Die Jury (Taschenbuch) / John Grisham Testbericht

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Erfahrungsbericht von Anonym120

Grisham, John: Die Jury

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Die Jury, für mich eines der besten Werke des amerikanischen Bestsellerautors John Grisham, handelt in den Südstaaten der USA, genauer: in Mississippi.

In Clanton, einer kleinen, unscheinbaren Gemeinde, geschieht ein unfassbares Verbrechen: zwei skrupellose Vorbestrafte, die beiden Weißen Billy Ray Cobb und Pete Willard betrinken sich, entführen die zehnjährige Tonya Hailey, eine Afroamerikanerin, foltern und vergewaltigen sie auf widerwärtigste Weise und schmeißen sie in danach bewusstlos in einen Graben. Eine durch blinden Rassenhass motivierte Tat, die zwei Rednecks halten das Leben des farbigen Mädchens für wertlos.

Die beiden werden von Ozzie Walls, dem ortsansässigen Sheriff überführt und vor Gericht gestellt.

Aber Carl Lee Hailey, Vater des jungen Opfers, versteckt sich mit einem Sturmgewehr bewaffnet in einer Besenkammer des Gerichts, wartet dort auf die Peiniger seiner Tochter und erschiesst die beiden Täter, wobei er versehentlich auch einen Deputy schwer verletzt. Diesem muss nachher ein Bein amputiert werden. Hailey entschuldigt sich unter Tränen bei diesem unbeabsichtigten Opfer und trotz seiner daraus resultierenden Behinderung hat der Polizist volles Verständnis für den Rächer Tonyas.

Nun sieht sich Hailey einer weißen Jury gegenüber, die darüber zu entscheiden hat, ob der Familienvater einem Freispruch oder der Todeszelle entgegensieht.

Der weiße Anwalt Jake Brigance verteidigt ihn gegen einen weißen Staatsanwalt, einen weißen Richter und die bereits erwähnten weißen Geschworenen, was sich als eine alles andere als leichte Aufgabe entpuppt.
Brigance plädiert auf Unzurechnungsfähigkeit seines Mandanten, der mit dem Gutachten beauftragte Psychologe wird vor Gericht aufgrund seiner Vergangenheit jedoch als unglaubwürdig entlarvt.
Während Schwarzenverbände friedlich für den Angeklagten demonstrieren bedroht der Ku Klux Klan alle, die Hailey unterstützen, so auch Brigance und sein Team. Die Rassisten stellen brennende Kreuze in den Garten des Anwalts und auch vor die Häuser der Geschworenen.

Der Medienrummel ist natürlich groß: keine leichte Situation für Brigance, dessen Fall aussichtslos erscheint...

Die Jury ist meiner Meinung nach das beste Buch Grishams. Rassenhass, der vorallem im Süden der Vereinigten Staaten auch heute leider noch existiert und zweifelhafte juristische Winkelzüge von allen Seiten zeichnen ein Bild der Justiz, die kaum noch in der Lage ist, Prozesse objektiv zu beurteilen.
Ein spannendes Buch, das man nicht aus der Hand legen will, man ist bis zum Schluß gespannt, wie die Gerichtsverhandlung nun ausgehen wird. Das Ergebnis möchte ich hier nicht verraten, ich will ja niemandem die Lust am Lesen nehmen.
Das Buch wurde übrigens auch verfilmt.

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