HIM Testbericht

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Erfahrungsbericht von HiRD1

Furioser Liveauftritt

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Vergangenen Sonntag war es endlich soweit. Das lang ersehnte HIM-Konzert in der Stadionsporthalle in Hannover. Ursprünglich war es im Capitol angesetzt, wurde dann aber aus mir unbekannten Gründen in die Stadionsporthalle verlegt.
Dies war sicher ein Grund dafür, dass das Konzert nicht ausverkauft war. Die Halle ist natürlich größer als das Capi.
Um 19 Uhr war Einlaß, aufgrund verstärkter Sicherheitskontrollen entstanden jedoch lange Wartezeiten.
Bis zum tatsächlichen Konzertauftakt von HIM dauerte es dann aber noch eine Weile. 2 Vorgruppen durften erst einmal ran. Die erste ist mir namentlich nicht bekannt, sie versuchten 30 Minuten lang ihr Bestes, ohne durchschlagenden Erfolg - etwas zu heavy.

Dann kam die große Stunde der alten Haudegen "The Mission". 60 Minuten lang sorgten sie für mächtig Power. Auch wenn sie noch nicht den vollen Sound zur Verfügung hatten, lieferten sie ein ordentliches Programm ab.
Vielleicht kennt der eine oder andere noch ihre Hits "Wasteland" oder "Severena".
Nach der anschließenden Umbauphase war es bereits kurz nach 22 Uhr, als Nebelschwaden auf die Bühne zogen und die Halle wieder abgedunkelt wurde.

In blauem Licht waberte der Nebel und erste Takte einer Melodie setzten ein. Nach und nach konnte man die Silhouetten der Bandmitglieder erkennen.
Kurze Zeit später flammte ein Spot auf Sänger Ville Vallo, der prompt anfing zu singen.
Ehrlich gesagt war ich erschrocken, welch schräge Töne er zustande brachte, als ich erkannte, dass es sich um "Right here in my Arms" handelte. Das konnte ja was werden...
Doch auf einmal setzte der bekannte Sound ein und Villes Gesang orientierte sich an der bekannten Plattenvorlage. Letztlich doch noch ein gelungener Auftakt.

Im weiteren Verlauf wechselten sich Stücke ihrer 3 Alben ab. Die Auswahl der Titel war sehr gelungen und traf absolut meinen Geschmack.
"Poison Girl" hatte wieder so ein kurioses Intro, das sie sich lieber sparen sollten, fetzte dann aber richtig. "Salt in our Wounds", der Startsong des aktuellen Albums - einer meiner Lieblingssongs - kam live überraschender Weise nicht so gut rüber. Da fehlte die rauhe Gitarre.
Das Chris Isaak Cover "Wicked Game" riß die Menge ebenso mit wie das blendend gespielte "Heartache every moment" vom neuen Album.
Dann folgte das ruhige "Gone with the sin", eine kurze Unterbrechung der Power-Musik - einige wagten Feuerzeuge zu schwenken.

Zu einem dreifachen Highlight gestaltete sich die Abfolge der nächsten Songs. "Pretending" wurde vom Publikum frenetisch gefeiert, das lag an der gewaltigen Wucht, mit der der Song präsentiert wurde und dem grandiosen Gitarrensolo zum Ende des Lieds. Ville verschwand bereits Minuten vor den letzten Klängen, um anschließend allein mit einer Akustik-Gitarre "bewaffnet" eine Kostprobe seiner Vielfältigkeit zu präsentieren.
Stimmstark interpretierte er Madonnas "Frozen" und erntete großen Applaus. Danach stimmte er mit seiner Gitarre das neue "Please don´t let it go" an und der Rest der Band griff wieder eindrucksvoll in das Geschehen ein.
Natürlich kam auch die neue Single "In Joy and Sorrow" zum Einsatz, gefiel mir besser als auf der Platte. Den Schlußpunkt setzten sie mit ihrem Mega-Erfolg aus dem Jahr 2000 - "Join Me".

Nachdem sich die Musiker winkend verabschiedeten, rechnete ich eigentlich noch mit einer Zugabe. Doch HIM überließ überraschender Weise good old Elvis den Abschluß des Konzerts - vom Band ertönte "Falling in love", dann ging das Licht an...

HIM spielte nur knapp 85 Minuten lang, hätte schon etwas länger sein können. 2-3 Lieder hätte ich noch gerne gehört, mir fehlte z.B. noch "Resurrection".

Zusammenfassend läßt sich aber sagen, kurz und bündig ist besser als lang und langatmig. Ich war von der gelieferten Präsentation bis auf die angesprochenen Irritationen sehr angetan.
Live hat HIM einige Tracks des neuen Albums wesentlich besser umgesetzt.
Starke Drums, wummernder Bass und eine blendend gespielte Gitarre erzeugten eine gute Atmosphäre. Villes Gesang war eingangs nicht immer perfekt, er sorgte aber für die nötige Ausstrahlung und entschädigte an anderer Stelle.
Es wurde kein großer Aufwand mit der Lightshow betrieben, die Musik stand eindeutig im Vordergrund, und das war gut so...


© HiRD1
vom 26.09.01

33 Bewertungen, 1 Kommentar

  • Baby1

    19.02.2007, 01:52 Uhr von Baby1
    Bewertung: sehr hilfreich

    .•:*¨ ¨*:•. Liebe Grüße Anita .•:*¨ ¨*:•.