Häagen Dazs Belgian Chocolate Testbericht

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ab 9,02
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Erfahrungsbericht von Sedi*

Mein eisiger Verführer

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Auch wenn ich öfters noch so hart bleiben möchte und ich es mir auch immer wieder vornehme, so gibt es doch Momente, in denen ich schwach werde und mich meinen Gelüsten ergebe. Dann ist es manchmal sogar so schlimm, dass ich gar nicht anders kann als hemmungslos zu genießen und mich verführen zu lassen. Doch bevor Ihr hier jetzt auf falsche Gedanken kommt, laßt Euch gesagt sein, daß es hier nur um das Eine geht – nämlich das Eisschlecken.

Eigentlich bin ich ja nicht mehr so der Eisgenießer, denn seitdem der Euro die Preise speziell bei Eis kräftig in die Höhe geschossen hat und eine Kugel jetzt das Doppelte wie noch im Vorjahr kostet, bin ich nicht mehr bereit so viel für etwas auszugeben, das in der Herstellung so wenig kostet. Erinnere ich mich doch immer noch gerne an die Zeit, als wir für 30 Pfennig pro Kugel in unserer Lieblings-Eisdiele mitten auf dem Land unsere Eisträume alle erfüllen konnten. Und wenn ich daran denke, fällt es mir schon etwas schwer meine zügellose Eislust auszuleben. Aber da Geld ja nun nicht alles ist und ich mir ab und zu auch mal etwas gönnen möchte, erliege ich dann schon der Versuchung und gebe nach.

In letzter Zeit allerdings kann ich meinen Prinzipien so gar nicht mehr nachkommen, denn ich habe etwas gefunden, das mich zu jeder Zeit und an jedem Ort verführt. Die Rede ist hier von dem Eis „Häagen Dazs“, das es in so vielen verschiedenen Geschmacksrichtungen gibt. Mein Favorit ist neben „Choc Choc Chip“ seit neustem „Belgian Chocolate“, dem ich dann heute auch meinen Bericht widmen möchte.

Nun, manche von Euch werden dieses Eis wohl nicht kennen. Es ist auch nicht überall erhältlich, sondern wird nur in bestimmten Supermarktketten, Restaurants oder speziellen Häagen Dazs-Eisdielen angeboten. Hier in Bielefeld z.B. besorge ich mir dieses Eis entweder immer im Real, im Edeka oder beim Pizza-Bringdienst „Gameiro“. Aber da hört es dann auch schon auf, denn bei anderen Stellen habe ich es bisher noch nicht entdecken können. In Köln und Frankfurt aber habe ich mir dieses Eis auch schon als Kugeleis aus der Eisdiele besorgt. In größeren Städten hat man also mehr Möglichkeiten auf dieses glücklich-machende Frostzeug zu treffen.

Wie das Eis von außen aussieht, werde ich hier jetzt nicht näher aufführen, da ja oben die verschiedenen Becher abgebildet sind. Auf der Rückseite sind zudem die Inhaltsstoffe sowie der Verzehrtipp abgedruckt, dass das Eis nach 10 Minuten bei Zimmertemperatur seinen vollen Geschmack entfaltet. Ich kann allerdings diese Frist nie einhalten und reiße den Deckel immer sofort ab, sobald ich solch einen Becher aus dem Tiefkühlfach nehme. Das Eis gibt es im übrigen in 2 verschiedenen Variationen – in einem 100 ml sowie 500 ml Becher.

Hat man den Deckel einmal entfernt, so entdeckt man den kleinen Plastiklöffel, der jedem Eis beiliegt. Unter dem Deckel befindet sich zudem noch eine Schutzfolie, die das Eis sowie das Aroma schön frisch hält.

Nachdem ich auch diese Folie entfernt habe, lacht mich endlich das Eis an. Es hat eine richtig dunkelbraune Farbe und ich habe mich am Anfang gefragt, was sich denn wohl hinter dem Begriff „Belgian Chocolate“ wohl verstecken mag. Ist das Eis jedoch etwas angeschmolzen, so entdeckt man den Grund für den Namen. Im Eis selbst sind nämlich viele kleine dunkelbraune Schokoladenstückchen enthalten. Diese Stückchen sind zwar nicht so groß, aber sind trotzdem reichlich vorhanden und ich freue mich schon auf die Knisper-Lust. Der aufsteigende Kakao-Geruch hat sich in meiner Nase verfangen und lässt mich hypnotisch dem Eis zuwenden.

Nun kann ich also nicht mehr länger an mich halten, stecke den Löffel in das Eis, schaufel mir eine große Portion darauf und führe ihn ganz schnell zum Mund. Jetzt ist es endgültig um mich geschehen, denn diesen Eisgeschmack kann man mit Worten eigentlich nicht so recht beschreiben. Es löst wahre Geschmacksfeuerwerke in mir aus.

Das Eis entfaltet sofort einen absolut schokoladigen Geschmack im ganzen Mund. Durch seine wahnsinnige Cremigkeit zerläuft es dort wunderschön und gibt die kleinen Konfektstückchen frei. Ich beiße auf sie und schmecke noch mehr Schokolade, die sich aber vom Geschmack her vom anderen Eis ein wenig abhebt. Trotzdem ergänzen sich diese beiden Schokogenüsse absolut und entführen mich in eine traumhaft leckere Geschmackswelt.

Der bestimmende Geschmack ist zwar Schokolade und Kakao, doch trotzdem hat es durch den belgischen Konfekt eine etwas herbe Note. So wirkt das ganze Eis auch nicht zu süß, sondern sogar leichter als andere Schoko-Geschmäcker. Daher verführt es mich auch immer zu meinen unkontrollierten Genüssen, da man wirklich den ganzen Topf leer essen kann, ohne dass es einem zu süß im Mund wird.

Sobald das Eis etwas angeschmolzen ist, schmeckt es wirklich am besten. Diese Sahnigkeit im Eis müsste eigentlich verboten werden, da es einfach süchtig macht. Das Konfekt ist am Anfang noch etwas hart, was mir persönlich sehr gut gefällt, da ich ja so ein Knisper-Freund bin. Doch mit der Zeit wird auch dieses weicher und verschmilzt förmlich mit dem Eis. So kann man die wunderbare Verbindung aus herber Schokolade mit dem sahnig süßen Schokoladeneis in vollen Zügen genießen.

Und weil ich nie genug davon bekommen kann, ist so ein 500 ml Becher immer ganz schnell weggelöffelt. Aber irgend einen Haken muss die ganze Sache ja auch hier haben – kommen wir jetzt nämlich mal zum Preis. So ein 500 ml Glücksbecher kostet im Edeka stolze 4,99 €. Die kleinere Variation mit 100 ml kostet immerhin noch 0,99 €.

Jetzt werden viele von Euch bestimmt aufschrecken. Und auch ich musste mich erst einmal an den doch sehr hohen Preis gewöhnen – habe ich eben noch auf die steigenden Eis-Preise geschimpft. Vergleicht man das jedoch mit diesen, so stellt man fest, dass der Preis doch nicht ganz so räuberisch ist, denn so ein 100 ml Becher zum Beispiel enthält ungefähr 2 große Kugeln Eis – und beim Eismann um die Ecke bezahlt man mittlerweile schon für nur 1 Kugel fast so viel. Zwar möchte ich den Häagen-Dazs-Preis immer noch nicht gutheißen, doch finde ich, dass im Hinblick auf die anderen Eis-Preise solch ein Becher gar nicht mehr so überteuert erscheint.

Und so findet man dann auch desöfteren den ein oder anderen Becher in meinem Einkaufswagen, da ich der Lust einfach nicht widerstehen kann. Und sogar mein Schatzi war von dem Eis richtig angetan und wir saßen so z.B. in unserem Urlaub beide mit großen Bechern auf dem Bett und haben uns verführen lassen – natürlich nur von „Belgian Chocolate“ und „Choc Choc Chip“.

In diesem Sinne, probiert es am besten selbst aus und lasst Euch in die tiefen Abgründe wahnsinnig leckeren Eis-Genusses entführen. Ihr werdet es sicher nicht bereuen.

Viele sahnige Grüße,
Euer Sedi*

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