Amigo Halli Galli Testbericht

ab 8,77
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5 Sterne
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Summe aller Bewertungen
  • Präsentation:  sehr gut
  • Spaßfaktor:  durchschnittlich
  • Spielanleitung:  sehr gut
  • Wird langweilig:  nie

Erfahrungsbericht von minnimooh

Fünf ist Trümpf !

5
  • Spielanleitung:  gut
  • Wird langweilig:  nie
  • Spielerzahl:  ab 2

Pro:

wird nicht schnell langweilig, für groß und klein, kann man überall hin mitnehmen, schnell aufgebaut.

Kontra:

man haut sich richtig auf die Finger

Empfehlung:

Ja

Meine ersten Erfahrungen mit Halli Galli machte ich als Jugendbetreuerin auf einer Familienfreizeit. Ein Kind hatte Halli Galli dabei und wirklich alle Kinder waren von Anfang an mit dabei... kein Streß, kein Ärger, nur friedliches Halli Galli ein ganzes Wochenende...

Bei Halli Galli handelt es sich um ein Reaktionsspiel, das einzigste, was man dafür können muß, ist Bananen von Erdbeeren zu unterscheiden und bis 5 zählen. Deswegen empfehle ich es ab Alterstufe Vorschule / 1. Klasse, nach oben keine Beschränkungen. Da ich davon ausgehe, daß dies fast jeder hinkriegt, ist das Spiel sozusagen für jeden geeignet. Und nach allerspätestens der ersten Runde hat man auch die Regeln intus.

Das Spiel selber hat eine handliche Größe, man kann es immer mitnehmen, egal ob ans Picknick am See oder in den Urlaub, es läßt sich immer irgendwo verstauen. Auch gern gesehen im Kindergarten oder Kindergeburtstagen, damit sind die Kinder ne gute Zeitlang versorgt.

Das Spiel hat wenig Zubehör: alles, was man braucht ist eine stabile Klingel und Karten mit diversen Symbolen. Die Spieler setzen sich gegenüber oder bilden einen Kreis.

Schnell ist alles aufgebaut: die Klingel wird für alle gut erreichbar in die Mitte gestellt. Nun werden alle Karten verdeckt gemischt und verdeckt reihum an die Mitspieler verteilt. Manchmal kommt es vor, daß die Karten nicht genau aufgehen, dann haben einige Spieler eben eine Karte mehr. Wichtig: Zu keiner Zeit im Spiel darf sich irgendein Mitspieler die Karten auf seiner Hand anschauen oder nach Gusto sortieren !!! Es ist auch nicht erlaubt, pro forma seine Hand in der Nähe der Klingel oder kurz auf der Klingel zu lassen, da damit nicht die gleichen Chancen für jeden gegeben sind. Reaktion ist gefragt !

So, nun gehts los: der jüngste Spieler beginnt und legt die oberste Karte von seinem Stapel gut sichtbar für alle vor sich auf den Tisch. Von da aus gehts im Uhrzeigersinn weiter.

Kleine Kinder sind hier teilweise sehr geschickt und versuchen gerne, zu schummeln, um die Karte vor allen anderen kurz sehen zu können, deshalb empfehle ich, die Karte folgendermaßen auszuspielen: Man nimmt seinen Stapel in die Hand und zieht die oberste Karte mit dem Daumen nach oben von sich weg und dreht sie dabei gleichzeitig, damit alle Spieler gleichzeitig die Karte sehen können. Kleine Kinder nehmen die Karte gerne zur Körperseite hin auf und schauen sich die Karte vor dem Ausspielen in Ruhe an, in diesem Fall wird die Karte irgendwo in den Stapel gesteckt und eine neue Karte genommen.

Auf den Karten sind verschiedene Obst-Symbole (Bananen, Erdbeeren, Pflaumen, Äpfel, etc.) mit dem Zahlenwert 1 bis 5 aufgezeichnet. Es gibt inzwischen schon andere Editionen dieses Spiels.

Sobald auf dem Tisch insgesamt 5 mal die selbe Frucht aufliegt (z.B. eine 2-er Erdbeere und eine 3-er Erdbeere), darf geklingelt werden. Der schnellste Spieler erhält alle Karten auf dem Tisch und legt diesen gewonnenen Stapel unter seinen eigenen Stapel.
Ziel und Ende des Spieles ist es, wenn ein Spieler alle Karten hat.

Wer falsch klingelt, weil entweder weniger oder mehr als 5 Früchte derselben Art auf dem Tisch liegen, muß jedem Spieler eine Strafkarte abgeben, die der Spieler auch unter seinen eigenen Stapel legt.

Wenn ein Spieler keine Karten mehr hat, so hat er in der Runde, in der er seine letzte Karte ausgespielt hat, noch einmal die Möglichkeit zu klingeln und die Karten auf dem Tisch abzuräumen. Ist ein anderer Spieler schneller, so ist er raus.

Manchmal gibt es einen richtigen Krieg um die Klingel und es liegen 4 verschiedene Hände übereinander, der unterste gewinnt. Selten hab ich das liebliche "bing" vernommen, meistens wird nur rabiat draufgehauen, was auf Dauer schmerzhaft werden kann...

Vorteil: man kann das Spiel mit sehr vielen Mitspielern spielen, dann bekommt jeder am Anfang weniger Karten.

Nachteil: kleine Blessuren an der Hand, zum Schluß wird das Kartenduell meist von den zwei besten Spielern ewig lang hin- und her ausgetragen.

Variation: bei erwachsenen Spielern. Jeder Klingler muß ein Stamperl exen, dann wirds nach ner Zeit noch richtig lustig und auch schlechtere Spieler kriegen ne bessere Chance ;o)

Viel Spaß beim Händewundhauen wünscht

minnimooh

92 Bewertungen