Schattenkinder (Taschenbuch) / Margaret Peterson Haddix Testbericht
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Erfahrungsbericht von LilithIbi
„Du existierst nicht.“
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
(Zitat, S. 120-121)
Dass Margeret Peterson Haddix sich mit ihrem 176seitigen Roman
===“Schattenkinder“====
vorrangig an jugendliche Leser richtet, ist inmitten des angewandten leicht verständlichen Sprachstils deutlich erkennbar. Die Geschichte rund um den zwölfjährigen Luke, der als drittes Kind einer Familie laut Gesetz nicht hätte geboren werden dürfen, ist sehr rasch zusammengefasst. Jener lebt mit seinen beiden Brüdern sowie seinen Eltern auf deren Bauernhof, darf sich von keiner weiteren Menschenseele sehen lassen und ist somit gezwungen, auf dem Grundstück zu blieben. Als schließlich in unmittelbarer Nachbarschaft neue Häuser gebaut werden, beschließt Lukes Vater, dass dieser von nun an nur noch auf dem Dachboden verweilen soll. Lediglich zu den Mahlzeiten darf Lufe sich in die Nähe der Küche setzen ~ stetig der Gefahr im Nacken, dass ein spontaner Besucher ihn hören oder sehen könnte. Die damit einhergehende Einsamkeit wie auch der inhaltsleere Tagesablauf, gewisse Sehnsüchte und Träume, die von kontinuierlich von Verzweiflung geprägt sind, sind Seite um Seite in der Lektüre spürbar.
Grundsätzlich liest sich „Schattenkinder“ von Anfang an schlüssig und flüssig, ohne dass es hierbei zu allzu großen Wendungen oder gar Überraschungen kommen würde. Hinzu kommt, dass der Klappentext gewissermaßen manche Geschehnisse vorwegnimmt, während weiterhin erkennbar sein dürfte, dass es noch Folgebände rund um Luke Garner geben wird (sofern diese nicht bereits erschienen sind). Die Begegnung mit einem weiteren „dritten Kind“ liegt von Anfang an auf der Hand, ebenfalls dürfte der Großteil der Leser mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ahnen, wie der Roman enden wird. Allzu viel mag ich aufgrund dessen auch gar nicht erst über das Buch berichten.
Gelinde gesagt: „Schattenkinder“ habe ich persönlich mit einem Maß an Leichtigkeit heruntergelesen, ohne allzu sehr an die Zeilen gefesselt, gebannt oder gespannt-verstört zu sein. Erschreckend durchaus, wie greifbar manche der neuen Gesetze sich für den Leser anfühlen; gestalten sich manche Maßnahmen seitens der Regierung, um die Lebensmittelversorgung der Menschen noch lange aufrecht halten zu können, gar nicht so utopisch, wie man sich wünschen könnte.
„Hoffen ist zwecklos. Auf das Handeln kommt es an“ als Leitmotiv Jens sorgt für eine unabstreitbaren Tiefgang inmitten der Lektüre, erinnert jedoch allzu sehr an jene Phrasen, die immer wieder aufs Neue in die Ideen der jeweiligen Generationen in Buchfassung veröffentlicht werden. Hier geht es zwar mal nicht um den Fall einer Atombombe oder gar den kompletten Weltuntergang; nichtsdestominder jedoch ansatzweise um eine Untergruppe des NS-Regimes, da auch „Schattenkinder“ sich der thematischen Einflechtung mancher Privilegien für „höher Angesehene“ bedient. Gepaart mit dem vermeintlichen Hungertod Dank des jahrzehntelangen Raubbaus, der „falschen“ Verteilung der Lebensmittel sowie der unüberlegten Zucht von Tieren, die ebenfalls Futter brauchen, brachte die Autorin ein nicht wirklich innovatives, dafür aber umso glaubhafteres Szenario zu Papier.
Unbedingt lesen muss man das Buch meines Empfindens nach im Erwachsenenalter nicht; der ein oder andere Denkanstoß (als Schullektüre?) ist jedoch keinesfalls zu verachten.
29 Bewertungen, 7 Kommentare
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25.07.2012, 11:03 Uhr von catmum68
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreicher Bericht, LG
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25.07.2012, 00:52 Uhr von XXLALF
Bewertung: sehr hilfreich...und ganz liebe grüße
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25.07.2012, 00:20 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichlg. ^^^^^^^^^^^^petra
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24.07.2012, 22:16 Uhr von Baby1
Bewertung: sehr hilfreich.•:*¨ ¨*:•. Liebe Grüße Anita .•:*¨ ¨*:•.
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24.07.2012, 19:10 Uhr von sirikit06
Bewertung: sehr hilfreichWünsche Dir einen schönen Abend! LG
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24.07.2012, 18:48 Uhr von atrachte
Bewertung: sehr hilfreichsh. lg
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24.07.2012, 18:28 Uhr von Lale
Bewertung: sehr hilfreichAllerbesten Gruß *++
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