Hagen, Fernuniversität Gesamthochschule Testbericht

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Summe aller Bewertungen
  • Studentenfreundlichkeit:  gut
  • Freundlichkeit der Angestellten:  sehr freundlich
  • Lehrniveau:  sehr gering
  • Mensa:  besser auswärts essen
  • Studentenleben:  einmal im Semester Veranstaltungen
  • Informationsangebot:  sehr gut
  • Freundlichkeit der Lehrkräfte:  sehr freundlich
  • Erreichbarkeit:  sehr gut
  • Angebote des Hochschulsports:  durchschnittlich
  • Parkmöglichkeiten:  sehr gut
  • Wohnmöglichkeiten:  durchschnittlich
  • Vielfältigkeit des Lehrangebotes:  sehr gut

Erfahrungsbericht von katschi6

BWL in Teilzeit!!!!

5
  • Studentenfreundlichkeit:  sehr gut
  • Freundlichkeit der Angestellten:  sehr freundlich
  • Lehrniveau:  sehr gering
  • Mensa:  keine Mensa vorhanden
  • Studentenleben:  nichts los
  • Informationsangebot:  sehr gut
  • Freundlichkeit der Lehrkräfte:  sehr freundlich
  • Erreichbarkeit:  sehr gut
  • Angebote des Hochschulsports:  sehr schlecht
  • Parkmöglichkeiten:  gut
  • Wohnmöglichkeiten:  schlecht
  • Vielfältigkeit des Lehrangebotes:  sehr gut

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Ich habe 1999 mein Abitur gemacht, dann zwei Jahre lang eine kaufmännische Ausbildung absolviert und seit 2001 bin ich im Berufsleben unterwegs. Anfang 2004 kam ich dann an einen Punkt, wo ich feststellte, dass ich eine neue Herausforderung brauche. Ich schaute mich nach Sprachkursen oder anderen Seminaren um. Aber nichts sprach mich wirklich an.

Dann sah ich einen TV-Spot über eine Fernuniversität. Der Name tut hier mal nichts zur Sache. Ich fand das interessant und begann mich über das Thema Fernstudium zu informieren. Schnell bekam ich Material über private Unis – dort kann man innerhalb von 2-3 Jahren Diplom-Kauffrau werden. ABER: es kostet unheimlich viel Geld (bis zu 1.000 EUR pro Monat) und man hat zwar einen staatlichen Abschluss, aber immer mit der Endung der Uni, wo man den Abschluss erworben hat. Das kam für mich nicht in Frage.
Eines Tages erzählte jemand von der Fernuniversität in Hagen. Es klang alles sehr aufregend. Und so begab ich mich auf die Internetseite www.fernuni-hagen.de, um mich dort mal umzusehen.

Über diese Webseite könnte man noch einen Extra-Bericht schreiben, aber in dieser Kategorie geht es ja um das Wirtschaftswissenschafts-Studium. Und für genau dieses entschied ich mich dann auch. Ich wollte an der Fernuni in Hagen BWL studieren.

*** Vollzeit??? Oder Teilzeitstudent??? Oder noch was Anderes???***

Bevor man sich anmeldet, sollte man sich zunächst mal klar machen, wie viel Zeit man in das Studium investieren möchte. Wenn man als Frau während der Erziehungspause studieren möchte, oder aber nur zur Überbrückung oder was weiß ich, kann man sich als Vollzeitstudent eintragen. Die Uni setzt dafür 7 – 9 Regelstudiensemester für Diplomstudiengänge und 4 – 7 Semester für Bachelor oder Master an. Das ist für jemanden, der neben seinem Beruf studieren möchte eine ganze Menge – deshalb empfiehlt sich hier das Teilzeitstudium. Hier sind 14-18 Semester fürs Diplom und für Bachelor/Master 8-14 Semester als Regelstudienzeit vorgegeben. Also die doppelte Zeit, der Zeitaufwand in der Woche halbiert sich.
Es gibt noch die Möglichkeit sich als Studiengangszweithörende anzumelden. Hier studiert man neben dem Erststudium einen weiteren anderen Studiengang an der FernUniversität.
Weiterhin gibt es noch die Möglichkeit des Akademiestudierenden. Zugeschnitten auf die individuellen Bedürfnisse kann man so aus dem gesamten grundständigen Studienangebot der FernUniversität ein eigenes Studienprogramm zusammenstellen und als betreute Fernkurse studieren. Das ist interessant für jemanden, der sich erst noch orientieren möchte. Die erbrachten Leistungen kann man sich dann später anrechnen lassen, wenn man in einen Studiengang wechselt.
Letzte Möglichkeit: Weiterbildungsstudierender. Hier studiert man besondere Weiterbildungsstudien/-studiengänge für bestimmte Berufsgruppen und -felder, die mit Zertifikaten, Zeugnissen und /oder akademischen Graden abgeschlossen werden.

*** Die Anmeldung ***

Der Entschluss war gefasst – ich wollte Teilzeitstudent werden. Nun musste ich mich anmelden. Nur leider musste ich feststellen, dass die Anmeldefrist für das Sommersemester 2004 grade vor ein paar Tagen abgelaufen war. Pech gehabt. So musste ich mich bis zum 15.05. gedulden, denn da begann die Einschreibefrist für das Wintersemester 04/05. Diese Frist ging 2 Monate bis zum 15.07.04 – also reichlich Zeit. Zur Info: die Anmeldefrist für das SS ist vom 01.12. bis 15.01.

Was braucht man nun um sich an der Uni anzumelden? Für ein Studium der Wirtschaftswissenschaften benötigt man bis zum WS 05/06 eine Kopie eines Zeugnisses der Hochschulreife (oder Fachhochschulreife), welches mindestens in NRW gültig ist. Diese muss beglaubigt werden. Das habe ich beim Notar für 10,00 EUR machen lassen. Schnell und unkompliziert.
Es gibt ab dem WS 05/06 wohl auch die Möglichkeit ohne Abitur zu studieren – aber wie das genau funktioniert kann ich leider nicht sagen. Ich habe mich darüber jetzt auch nicht genauer informiert, da es für mich nicht in Frage kommt.

Weiter mit der Anmeldung. Nun geht es darum den Antrag der Uni auszufüllen. Dieser ist online zu erreichen. Link kann ich momentan nicht geben, da er nur während der Einschreibefrist online ist. Man findet ihn über die o. g. Startseite und dann unter „Bewerbungsunterlagen“. Diesen kann man online ausfüllen, druckt ihn dann aus, unterschreibt ihn und sendet ihn an die Uni. Zusammen mit der beglaubigten Zeugniskopie.

Wichtig zu wissen ist: man muss sich bei der Anmeldung schon für die Kurse entscheiden, die man belegen möchte. Erscheint im ersten Moment schlimm, weil man ja noch nicht so richtig einschätzen kann, was das bedeutet. Ich kann nur jedem empfehlen, sich für das Erstsemester-Paket zu entscheiden. Dieses beinhaltet:

- Mathematik für Wirtschaftswissenschaftler 1 (00053)
- Buchhaltung (00046)
- Jahresabschluss (00029)
- Grundzüge der betrieblichen Steuerlehre (00034)

Die letzten 3 Kurse sind zusammengefasst BWL1. Es gibt dann noch im weiteren Verlauf BWL 2 und 3. Weiterhin gibt es noch Mathe2. Aber das jetzt alles auszuführen würde zu weit führen. Über das komplette Kursangebot sollte sich jeder selbst informieren, denn das wäre noch mal einen Extrabericht wert. 

Oben genannte Kurse ergänzen sich für Vollzeitstudenten um den Kurs „Einführung in die EDV“.

Es ist aber so, dass das Grundstudium folgende Fächer umfasst:

- BWL I, II und III
- Mathe I und II
- Mikro- und Makroökonomie
- Statistik
- Recht für Wiwi I und II

Das ist für jeden gleich. Im Hauptstudium dann entscheidet man sich in welche Richtung das Studium gehen soll. Zum Beispiel Personal, Marketing, Finanzen etc.

*** Ablauf des Studiums ***

Nachdem man sich nun angemeldet hat, heißt es warten. Nach einiger Zeit bekommt man dann von der Uni seine Einschreibebestätigung mit der Martikel-Nr. Dabei liegt dann auch der Studentenausweis. Nun war ich also ein richtiger Student *stolzsei*

Alle zwei Wochen sollten nun die Unterlagen bei mir eintreffen. Und dann ging es auch schon los. Das erste dicke Paket rollte ein. Im ersten Moment fühlt man sich von der Fülle des Papiers erschlagen. Aber nicht aufgeben. Ich schon gar nicht. Also fing ich an, den Packen Papier zu ordnen.

Es waren zwei Kurseinheiten für Mathe, drei für BWL. Dann waren da noch grüne und gelbe Blätter. Und sehr viele Informationshefte. Also wühlte ich mich durch das Material. Mit folgendem Ergebnis:

### Kurseinheiten ###

Jeder Kurs unterteilt sich in verschiedene Kurseinheiten. Am Anfang wird einem ein Überblick verschafft, welches Wissen die Kurseinheit vermitteln soll. Es handelt sich um so genannte Skripte. Man kann dann Kurseinheit für Kurseinheit durcharbeiten.
Am Ende jeder Kurseinheit hängen gelbe und grüne Seiten – die so genannten Selbstkontrollarbeiten und die Einsendearbeiten.

### Selbstkontrollarbeiten ###

Nicht zu übersehen aufgrund ihrer gelben Farbe. Sie dienen einfach nur dazu, sein Wissen zu überprüfen. Man muss sie nicht einschicken. Sollte man aber tun, damit man weiß, wo man steht und was man gelernt hat. Termine dazu stehen in dem Infoheft, was es zu Beginn des Studiums gibt. Man sollte sich die Termine in den Kalender eintragen, damit man den Überblick nicht verliert. Am besten pro Kurs eine Farbe – also rot für BWL und blau für Mathe oder so.

### Einsendearbeiten ###

Diese sind grün und somit auch nicht zu übersehen. Diese sind besonders wichtig, denn sie sind die Zulassung zu den Klausuren. Um zu der BWL-Klausur zugelassen zu werden, braucht man mind. 50% der Einsendeaufgaben richtig. Es gibt insgesamt 4 Einsendeaufgaben, dass heißt, zwei davon müssen richtig sein.

### wie einschicken??? ###

Da gibt es wieder diverse Möglichkeiten. Zum einen der normale Postweg. Ab in den Umschlag und an die Fernuni schicken. Nur muss man daran denken, dass die Post auch mal zwei Tage braucht. Das heißt, wenn der Termin am 11.11. ist, dann muss man schon schauen, dass man die Aufgaben am 08.11. spätestens losgeschickt bekommt. Und man muss auch aufpassen, ob vielleicht ein Wochenende dazwischen liegt oder ein Feiertag. Die Auswertung kommt ebenfalls per Post.
Zweite Möglichkeit ist die Eingabe am PC. Hier gibt es vorgefertigte Bögen, wo man nur noch die Lösungen eintragen muss. Man bekommt eine kurze Bestätigung, die man sich am besten ausdruckt, damit man einen Beweis hat, dass man die Aufgaben rechtzeitig abgeschickt hat. Die Auswertung kommt dann per Mail. Bei den SK-Aufgaben geht das superschnell – ich hatte meine bereits am nächsten Tag. Bei den EA-Aufgaben wird die Auswertung logischerweise erst nach dem letzten Abgabetermin verschickt.
Dritte Möglichkeit ist die Abgabe der Lösungen im Studienzentrum. Diese schicken die dann nach Neuss. Das hat den Vorteil, dass es Porto spart. Außerdem kann man sich im Zentrum bestätigen lassen, wann man die Aufgaben dort abgegeben hat.

*** die Studienzentren ***

Wichtige Anlaufstellen für ein Studium an der Fernuni Hagen sind die Studienzentren. Es gibt davon mehr als 60 Stück. Es sind regionale Außenstellen der FernUniversität im In- und Ausland. Hier können sich die Studierenden treffen, von Mentorinnen und Mentoren geleitete Arbeitsgruppen besuchen, PC-Arbeitsplätze und die Bibliothek nutzen. Beratung zum Fernstudienangebot gehört selbstverständlich auch dazu.

Man kann sich zu Beginn des Studiums entscheiden, welches Studienzentrum für einen in Frage kommt. In NRW gibt es z. B. welche in Neuss, Mönchengladbach, Krefeld, Leverkusen, Oberhausen etc. Insgesamt 26 Stück. Die anderen sind überall in Deutschland verteilt. Generell lässt sich sagen, dass es in jeder größeren Stadt auch ein Studienzentrum gibt. Es gibt auch Studienzentren in der Schweiz, in Ungarn, Lettland, Russland und Österreich.

Da ich in Düsseldorf arbeite, habe ich mich für das Studienzentrum in Neuss entschieden. Dort besuche ich zweimal die Woche Mentoren- Vorlesungen. Diese Vorlesungen sind freiwillig. Pro Woche wird pro Kurs eine Vorlesung angeboten. Die Zeiten kann man dem Studien-Informationsheft entnehmen, in dem auch die Termine für die Abgabe der SK- und EA-Aufgaben stehen.

Ich halte diese Vorlesungen für sehr nützlich. Mir fällt es leichter Dinge zu verstehen, wenn sie mir jemand erklärt, als wenn ich sie nur erlesen muss. Man kann Fragen stellen und erhält auch zusätzliches Material. Die Besuche in den Studienzentren kann man sich schriftlich von der Uni bestätigen lassen – und später in der Steuererklärung mit angeben.

*** Klausuren ***

Es gibt verschiedene Klausurorte in Deutschland. Für das Grundstudium werden folgende Orte angeboten: Berlin, Bielefeld, Bochum o. Dortmund, Bonn o. Köln, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Karlsruhe, München, Nürnberg o. Erlangen und Stuttgart/Ulm. Für das Hauptstudium stehen allerdings nur noch Düsseldorf, Bochum oder Dortmund zur Verfügung.
Hier können allerdings Abweichungen auftreten, wenn es nicht gelingt, an diesen Orten entsprechende Räume zu reservieren.
Es lässt sich dann auch leider nicht vermeiden, dass man zu den Terminen dort hinfahren muss. In der Regel findet nach Abschluss jeden Kurses eine Klausur statt.

*** was entstehen für Kosten??? ***

Die mitunter wichtigste Frage ist wohl die, nach den entstehenden Kosten. Das lässt sich so pauschal nicht sagen, weil dieses abhängig ist von den Kursen die man belegt.
Hier mal an de Beispiel für Regelstudenten erklärt. Für Akademiestudenten und Weiterbildungsstudenten gibt es noch wieder andere Berechnungsgrundlagen.
Die Bezugsgebühr für das Studienmaterial beträgt 13,50 EUR / pro belegter SWS. Jeder Kurs wird mit so genannten Semesterwochenstunden beschrieben. Danach richten sich die Kosten. Ein Beispiel: Ein Kurs wird für Teilzeitstudierende mit 8 SWS definiert. Das heißt dann 13,50 EUR mal 8 SWS macht zusammen 108 EUR für das Studienmaterial was man zugeschickt bekommt.
Hinzu kommt eine Bereitstellungsgebühr von 30,- EUR pro Semester, sowie 11,- EUR Studierendenschaftsbeitrag. Macht in unserem Bespiel zusammen 149,- EUR.
Ich habe für das Erstsemesterpaket zusammen 189,- EUR bezahlt.
Sollte man schon mal ein Studium begonnen haben, muss man schauen, ob man schon das 1,5-fache der Regelstudienzeit überschritten hat. Ist das so, kommen noch mal 325,- EUR für Teilzeitstudenten und 650,- EUR für Vollzeitstudenten dazu. Dieses Geld muss man auch bezahlen, wenn man bereits ein abgeschlossenes Studium hat, oder das 60. Lebensjahr überschritten hat.

*** Ist man auf sich alleine gestellt??? ***

Diese Frage lässt sich ganz klar mit NEIN beantworten. Man wird in Hagen absolut nicht alleine gelassen. Zunächst einmal gibt es ja oben genanntes Studienzentrum. Dort ist während den Geschäftszeiten immer jemand erreichbar. Egal um was es geht. Man kann dort bereits erworbene Abschlüsse beglaubigen lassen, Kopien machen, einen PC benutzen, Formulare abholen usw. Eine wirklich gute Einrichtung.
Dann gibt es ja noch die Internetseite www.fernuni-hagen.de. Hinter dieser Adresse verbergen sich viele, viele Möglichkeiten. Unter anderem auch die Möglichkeit mit anderen Studenten zu kommunizieren. Sei es in Chatrooms oder in Newsgroups. Man kann sich dort austauschen, es werden dort Aufgaben diskutiert, aber auch allgemeine Fragen geklärt.
Außerdem gibt es die Möglichkeit sich Kontaktlisten ausdrucken zu lassen. Man gibt an, zu welchem Kurs man eine Kontaktliste haben möchte, bestätigt, dass man auch seine eigene Adresse zur Verfügung stellt (Bedingung!!!) und dann bekommt man eine schöne Liste mit den Kontaktdaten aller Personen, die auch den Kurs belegen, den man selbst belegt. Dort sieht man, in welchem Semester sich die Personen befinden, wo sie wohnen etc. Man kann also anfangen Kontakte zu knüpfen. Sehr wichtig für das Studium wie ich finde.
Weiterhin gibt es noch die Mentoren. Man kann sie in den Mentorenvorlesungen ansprechen. Sollte man dazu keine Zeit haben, kann man sich per Mail an die Mentoren wenden. Die Email-Adressen stehen auf der HP im jeweiligen Fachbereich. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich die Mentoren immer sehr schnell um Antwort bemühen.
Dann gibt es da noch die Seite www.studienservice.de. Auch eine sehr nützliche Seite. Es handelt sich um eine Art Forum, hier tummeln sich ausschließlich Studenten der Fernuni. Auch hier werden Aufgaben besprochen und allgemeines diskutiert. Außerdem gibt es hier Literaturhinweise und Skripte, die man sich herunterladen kann.
Ihr seht, man ist absolut nicht alleine – lernt sehr schnell, sehr nette Leute kennen. Das motiviert ungemein.

*** persönlicher Eindruck und Tipps ***

Also ich bin ja noch ganz frisch dabei. Am 01.10.04 hat das WS begonnen. Ich gehe regelmäßig – wenn es meine Zeit zulässt – zu den Mentorenveranstaltungen im Studienzentrum. Bis jetzt muss ich sagen, bin ich mit dem Material auch sehr gut zu recht gekommen.

Ansonsten kann ich nur jedem anraten es zu versuchen. Ich finde es immer wichtig, dass man sich im Leben weiterbildet und nicht auf einem Punkt stehen bleibt. Es gibt diverse Möglichkeiten an der Fernuni Hagen – dieser oben beschriebene BWL ist ja nur ein kleiner. Die Uni in Hagen gibt sich wirklich viel Mühe. Es gibt immer wieder Informationsveranstaltungen und Seminare, die man unabhängig vom Studium besuchen kann.

Gegen ein solches Studium spricht mit Sicherheit der hohe Zeitaufwand. Man muss schon was dafür tun, von alleine passiert da nichts. Ich habe mir einen festen Plan erstellt, an den ich mich versuche zu halten. Es gibt bei mir zwei freie Tage die Woche – die sind dann wirklich nur für mich und meinen Freund da – KEINE Uni. Zweimal die Woche fahre ich zu den Vorlesungen ins Studienzentrum. Und an den restlichen 3 Tagen lerne ich zu Hause abends noch ein wenig. Klar muss man sich manchmal dazu durchringen, aber wenn man erste Mal angefangen hat, ist es kein Problem mehr.

Man sollte allerdings schauen, dass man vorher mit seinem Partner darüber spricht. Der muss Verständnis dafür haben, dass man zweimal in der Woche erst sehr spät nach Hause kommt und an den anderen Tagen oft bis spät in die Nacht noch am Schreibtisch arbeitet. Ohne das Verständnis vom Partner denke ich, dass es über kurz oder lang zu Problemen kommen wird. Deswegen vorher klären. Ich weiß von einigen, die da wirklich viel Ärger hatten.

Wie ihr sicher merkt, bin ich total begeistert von dem Studium. Man ist eben so unabhängig. Man kann sich alles selbst einteilen. Man kann selbst entscheiden, wie viel Zeit man opfern möchte. Es bleibt einem viel selbst überlassen. Man kann auch einfach mal ein paar Semester aussetzen – wegen Umzug oder was weiß ich. Und dann wieder einsteigen. Das ist alles kein Problem.

Die Leute dort sind supernett. Das fängt im Sekretariat an und hört bei den Mentoren auf. Ich hatte ein wenig Ärger mit meinem Abiturzeugnis, weil das Datum falsch war. Das war für mich eine Menge Rennerei, aber die Uni hat mich toll dabei unterstützt und so ist doch noch alles gut gegangen.

Also Daumen hoch für die Uni Hagen. Wer es nicht versucht ist selbst schuld!!!! :-)

Sollte ich etwas vergessen haben, oder noch offene Fragen da sein, einfach melden - ich beantworte sie sehr gerne...

19 Bewertungen, 3 Kommentare

  • ich_1313

    01.08.2005, 20:43 Uhr von ich_1313
    Bewertung: sehr hilfreich

    Gerade sitze ich hier, um mich zu informieren. Da ist Dein Bericht super hilfreich. Toll. Danke. Ich hoffe, dass es so positiv für Dich weiter geht.

  • Lisolotto

    17.02.2005, 17:19 Uhr von Lisolotto
    Bewertung: sehr hilfreich

    ein super Bericht,alles Gute für Dich

  • willibald-1

    09.02.2005, 10:28 Uhr von willibald-1
    Bewertung: sehr hilfreich

    So wie Du das anpackst - mit fester Zeiteinteilung, Kontakt zum Studienzentrum ... - hast Du gute Chancen, das zu schaffen!