Flug der Störche (Taschenbuch) / Jean-Christophe Grange Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 06/2004
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Erfahrungsbericht von nikosternchen
Störche, Herzen und Diamanten
Pro:
spannender Aufbau, gute, aussergewöhnliche Story
Kontra:
fast nichts
Empfehlung:
Ja
Manchmal lohnt es sich doch etwas tiefer in mein Bücherregal reinzuschauen und auch ältere Titel hervor kramen, denn da fand ich zum Beispiel das Buch „ Flug der Störche“ von Jean-Christpohe Grangé, der wohl mehr bekannt geworden ist durch die Verfilmung seines 2. Romans „Die purpurnen Flüsse“ mit Jean Reno.
FLUG DER STÖRCHE
Alles beginnt ganz harmlos. Louis Antioche ist ein in Paris lebender Akademiker der den Großteil seines 32jährigen Lebens damit verbracht hat zu studieren und sich hinter Büchern zu verstecken. Nun ist ihm das langweilig geworden und so kommt ihn das Angebot des Schweizer Ornithologen Max Böhm ganz recht. Dieser beobachtet nämlich mit Leidenschaft die Flugrouten der Störche und erwartet natürlich jedes Frühjahr seine beringten und katalogisierten gefiederten Freunde in seiner Station zurück. Aber in diesem Jahr kamen nicht alle wieder zu Hause an. Und so will Max Böhm Louis auf die Route der Störche schicken, damit dieser herausfindet an welcher Stelle es Probleme gibt.
Soweit so gut, und bislang ja auch ganz harmlos. Kompliziert wird es bereits als Louis seine Reise im August antreten will, denn da wird Max Böhm tot in einem der Störchennester gefunden, Todesursache Herzinfarkt.
Der unterforderte Louis kann es nicht lassen und stöbert nach dem ominösen Tod des Wissenschaftlers in dessen Haus herum und findet einige sehr merkwürdige Dinge. Zum einen die Details zu seiner akribisch durchorganisierten Reise, das heißt: Hotel- Voucher, Bargeld, Tickets etc, zum anderen aber auch Röntgenbilder von einem transplantierten Herzen, und Fotos mit verstümmelten Kinderleichen.
Louis macht sich trotz des Todes seines Auftraggebers auf den Weg um den Verbleib der Störche zu erforschen, und ahnt noch nicht auf welche bestialisch grausige Blutspur er sich da begibt.
So harmlos wie der Thriller beginnt, so schnell kommt er dann auch in Fahrt. Die Reise führt durch Bulgarien, die Türkei, Israel bis hin nach Zentralafrika um am Ende in Kalkutta ihr fulminantes Showdown zu finden. So treffen wir während Louis Forschungen auf diverse verschiedene Personen die es heißt miteinander zu verknüpfen um des Rätsels Spur zu behalten. Bezüglich dessen sollte der Leser sich schon ein wenig konzentrieren um alles genau verfolgen zu können. Durch die vielen verschiedenen Länder, die vielen Umgebungen schweift der Autor gerne in seitenlangen Umgebungs- und Landschaftsbeschreibungen ab, was insgesamt sehr zur Atmosphäre beiträgt, möglicherweise aber auch zum Überfliegen verleitet.
Die Geschichte ist aus der Sicht von Louis beschrieben, in der Ich- Form. Das bringt uns ihn mitsamt seinen Gedanken und Gefühlen deutlich näher als wenn ein „Off- Sprecher“ diese Rolle übernommen hätte.
„Flug der Störche“ ist gespickt mit Rätseln. Dennoch blickt der Leser immer schon ein Stück voraus. Den einen oder anderen wird dies sicherlich nerven, für mich war dennoch kein Verlust in der Spannung auszumachen. Jean-Christophe Grangé schafft es dies mit der gesamten Struktur und dem Aufbau wieder wett zu machen (immer darauf bedacht das die Übersetzerin Barbara Schaden sicherlich auch ihren Teil dazu beigetragen hat).
Über den logischen Aufbau oder ob die Story sehr realitätsfremd ist, lässt sich sicherlich streiten. Schon früh wird jedenfalls klar, das vielmehr dahinter steckt. Es werden viele unterschiedliche Aspekte zusammengetragen, so geht es zum einen um Diamantenschmuggel zum anderen um Organhandel, korrupte Polizisten, persönliche Rache etc. Insgesamt macht das ein sehr ausgefülltes Buch, und somit sind zeitweise die langatmigen oben erwähnten Landschaftsbeschreibungen auch eine Art Verschnaufpause die mir durchaus ganz recht waren, weil ich das Buch ansonsten sicherlich als überladen betrachtet hätte.
Erwähnenswert ist wohl auch, dass Leser mit zarten Gemütern dieses Buch mit Vorsicht genießen sollten, denn Jean – Chrispope Grangé neigt zu sehr detaillierten Beschreibungen der zu Tode gekommenen Personen. Hier rollen nicht nur einige Gliedmaßen und Köpfe, sondern werden diese auch noch mit einer sehr anschaulichen Art der Beschreibung der Gerüche etc. verbunden, so dass selbst ich als wirklich abgebrühte Thriller – Leserin ab und an ziemlich das Gesicht verziehen musste.
LETZTENDLICH
Handelt es sich hier um einen sehr, sehr spannenden, gut durchdachten Thriller mit einer außergewöhnlichen Geschichte. Deswegen kann ich eine uneingeschränkte Empfehlung aussprechen.
JEAN-CHRISTOPHE GRANGÉ
DER FLUG DER STÖRCHE
Erschienen 1994
Lübbe VERLAG
ISBN: 3404139011
Lohnenswerte 7,90 €
Viel Spaß beim Lesen wünscht Nikolina
Ps: Dieser Bericht erscheint unter anderem auch bei www.krimizeit.de
FLUG DER STÖRCHE
Alles beginnt ganz harmlos. Louis Antioche ist ein in Paris lebender Akademiker der den Großteil seines 32jährigen Lebens damit verbracht hat zu studieren und sich hinter Büchern zu verstecken. Nun ist ihm das langweilig geworden und so kommt ihn das Angebot des Schweizer Ornithologen Max Böhm ganz recht. Dieser beobachtet nämlich mit Leidenschaft die Flugrouten der Störche und erwartet natürlich jedes Frühjahr seine beringten und katalogisierten gefiederten Freunde in seiner Station zurück. Aber in diesem Jahr kamen nicht alle wieder zu Hause an. Und so will Max Böhm Louis auf die Route der Störche schicken, damit dieser herausfindet an welcher Stelle es Probleme gibt.
Soweit so gut, und bislang ja auch ganz harmlos. Kompliziert wird es bereits als Louis seine Reise im August antreten will, denn da wird Max Böhm tot in einem der Störchennester gefunden, Todesursache Herzinfarkt.
Der unterforderte Louis kann es nicht lassen und stöbert nach dem ominösen Tod des Wissenschaftlers in dessen Haus herum und findet einige sehr merkwürdige Dinge. Zum einen die Details zu seiner akribisch durchorganisierten Reise, das heißt: Hotel- Voucher, Bargeld, Tickets etc, zum anderen aber auch Röntgenbilder von einem transplantierten Herzen, und Fotos mit verstümmelten Kinderleichen.
Louis macht sich trotz des Todes seines Auftraggebers auf den Weg um den Verbleib der Störche zu erforschen, und ahnt noch nicht auf welche bestialisch grausige Blutspur er sich da begibt.
So harmlos wie der Thriller beginnt, so schnell kommt er dann auch in Fahrt. Die Reise führt durch Bulgarien, die Türkei, Israel bis hin nach Zentralafrika um am Ende in Kalkutta ihr fulminantes Showdown zu finden. So treffen wir während Louis Forschungen auf diverse verschiedene Personen die es heißt miteinander zu verknüpfen um des Rätsels Spur zu behalten. Bezüglich dessen sollte der Leser sich schon ein wenig konzentrieren um alles genau verfolgen zu können. Durch die vielen verschiedenen Länder, die vielen Umgebungen schweift der Autor gerne in seitenlangen Umgebungs- und Landschaftsbeschreibungen ab, was insgesamt sehr zur Atmosphäre beiträgt, möglicherweise aber auch zum Überfliegen verleitet.
Die Geschichte ist aus der Sicht von Louis beschrieben, in der Ich- Form. Das bringt uns ihn mitsamt seinen Gedanken und Gefühlen deutlich näher als wenn ein „Off- Sprecher“ diese Rolle übernommen hätte.
„Flug der Störche“ ist gespickt mit Rätseln. Dennoch blickt der Leser immer schon ein Stück voraus. Den einen oder anderen wird dies sicherlich nerven, für mich war dennoch kein Verlust in der Spannung auszumachen. Jean-Christophe Grangé schafft es dies mit der gesamten Struktur und dem Aufbau wieder wett zu machen (immer darauf bedacht das die Übersetzerin Barbara Schaden sicherlich auch ihren Teil dazu beigetragen hat).
Über den logischen Aufbau oder ob die Story sehr realitätsfremd ist, lässt sich sicherlich streiten. Schon früh wird jedenfalls klar, das vielmehr dahinter steckt. Es werden viele unterschiedliche Aspekte zusammengetragen, so geht es zum einen um Diamantenschmuggel zum anderen um Organhandel, korrupte Polizisten, persönliche Rache etc. Insgesamt macht das ein sehr ausgefülltes Buch, und somit sind zeitweise die langatmigen oben erwähnten Landschaftsbeschreibungen auch eine Art Verschnaufpause die mir durchaus ganz recht waren, weil ich das Buch ansonsten sicherlich als überladen betrachtet hätte.
Erwähnenswert ist wohl auch, dass Leser mit zarten Gemütern dieses Buch mit Vorsicht genießen sollten, denn Jean – Chrispope Grangé neigt zu sehr detaillierten Beschreibungen der zu Tode gekommenen Personen. Hier rollen nicht nur einige Gliedmaßen und Köpfe, sondern werden diese auch noch mit einer sehr anschaulichen Art der Beschreibung der Gerüche etc. verbunden, so dass selbst ich als wirklich abgebrühte Thriller – Leserin ab und an ziemlich das Gesicht verziehen musste.
LETZTENDLICH
Handelt es sich hier um einen sehr, sehr spannenden, gut durchdachten Thriller mit einer außergewöhnlichen Geschichte. Deswegen kann ich eine uneingeschränkte Empfehlung aussprechen.
JEAN-CHRISTOPHE GRANGÉ
DER FLUG DER STÖRCHE
Erschienen 1994
Lübbe VERLAG
ISBN: 3404139011
Lohnenswerte 7,90 €
Viel Spaß beim Lesen wünscht Nikolina
Ps: Dieser Bericht erscheint unter anderem auch bei www.krimizeit.de
34 Bewertungen, 2 Kommentare
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02.09.2005, 01:26 Uhr von Schnuffelinchen
Bewertung: sehr hilfreichschön. Ich bin auf der Suche n. super Buchtipps und das gehört nun dazu :-)) LG, Schnuffelinchen
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25.07.2005, 10:59 Uhr von nele83
Bewertung: sehr hilfreichreizt zum Lesen, schöner Bericht.
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