Die Jury (Taschenbuch) / John Grisham Testbericht
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Erfahrungsbericht von Bunny83
Schuld oder Unschuld???
Pro:
gut und spannend geschrieben; spricht ein diskutables Thema an
Kontra:
---
Empfehlung:
Ja
Eins der wohl dramatischsten Bücher, die ich bis jetzt gelesen habe, war “Die Jury” von John Grisham, im Originaltitel “A Time To Kill”.
Es ist im Heyne Verlag erschienen und heute schon für nur 5€ zu erhalten.
Mit 620 Seiten handelt es sich auch um einen etwas längeren Roman.
***Der Inhalt***
Cobb und Willard haben ein 10jähriges schwarzes Mädchen in ihre Gewalt gebracht, es an einen Baum gefesselt, vergewaltigt und gedemütigt. Als sie es erhängen wollen, hören sie einen Wagen ganz in der Nähe, laden es auf den Pickup und fahren davon. Um sie loszuwerden, schmeißen sie sie in einen Graben, wo sie dann mit schlimmsten Verletzungen von ein paar Anglern gefunden und nach Hause gebracht wird.
Unter Alkohol verrät sich Cobb und seinen Komplizen Willard. Sie werden kurz darauf von Sheriff Ozzie Walls verhaftet.
Bevor es zu der Verhandlung kommt, lässt sich Carl Lee Hailey, der Vater des kleinen Mädchen im Gerichtsgebäude einschließen, um Gänge und Plätze zu inspizieren.
Nach der Verhandlung kommt es dann zur Ausschreitung. Carl Lee ist auch im Gerichtsgebäude, nimmt seine M16, schießt auf die beiden Vergewaltiger, tötet sie und flieht dann aus dem Fenster der Toilette.
Kurz darauf verhaftet ihn Ozzie zu Hause.
Hailey beauftragt Jake Brigance ihn von nun an, als sein Anwalt, zu vertreten. Einerseits hat sein Mandant eine Straftat begangen, doch er kann auch mit ihm fühlen, denn er hat selbst eine Tochter. Als sich dann in das ganze Geschehen auch noch der Ku-Klux-Klan einschaltet und ein Holzkreuz in Brigance Garten anzündet, hat er Angst um seine Familie und bittet seine Frau mit der Tochter Hanna wegzufahren, was sie schließlich auch tut.
In dem kleinen Örtchen Clanton herrscht nun der reinste Trubel. Medien versuchen alles über jeden herauszufinden, immer überall die ersten zu sein und auch der Ku-Klux-Klan versetzt die Leute in Angst und Schrecken. Nur durch einen anonymen Anrufer namens Micky Mouse werden weitere schreckliche Ausmaße verhindert. So entkommt Brigance z.B. einem Bombenanschlag in seinem Haus, das Haus selbst aber wird dabei total zerstört.
Brigance holt sich weitere Hilfe von einem befreundeten Anwalt und auch eine Jurastudentin gibt Rat.
Bei der letztendlichen Schlussverhandlung bringen die jeweiligen Anwälte alle Fakten und Beweise auf den Tisch, die Schlussplädoyers werden gehalten und nun beginnt das bange Warten auf die Entscheidung der Jury. Doch diese lässt lange auf sich warten, denn sie können sich nicht einigen, erst durch den Versuch eines Jurymitgliedes kommt es dazu.
***Meine Meinung***
Eines meiner ersten Bücher, dass einen schon mit dem ersten Wort fesselt, denn Grisham beginnt nicht damit die Figuren vorzustellen und deren Verhältnis zu einander, sondern er springt direkt in das Geschehen, er schildert die brutale Tat.
Ganz natürlich überfällt einen von nun an ein trauriges Mitgefühl für die Familie, da kommt es noch schlimmer, denn der Vater rächt sich. Einerseits sicher zu verstehen, andererseits tut er damit seiner Familie auch keinen Gefallen.
Doch die Vergewaltigung bleibt nicht die einzige Tragödie dieses Buches. Weiterhin geht es um die Rassentrennung von Schwarz und Weiß. Ein schwarzer Vater, der sich an den weißen Vergewaltigern seiner Tochter rächt. Verschiedene Gegner des Vaters schalten sich ein und wollen dessen Freispruch bzw. schon die ganze Verhandlung sabotieren, denn für sie gibt es nur die Verurteilung. Wäre das Geschehen aber andersherum passiert, die Vergewaltiger weiß gewesen, so hätten alle die Selbstjustiz von vornherein befürwortet.
Nur aus dem Stoff, aus dem das Buch jetzt gemacht wurde, konnte eine solche Geschichte aufgebaut werden. Auch wenn es in Amerika keine getrennten Schulen mehr für Schwarze und Weiße gibt, so ist die Rassentrennung noch immer ein großes Problem auf der ganzen Welt, was uns auch hier in Deutschland betrifft.
Für alle, die wie ich zwar schon von John Grisham gehört haben, aber noch nichts von ihm gelesen haben, sei gesagt, dass der Mann selbst Rechtsanwalt war und daher auch ganz genau wissen muss, wie die amerikanischen Gerichtsszenen so ablaufen.
Es ist im Heyne Verlag erschienen und heute schon für nur 5€ zu erhalten.
Mit 620 Seiten handelt es sich auch um einen etwas längeren Roman.
***Der Inhalt***
Cobb und Willard haben ein 10jähriges schwarzes Mädchen in ihre Gewalt gebracht, es an einen Baum gefesselt, vergewaltigt und gedemütigt. Als sie es erhängen wollen, hören sie einen Wagen ganz in der Nähe, laden es auf den Pickup und fahren davon. Um sie loszuwerden, schmeißen sie sie in einen Graben, wo sie dann mit schlimmsten Verletzungen von ein paar Anglern gefunden und nach Hause gebracht wird.
Unter Alkohol verrät sich Cobb und seinen Komplizen Willard. Sie werden kurz darauf von Sheriff Ozzie Walls verhaftet.
Bevor es zu der Verhandlung kommt, lässt sich Carl Lee Hailey, der Vater des kleinen Mädchen im Gerichtsgebäude einschließen, um Gänge und Plätze zu inspizieren.
Nach der Verhandlung kommt es dann zur Ausschreitung. Carl Lee ist auch im Gerichtsgebäude, nimmt seine M16, schießt auf die beiden Vergewaltiger, tötet sie und flieht dann aus dem Fenster der Toilette.
Kurz darauf verhaftet ihn Ozzie zu Hause.
Hailey beauftragt Jake Brigance ihn von nun an, als sein Anwalt, zu vertreten. Einerseits hat sein Mandant eine Straftat begangen, doch er kann auch mit ihm fühlen, denn er hat selbst eine Tochter. Als sich dann in das ganze Geschehen auch noch der Ku-Klux-Klan einschaltet und ein Holzkreuz in Brigance Garten anzündet, hat er Angst um seine Familie und bittet seine Frau mit der Tochter Hanna wegzufahren, was sie schließlich auch tut.
In dem kleinen Örtchen Clanton herrscht nun der reinste Trubel. Medien versuchen alles über jeden herauszufinden, immer überall die ersten zu sein und auch der Ku-Klux-Klan versetzt die Leute in Angst und Schrecken. Nur durch einen anonymen Anrufer namens Micky Mouse werden weitere schreckliche Ausmaße verhindert. So entkommt Brigance z.B. einem Bombenanschlag in seinem Haus, das Haus selbst aber wird dabei total zerstört.
Brigance holt sich weitere Hilfe von einem befreundeten Anwalt und auch eine Jurastudentin gibt Rat.
Bei der letztendlichen Schlussverhandlung bringen die jeweiligen Anwälte alle Fakten und Beweise auf den Tisch, die Schlussplädoyers werden gehalten und nun beginnt das bange Warten auf die Entscheidung der Jury. Doch diese lässt lange auf sich warten, denn sie können sich nicht einigen, erst durch den Versuch eines Jurymitgliedes kommt es dazu.
***Meine Meinung***
Eines meiner ersten Bücher, dass einen schon mit dem ersten Wort fesselt, denn Grisham beginnt nicht damit die Figuren vorzustellen und deren Verhältnis zu einander, sondern er springt direkt in das Geschehen, er schildert die brutale Tat.
Ganz natürlich überfällt einen von nun an ein trauriges Mitgefühl für die Familie, da kommt es noch schlimmer, denn der Vater rächt sich. Einerseits sicher zu verstehen, andererseits tut er damit seiner Familie auch keinen Gefallen.
Doch die Vergewaltigung bleibt nicht die einzige Tragödie dieses Buches. Weiterhin geht es um die Rassentrennung von Schwarz und Weiß. Ein schwarzer Vater, der sich an den weißen Vergewaltigern seiner Tochter rächt. Verschiedene Gegner des Vaters schalten sich ein und wollen dessen Freispruch bzw. schon die ganze Verhandlung sabotieren, denn für sie gibt es nur die Verurteilung. Wäre das Geschehen aber andersherum passiert, die Vergewaltiger weiß gewesen, so hätten alle die Selbstjustiz von vornherein befürwortet.
Nur aus dem Stoff, aus dem das Buch jetzt gemacht wurde, konnte eine solche Geschichte aufgebaut werden. Auch wenn es in Amerika keine getrennten Schulen mehr für Schwarze und Weiße gibt, so ist die Rassentrennung noch immer ein großes Problem auf der ganzen Welt, was uns auch hier in Deutschland betrifft.
Für alle, die wie ich zwar schon von John Grisham gehört haben, aber noch nichts von ihm gelesen haben, sei gesagt, dass der Mann selbst Rechtsanwalt war und daher auch ganz genau wissen muss, wie die amerikanischen Gerichtsszenen so ablaufen.
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