Große Haie - kleine Fische (VHS) Testbericht

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ab 6,19
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Auf yopi.de gelistet seit 12/2004

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Erfahrungsbericht von T_Goose

Oscar der Haikiller

Pro:

Gags, Animation der Fische, Soundtrack

Kontra:

Idee bei „Findet Nemo“ abgeschaut

Empfehlung:

Ja

Hallo liebe Community. Meine Abwesenheit bei Ciao ist vorbei und es gibt zahlreiche Berichte, die darauf warten, von mir veröffentlicht zu werden. So auch ein aktueller Filmbericht über „Große Haie – Kleine Fische“, den ich bereits vor drei Wochen in der SNEAK-Preview gesehen habe. Aber auch wenn ich den Film nicht zufällig als Überraschung gesehen hätte, wäre ich für ihn ins Kino gegangen, da mich der Animationsknaller aus dem Hause Dreamworks, die mit Shrek gigantischen Erfolg hatten, sehr interessiert. Aber so konnte ich den Film schon vorab sehen und habe sogar noch ein paar Euros sparen können ;-)

.:: Story ::.

Wie der Titel bereist vermuten lässt, spielt der Film im Meer und es geht erneut um eine Menge kleiner putziger Fische. Wenn da mal nicht bei Nemo geklaut wurde...

Oscar ist ein echtes Plappermaul und er steht ganz am Ende der Beliebtheitsskala der Fische. Selbst Walkacke ist noch beliebter wie er! Er fristet ein ödes Leben in einer Walwaschanlage, in der bereits sein Vater lange Jahre gearbeitet hat und immer Mitarbeiter des Monats wurde. Doch bei Oscar läuft es nicht so besonders. Immer wenn er in den reichen Regionen des Riffs vorbeikommt, merkt er schnell, dass genau dort hingehört! Doch leider gibt es für ihn und seine Freundin Angie scheinbar keine Möglichkeit, in die reiche Society zu kommen.

Dann gibt es im Film noch die Haie, allen voran Don Lino, der der Pate der Haie ist. Er hat zwei Söhne, Frankie und Lenny. Seine beiden Söhne könnten unterschiedlicher nicht sein, denn Frankie könnte den ganzen Tag nur töten, während Lenny ein Vegetarier ist. Doch wie finden die kleinen Fische aus dem Riff und die Haie zusammen?!?

Ganz einfach. Oscar hat 5000 Muscheln Schulden bei seinem Boss Sykes, die er in den nächsten 24 Stunden zurückzahlen muss. Oscar hat immer recht dubiose Ideen, wie er seine Muscheln vermehren kann und auch als er die 5000 Muscheln irgendwie zusammenkratzt und sie Sykes gegen will, kommt ihm noch blende Idee und er setzt alles auf den Geheimtipp beim Seepferdchenrennen. Es kommt wie es kommen muss, und Oscar verliert das ganze Geld. Als Sykes davon erfährt, holt er Ernie & Bernie die sich auf ganz besondere Art und Weise um Oscar kümmern sollen. Als sie ihn im Meer fesseln, kommen plötzlich die beiden Haie Frankie und Lenny. Da sieht sich Oscar plötzlich allein mit den beiden Haien gegenüber und sein letztes Stündlein scheint geschlagen zu haben. Lenny soll ihn fressen und Frankie schaut dabei zu. Natürlich bringt es Lenny nicht übers Herz, den armen kleinen Oscar zu fressen und Frankie wird plötzlich von einem Anker erschlagen. Oscar schwimmt wieder zurück ins Riff und erzählt jedem, dass er ein kaltblütiger Haikiller ist, was zu unglaublichen Ruhm und Anerkennung führt...

.:: Figuren ::.

Oscar – Der Hauptdarsteller und angebliche Haikiller des Films. Er steckt fast immer in Schwierigkeiten und ist ständig am Plappern, was ab und an ganz schön nerven kann.

Angie – Sie ist Oscars Freundin und eine echte Schönheit. Sie glaubt an ihn und das er es eines Tages tatsächlich schafft, einen Platz ganz oben im Riff zu haben.

Sykes – Der Kugelfisch ist der Besitzer der Walwaschanlage und somit Oscars Boss. Wenn er sich aufregt, bläst er sich auf und bekommt eine ganz hohe Stimme. Echt komisch.

Don Lino – Er ist der Hai-Pate und der Herr des Riffes. Die Stimme von Robert de Niro passt dabei bestens.

Lenny – Der jüngere Söhn von Lino, doch leider ist er nicht wie die anderen Haie. Er ist Vegetarier und kann niemanden etwas zu Leide tun. Er übergibt sich sogar, wenn er einen Fisch im Maul hat ;-)

Frankie – Der ältere Sohn von Lino, der eine echte Kampfmaschine ist, und den ganzen Tag nur ans Töten denkt

Ernie & Bernie – Die beiden bekifften Rasta-Quallen arbeiten für Sykes und machen jede Dreckarbeit für ihn.

Lola – Sie verdreht Oscar den Kopf, nachdem er als Haikiller zurückkommt und von allen anerkannt wird. Ein wahres Fisch-Luder ;-)

.:: Meinung ::.

Die Story von „Große Haie – Kleine Fische“ ist nicht unbedingt etwas neues, denn es geht um einen Nobody, der unbedingt jemand sein möchte und dafür auch vor Lügen nicht zurückschreckt. Das anfangs alles gut läuft und erst im Laufe des Films immer größer werdende Probleme auftreten, verwunderte mich daher nicht. Aber trotzdem finde ich die Umsetzung auf die kleinen animierten Fische durchaus gelungen, was dem Film daher auch wieder seine Originalität gibt.

Allen voran ist da die Mimik der Fische positiv zu bewerten. Sie sind wirklich mir sehr viel Liebe gestaltet und sie sehen wirklich toll aus. Vor allen ihre Gesichtszüge, nennt man das bei Fischen überhaupt Gesicht, sind perfekt gelungen. Dabei wurden sie dem wirklichen Gesicht ihrer Originalstimme angepasst, was ich sehr gelungen fand. So sieht Oscar Will Smith sehr ähnlich und Lola z.B. erinnert sehr stark an Angelina Jolie. Das fällt sofort auf, wenn man die einzelnen Charaktere zum ersten Mal sieht. Allerdings bin ich der Meinung, dass es im Original mit der dazu passende Stimme sicherlich noch besser passen würde. Aber auch so ist diese Idee bestens gelungen.
Trotzdem kann man eine gewisse Beziehung zu den Fischen aufbauen und man bekommt schnell eine Sympathie oder Antipathie gegen die einzelnen Charaktere. Am besten haben mir noch die beiden „Hauptdarsteller“ Oscar und Lenny gefallen, die wirklich einzigartig komisch sind. Vor allen Lenny, der vegetarische Haie, ist ein genialer und einzigartiger Anblick. Dazu noch seine zarte Stimme und das ganze ist perfekt! Er ist für mich der echte Star des Films. Als gute Nebendarsteller finde ich die beiden bekifften Rasta-Quallen Ernie & Bernie sehr gelungen. Sie erinnern sehr stark an Bob Marley und ihre Tentakel sehen aus wie gigantische Dreaklocks. Echt der Hammer!

Wenn man den Film so sieht, könnte man meinen, Dreamworks hat nach dem Erfolg von Pixars „Findet Nemo“ dort kräftig geklaut. Das stimmt mit Sicherheit auch ein wenig, allerdings ist die Geschichte eine völlig andere. Daher finde ich nicht, dass Dreamworks bei Nemo angeschaut hat. Klar, die Idee eine Geschichte mit Fischen zu erzählen ist die gleiche, aber das war es dann auch schon. Wenn ich die beiden Filme vergleichen müsste, dann würde mir „Findet Nemo“ trotzdem eindeutig besser gefallen. Zum einen war er als erstes da und zum zweiten, war dort die Story und die Umsetzung deutlich besser gelungen. Bei „Große Haie – Kleine Fische“ gibt es doch die eine oder andere zähflüssiges Stelle, die man sich hätte sparen können.

Was bei „Große Haie – Kleine Fische“ allerdings sehr gut ankommt, sind die zahlreichen Gags, die manchmal auch versteckt sind und von jüngeren Zuschauern ganz bestimmt nicht erkannt werden. Schon gleich zu Beginn gibt es mit der Wal-Waschstrasse“ eine wunderbare Parodie auf die Filmklassiker „Car-Wash“, denn ich einfach genial finde. Einfach putzig, wie die kleinen Fische im Takt der Musik die riesigen Wale schrubben! Auch die Gestaltung des Stadtzentrums des Riffs erinnert sehr stark an den Times-Square in New York. Es gibt aber noch zahlreiche weitere Dinge, vor allen Kleinigkeiten, die den Film etwas ganz besonders geben. Ich möchte aber nicht mehr darüber verraten, da ihr diese Dinge ruhig selbst entdecken sollt. Auch der Soundtrack, mit zahlreichen Liedern, ist sehr gut gelungen und trägt so zusätzlich dazu bei, das der Film gut ankommt! So ist der Film etwas für jung und alt.

Auch wenn es einige Längen gibt, so sind die 90 Minuten Spieldauer gut gewählt und auch passend. Das es keine Altersbeschränkung gibt, halte ich für in Ordnung. Das die Haie natürlich Fische fressen sollen, stört dabei nicht. Wer auf Animationsfilme mit zahlreichen Gags steht, der ist hier genau richtig!

.:: Filmdaten ::.

Land / Jahr : USA 2004
Titel : Große Haie – Kleine Fische ( Original : Shark Tale )
Rubrik : Animation
Verleih : Dreamworks
Länge : 90 Minuten
FSK : ohne Altersbeschränkung
Regie : Bibo Bergeron und Victoria Jenson
Schauspieler : Oscar ( Will Smith / Daniel Fehlow ), Lino ( Robert de Niro / Christian Brückner ), Angie ( Renée Zellweger / Yyonne Catterfeld ), Lenny ( Jack Black / Dietmar Wunder ), Don Feinberg ( Peter Falk / Horst Sachtleben ), Sykes ( Martin Scorsese / Roland Hemmo ), Luca ( Vincent Pastore / Thomas Danneberg ), Frankie ( Michael Imperioli / Martin Kessler ), Lola ( Angelina Jolie / Sandra Speichert ), Ernie & Bernie ( Ziggy Marley & Doug E. Doug / Faiz Mangat & Mola Adebisi )
Kinostart : 14.10.2004
Internet: www.movies.uip.de/grossehaiekleinefische


.:: Fazit ::.

„Große Haie – Kleine Fische“ ist ein toller Animationsfilms, der mit zahlreichen Gags aufwarten kann. Auch wenn die Story nichts neues ist, ist die Umsetzung gut gelungen und sorgt somit für eine gelungene Unterhaltung. Vor allen die einzelnen Charaktere sind detailliert und schön dargestellt worden, so dass schon alleine das Zusehen großen Spaß macht. Es gibt aber trotzdem Punktabzug, da die Idee mit animierten Fischen von „Findet Nemo“ geklaut wurde, auch wenn die Story eine völlig andere ist. Aber auch 4 Sterne sind immer noch ein gutes Ergebnis und empfehlenswert halte ich den Film auch.

Ich danke für eure Aufmerksamkeit, bis zum nächsten Mal

Ciao T_Goose

20 Bewertungen, 1 Kommentar

  • melle7484

    18.11.2004, 18:48 Uhr von melle7484
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sehr sehr guter Film! Gruß Melle