Katz und Maus (gebundene Ausgabe) / Günter Grass Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 06/2004
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Erfahrungsbericht von smoother
Ein Meisterwerk
Pro:
- Genialer Inhalt (s.o.) - Einzigartiger Stil - sehr geringer Preis - ausführliche Informationen über Buch und Autor
Kontra:
KEINE!
Empfehlung:
Ja
\"«Katz und Maus» ist der zweite Teil von Günter Grass\' Danziger Trilogie, zu der die beiden Romane «Die Blechtrommel» und «Hundejahre» gehören. In ihr setzt sich Grass mit dem Zweiten Weltkrieg und seiner Heimat Danzig auf literarisch anspruchvolle Art auseinander\".
Das Buch selbst habe ich im kleinen Bücherladen von nebenan gefunden: Als dritter Teil der «Süddeutsche Zeitung | Biblothek» (ISBN: 3-937793-02-X) kostet es nur 4.90 € - ein echtes Schnäppchen, wie ich mir dachte.
Ich begann zunächst - wie bei jedem anderen Buch auch - die ersten Seiten zu lesen:
Vom Anfang bis zum Ende geht es um Joachim Mahlke, einen Schulkameraden von Pilenz, dem Erzähler. Während der Pubertät wuchs Mahlke ein übergroßer Adamsapfel, der Pilenz an eine umherirrende Maus erinnert. Als Pilenz keineahnungwieso Joachim eine umhertreibene Katze an den Hals setzt, bekommt er Schuldgefühle, weshalb er die Geschichte von Joachim Mahlke erzählt:
In dreizehn Kapiteln berichtet er von Mahlkes Versuchen, seinen abnormen Knorpel hinter einen Schraubenzieher und einem polnischen Orden zu verstecken, wie er atemraubende Tauchübungen vor seinen kameraden vollrichtet (bis dato konnte er gar nicht schwimmen), einzig und allein, um von seiner «wilden Maus» abzulenken.
In der Schule zeigt Mahlke ein zurückgezogenens, aber dennoch vorbildhaftes Verhalten. Spätestens aber als er bei einer seiner Tauchübungen auf eine Kabine in einen Minensuchboot entdeckt und sich dort einen Platz zum Rückziehen einrichtet, erwirbt er Beifall und Anerkennung.
Während des Erzählens, fügt Pilenz immer ein pikantes Thema ein: Mädchen
Durch den frühen Tod seines Vaters, hat sich Mahlke von seinen Mitmenschen zurückgezogen. Unter seinen Kameraden gilt er als Veehrer der Jungfrau Maria, der selbst als Jungfrau ins Grab steigen wird.
Eines Tages entwendet Mahlke den Orden eines Offiziers, der in seiner Schule zu Gast war. Daraufhin muss er die Schule verlassen und geht zum Militär. Dort wird er schnell zum Panzerkommandant und verdient sich selbst seinen Orden. Nach Jahren versucht er sich mit einer Rede an seinem
Gymnasium wieder einzugliedern, wird aber abgewiesen. Verzweifelt desertiert er und versucht sich in seinem Minenboot zu verstecken. Dabei scheint er zu verunglücken.
Der Schluss ist der krönende Abschluss des Buches. (S. 142; Kann aus urheberrechtlichen Gründen leider nicht veröffentlicht werden. )
Zum literaischen Stil:
Günter Grass, der Autor, ist NICHT gleichzeitig Erzähler (was bei Grass sehr verwundert) und beschreibt seine Erlebnisse seiner Jugend in Danzig aus der 1. Person Singular. Die Sprache ist sehr leicht verständlich, jedoch fiel es mir schwer wörtliche Rede zu lesen, denn dort fehlten sehr oft Objekt oder Subjekt, so dass man den Sinn den Gesagten von selbst erschließen musste. Weiter sind sehr oft unregelmäßige Zeitsprünge von Monaten oder gar Jahren vorhanden.
Grass verwendet dabei einen Aufbau, der es dem Leser ermöglicht, sich gut in das Geschehen einzulesen: Mit vielen Details, passend umschreibenen Ausdrücken, zeitnahen Adjektiven und sehr oft kurzen Sätzen.
Genau deshalb ist «Katz und Maus» mein Lieblingsbuch geworden: Immerhin habe ich es bereits viermal gelesen, was mir bisher noch nie passiert ist ;-)
Ein äußerst empfehlenswertes Buch, zu einem unschlagbaren Preis (s.o.) von einem ehrwürdigen Autor! Sofort kaufen!
Das Buch selbst habe ich im kleinen Bücherladen von nebenan gefunden: Als dritter Teil der «Süddeutsche Zeitung | Biblothek» (ISBN: 3-937793-02-X) kostet es nur 4.90 € - ein echtes Schnäppchen, wie ich mir dachte.
Ich begann zunächst - wie bei jedem anderen Buch auch - die ersten Seiten zu lesen:
Vom Anfang bis zum Ende geht es um Joachim Mahlke, einen Schulkameraden von Pilenz, dem Erzähler. Während der Pubertät wuchs Mahlke ein übergroßer Adamsapfel, der Pilenz an eine umherirrende Maus erinnert. Als Pilenz keineahnungwieso Joachim eine umhertreibene Katze an den Hals setzt, bekommt er Schuldgefühle, weshalb er die Geschichte von Joachim Mahlke erzählt:
In dreizehn Kapiteln berichtet er von Mahlkes Versuchen, seinen abnormen Knorpel hinter einen Schraubenzieher und einem polnischen Orden zu verstecken, wie er atemraubende Tauchübungen vor seinen kameraden vollrichtet (bis dato konnte er gar nicht schwimmen), einzig und allein, um von seiner «wilden Maus» abzulenken.
In der Schule zeigt Mahlke ein zurückgezogenens, aber dennoch vorbildhaftes Verhalten. Spätestens aber als er bei einer seiner Tauchübungen auf eine Kabine in einen Minensuchboot entdeckt und sich dort einen Platz zum Rückziehen einrichtet, erwirbt er Beifall und Anerkennung.
Während des Erzählens, fügt Pilenz immer ein pikantes Thema ein: Mädchen
Durch den frühen Tod seines Vaters, hat sich Mahlke von seinen Mitmenschen zurückgezogen. Unter seinen Kameraden gilt er als Veehrer der Jungfrau Maria, der selbst als Jungfrau ins Grab steigen wird.
Eines Tages entwendet Mahlke den Orden eines Offiziers, der in seiner Schule zu Gast war. Daraufhin muss er die Schule verlassen und geht zum Militär. Dort wird er schnell zum Panzerkommandant und verdient sich selbst seinen Orden. Nach Jahren versucht er sich mit einer Rede an seinem
Gymnasium wieder einzugliedern, wird aber abgewiesen. Verzweifelt desertiert er und versucht sich in seinem Minenboot zu verstecken. Dabei scheint er zu verunglücken.
Der Schluss ist der krönende Abschluss des Buches. (S. 142; Kann aus urheberrechtlichen Gründen leider nicht veröffentlicht werden. )
Zum literaischen Stil:
Günter Grass, der Autor, ist NICHT gleichzeitig Erzähler (was bei Grass sehr verwundert) und beschreibt seine Erlebnisse seiner Jugend in Danzig aus der 1. Person Singular. Die Sprache ist sehr leicht verständlich, jedoch fiel es mir schwer wörtliche Rede zu lesen, denn dort fehlten sehr oft Objekt oder Subjekt, so dass man den Sinn den Gesagten von selbst erschließen musste. Weiter sind sehr oft unregelmäßige Zeitsprünge von Monaten oder gar Jahren vorhanden.
Grass verwendet dabei einen Aufbau, der es dem Leser ermöglicht, sich gut in das Geschehen einzulesen: Mit vielen Details, passend umschreibenen Ausdrücken, zeitnahen Adjektiven und sehr oft kurzen Sätzen.
Genau deshalb ist «Katz und Maus» mein Lieblingsbuch geworden: Immerhin habe ich es bereits viermal gelesen, was mir bisher noch nie passiert ist ;-)
Ein äußerst empfehlenswertes Buch, zu einem unschlagbaren Preis (s.o.) von einem ehrwürdigen Autor! Sofort kaufen!
12 Bewertungen, 2 Kommentare
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16.10.2004, 22:17 Uhr von w.gruentjens
Bewertung: sehr hilfreichDas lese ich gerade. Aber zitieren hättest du trotz des Urheberrechts ruhig dürfen. Schöne Meinung, für eine erste besonders schön. Oder hast du schon bei der Konkurrenz geübt?
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16.10.2004, 20:44 Uhr von city-flitzer
Bewertung: sehr hilfreichGruß city-flitzer
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