Guppy Testbericht

Guppy
ab 17,33
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Summe aller Bewertungen
  • Futterkosten:  sehr gering
  • Pflegeaufwand:  sehr gering

Erfahrungsbericht von telemo

Eine Million - Einfach nur so.

Pro:

Leichte Halzung

Kontra:

Eigentlich nix

Empfehlung:

Ja

Oftmals wurde der Guppy auch als Millionenfisch bezeichnet. Warum? Nun, darauf werde ich im Laufe des Berichtes genauer eingehen.
Außerdem möchte ich kurz ein paar Besonderheiten zu diesem interessanten Fisch vorstellen, denn er ist nicht einfach nur ein Guppy. Nein, er ist viel mehr und zieht auch heute noch viele alteingesessene Aquarianer in seinen Bann.

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Die Herkunft

Beheimatet ist der Guppy ursprünglich im Karibischen Raum, Mittel- und Südamerika. Und dort sind sie fast in jedem Gewässer anzutreffen. Ob nun Bäche oder stehende Gewässer. Auf Grund seiner hervorragenden Anpassungsfähigkeit ist es für ihn kein Problem mit unterschiedlichen Lebensbedingungen zu Recht zu kommen. Verschlammte Gewässer wie auch kleine kühle Bäche in höheren Lagen bewohnt er dort.

Aufgrund seiner weltweiten Beliebtheit ist er aber nicht nur in diesen Regionen anzutreffen. Ausgewildert wurde er in vielen Teilen der Erde. So in Australien, Afrika und Asien und Südeuropa. Also alles Regionen in denen er ein Klima vorfindet, das seinen Lebensbedingungen entspricht. Ihr seht also dass der Mensch mal wieder kräftig nachgeholfen hat und in den Kreislauf der Natur eingegriffen hat.

Vergessen möchte ich auf keinen Fall den Lateinischen Namen dieser Fische. Die Ichthyologen versahen den Guppy mit den Namen Poecilia reticulata. Eigentlich kein Zungenbrecher. Aber ich habe noch nie jemanden erlebt, der den Guppy so genannt hat.

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Geschlechtsunterschiede

Hier wird es im Gegensatz zu vielen anderen Fischen recht leicht Männchen und Weibchen zu unterscheiden. Während die Weibchen bis 6 cm groß werden könne die Männchen eine Größe von nur 3 cm erreichen. Des Weiteren sind es gerade die Männchen die, die Aquarianer in ihren Bann ziehen, denn gerade ihre Farbenpracht ist in der Aquaristik wohl einmalig. Wobei ich jetzt nicht die Farbenpracht an sich meine. Nein, es sind die Unterschiedlichsten Farben die diese Tiere durch Züchtungen erreichen können. Die Farben sind scheinbar unerschöpflich und ich staune immer wieder, wenn ich in anderen Städten bin. Immer wieder entdecke ich Farben die ich noch nie gesehen habe. Die Weibchen bleiben allerdings fast immer gleich in ihren Farben. Lediglich die Farben der Schwanzflossen sind unterschiedlich. Bei genaueren hinsehen gibt es sicherlich weitere Unterschiede, aber das würde jetzt zu weit führen.

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Die Haltung

Und hier lässt sich gleich das wichtigste vorneweg sagen. Der Guppy ist ohne Bedenken für jeden Anfänger zu empfehlen. Er hat die Fähigkeit sich sowohl an hartes, wie auch weiches, alkalisches und saures Wasser anzupassen. Auch ich habe einmal mit diesem Hobby angefangen. Und seit dem begleitet mich der Guppy bis zum heutigen Tag. Es ist schon erstaunlich, wie schnell sich der Guppy an verschiedenste Wasserverhältnisse gewöhnt. Als Empfehlung möchte ich einen ph-Wert von 7 und eine Härte zwischen 4 bis 8 aussprechen. Aber wie bereits erwähnt sind die Wasserwerte von unterordneter Rolle. Die Wassertemperatur sollte zwischen 24 bis 26 Grad liegen und auf eine Mindesttemperatur von 18 Grad sollte geachtet werden.

Die Aquariumgröße stellt für die Guppys keine große Rolle. Ab 50 cm Beckenlänge fühlen sie sich sehr wohl. Auch sollte darauf geachtet werden dass mindestens 7 Tiere gehalten werden. Der Guppy schwimmt gerne in Gruppen und zeigt ein typisches Schwarmverhalten. Der Platzbedarf der Guppys lässt sich anhand einer ganz einfachen Rechnung ermitteln. Das Männchen benötigt ungefähr 3 Liter und das Weibchen ca. 4 Liter Wasser zur Haltung. Von einer Beckengröße unter 50 Liter ist die Haltung allerdings gänzlich abzuraten. Dieses wäre keine artgerechte Haltung mehr. Und dieses wollen wir ja auch nicht. telemo 13.02.03 Allerdings sollte man jetzt nicht denken, dass der Guppy ein Fisch ist, den nichts umhaut. Natürlich ist ein Wasserwechsel alle 14 bis 20 Tage erforderlich. Der Guppy reagiert auf Schadstoffe, wie erhöhte Nitrat und Nitritwerte genauso wie auf erhöhte Ammoniak und Ammoniumwerte. Sollten also Merkmale wie Flossenfäule oder Verpilzungen bemerkt werden besteht sofortiger Handlungsbedarf.

Zum Besatz lässt sich noch sagen dass immer mehr Weibchen eingesetzt werden sollten als Männchen. Hier muss man natürlich abwiegen, denn viele achten auf verschiedene Zuchtformen. Aber als Grundsatz sollte darauf geachtet werden dass immer mehr Weibchen als Männchen vorhanden sein sollten.

An die Inneneinrichtung stellt der Guppy eigentlich keine hohen Ansprüche. Allerdings sei gesagt dass eine gute Bepflanzung durchaus sinnvoll ist. Hier können sich Nachzuchten gut verstecken, denn manche Eltern verwechseln ihre Jungen auch mit Lebendfutter. Aber nicht nur die Eltern. Auch andere Bewohner unserer Aquarien vernaschen die Jungen recht gern. Ob man nun Wurzeln ins Becken stellt sollte jeder selbst entscheiden. Hier scheiden sich die Geister, denn im Allgemeinen senken wurzeln den ph-Wert. Ich konnte jedenfalls keine negativen Auswirkungen feststellen und meine Guppys fühlen sich auch so recht wohl.

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Die Vergesellschaftung

Aufgrund seiner friedvollen Eigenart ist der Guppy hervorragend dazu geeignet mit anderen Fischen zusammen gehalten zu werden. Ich selbst habe ihn schon mit Barschen zusammengehalten. Dieses allerdings in einem stark bepflanzten Aquarium mit einer Größe von 400 Liter. Hier konnte er sich gut verstecken und war vor Angriffen der Barsche geschützt. Das sollte allerdings nicht der Normalfall sein. In einem Gesellschaftsbecken wäre ein Zusammenleben mit Neons, Panzerwelsen und Salmlern, Platys, Mollys und Schwertträger durchaus möglich und dürfte Keine Probleme bereiten. Also ergibt sich aus dieser Zusammenstellung die Eignung für Anfänger. Hier kann wahrlich nichts mehr schief gehen.

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Futter

Hier lässt sich eigentlich sagen dass der Guppy nicht sehr wählerisch ist. Er frisst so gut wie alles. Aber bitte nicht übermütig werden und das übrig gebliebene Schulbrot der Kinder ins Aquarium schmeißen. So ist das nun wieder auch nicht gemeint. Ich meine hier eher jedes Futter das für Zierfische geeignet ist. Flockenfutter, Futtertabletten, Pelez, aber auch Lebendfutter wie Mückenlarven oder Wasserflöhe nehmen unsere Guppys dankbar entgegen. Wir haben also keine Probleme unsere Fische zu ernähren.

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Die Zucht

Jetzt könnt ich beinah schreiben: Mein Lieblingsthema. Allerdings werde ich mich kurz fassen, denn die Guppyzucht alleine wäre schon einen Bericht wert. Im Großen und Ganzen lässt sich sagen dass die Zucht der Guppys auch für den Anfänger keine Probleme darstellt. Und ich glaube jeder der diese Fische bisher hatte, konnte auch schon Nachwuchs bewundern.

Was macht jetzt allerdings die Zucht der Guppys so interessant. Als erstes wäre da, dass sie Lebendgebärend sind. Sie bringen also bereits lebende Jungtiere zur Welt und legen keine Eier. Diese kleinen schwimmen sofort frei und bewegen sich meist ungehindert im Aquarium. Allerdings immer um ihr Leben fürchtend, denn sie sind, wie bereits erwähnt, gern gesehenes Lebendfutter. Die Eltern betreiben keine Brutpflege und überlassen die Jungen sich selbst. Also sind die kleinen von Anfang an auf sich selbst gestellt.

Nun aber zum Eigentlichen. Auf ein Männchen sollten 2 Weibchen kommen. Die Männchen bedrängen die Weibchen sehr stark, so dass dieses für die Weibchen sehr anstrengend sein kann. Nach der Paarung sind die Weibchen an ihren deutlich angeschwollenen Bauch zu erkennen, wobei eine Befruchtung meist für mehrere Würfe ausreicht. telemo 13.02.03 Bis die Jungen geboren werden dauert es ca. 6 bis 8 Wochen. Meist sind die Weibchen so prall, dass man durch ihren Bauch die Augen der Jungen erkennen kann. Spätestens jetzt sollte man einen Laichkasten benutzen. Durch einen kleinen Rost fallen die Jungen hindurch und sind so von vorneherein vor der Mutter geschützt. Jetzt kann man in extra Aquarien die kleinen großziehen.

Das Futter für die Aufzucht ist recht einfach zu besorgen. Staubfutter oder fein geriebenes Flockenfutter ist hier genauso geeignet wie Nauplien usw. Die Jungen wachsen bei einer gesunden Ernährung recht schnell. Meist sind sie nach 3 Monaten so weit dass sie in die Gesellschaftsbecken dazu gesetzt werden können.

Das war es in großen Zügen zur Zucht. Erwähnen möchte ich auf jeden Fall noch dass Guppys gerade wegen ihren vielen verschiedenen Zuchtformen so beliebt sind. Viele Aquarianer auf der ganzen Welt haben sich einzig und allein der Zucht von diesem Fisch gewidmet. Und ehrlich gesagt ist es auch sehr interessant. Es finden öfter Guppyschauen statt. Hier kann man die schönsten Tiere bewundern die wunderschöne Farben und Zuchtformen besitzen. Man merkt den Besitzern dieser Tiere auch einen gewissen Stolz an. Hierbei handelt es sich aber schon um spezielle Zuchten. Ein Laie wird hier sicher nicht mithalten können. Aber wozu auch. Meist ist man ja schon zufrieden, wenn zu Hause alles wächst und gedeiht.


Nun, aber noch zu meiner Überschrift, dieses Berichtes. Eine Million, einfach so. Sicher wird der eine oder andere denken, der übertreibt maßlos. Mag schon sein. Aber der Guppy ist durchaus in der Lage sich so weit zu vermehren, dass es zur Plage werden kann. Spätestens dann sollte man sich Gedanken machen, wie man Tiere loswird. Und damit ist jetzt keineswegs das Klo gemeint. telemo 13.02.03 Im Bekanntenkreis wird man diese Fische sicher schnell los. Man sollte also darauf achten, nicht zu viele Fische nachzuzüchten.
Wer allerdings professionell züchte will und einen Abnehmer für größere Mengen hat kann hier schnell ein paar Mark verdienen. Aber selten wird einen die Branche 500 Guppys abnehmen. Ich habe vor vielen Jahren bei einem Bekannten einen interessanten Versuch beobachten können. Die Zucht der Guppys im Gartenteich. Die Aquarianer werden denken, der spinnt. Nun, ich habe es anfangs auch nicht geglaubt, aber es funktioniert. In einem Gartenteich der Größe von ca. 8 m² wurden 10 Weibchen und 6 Männchen in Juni eingesetzt. Bereits im August wimmelte es nur so von jungen Guppys. Ich war erstaunt wie das Funktionierte. Mit ein paar Sicherungsmaßnahmen konnte die gesamte Brut durchgebracht werden. Und es waren am Ende weit mehr als 500 dieser wunderschönen Tiere. Wichtig ist natürlich bei einer Vermehrung dieser art, die Wasserwerte sowie äußere Einflüsse genau zu beobachten. Aber, wie gesagt. Es hat funktioniert und das war entscheidend.

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Mein Fazit

Zum Glück nicht so ausführlich. Der Guppy ist ein wunderschöner Bewohner unserer Aquarien, für den ich unbedingt eine Empfehlung aussprechen möchte. Jeder Anfänger lernt hier die Haltung der Fische und der Guppy verzeiht auch mal Fehler. Aber bitte nicht denken, da passiert nichts. Denkt daran. Der Guppy hat genauso eine lebenswerte Haltung verdient wie jedes andere Lebewesen. Immerhin erreicht dieser Fisch ein Alter von bis zu 9 Jahre. Wir erhalten ihn in den Zoofachgeschäften für recht unterschiedliche Preise. Ich sah ihn schon für 50 Cent, aber auch für 4 Euro, was allerdings maßlos überzogen ist. Mehr wie 2 Euro würde ich persönlich nicht ausgeben. Wer allerdings mit seiner Guppyvermehrung sorgsam ist, kauft einmal welche und für den Rest seines Aquarianerdaseins nie wieder welche. Mich wundert es trotzdem immer wieder, wie oft diese Tiere doch verkauft werden. Viele sehen ihn nicht so vollwertig an, wie z.B. Barsche oder andere wertvolle Tiere. Grundverkehrt sag ich da nur.

Ich hoffe ich konnte dem interessierten wieder einen Bewohner unserer Aquarien vorstellen und wünsche euch viel Spaß mit der Aquaristik.

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