Guppy Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Summe aller Bewertungen
- Futterkosten:
- Pflegeaufwand:
Erfahrungsbericht von archon66
Totale Inzucht !
Pro:
Männchen sehen wunderschön aus, lassen sich leicht züchten
Kontra:
Tiere aus manchen Läden viel zu hoch gezüchtet und jetzt krankheitsanfällig, Weibchen blass
Empfehlung:
Ja
Auf der Suche nach oft gelesenen Themen und Produkten bin ich heute auf Aquarienfische gestoßen und möchte jetzt meine aufwendige 5-jährige Erfahrung niederschreiben. Ich fange mit den wohl beliebtesten Fisch in Deutschland anfangen: Den Guppy.
_/_/_/_/_/1.BESONERHEITEN_/_/_/_/_/
Das erst-auffallende an den Guppies sind auf jeden Fall die großen Flossen und die extrem bunten Farben bei den Männchen mit denen sie um die Weibchen kämpfen. Laichzeit ist nämlich bei den Guppies rund ums Jahr was sich auch im Aquarium bemerkbar macht: Bei einer einigermaßen guten Haltung kann ein Weibchen jeden Monat 20-40 Junge zur Welt bringen ! Der Guppy wird deshalb oft „Millionenfisch“ genannt. Eine Besonderheit ist hierbei das die Guppies keine Eier legen sondern Junge zur Welt bringen ! Die Männchen besitzen dazu ein schmales Geschlechtorgan mit denen sie die Weibchen innen befruchten. Guppies galten damals als leicht zu pflegende Tiere was aber heute nicht mehr zutrifft. Die Guppies die man nämlich im Handel bekommt sind in Folge starker Zucht total krankheitsanfällig und empfindlich geworden.
_/_/_/_/_/2.AUSSEHEN_/_/_/_/_/
_____________Männchen___________
Als ich die ersten Fische für mein Aquarium suchte, stockte ich als ich im Zoofachhandel an ein Aquarium mit diesen Fischen vorbei kam. Die Männchen sehen so wunderschön aus (siehe Foto oben) ! Sie haben eine gigantische, wohlgeformte Schwanzflosse bei einem ziemlich kleinen Körper. Die Flosse ist meist Triangelförmig und sieht beim Schwimmen aus als würde ein Tuch im Wind flattern. Die Rückenflosse ist ebenfalls ziemlich groß und von gleicher Art wie die Schwanzflosse, nur eben kleiner. Sie hängt den Männchen immer wie langes Haar an einer Seite runter. Die anderen Flossen sind normal, zumindest von der Art denn auch sie sind unnatürlich groß für den Körper. Auffallend ist nur die Afterflosse die bei den Männchen ziemlich dünn und lang ist. Der Körper ist wie bereits erwähnt sehr klein und sehr schlank. Die Schwanzwurzel ist ungewöhnlich lang und die Schuppen erkennt man kaum. Die Augen sind sehr groß und das Maul oberständig. Die Farben sind.... Oh Gott sind diese Tierchen bunt ! Es gibt Guppies wirklich in allen Farbvariationen, in dunkelblau, blau, hellblau, türkis, violett, rosa, orange, gelb, blutrot, rostrot, pink, hellbraun, dunkelbraun, schwarz, weiß, grau und fast alle diese Farben in glitzernden Neonvariationen, von einander scharf abgegrenzt, mit verwaschenen Übergängen, in kräftigen und blassen Variationen –uff!- vielleicht welche der buntesten Tiere auf dieser Welt ! (Aber Vorsicht: So bunt sind nur die Zuchtformen, die Wildformen die man nur selten im Handel bekommt sind fetter, mit kürzeren Flossen und nur wenigen blassen roten und gelben Farbtupfern).
Note=0+
______________Weibchen___________
Unterschiedlicher können Männchen und Weibchen im Tierreich kaum sein ! Während die Männchen so...(wie eben genannt) sind, sind die Weibchen fett, mit größeren Schuppen, kleinen Flossen, und von der Färbung abgesehen von roten, schwarzen, blauen und gelben Schimmern in der Schwanzflossen total erdfarben.
Auffallend ist aber immer noch die lange Schwanzwurzel, die großen Augen, das oberständige Maul und zusätzlich noch eine sehr runde Schwanzflosse.
Note=4
__________Verhalten____________
Die Tiere sind sehr schwimmfreudig und bleiben nie stehen, sie halten sich immer in sehr lockeren Gruppen im freien Schwimmbereich zwischen Oberfläche und Mitte des Aquariums auf. Die Männchen schwimmen den Weibchen pausenlos hinterher und „nerven“ sie. Zu anderen Fischen im Aquarium verhalten sich Guppies total neutral (machen so als wären sie nicht da) und nerven ruhebedürftige Fische nur wenn man die Guppies in sehr großen Gruppen hält. Guppies sind vor allem in Gruppen von 8-15 Tieren schön und passen gut zu anderen kunterbunten Fischen (Goldfische, weitere Lebendgebärende Zahnkarpfen und Killifische) aber weniger zu einfarbigen, blassen Tieren.
Note=2-
_/_/_/_/_/2.PFLEGE_/_/_/_/_/
Ich weiß nicht ob das bei euch auch so ist, aber bei uns sind die Guppies aus dem Zoofachhandel total empfindlich und krankheitsanfällig ! Das liegt alles daran das die Tiere total überzüchtet sind. Die Züchter wollen immer schönere Tiere „erschaffen“ und kreuzen deshalb Tiere mit gleichen Merkmalen untereinander um besonders schöne Merkmale wie extra lange Flossen oder extrabunte Farben hinzubekommen. Bei dieser Zucht werden aber nicht nur Körpermerkmale verstärkt sondern auch die Anfälligkeit gegen bestimmte Umwelteinflüsse und Krankheiten werden stärker. Bei den Guppies ist das so extrem geworden !
Früher konnte man zu Recht sagen das Guppies robust und anspruchslos sind. Das sind sie auch immer noch aber nur die „natürlichere“ Tiere, die man allerdings kaum im Handel erhält und die ziemlich farblos sind. Wenn man nach diesen ursprünglichen Guppies sucht sollte man auf kürzere Flossen und sehr blassen Farben bei den Männchen achten, wenn die Männchen im selben Aquarium wo sie verkauft werden noch total unterschiedlich gefärbt sind, dann handelt es sich wohl um welche der Stammtiere.
Komm ich mal zu den Pflege- und Haltungsvoraussetzungen (ich versuch mich mal kurz zu halten)
______________Wasser______________
Die Wassertemperatur sollte bei 25-30 °C wenn nicht dann möglichst warm, die Gesamthärte sollte bei 14-30 ° liegen (möglichst hoch), der PH-Wert lieber immer über den neutralen Punkt also 7,0-8,5 und gannnnnnnz wichtig: Die Wasserverschmutzung muss so gering wie möglich sein ! Nitrit und Ammoniak sollten sich kaum nachweisen lassen und der Nitratwert sollte 15 ml nicht übersteigen. Guppies fühlen sich übrigens bei einem kontrolliert erhöhtem Salzgehalt besonders gut (die Pflanzen aber nicht). Das gilt jetzt nur für die Zuchtformen die man immer bekommt, die normalen Guppies kann man in fast jedes Wässerchen reinsetzten.
Kleiner Tipp: wenn sich die Tiere im Aquarium vermehren werden die Jungen viel widerstandsfähiger als die gekauften Erwachsene.
___________Einrichtung/Vergesellschaftung_________
An Einrichtung bedarf es nicht viel, viel freier Schwimmraum, lockerer Pflanzenwuchs an den Seiten, dunkle, ruhige Plätze an der Oberfläche des Aquariums, einige Schwimmpflanzen mit langen Wurzeln und die Guppies fühlen sich optimal. Das Becken sollte mindestens 60 cm lang sein, besser sind 80cm. Dann sollte man die Guppies noch mindestens zu 6 halten sonst kümmern sie (desto mehr Tiere desto besser), außerdem sollten im Schwarm immer mehr Weibchen als Männchen gehalten werden, weil diese den Weibchen viel Stress machen. Der Guppy ist außerdem ein guter Gesellschaftsfisch und verträgt sich mit praktisch jedem Fisch der keine Anstalten macht sie zu fressen. Nur Fische die gerne an langen Flossen knabbern (Sumatrabarben) sind absolut nichts für Guppies und ein großer Schwarm Guppies (über 10 Tiere) kann ruhebedürftigen Fischen mächtig auf den Geist gehen.
_____________Pflege______________
Um den Nitratgehalt gering zu halten ist ein häufiger Wasserwechsel, schnellwachsende Pflanzen und ein guter Filter wichtig. Füttern kann man diese Tiere mit jedem guten Flockenfutter. Noch besser ist Grünfutter in Flockenform das man oft bekommt.
Note=3
_/_/_/_/_/3.ZUCHT_/_/_/_/_/_/
____________Geschlechtsunterschied____________
Sehr einfach zu erkennen. Männchen haben viel größere Schwanzflosse bei einem kleineren Körper und sind viel bunter. Weibchen haben normalgroße Flossen, sind kaum gefärbt und ziemlich fett.
____________Nötige Pflege________________
Vermehren tun sich Guppies meist ohne das man was dazu tut. Man kann aber nachhelfen indem man viel eiweißreiches wie rote Mückenlarven oder Tubifex füttert und Stress vermeidet indem man nur wenig Fische hält und die Fische in einem großen Becken hält. In größeren Schwärmen werden die Weibchen außerdem schneller schwanger.
_______________Haltung__________________
Wer nur langsam Guppies züchten möchte der kann die Guppies mit den Jungen im Gesellschaftsbecken halten. Einzige Vorraussetzung ist nur keine große oder räuberische Fische, dichte Randbepflanzung und (ganz wichtig) viele Schwimmpflanzen. Dann können die Jungen im Aquarium zur Welt kommen, können sich in der Randbepflanzung und in den Schwimmpflanzen verstecken und dort aufwachsen und ernähren sich solange sie noch kein großes Futter fressen können von Algen im Aquarium. Dabei werden viele Junge gefressen, sonst würde es aber auch zur einer totalen Überbevölkerung kommen.
Wer aber Guppies gezielt und in größeren Maßen züchten möchte muss die Jungfische erst mal einzeln hochziehen. Dann sollte man bei den Weibchen auf den braun-schwarzen Fleck vor der Schwanzwurzel achten: erkennt man dort vor dem Füttern kleine Augen steht eine Geburt bevor.
Dann muss man das Weibchen in ein möglichst großen Guppytank setzen (ein Guppytank ist ein an der Oberfläche schwimmender Kasten mit Schlitzen an der Seite für den Wasseraustausch. In diesem Tank kann die Mutter ihre Jungen zu Welt bringen, sind die Jungen geschützt vor den anderen Fischen und können dort auch in den ersten Tagen gehalten werden. Wenige Stunden nachdem keine Kinder mehr geboren werden setz man die Mutter wieder zu den erwachsenen Guppies, bei den Jungen kann man sie nur wenige Stunden halten danach fängt sie an die Jungen zu fressen.
Die Jungen kann man die ersten Tage im Guppytank halten oder in ein extra Zuchtbecken setzen wo man nur Jungfische hält. Später wenn sie rumschwimmen muss man sie min 3-4 am Tag mit Staubfutter aus dem Zoofachhandel füttern und im Becken sollten sich einige Schnecken befinden die Futterreste fressen und Schwimmpflanzen die alles etwas abdunkeln.
Wenn die Jungen groß genug sind das sie bei den Erwachsenen nicht mehr gefressen werden sollte man sie unbedingt zu den Großen setzen weil sie sich da besser fühlen und besser wachsen.
Wenn man die Guppies so intensiv züchtet sollte man aber wissen wo man sie später hingeben möchte und ob man ein genügend großes Becken hat.
Note=1
_/_/_/_/_/4.ALLGEMEINE DATEN_/_/_/_/_/
deut. Name: Guppy
lat. Name: Poecilia reticulata
Länge: ~4-5 cm (max:6cm)
Preis: 1,50-2,25 €
_/_/_/_/_/5FAZIT_/_/_/_/_/
Wegen dem meist hochgezüchteten Genotyp (Erbbild), finde ich, dass Guppies nichts für Anfänger sind wie oft gesagt wird, den sie sind so krankheitsanfällig und empfindlich. Einigermassen erfahrene „Aquarianer“ bekommen mit den Guppies aber wunderschöne Pfleglinge, die sich auch noch leicht züchten lassen.
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Das erst-auffallende an den Guppies sind auf jeden Fall die großen Flossen und die extrem bunten Farben bei den Männchen mit denen sie um die Weibchen kämpfen. Laichzeit ist nämlich bei den Guppies rund ums Jahr was sich auch im Aquarium bemerkbar macht: Bei einer einigermaßen guten Haltung kann ein Weibchen jeden Monat 20-40 Junge zur Welt bringen ! Der Guppy wird deshalb oft „Millionenfisch“ genannt. Eine Besonderheit ist hierbei das die Guppies keine Eier legen sondern Junge zur Welt bringen ! Die Männchen besitzen dazu ein schmales Geschlechtorgan mit denen sie die Weibchen innen befruchten. Guppies galten damals als leicht zu pflegende Tiere was aber heute nicht mehr zutrifft. Die Guppies die man nämlich im Handel bekommt sind in Folge starker Zucht total krankheitsanfällig und empfindlich geworden.
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_____________Männchen___________
Als ich die ersten Fische für mein Aquarium suchte, stockte ich als ich im Zoofachhandel an ein Aquarium mit diesen Fischen vorbei kam. Die Männchen sehen so wunderschön aus (siehe Foto oben) ! Sie haben eine gigantische, wohlgeformte Schwanzflosse bei einem ziemlich kleinen Körper. Die Flosse ist meist Triangelförmig und sieht beim Schwimmen aus als würde ein Tuch im Wind flattern. Die Rückenflosse ist ebenfalls ziemlich groß und von gleicher Art wie die Schwanzflosse, nur eben kleiner. Sie hängt den Männchen immer wie langes Haar an einer Seite runter. Die anderen Flossen sind normal, zumindest von der Art denn auch sie sind unnatürlich groß für den Körper. Auffallend ist nur die Afterflosse die bei den Männchen ziemlich dünn und lang ist. Der Körper ist wie bereits erwähnt sehr klein und sehr schlank. Die Schwanzwurzel ist ungewöhnlich lang und die Schuppen erkennt man kaum. Die Augen sind sehr groß und das Maul oberständig. Die Farben sind.... Oh Gott sind diese Tierchen bunt ! Es gibt Guppies wirklich in allen Farbvariationen, in dunkelblau, blau, hellblau, türkis, violett, rosa, orange, gelb, blutrot, rostrot, pink, hellbraun, dunkelbraun, schwarz, weiß, grau und fast alle diese Farben in glitzernden Neonvariationen, von einander scharf abgegrenzt, mit verwaschenen Übergängen, in kräftigen und blassen Variationen –uff!- vielleicht welche der buntesten Tiere auf dieser Welt ! (Aber Vorsicht: So bunt sind nur die Zuchtformen, die Wildformen die man nur selten im Handel bekommt sind fetter, mit kürzeren Flossen und nur wenigen blassen roten und gelben Farbtupfern).
Note=0+
______________Weibchen___________
Unterschiedlicher können Männchen und Weibchen im Tierreich kaum sein ! Während die Männchen so...(wie eben genannt) sind, sind die Weibchen fett, mit größeren Schuppen, kleinen Flossen, und von der Färbung abgesehen von roten, schwarzen, blauen und gelben Schimmern in der Schwanzflossen total erdfarben.
Auffallend ist aber immer noch die lange Schwanzwurzel, die großen Augen, das oberständige Maul und zusätzlich noch eine sehr runde Schwanzflosse.
Note=4
__________Verhalten____________
Die Tiere sind sehr schwimmfreudig und bleiben nie stehen, sie halten sich immer in sehr lockeren Gruppen im freien Schwimmbereich zwischen Oberfläche und Mitte des Aquariums auf. Die Männchen schwimmen den Weibchen pausenlos hinterher und „nerven“ sie. Zu anderen Fischen im Aquarium verhalten sich Guppies total neutral (machen so als wären sie nicht da) und nerven ruhebedürftige Fische nur wenn man die Guppies in sehr großen Gruppen hält. Guppies sind vor allem in Gruppen von 8-15 Tieren schön und passen gut zu anderen kunterbunten Fischen (Goldfische, weitere Lebendgebärende Zahnkarpfen und Killifische) aber weniger zu einfarbigen, blassen Tieren.
Note=2-
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Ich weiß nicht ob das bei euch auch so ist, aber bei uns sind die Guppies aus dem Zoofachhandel total empfindlich und krankheitsanfällig ! Das liegt alles daran das die Tiere total überzüchtet sind. Die Züchter wollen immer schönere Tiere „erschaffen“ und kreuzen deshalb Tiere mit gleichen Merkmalen untereinander um besonders schöne Merkmale wie extra lange Flossen oder extrabunte Farben hinzubekommen. Bei dieser Zucht werden aber nicht nur Körpermerkmale verstärkt sondern auch die Anfälligkeit gegen bestimmte Umwelteinflüsse und Krankheiten werden stärker. Bei den Guppies ist das so extrem geworden !
Früher konnte man zu Recht sagen das Guppies robust und anspruchslos sind. Das sind sie auch immer noch aber nur die „natürlichere“ Tiere, die man allerdings kaum im Handel erhält und die ziemlich farblos sind. Wenn man nach diesen ursprünglichen Guppies sucht sollte man auf kürzere Flossen und sehr blassen Farben bei den Männchen achten, wenn die Männchen im selben Aquarium wo sie verkauft werden noch total unterschiedlich gefärbt sind, dann handelt es sich wohl um welche der Stammtiere.
Komm ich mal zu den Pflege- und Haltungsvoraussetzungen (ich versuch mich mal kurz zu halten)
______________Wasser______________
Die Wassertemperatur sollte bei 25-30 °C wenn nicht dann möglichst warm, die Gesamthärte sollte bei 14-30 ° liegen (möglichst hoch), der PH-Wert lieber immer über den neutralen Punkt also 7,0-8,5 und gannnnnnnz wichtig: Die Wasserverschmutzung muss so gering wie möglich sein ! Nitrit und Ammoniak sollten sich kaum nachweisen lassen und der Nitratwert sollte 15 ml nicht übersteigen. Guppies fühlen sich übrigens bei einem kontrolliert erhöhtem Salzgehalt besonders gut (die Pflanzen aber nicht). Das gilt jetzt nur für die Zuchtformen die man immer bekommt, die normalen Guppies kann man in fast jedes Wässerchen reinsetzten.
Kleiner Tipp: wenn sich die Tiere im Aquarium vermehren werden die Jungen viel widerstandsfähiger als die gekauften Erwachsene.
___________Einrichtung/Vergesellschaftung_________
An Einrichtung bedarf es nicht viel, viel freier Schwimmraum, lockerer Pflanzenwuchs an den Seiten, dunkle, ruhige Plätze an der Oberfläche des Aquariums, einige Schwimmpflanzen mit langen Wurzeln und die Guppies fühlen sich optimal. Das Becken sollte mindestens 60 cm lang sein, besser sind 80cm. Dann sollte man die Guppies noch mindestens zu 6 halten sonst kümmern sie (desto mehr Tiere desto besser), außerdem sollten im Schwarm immer mehr Weibchen als Männchen gehalten werden, weil diese den Weibchen viel Stress machen. Der Guppy ist außerdem ein guter Gesellschaftsfisch und verträgt sich mit praktisch jedem Fisch der keine Anstalten macht sie zu fressen. Nur Fische die gerne an langen Flossen knabbern (Sumatrabarben) sind absolut nichts für Guppies und ein großer Schwarm Guppies (über 10 Tiere) kann ruhebedürftigen Fischen mächtig auf den Geist gehen.
_____________Pflege______________
Um den Nitratgehalt gering zu halten ist ein häufiger Wasserwechsel, schnellwachsende Pflanzen und ein guter Filter wichtig. Füttern kann man diese Tiere mit jedem guten Flockenfutter. Noch besser ist Grünfutter in Flockenform das man oft bekommt.
Note=3
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____________Geschlechtsunterschied____________
Sehr einfach zu erkennen. Männchen haben viel größere Schwanzflosse bei einem kleineren Körper und sind viel bunter. Weibchen haben normalgroße Flossen, sind kaum gefärbt und ziemlich fett.
____________Nötige Pflege________________
Vermehren tun sich Guppies meist ohne das man was dazu tut. Man kann aber nachhelfen indem man viel eiweißreiches wie rote Mückenlarven oder Tubifex füttert und Stress vermeidet indem man nur wenig Fische hält und die Fische in einem großen Becken hält. In größeren Schwärmen werden die Weibchen außerdem schneller schwanger.
_______________Haltung__________________
Wer nur langsam Guppies züchten möchte der kann die Guppies mit den Jungen im Gesellschaftsbecken halten. Einzige Vorraussetzung ist nur keine große oder räuberische Fische, dichte Randbepflanzung und (ganz wichtig) viele Schwimmpflanzen. Dann können die Jungen im Aquarium zur Welt kommen, können sich in der Randbepflanzung und in den Schwimmpflanzen verstecken und dort aufwachsen und ernähren sich solange sie noch kein großes Futter fressen können von Algen im Aquarium. Dabei werden viele Junge gefressen, sonst würde es aber auch zur einer totalen Überbevölkerung kommen.
Wer aber Guppies gezielt und in größeren Maßen züchten möchte muss die Jungfische erst mal einzeln hochziehen. Dann sollte man bei den Weibchen auf den braun-schwarzen Fleck vor der Schwanzwurzel achten: erkennt man dort vor dem Füttern kleine Augen steht eine Geburt bevor.
Dann muss man das Weibchen in ein möglichst großen Guppytank setzen (ein Guppytank ist ein an der Oberfläche schwimmender Kasten mit Schlitzen an der Seite für den Wasseraustausch. In diesem Tank kann die Mutter ihre Jungen zu Welt bringen, sind die Jungen geschützt vor den anderen Fischen und können dort auch in den ersten Tagen gehalten werden. Wenige Stunden nachdem keine Kinder mehr geboren werden setz man die Mutter wieder zu den erwachsenen Guppies, bei den Jungen kann man sie nur wenige Stunden halten danach fängt sie an die Jungen zu fressen.
Die Jungen kann man die ersten Tage im Guppytank halten oder in ein extra Zuchtbecken setzen wo man nur Jungfische hält. Später wenn sie rumschwimmen muss man sie min 3-4 am Tag mit Staubfutter aus dem Zoofachhandel füttern und im Becken sollten sich einige Schnecken befinden die Futterreste fressen und Schwimmpflanzen die alles etwas abdunkeln.
Wenn die Jungen groß genug sind das sie bei den Erwachsenen nicht mehr gefressen werden sollte man sie unbedingt zu den Großen setzen weil sie sich da besser fühlen und besser wachsen.
Wenn man die Guppies so intensiv züchtet sollte man aber wissen wo man sie später hingeben möchte und ob man ein genügend großes Becken hat.
Note=1
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deut. Name: Guppy
lat. Name: Poecilia reticulata
Länge: ~4-5 cm (max:6cm)
Preis: 1,50-2,25 €
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Wegen dem meist hochgezüchteten Genotyp (Erbbild), finde ich, dass Guppies nichts für Anfänger sind wie oft gesagt wird, den sie sind so krankheitsanfällig und empfindlich. Einigermassen erfahrene „Aquarianer“ bekommen mit den Guppies aber wunderschöne Pfleglinge, die sich auch noch leicht züchten lassen.
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