez
Produzent: L. Levin, Susan Downey, Susan Levin, Joel Silver, Robert Zemeckis
Kamera: Matthew Libatique
Schnitt: Yannick Kergoat
Originalmusik: John Ottman
Casting: Marci Liroff
Darsteller:
Halle Berry.....Miranda Grey
Robert Downey Jr......Pete Graham
Charles S. Dutton.....Dr. Douglas Grey
John Carroll Lynch.....Sheriff Ryan
Bernard Hill.....Phil Parsons
Penélope Cruz.....Chloe Sava
Dorian Harewood.....Teddy Howard
Kathleen Mackey.....Rachel Parsons
uvm.
+++++++++++++++++++++++
+BEZUGSMÖGLICHKEITEN+
+++++++++++++++++++++++
Auch wenn ich den Film selbst als eher durchschnittlich bezeichnen würde, kann sich die Deutsche DVD von Columbia TriStar Home Entertainment sehen lassen. Bild und Ton befinden ich auf aktueller Top-Qualität und in der Bonussektion finden sich gut 80 Minuten an Extras, wie etwa das Musikvideo zu Limp Bizkit's "Behind Blue Eyes", Filmdokumentationen, Trailer uvm.
+++++++
+KRITIK+
+++++++
Bei "Gothika" handelt es sich um eine Produktion von Dark Castle Entertainment, was wiederum eine von Robert Zemeckis, Joel Silver und Gilbert Adler gegründete Abteilung von Warner Bros. ist. Dark Castle Entertainment beschäftigt sich schon seit 1999 mit der Inszenierung von Horrorfilmen, meist sind dies Remakes von alten Gruselstreifen aus den 50ern. "Haunted Hill", "Ghost Ship", "House of Wax" und "13 Geister" waren allesamt Neuverfilmungen alter Klassiker, doch mit "Gothika" wagten sich die Verantwortlichen von Dark Castle Entertainment an einen neuen Stoff und landeten damit ihren bislang größten Erfolg. Etwas verwunderlich ist dies allerdings schon wie ich finde, da wir es hier keinesfalls mit einem überragenden Genrefilm zu tun haben. Mit etwas Boshaftigkeit könnte sogar von einem beliebigen Plagiat der Geisterwelle gesprochen werden, die uns Filme wie "The Ring" oder "The Grudge" bescherte, doch das würde "Gothika" auch nicht gerecht werden.
Obwohl die Drehbuchschreiber hiermit sicher keine Lorbeeren ernteten, muss man Regisseur Mathieu Kassovitz zugestehen, dass er aus der Vorlage noch das Beste herausholte. Der Franzose lieferte hiermit sein US-Debut ab und konnte drei Jahre zuvor mit "Die purpurnen Flüsse" für einen internationalen Durchbruch sorgen. Mit "Gothika" hat der Gute nun bewiesen, dass er auch kommerziellen US-Mainstream drehen kann und somit dürfte ihm eine erfolgsversprechende Karriere gesichert sein. Um aber auf das Wesentliche zu kommen: Auf den ersten Blick betrachtet ist "Gothika" ein Film von vielen und schwimmt, wie erwähnt, im Fahrwasser von "The Ring". Nachdem dieser Film erschienen ist, wurde die Thematik eines unruhigen Geistes, der aus dem Jenseits heraus Rache nimmt, sogleich mehrfach bearbeitet. Sowohl im Ursprungsland Japan, allerdings auch verstärkt in Hollywood griffen viele Regisseure das Thema auf und sorgten somit dafür, dass es heute schon wieder ausgelutscht ist.
"Gothika" schafft es dabei, sich von all den ähnlichen Werken in einem gesunden Mittelfeld zu etablieren. Das Problem hierbei ist, dass die Story absolut vorhersehbar ist und sich wahre Horrorfreaks die Lösung schon nach 30 Minuten denken können. Das beeinträchtigt die Spannung natürlich nachhaltig und das Ganze erscheint nur noch wie ein einziges großes Abspielen von bekannten Versatzstücken und Klischees in aufgemotzter Hollywood-Optik. Gerade die ist es allerdings, die mir an "Gothika" gefallen hat. Die Anstalt erscheint als ein unwirkliches, düsteres Irrenhaus im Stile des Arkham Asylums. Viele dunkle, lange Gänge und trostlose, beengende Zellen sorgen für eine gelungene Atmosphäre. Desweiteren gefallen hat mir der verwendete Blaufilter, der den ganzen Film in ein kaltes, bläuliches Licht taucht.
Problematischerweise ist bis auf Miranda kein Charakter wirklich herausgearbeitet. Selbst Chloe, die einen wesentlichen Teil zum Auflösen des Rätsels beiträgt, verkommt zur bloßen Nebenfigur, über die man gerade mal die wichtigsten Fakten geliefert bekommt. Das gilt leider für alle Figuren. Halle Berry steht absolut im Vordergrund und liefert eine gute Show ab, auch wenn ich mir dennoch gewünscht hätte, dass den Nebenfiguren etwas mehr Aufmerksamkeit zukommt. An Berry's schauspielerischem Talent indess gibt es nichts auszusetzen. Sie spielt die Angst und die Unsicherheit der ehemaligen Psychologin, die unfreiwillig die Seiten gewechselt hat, überzeugend und glaubwürdig. Die Akteurin präsentiert sich von einer verführerischen Seite und macht klar, dass sie für die Rolle der Miranda Grey die Optimalbesetzung war.
Leider kommt ebenfalls bekannten Schauspielern wie Robert Downey Jr. oder Penélope Cruz hingegen nicht die Screentime zu, die sie verdient hätten.
"Gothika" ist mehr für ein Gelegenheits-Horrorpublikum als für erfahrene Zuschauer auf dem Gebiet geeignet. Das liegt vor allem daran, dass eigene Ideen im Film rar gesät sind und Mathieu Kassovitz sein Werk mit allerlei bekannten Stützpfeilern kräftigt. Die Schockeffekte etwa sind längst nichts besonderes mehr und können einen auch nicht mehr umhauen, ein wahres Gänsehautszenario sucht man vergebens. Warum Dr. Douglas Grey brutal ermordet wurde, ist schnell kein Geheimnis mehr und sobald man dies weiß, ist "Gothika" einfach nur noch inhaltslose Popcorn-Unterhaltung, aber kein wirklicher Schocker mehr. Dank der teueren und effektreichen Hollywood-Inszenierung und der netten Optik kommt keine Langeweile auf, aber einen wirklichen Horrorthriller habe ich vergeblich gesucht.
++++++
+FAZIT+
++++++
"Gothika" ist weiß Gott kein schlechter Film, allerdings auch weit davon entfernt, dem Horrorgenre etwas Neues hinzufügen zu können. In schnell vorübergehenden 90 Minuten wird eine althergebrachte Geistergeschichte erzählt, die aber hier dank der atmosphärischen Optik und der Tatsache, dass eine Psychologin plötzlich selbst als psychisch gestörte Straftäterin behandelt wird, durchaus interessant ist. Solange man kein Highlight, sondern einfach gute, dann und wann mal etwas gruselige Unterhaltung sucht, ist man mit "Gothika" gut bedient.
Von mir gibt es 5 von 10 Punkten und eine Empfehlung.
Mfg
Realjackass
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+STORY+
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Dr. Miranda Grey (Halle Berry) ist eine angesehene Psychologin, die in einer Hochsicherheitsklinik für geisteskranke Straftäterinnen arbeitet. Ihr aktueller Fall ist die undurchsichtige Chloe Sava (Penélope Cruz), die immer wieder behauptet, von dem Teufel in ihrer Zelle aufgesucht und vergewaltigt zu werden. Obwohl ihr Chloe die Warnung, sie sie die Nächste, mit auf den Weg gibt, denkt Miranda nicht lange darüber nach, da sie Chloe schlichtweg für verrückt hält. Als sie noch in der selben Nacht nach Hause fährt, erschwert ein enormer Platzregen die Autofahrt enorm, zudem ist die Hauptstrecke aufgrund Überschwemmungen gespert. Die Polizei rät Miranda, eine Alternativstrecke über eine kleine Brücke zu befahren, was sie auch notgedrungen tut. Dabei geschieht allerdings etwas Seltsames, denn als Miranda die Brücke überquert, steht plötzlich ein totenblaßes, verstört wirkendes Mädchen vor ihrem Wagen und zwingt Miranda das Steuer blitzartig herumzureißen. Sie fährt in einen Graben und verfällt kurz darauf einer Ohnmacht.
Als Miranda wieder zu sich kommt, befindet sie sich in der Klinik, ist allerdings in eine Zelle eingesperrt. Ihr Kollege Dr. Pete Graham (Robert Downey Jr.) erzählt ihr etwas, das Miranda weder erklären, noch verstehen kann. Sie wurde vor drei Tagen eingeliefert, nachdem sie angeblich ihren Mann, den Klinikleiter Dr. Douglas Grey (Charles S. Dutton) mt einer Axt grausam hingerichtet haben soll. Miranda wurde am Tatort aufgefunden und es bestehen anscheinend keine Zweifel an ihrer Schuld. Sie allerdings kann sich an rein garnichts erinnern, was nach der Begegnung mit dem Mädchen geschehen ist und bestreitet den Mord natürlich, nicht zuletzt da sie ihren Mann von Herzen geliebt hat. Natürlich glaubt ihr niemand. Nun ist Miranda für ihre ehemalige Kollegen eine von den Verrückten, die sie einst selbst behandelte. Als ob das nicht genügen würde, wird sie fortan von dem Geist des Mädchens, das sie auf der Straße sah, terrorisiert und beschließt, das Geheimnis der Mordnacht auf eigene Faust zu lüften...
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+DATEN ZUM FILM+
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Originaltitel: Gothika
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2003
Laufzeit: ca. 93 Min.
Freigabe: FSK 16
Regie: Mathieu Kassovitz
Buch: Sebastian Gutierrez
Produzent: L. Levin, Susan Downey, Susan Levin, Joel Silver, Robert Zemeckis
Kamera: Matthew Libatique
Schnitt: Yannick Kergoat
Originalmusik: John Ottman
Casting: Marci Liroff
Darsteller:
Halle Berry.....Miranda Grey
Robert Downey Jr......Pete Graham
Charles S. Dutton.....Dr. Douglas Grey
John Carroll Lynch.....Sheriff Ryan
Bernard Hill.....Phil Parsons
Penélope Cruz.....Chloe Sava
Dorian Harewood.....Teddy Howard
Kathleen Mackey.....Rachel Parsons
uvm.
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Auch wenn ich den Film selbst als eher durchschnittlich bezeichnen würde, kann sich die Deutsche DVD von Columbia TriStar Home Entertainment sehen lassen. Bild und Ton befinden ich auf aktueller Top-Qualität und in der Bonussektion finden sich gut 80 Minuten an Extras, wie etwa das Musikvideo zu Limp Bizkit's "Behind Blue Eyes", Filmdokumentationen, Trailer uvm.
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Bei "Gothika" handelt es sich um eine Produktion von Dark Castle Entertainment, was wiederum eine von Robert Zemeckis, Joel Silver und Gilbert Adler gegründete Abteilung von Warner Bros. ist. Dark Castle Entertainment beschäftigt sich schon seit 1999 mit der Inszenierung von Horrorfilmen, meist sind dies Remakes von alten Gruselstreifen aus den 50ern. "Haunted Hill", "Ghost Ship", "House of Wax" und "13 Geister" waren allesamt Neuverfilmungen alter Klassiker, doch mit "Gothika" wagten sich die Verantwortlichen von Dark Castle Entertainment an einen neuen Stoff und landeten damit ihren bislang größten Erfolg. Etwas verwunderlich ist dies allerdings schon wie ich finde, da wir es hier keinesfalls mit einem überragenden Genrefilm zu tun haben. Mit etwas Boshaftigkeit könnte sogar von einem beliebigen Plagiat der Geisterwelle gesprochen werden, die uns Filme wie "The Ring" oder "The Grudge" bescherte, doch das würde "Gothika" auch nicht gerecht werden.
Obwohl die Drehbuchschreiber hiermit sicher keine Lorbeeren ernteten, muss man Regisseur Mathieu Kassovitz zugestehen, dass er aus der Vorlage noch das Beste herausholte. Der Franzose lieferte hiermit sein US-Debut ab und konnte drei Jahre zuvor mit "Die purpurnen Flüsse" für einen internationalen Durchbruch sorgen. Mit "Gothika" hat der Gute nun bewiesen, dass er auch kommerziellen US-Mainstream drehen kann und somit dürfte ihm eine erfolgsversprechende Karriere gesichert sein. Um aber auf das Wesentliche zu kommen: Auf den ersten Blick betrachtet ist "Gothika" ein Film von vielen und schwimmt, wie erwähnt, im Fahrwasser von "The Ring". Nachdem dieser Film erschienen ist, wurde die Thematik eines unruhigen Geistes, der aus dem Jenseits heraus Rache nimmt, sogleich mehrfach bearbeitet. Sowohl im Ursprungsland Japan, allerdings auch verstärkt in Hollywood griffen viele Regisseure das Thema auf und sorgten somit dafür, dass es heute schon wieder ausgelutscht ist.
"Gothika" schafft es dabei, sich von all den ähnlichen Werken in einem gesunden Mittelfeld zu etablieren. Das Problem hierbei ist, dass die Story absolut vorhersehbar ist und sich wahre Horrorfreaks die Lösung schon nach 30 Minuten denken können. Das beeinträchtigt die Spannung natürlich nachhaltig und das Ganze erscheint nur noch wie ein einziges großes Abspielen von bekannten Versatzstücken und Klischees in aufgemotzter Hollywood-Optik. Gerade die ist es allerdings, die mir an "Gothika" gefallen hat. Die Anstalt erscheint als ein unwirkliches, düsteres Irrenhaus im Stile des Arkham Asylums. Viele dunkle, lange Gänge und trostlose, beengende Zellen sorgen für eine gelungene Atmosphäre. Desweiteren gefallen hat mir der verwendete Blaufilter, der den ganzen Film in ein kaltes, bläuliches Licht taucht.
Problematischerweise ist bis auf Miranda kein Charakter wirklich herausgearbeitet. Selbst Chloe, die einen wesentlichen Teil zum Auflösen des Rätsels beiträgt, verkommt zur bloßen Nebenfigur, über die man gerade mal die wichtigsten Fakten geliefert bekommt. Das gilt leider für alle Figuren. Halle Berry steht absolut im Vordergrund und liefert eine gute Show ab, auch wenn ich mir dennoch gewünscht hätte, dass den Nebenfiguren etwas mehr Aufmerksamkeit zukommt. An Berry's schauspielerischem Talent indess gibt es nichts auszusetzen. Sie spielt die Angst und die Unsicherheit der ehemaligen Psychologin, die unfreiwillig die Seiten gewechselt hat, überzeugend und glaubwürdig. Die Akteurin präsentiert sich von einer verführerischen Seite und macht klar, dass sie für die Rolle der Miranda Grey die Optimalbesetzung war.
Leider kommt ebenfalls bekannten Schauspielern wie Robert Downey Jr. oder Penélope Cruz hingegen nicht die Screentime zu, die sie verdient hätten.
"Gothika" ist mehr für ein Gelegenheits-Horrorpublikum als für erfahrene Zuschauer auf dem Gebiet geeignet. Das liegt vor allem daran, dass eigene Ideen im Film rar gesät sind und Mathieu Kassovitz sein Werk mit allerlei bekannten Stützpfeilern kräftigt. Die Schockeffekte etwa sind längst nichts besonderes mehr und können einen auch nicht mehr umhauen, ein wahres Gänsehautszenario sucht man vergebens. Warum Dr. Douglas Grey brutal ermordet wurde, ist schnell kein Geheimnis mehr und sobald man dies weiß, ist "Gothika" einfach nur noch inhaltslose Popcorn-Unterhaltung, aber kein wirklicher Schocker mehr. Dank der teueren und effektreichen Hollywood-Inszenierung und der netten Optik kommt keine Langeweile auf, aber einen wirklichen Horrorthriller habe ich vergeblich gesucht.
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"Gothika" ist weiß Gott kein schlechter Film, allerdings auch weit davon entfernt, dem Horrorgenre etwas Neues hinzufügen zu können. In schnell vorübergehenden 90 Minuten wird eine althergebrachte Geistergeschichte erzählt, die aber hier dank der atmosphärischen Optik und der Tatsache, dass eine Psychologin plötzlich selbst als psychisch gestörte Straftäterin behandelt wird, durchaus interessant ist. Solange man kein Highlight, sondern einfach gute, dann und wann mal etwas gruselige Unterhaltung sucht, ist man mit "Gothika" gut bedient.
Von mir gibt es 5 von 10 Punkten und eine Empfehlung.
Mfg
Realjackass
19 Bewertungen, 5 Kommentare
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14.11.2007, 22:50 Uhr von morak90
Bewertung: sehr hilfreichganz klar sehr hilfreich, schau doch mal bei mir vorbei LG morak90
-
27.08.2006, 11:42 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichSH von mir! Liebe Grüße, sb
-
27.08.2006, 00:31 Uhr von Django006
Bewertung: sehr hilfreichsh & *lg* Alan :>))))
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26.08.2006, 19:29 Uhr von B_Engal
Bewertung: sehr hilfreichSH von mir. Interessanter und Gelungender Bericht!!! MfG B_Engal
-
26.08.2006, 19:28 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichsh :o)
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