Die Jury (Taschenbuch) / John Grisham Testbericht
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Erfahrungsbericht von fäääl
Der erste der Beste?
Pro:
leicht zu lesen, gute Story
Kontra:
etwas schleppend
Empfehlung:
Ja
Grisham ist natürlich allen ein Begriff. \"Die Jury\" auch? DAbei handelt es sich um sein allererstes Buch, das er noch vor seinen Megaerfolgen mit der \"Akte\" und der \"Firma\" herausgebracht hat. Bezeichnenderweise wurde die \"Jury\" aber erst ein Erfolg, als die beiden anderen schon MArktrenner waren. Bezeichnenderweise?
Die Story: Eine Jury in einem der Südstaaten hat darüber zu befinden, ob ein Schwarzer des Mordes an zwei Weißen für schuldig befunden wird. EIgentlich ist alles ganz einfach. Allerdings haben die beiden Weißen zuvor die Tochter des Schwarzen vergewaltigt und sind freigesprochen worden...
Worum es geht: Vorrangig natürlich um Selbstjustiz und Gerechtigkeit. Aber gleichfalls auch um den immer selben Konflikt zwischen dem allgemeinen Fall und der Einzelentscheidung. Und es lebt und flackert in diesem Buch außerdem noch - schließlich ist es ein Grisham! - die Rolle des Rechtsanwalts sowie der Jury im amerikanischen \"Rechtsstaat\".
WAs das Buch lesesnwert macht:
Grisham kann erzählen, er kann einen Spannungsbogen aufbauen, er kann diese Spannung halten. In der \"Jury\" übt er sich bereits an diesen Fähigkeiten, wenngleich er sie nicht komplett durchhält. Die Geschichte jedenfalls ist spannend erzählt, die Identifikation wie in seinen Büchern immer ohne weiteres möglich und die WEndungen überraschend und gut eingefädelt.
Was das Buch weniger lesenswert macht:
Einmal gelingt es Grisham nicht immer, die Spannung zu halten. Dadurch wird das Buch gelegentlich zäh - so, wie das ja auch in späteren Büchern wieder der Fall ist (z.B. im \"Klienten\"). Zudem ist die Geschichte sehr eindimensional aufgebaut -auch das nicht viel anders als in den anderen Büchern, aber durch den Aufeinanderprall von weiß und Schwarz, Gut und Böse, Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit ist der Leser doch ziemlich gut bereits auf den ersten Seiten im Bilde, was ihn erwartet.
Wer sich noch dafür interessiert:
Eine ziemlich gelungene Hollywood-Verfilmung mit Sandra Bullock gibt es da zu nennen. Diese hat manche Längen des Buchs zum Teil radikal gekürzt - und außerdem hat Hollywood ein Händchen dafür, eindimensionale Stoffe doch noch mehrdimensional erscheinen zu lassen.
Ansonsten wüßte ich nicht, dass TV oder Theater sich des Stoffs angenommen hätten. Dabei wäre es durchaus auch als Theaterstück geeignet.
Preis:
Als Taschenbuch und Hardcover erhältlich. Wie bei allen Grishams reicht die Taschenbuch-Ausgabe völlig, und die gibt\'s für ca. 10 Euro in jedem Buchhandel.
Fazit:
Ein gutes Buch, erst recht für den beginnenden Sommer, das gewisse Schwächen aufweist - aber eben auch nur gewisse. Die ABwertung des Buches durch den Markt ist jedenfalls gegenüber den späteren Grishams nicht gerechtfertigt.
Ich danke Euch für\'s Lesen,
Eure
Fäääl
Die Story: Eine Jury in einem der Südstaaten hat darüber zu befinden, ob ein Schwarzer des Mordes an zwei Weißen für schuldig befunden wird. EIgentlich ist alles ganz einfach. Allerdings haben die beiden Weißen zuvor die Tochter des Schwarzen vergewaltigt und sind freigesprochen worden...
Worum es geht: Vorrangig natürlich um Selbstjustiz und Gerechtigkeit. Aber gleichfalls auch um den immer selben Konflikt zwischen dem allgemeinen Fall und der Einzelentscheidung. Und es lebt und flackert in diesem Buch außerdem noch - schließlich ist es ein Grisham! - die Rolle des Rechtsanwalts sowie der Jury im amerikanischen \"Rechtsstaat\".
WAs das Buch lesesnwert macht:
Grisham kann erzählen, er kann einen Spannungsbogen aufbauen, er kann diese Spannung halten. In der \"Jury\" übt er sich bereits an diesen Fähigkeiten, wenngleich er sie nicht komplett durchhält. Die Geschichte jedenfalls ist spannend erzählt, die Identifikation wie in seinen Büchern immer ohne weiteres möglich und die WEndungen überraschend und gut eingefädelt.
Was das Buch weniger lesenswert macht:
Einmal gelingt es Grisham nicht immer, die Spannung zu halten. Dadurch wird das Buch gelegentlich zäh - so, wie das ja auch in späteren Büchern wieder der Fall ist (z.B. im \"Klienten\"). Zudem ist die Geschichte sehr eindimensional aufgebaut -auch das nicht viel anders als in den anderen Büchern, aber durch den Aufeinanderprall von weiß und Schwarz, Gut und Böse, Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit ist der Leser doch ziemlich gut bereits auf den ersten Seiten im Bilde, was ihn erwartet.
Wer sich noch dafür interessiert:
Eine ziemlich gelungene Hollywood-Verfilmung mit Sandra Bullock gibt es da zu nennen. Diese hat manche Längen des Buchs zum Teil radikal gekürzt - und außerdem hat Hollywood ein Händchen dafür, eindimensionale Stoffe doch noch mehrdimensional erscheinen zu lassen.
Ansonsten wüßte ich nicht, dass TV oder Theater sich des Stoffs angenommen hätten. Dabei wäre es durchaus auch als Theaterstück geeignet.
Preis:
Als Taschenbuch und Hardcover erhältlich. Wie bei allen Grishams reicht die Taschenbuch-Ausgabe völlig, und die gibt\'s für ca. 10 Euro in jedem Buchhandel.
Fazit:
Ein gutes Buch, erst recht für den beginnenden Sommer, das gewisse Schwächen aufweist - aber eben auch nur gewisse. Die ABwertung des Buches durch den Markt ist jedenfalls gegenüber den späteren Grishams nicht gerechtfertigt.
Ich danke Euch für\'s Lesen,
Eure
Fäääl
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