Guppy Testbericht

Guppy
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Summe aller Bewertungen
  • Futterkosten:  sehr gering
  • Pflegeaufwand:  sehr gering

Erfahrungsbericht von Jakini

Der Gubby und weitere Lebendgebärdene Zahnkarpfen

5
  • Futterkosten:  sehr gering
  • Pflegeaufwand:  sehr gering

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Wie ich zu meinen Lebendgebärdenen kam:
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Seit Anfang März bin ich Aquarianerin, sicherlich noch kein langer Zeitraum, was meine Erfahrungen angeht, dennoch habe ich in dieser kurzen Zeit schon viele Erfahrungen sammeln können. Um die passenden Fische zu finden, habe ich mich zunächst in Büchern informiert, aber auch bei Freunden und Bekannten, die selber Fische haben. So wurden mir als Anfängerfische einige Lebendgebärdene Zahnkarpfen empfohlen, in erster Linie die Gubbys. Doch es gibt noch weitere schöne Lebendgebärdene Zahnkarpfen. Zu ihnen zählen weiterhin: Schwertträger,Mollys oder Platys.
Dies sind die bekanntesten Lebendgebärdenen, die man vorallem auch Anfängern empfiehlt, denn sie sind leicht zu halten und auch leicht zu züchten. Dank dieser Umstände ist der Kaufpreis hier auch nicht so hoch, wie bei anderen Fischen, deren Haltung schwerer ist.
Preislich liegen die Lebendgebärdenen zwischen 2,5 Euro und 3 Euro, je nach Zucht und Aussehen. Auf privaten Fischbörsen hat man jedoch die Möglichkeit, diese Fische günstiger zu bekommen, so haben wir unserern Bestand gerade erst für wenig Euro aufgestockt, drei Platy für 2 Euro, sechs Schwertträger für 4,50 Euro. Gubbys gab es für 50 Cent einzeln, oder zwei Euro einen kleinen Swarm. Abwarten und auf solchen Börsen einzukaufen lohnt sich für die Anschaffung von Fischen also immer, wer nicht warten möchte, der kann sich ein paar wenige im Zoogeschäft kaufen, hier ist die Auswahl dann auch wesentlich größer, was die Farben angeht. Doch Gubbys gibt es auf diesen Börsen immer reicht, also auch hier nicht beim ersten Züchter kaufen, sondern in Ruhe umsehen und warten, ob man nicht noch schönere und ev. günstigere Fische findet.


Was zeichnet einen Gubby als Lebendgebärdenen Zahnkarpfen aus:
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Einen Lebendgebärdenen Zahnkarpfen zeichnet es aus, daß die Weibchen ihre Jungen lebend zur Welt bringen, also keine Eier legen, wie so manche andere Fische. Die Eier werden im Körper des Fisches augetragen und bei der Geburt platzt die Eihülle und die Kleinen können gleich schwimmen. Zunächst treibt es die Jungen an die Oberfläche des Wassers, wo sie die Schwimmblade mit Sauerstoff füllen müssen, dann müssen sie zusehen, daß sie sich verstecken, da sie sonst gefressen werden könnten, auch von den eigenen Eltern, denn sie sind so klein, daß sie für Futter gehalten werden.

Ein großer Vorteil dieser Anfängerfische ist es, daß man Männchen und Weibchen gut unterscheiden kann, denn das Männchen hat ein Genopodium, welches unter dem Bauch befindet. Bei den Weibchen ist diese Flosse komplett, ein Dreieck, welches mit der Oberseite am Bauch angewachsen ist.
Die Weibchen sind mit einem Trächtigkeitsfelck versehen, der aber nicht anzeigt, ob das Weibchen trächtig ist, sondern immer zu sehen ist. Bei Trächtigkeit jedoch wird dieser Fleck größer und man kann kurz vor der Geburt die Augen der Jungen sehen, so weiß man, daß es Zeit ist, den Fisch notfalls in ein Laichnetz, Laichkatzen oder Laichbecken zu setzen, wenn man die Jungen unbedingt am Leben erhalten möchte.

Besonders interessant finde ich, daß die Schwertträger sich wandeln können, wenn die Weibchen ausreichend Babys bekommen haben, dann können sie ihr Geschlecht ändern und zum Männchen werden. Auch Gubbys sollen diese Möglichkeit haben und da mein eines Gubbymännchen einen Trächtigkeitsfleck auf dem Bauch hat, habe ich den Verdacht, daß es ein Weibchen ist, daß sich umgewandelt hat.

Wie sind meine Erfahrungen mit den Lebendgebärdenen:
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Lebendgebärdene sind sogenannte Anfängerfische, zumindest die von mir oben genannten Sorten, denn es gibt noch weitere Lebendgebärdene, die jedoch etwas anspruchsvoller in der Haltung sind. Wichtig ist hier nicht nur die Größe des Beckens, sondern auch die Wasserbeschaffenheit und die Temperatur.

Meine Lebendgebärdenen, welches in einem 60 iger Becken Gubbys und Platys, in einem 1,20 Meter Mollys und Schwertträger sind, haben gemeinsame Ansprüche an den Wasser, so sollte der PH Wert über 7 liegen, während andere Fische eher einen niedrigeren PH-Wert mögen. Diesen kann man erhalten, in dem man nur wenig Wurzeln in das Wasser gibt, und keine Torfextrakte, z.B. im Bodengrund, nutzt. Wichtig sind natürlich auch die weiteren Wasserwerte, so z.B. der Nitrit Gehalt, der regelmäßig getestet werden muß, bei jeder Sorte Fisch. Dieser muß bei Null liegen, sonsten könnten die Fische sterben. Wer aber regelmäßig einen Wasserwechsel macht und hierbei Zusätze verwendet, die die notwendigen Bakterien ins Wasser bringen, um das Nitrat abzubauen, der dürfte hier keine Probleme bekommen.
Die Temperatur sollte um die 25 Grad liegen, dann sollte es mit den Fischen interessant und schön werden.

Wie sind meine Erfahrungen:
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Für mich stand vor der Anschaffung des Aquariums fest, daß ich gerne Gubbya halten möchte, die wurden mir als Anfängerfische empfohlen. Besonder schön ist natürlich, daß sie so unterschiedlich aussehen können, d.h. die Körperform ist immer die Gleiche, doch die Schwanzflosse kann sehr unterschiedlich sein, mal groß, mal kleiner, mal gegabelt und vorallem in vielen schönen bunten Farben.
Gubbys sind somit schön bunt und man kann die Fische auseinandern halten, da sich eigentlich keiner dem anderen ähnelt. Gut ist auch, daß sie nicht sonderlich groß sind, sie werden zwischen 3 cm, die Männchen, und 6 cm die Weibchen, groß. So eignen sich die Fische eigentlich auch für kleine Becken ab 60 cm.
Ebenso kann man Platys in 60 cm Becken halten, denn auch sie werden nur um die 3 bis 4 cm groß.
Schwertträger werden da schon größer, sie werden bis zu 6 cm groß, somit sollten sie besser in größeren Becken gehalten werden, ab ca. 1 Meter. Auch der Black Molly wird bis zu 6 cm groß und sollte eher in einem großen Becken leben.

Man kann all diese Lebendgebärdenen sehr gut vergesellschaften, d.h. sie können gemeinsam in einem Becken leben, sofern dieses groß genug ist. Auch mit anderen Arten, wie z.B. Salmern, Barben, Welsen oder sogar einigen wenigen Barschen, wenn sie jung mit den Lebendgebärdenen zusammen kommen, können sie in einem Becken leben. Hier muß man sich im einzelnen informieren, denn Gubbys sind z.B. für Skalare zu lebhaft, was den Skalaren schaden könnte und Rüsselbarben könnten den Gubbys die Schwanzflosse anfressen, so verallgemeinern kann man das Zusammenleben der Fische also nicht, es kommt auf die einzelnen Umstände an, auch die Wasserbeschaffenheit darf hier nicht vergessen werden.

Wichtig ist aber bei den Lebendgebärdenen, daß man beachtet, einen kleinen Schwarm zu halten. So hatten wir zunächst drei Gubbys gekauft, zwei Weibchen und ein Männchen. Als ich dann zwei Tage später von Freunden noch einige Gubbys geschenkt bekam, lebte unser eines Männchen richtig auf, der sah aufeinmal viel farbenprächtiger aus und schwamm viel munterer durch das Becken.
Ähnlich erging es uns mit einem Platyweibchen, das wir übernommen hatten, auch dies treib lustlos durch das Wasser. Als wenige Tage später noch mehr Platy Einzug ins Becken hielten, da lebte sie richtig auf. Man sollte also immer mindestens 6 Fische einer Sorte haben, bessern wären natürlich noch mehr, aber 6 ist das Minimum.
In diesem Trupp sind dann die Gechlechter sehr wichtig, denn man braucht mehr Weibchen als Männchen, da die Männchen die Weibchen immer sehr bedrengen. Mindestens zwei Weibchen auf ein Männchen, besser wären aber drei, also insgesamt dann acht Fische von einer Sorte, zwei Männchen und vier Weibchen.

Bei den Schwertträgern kann man beobachten, daß die Männchen sich um die Weibchen streiten. So haben wir drei Schwertträger geschenkt bekommen, alle drei Männchen, was durch das lange Schwert an der hinteren Flosse sehr einfach zu erkennen ist. Diese Sorte hat besonders meiner mittleren Tochter angetan, die in jedem Zoogeschäft und auch gestern auf der Börse sofort die Schwertträger erkannt hat.
Die drei Männchen haben sich bis gestern sehr gut verstanden, doch nun kamen noch sechs Damen ins Spiel und schon gab es Streit um die Damen.

Lebendgebärdene Männchen bedrängen die Weibchen immer sehr, und so werden diese auch entsprechend oft und schnell trächtig.
Natürlich ist dies immer ein tolles Erlebnis, und so waren wir stolzt, als zwei Tage nach dem Kauf ein kleiner Babyfisch im 60 iger Becken entdeckt wurde. Eines unserer Gubbyweibchen war tatsächlich total schlank, es mußte also ihr Baby sein. Auf mehr machte ich mir keine Hoffnung und dachte, die anderen wäre alle gefressen worden. Da aber die Anschaffung eines größeren Beckens in Aussicht stand und wir bis dahin eigene kleine Fische rangezogen haben wollten, schaffte ich ein zweites Becken an, in das das zweite schwangere Gubbyweibchen wechseln sollte, um dort zu laichen und dann gleich wieder zurückzukommen. So hatte ich die Hoffnung, wenigstens ein paar der Babys durchzubekommen. Als das zweite Becken eingerichtet und eingefahren war, kamen die großen Fische in das neue Becken. Kaum waren die aus dem alten Becken raus, da wimmelte es in dem ersten Becken ohne Ende, die Babys hatten sich alle gut in einer Pflanze versteckt, und waren nicht in Gefahr, im Gegenteil, es viele überlebt und inzwischen weiß ich gar nicht wirklich, wohin mit ihnen, denn wenn die alle ausgewachsen sind, dann sind sie für das 60 iger Becken zu viele.
Aber man kann die Fische zum Glück auch gut tauschen, für mein großes Becken benötige ich noch einige Mollys, und da habe ich dann übers Internet schon jemanden gefunden, der meine Gubbys haben möchte und mir dafür Mollys gibt.

Wichtig ist auch, daß man darauf achtet, keine Inzucht im Becken zu bekommen. So habe ich meine Gubbys gut getrennt, und wenn zu erkennen ist, was Weibchen und was Männchen sind, dann kommen die Männchen in ein anderes Becken, für die jungen Weibchen habe ich schon Männchen von Bekannten bekommen.

Spannend ist natürlich zu sehen, wie die Jungen sich entwickeln, denn zunächst sind sie durchsichtig. Inzwischen hatte dann auch ein Platyweibchen abgelaicht und auch davon haben viele Babys überlebt, die man nun nach vier Wochen erkennen kann. Stolz macht dieser Erfolt zunächst natürlich auch, doch auf Dauer kann es nicht sein, daß die Fische einmal im Monat 20 Babys bekommen, die wir dann behalten, da weiß ich wirklich nicht, wohin damit.

Doch was kann man mit den kleinen Fischen machen,

man kann sie verschenken, wenn man jemanden kennt, der sich selber gerade ein Aquarium angeschafft hat, dann ist das eine gute Möglichkeit.

Tausch ist ebenfalls eine sehr gute Lösung für die kleinen Fische, denn so kommt man so anderen Exemplaren, die einen interessieren, gerade Lebendgebärdene sind ja sehr gut Gesellschaftsfische. Oder aber man tauscht die gleiche Sorte um Inzucht zu verhindern.

Die Fische kann man auch auf den Fischbörsen verkaufen, auf diese Weise schaffen sich Züchter auch immer wieder neue Familien in ihren Becken an, um eben keine Inzucht zu bekommen.

Natürlich stirbt auch in und wieder ein Fisch, gerade Lebendgebärdende haben keine sehr große Lebenserwartung, wie hoch genau die ist, das kann ich jedoch nicht sagen, doch gerade die Weibchen sind schon recht gestresst, durch das ewige trächtig sein und gebärden. So hat man immer neue Fische, die dann die ev. verstrobenen ersetzen kann.

Eine recht heftige Lösung, aber bei zu vielen Fischen nicht unbedingt unumgänglich ist das Verfüttern der kleinen Fische an größere. So läßt man der Natur ihren Lauf und die Fische im eigenen Becken laichen, wer durchkommt, der hat Glück, die anderen werden von den großen Fischen im Becken gefressen. Doch auch hier kommen hin und wieder ein paar der Babys durch.

Es gibt aber auch Züchter, die extra ein Becken mit Lebendgebärdenen haben, wo sie die Kleinen als Futter für ihre Fische züchten. Barsche fressen die kleinen Fische besonders gerne, deswegen haben in einem Gesellschaftsbecken mit Barschen die Jungen Fische keine Chance, wenn man sie erhalten möchte, müssen sie in ein Laichbecken oder extra Becken, bis sie groß genug sind.
Verstecken können sich die Jungen in dichten Pflanzen, aber auch in Pflanzdecken, wo sie von den großen Fischen nicht so leicht gefunden werden.

Die Ernährung der Fische ist denkbar einfach. In erster Linie bekommen meine Fische Flockefutter, doch hin und wieder kaufe ich ihnen ein paar Wasserflöhe, über die sie sich dann freuen, und die sie dann auch gerne verspeisen. Diese sind dann natürlich etwas teurer, als anderes Futter. Flockenfutter kann man schon sehr günstig in Zoogeschäften kaufen, noch günstiger kommt man natürlich über das Internet ran. Vorallem aber hält das Futter sehr lange, so hatte ich auf Vorrat etwas ersteigert, weil ich dachte, eine Dose brauche ich bestimmt im Monat, doch meine erste Dose ist nicht mal hal leer und die ersten Fische habe ich schon gut fünf Wochen. Lebendfutter kaufe ich zwei mal im Monat, somit wird das Futter nicht so teuer. Den Fischen scheint es zu schmecken.
Praktisch ist, daß Lebendgebärdene gerne Algen fressen, die im Aquarium schnell zur Plage werden können. So hatte ich in meinem ersten Becken leichte Algenprobleme, als ich die großen Fisch rausgenommen hatte, die Kleinen haben die Algen nicht geschafft. Doch der Einsatz von Welsen war dann sehr hilfreich, so daß ich keine Algenprobleme mehr habe.


Fazit:
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Mir gefallen meine Lebendgebärdenen, sie sind schön bunt, lebhaft und zum Teil sogar zutraulich. Es macht mir Spaß, ihnen beim schwimmen zuzusehen, es ist so richtig schön entspannend.
Der schnelle Zuchterfolg ist natürlich ein großer Vorteil der Lebendgebärdenen und sehr interessant, bei anderen Fischen muß man schon lange warten, ehe sich Nachwuchs einstellt, wenn der dann überhaupt durchkommt.
Trotzdem kann auch die Vermehrung zur Plage werden und man muß zusehen, was man mit den Fischen macht. Da hilft dann nur noch der Natur ihren Lauf lassen und die Fische nicht in extra Becken setzen, sondern sie dann verfüttern oder eben Männchen und Weibchen trennen, damit es keinen Nachwuchs mehr geben kann.
Auf jeden Fall sollte man nicht mit einem zu kleinen Becken anfangen, lieber ein 80 cm Becken mit max. 10 Fischen die sich dann in Ruhe vermehren können. Allerdings sollte man dann hin und wieder Männchen oder Weibchen austauschen, eben wegen der Inzucht, die bei den Gubbys leider schnell mal eintreten kann.

27 Bewertungen, 1 Kommentar

  • Fossil79

    21.09.2008, 22:15 Uhr von Fossil79
    Bewertung: besonders wertvoll

    habe mir jetzt auch ein Aquarium zulegt....nach deinem Bericht können jetzt auch die Fische kommen :O)