Guppy Testbericht

Guppy
ab 17,33
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Summe aller Bewertungen
  • Futterkosten:  sehr gering
  • Pflegeaufwand:  sehr gering

Erfahrungsbericht von Aphrodite73

Die besten Fische für den Anfänger

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Lieber yopi-Leser(innen),

mein Aquararium habe ich nun schon seit vielen Jahren und seit ungefähr 6 Jahren habe ich ein zweites für die Aufzucht meiner Jungfische.
Heute möchte ich meine Erfahrungen mit den Guppies hier weitergeben, denn diese Fischart habe ich von Anfang an und sie sind gerade für Anfänger bestens geeignet. Aber auch ich habe sie heute noch in meinem Aquarium.

Das Aussehen

Die Guppies unterscheiden sich nicht nur in den äußeren Geschlechtsmerkmalen, sondern auch in Größe und Farbe.
Die Männchen sind bis zu 4 Zentimetern groß und sind schön bunt. Es gibt auch etwa 12 verschiedene Schwanzformen, wobei der Schleierschwanz oder auch der kurze Rundschwanz im Handel am häufigsten zu finden sind. Die anderen Zuchtformen sieht erhält man nur durch Zufall oder man muss direkt auf Zierfischbörsen gehen.
Die Weibchen werden durchschnittlich 6 Zentimeter groß und sind beige-grau gefärbt. Seit ein paar Jahren gibt es aber auch Exemplare mit farbigem Schwanz zu kaufen.

Die Geschlechtsunterschiede

Das Männchen besitzt eine Art Penis. Dieser ist aus der Afterflosse entstanden. So wird ein direkter Geschlechtsverkehr vollzogen, der aber kaum zu beobachten ist, da es sich nur um eine sekundenschnelle Sache handelt.
Bei den Weibchen ist dagegen die Afterflosse voll ausgebildet. Bei gesunden Fischdamen ist der Bauch gut gewölbt und sie haben über der Afterflosse einen dunklen Fleck. Das ist der sogenannte Trächtigkeitsfleck. Ist das Weibchen also befruchtet so wird dieser größer und dunkler. Gegen ende der Trächtigkeit kann man schon die Augen der Jungfische dort erkennen.

Die Haltung

Pflegen kann man Guppies schon in Aquarien ab 20 Liter. Aber je größer und dekorativer ein Becken ist, desto besser kommen auch diese flinken Schwimmer zur Geltung.
Die Temperaturen sollten zwischen 24 und 28 Grad liegen. Guppies vertragen aber auch kühleres und wärmeres Wasser.
Die Wasserqualität spielt bei diesen Fischen kaum eine Rolle, da man sie selbst an Meerwasser gewöhnen kann.
Die Belichtung liegt bei mir zwischen 14 und 16 Stunden täglich.

Die Fütterung

Guppies sind sogenannte Allesfresser. In manchen Gebieten wurden sie schon zur Mückenbekämpfung eingesetzt.
So kann man sie mit allen Futterarten die es im Handel gibt zufrieden stellen. Am liebsten mögen sie allerdings lebendes Futter. Da kann man Tubifex (Bachröhrenwürmer), Mückenlarven oder kleine Fliegen füttern. Von den Tubifex soll man nicht zu oft füttern, da diese Würmer oft mit Schwermetallen belastet sind und die Fische außerdem verfetten können.
Trockenfutter nehmen sie auch gern in allen Variationen. Flockenfutter, Tabletten und getrocknetes Lebenfutter sind immer Willkommen.
Sollten meine Guppies, und das gilt für alle Fische, ein Futter mal nicht so annehmen wie man es sich wünscht so lasse ich sie für ein oder zwei Tage fasten. Das hilft immer. Ein paar Fastentage bekommen meine Fische trotzdem öfter mal, denn es schadet nicht. Außer bei Jungfischen soll man auf regelmäßige tägliche Fütterung achten.

Gefüttert wird nur so viel wie in etwa 15 Minuten auch gefressen wird. Selbst wenn man Bodenbewohner hat bekommen diese noch genügend Futter dort unten.
Von den im Handel angebotenen Futterringen rate ich allerdings ab. Verwendet man diese ist sämtliches Futter in einer Ecke des Aquariums. Man hat zwar die Fische an einer Stelle, aber es werden hier auch schnell kleinere unterdrückt, die dann vielleicht sterben.
Streut man das Futter, ich gehe gerade von Trockenfutter aus, so verteilt es sich schön an der Oberfläche. Ist der Lüfter dabei in betrieb wird auch mit Trockenfutter der natürliche Jagdinstinkt der Fische etwas gefordert.

Die Nachzucht

Um Jungfische bei den Guppies zu erhalten brauch man nicht viel tun. Es muß nur mindestens ein Weibchen und ein Männchen im Aquarium sein. Wenn genügend Pflanzen und andere Verstecke vorhanden sind überleben auch immer ein paar Jungfische. Will man allerdings so viel wie möglich der kleinen Guppies so empfehle ich einen Ablaichkasten anzuschaffen. Die Erklärung dazu findet ihr in dem Bericht über die Black Mollies.
Für den Anfänger reicht es allerdings auch aus das trächtige Weibchen in ein großes Konservenglas mit etwa Kies und Schwimmpflanzen zu geben. Das Wasser für dieses Glas bitte aus dem Aquarium nehmen, da sich das Weibchen bei völlig anderen Wasserbedingungen erschrecken kann. Dies kann zur Totgeburt der Jungfische bis zum Tod des Weibchens führen.

Im Aquarium brauch nicht extra gefüttert werden, da dort die kleinen Fische genügend zu fressen finden. Hält man sich die erste Zeit im Ablaichkasten oder in einem anderen Gefäß so ist regelmäßige Fütterung nötig. Ich benutze dazu aber kaum Jungfischfutter sondern zerreibe in einem Sieb Flockenfutter, was dann von der Grösse reicht um von den Kleinen gefressen werden können.

Kauf der Fische

Hier rate ich dazu zu einem Männchen mindestens zwei Weibchen zu kaufen. Da die Männchen doch einen enormen Fortpflanzungstrieb haben würde ein einzelnes Weibchen unter Dauerstress stehen und dies nicht lange überleben.
Kaufen sollte man auch nur Fische bei einem Händler wo man sieht das es allen dort angebotenen Arten gut geht. Sie sind ihrem natürlichen Verhalten sehr ähnlich, sind gut genährt und zeigen äußerlich keine Erkrankungen.
Meist kaufe ich meine Fische bei verschiedenen Händlern und gehe so einem Inzuchtrisiko aus dem Weg. Denn selbst wenn sich die Fische bei mir gut vermehren kaufe ich ab und an mal einen Neuen der gleichen Art um einfach frisches Blut einzubringen.
Die Kosten für Guppies halten sich auch noch in Grenzen. Sie sind ab etwa 1,30 Euro erhältich.

Das Einsetzen der neuen Fische (gilt für alle Fischarten)

Wenn man sich im Geschäft oder vielleicht auch bei Bekannten die Fische ausgesucht hat werden diese gefangen und in einer Plastiktüte verpackt. Etwas Luft wird hinein gepustet und dann mit einem Gummiring die Tüte verschlossen.
Nun sollte man schnell nach Hause und die Tüte wieder öffnen. Um das Eingewöhnen zu erleichtern lässt man die Tüte mit den Fischen etwa eine viertel Stunde auf dem Aquariumwasser liegen. Danach lässt man im 5 Minutentakt das Wasser in die Tüte laufen, damit sich die Fische an die neuen Wasserverhältnisse gewöhnen.
Wenn die Tüte dann etwa bis zur Hälfte voll ist kann man seine neuen Fische ins Becken schwimmen lassen.
Nach einer halben Stunde dann etwas Futter geben. Fressen alle so haben sie den Transport gut überlebt und werden Euch viel Freude bereiten.

Vielen Dank für´s lesen

© Aphrodite73 04.11.2002

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