Josephine (Taschenbuch) / Gulland Sandra Testbericht

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ab 5,70
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Erfahrungsbericht von barbados-paradise

Josephine, dass ist mehr als nur ein Name

Pro:

Ein guter historischer Roman

Kontra:

mittelmäßig spannend

Empfehlung:

Ja

Josephine klingt schon fast wie ein Lied oder eine Liebeserklärung. Napoleon Bonaparte hat vielleicht ähnlich empfunden, als er Rose zu Josephine machte.

Allgemeine Infos
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Das erste Buch von drei mit dem Titel Josephine. Erschienen im Fischertaschenbuchverlag Frankfurt am Main
Ausgabe 2003
Originalausgabe erschien 1995 unter dem Titel
The Many Lives & Secret Sorrows of Josephine B.
ISBN 3-596-50613-1
566 Seiten
Preis 6,00 €

Autorin
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Sandra Guland aufgewachsen in Kalifornien ist heute als Lehrer und Lektorin in Kanada tätig.
Sie ist verheiratet und hat zwei Töchter.

Inhalt
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Das Buch von Sandra Gulland führt den Leser zurück ins Ende des 17. Jahrhunderts. Hier beginnt die Geschichte der Hauptfigur dieses historischen Romans. Die Rede ist von Rose Tascher. Sie ist die unverheiratete älteste von drei Töchtern eines verarmten, in der Karibik lebenden Plantagenbesitzers. Eine Zuckerrohrplantage die im von einem Hurrikan 1766 zerstört wurde.
Schon auf den ersten Seiten wird die Geschichte der Wahrsagerin erzählt, die Rose voraussagt, dass sie die Frau eines Kaisers werden wird.
Unvorstellbar und absolut unrealistisch. Rose die nichts besitzt, nicht einmal gesellschaftliche Achtung. Rose kann über diese Prophezeiung nur lachen.

Durch verschieden Schreibformen (zum Teil Icherzählung, Tagebucheintragungen und Briefe)wird der Leser in das alltägliche Leben von Rose eingeführt. Die verunglückte Verheiratung ihrer jüngeren Schwester bringt Rose einen Ehemann. Sie heiratet Alexandre de Beauharnais aus Paris und muss sich in dieser neuen Welt zu Recht finden.
Rose entwickelt sich aber immer mehr zu einer erfahrenden, gebildeten und selbstbewussten Frau.
Die Ehe ist nicht von Liebe und Leidenschaft geprägt. Rose (17 Jahre) wird von ihrem viel älteren Ehemann immer wieder auf ihre mangelnde Bildung hingewiesen. Er gibt ihr Bücher zu lesen und bewacht ihre Studien.
Das Verhältnis wird auch nicht besser als Rose zwei Kinder zur Welt bringt. Es ist noch ein langer und harter Weg mit vielen finanziellen Schwierigkeiten bis Rose auf Napoleon Bonaparte trifft.
Ich möchte an dieser Stelle nicht weiter ausführlich auf die Geschichte eingehen, um nicht alles zu verraten.

Zwei Leseproben sollen zeigen, wie sich Rose sich langsam zu einer selbstbewussten Frau entwickelt.

Leseproben
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1. Leseprobe:
Meine Knie zittern, als ich auf den Kai kletterte. Ich hielt mich an Mimi fest, um mein Gleichgewicht nicht zu verlieren. Mir war gar nicht zu Bewusstsein gekommen, wie viel Angst ich gehabt hatte, dass wir es niemals schaffen würden.
Frankreich! So viele Menschen, Pferde Kutschen! Ein Träger, der eine Last auf dem Kopf balanciert, fuhr uns an, aus dem Weg zu gehen. Ein Ausrufer schrie seine Neuigkeiten am Rand der menge aus. Es wirkte seltsam, all diese weißen Gesichter, die umhereilten und Worte ausriefen, die ich nicht verstehen konnte.

2. Leseprobe
Kurz nach vier wurde Monsieur de Couvray in Onkels Arbeitszimmer geführt. Als er sich von dem Unbehagen, geschäftliche Dinge mit einer Frau erörtern zu müssen erholt hat, machten wir uns daran, die Geschäftsbücher von La Pagerie durchzusehen, die Vermögen zu prüfen, das Land. Der geringe Zuckerertrag deutet auf eine Auswerkelung des Bodens hin, wie ich vermutet hatt; gewisse Felder müssen erst zum Blühen gebracht werden und dann von den Samen neu bepflanzt werden.


Fazit
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Ich habe das Buch mit dem Kommentar bekommen, na ja ist nicht gerade eine umwerfende Geschichte. Meine Erwartungen waren also nicht sehr hoch.
Ich muss sagen mich hat die Geschichte von Rose schon in den Bann gezogen. Der Leser wird Schritt für Schritt in das Leben der damaligen Zeit eingeführt. Viele historische Ereignisse und Darstellungen der Lebens- und Denkensweisen im 17. Jahrhundert werden am Rande der Erzählung vermittelt. Der Leser bekommt eine Idee von dieser Zeit.
Das Leben von Rose ist nicht so spannend geschrieben, dass ich sagen würde ich habe das Buch verschlungen. Es war eher eine gute Geschichte, die ich mit Interesse gelesen habe.
Die Chronologische Zusammenfassung und der Familienstammbaum (als Anhang angeführt)haben mir geholfen mich in der Geschichte wieder zu Recht zu finden, wenn ich mal eine längere Pause beim Lesen eingelegt hatte. Ansonsten war es aber nicht unbedingt notwendig dort etwas nachzuschlagen, weil die Erzählung gut verständlich ist.
Das Buch ist der erste Teil einer Trilogie.
Der erste Band: Josephine
Der zweite Band: Josephine und Napoleon
Der dritte Band: Kaiser Josephine
In der Autorendarstellung ist zu lesen, dass Sandra Gulland jahrelang intensive Quellenstudien betrieben hat um diese Trilogie zu schreiben. Ich finde das wird auch beim Lesen deutlich und ich freue mich schon auf den 2. Teil.
Ich vergebe 4 Sternchen. Einen Stern Abzug, weil es sicherlich spannendere Bücher gibt.

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