Halloween - Die Nacht des Schreckens (DVD) Testbericht

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Summe aller Bewertungen
  • Action:  viel
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  • Romantik:  sehr niedrig
  • Humor:  kein Humor
  • Spannung:  sehr spannend

Erfahrungsbericht von Serpico

Michael kehrt Heim

4
  • Action:  durchschnittlich
  • Anspruch:  wenig anspruchsvoll
  • Romantik:  sehr niedrig
  • Humor:  kein Humor
  • Spannung:  sehr spannend
  • Altersgruppe:  ab 16 Jahren
  • Meinung bezieht sich auf:  DVD-Version

Pro:

Spannung, Atmo, Musik

Kontra:

nichts nennenswertes

Empfehlung:

Ja

Halloween in der Stadt Haddonfield, Illinois im Jahr 1963:
Die Eltern des sechsjährigen Michael Myers sind nicht zuhause. Diese Chance nutzt seine ältere Schwester, um sich mit ihrem Freund zu vergnügen. Der Kleine setzt sich seine Clownsmaske auf, holt ein Fleischermesser aus der Küche, mit dem er schließlich seine Schwester absticht. Als die Eltern zurück kommen finden sie Michael total geistesabwesend, samt der bluttriefenden Waffe, vor. Ihr Sohn wird nun auf dem schnellsten Wege in eine psychiatrische Einrichtung geschafft.

Einige Tage vor Halloween im Jahr 1978:
Ein Patient wird von seinem zuständigen Arzt Dr. Sam Loomis (Donald Pleasence) und einer Krankenschwester zu einem Sanatorium transportiert.
Die beiden bemerken in der Dunkelheit zu spät, dass etwas nicht in Ordnung ist, denn der Patient, bei dem es sich natürlich um niemand geringeren als Michael Myers (Tony Moran) handelt, ist entwischt. Eilig verlässt Sam Loomis das Fahrzeug um das Schlimmste zu verhindern. Die Krankenschwester ist nun allein und wird schon bald von Myers angegriffen. Um nicht getötet zuwerden, muss sie aus dem Wagen entkommen, welcher auch gleich von dem Psychopathen beschlagnahmt wird. Myers kann erfolgreich flüchten und macht sich auf dem Weg zu seinem alten Heimatort.

In Haddonfield, Illinois:
Der Vater von Laurie Strode (Jamie Lee Curtis) ist ein Immobilienmakler, der endlich einen Interessenten für das alte Haus der Familie Myers gefunden hat, mit dem es aufgrund seiner grausigen Geschichte bisher nicht gut lief. Auf dem Weg zur Schule soll Laurie den Haustürschlüssel nun für ihren Vater unter der Fußmatte ablegen.
Aber so leer wie es scheint, ist das Haus nicht, denn Michael Myers hält sich dort versteckt und sobald er Laurie entdeckt hat, beginnt er ihr andauernd unauffällig zufolgen. Und nachdem der Killer auch noch auf ihre Freundinnen aufmerksam wird, weis Michael, was er heute Nacht zutun hat.

Währenddessen findet Dr. Sam Loomis seinen gestohlenen Wagen verlassen am Straßenrand samt der Leiche eines Polizisten vor. Ihm fällt auf, dass es sich um die Strecke nach Haddonfield handelt, worauf Loomis erkennt, was Myers vor hat. Er verständigt die Polizei des Ortes, damit die Bewohner vorgewarnt werden und macht sich nun schnellstens selbst auf den Weg.

Die Halloween-Nacht hat zwischenzeitlich begonnen und während Laurie und ihre Freundinnen jeweils alleine bei verschiedenen Familien den Babysitter spielen, ist Michaels Zeit endlich gekommen, um seine Mordgier an den auserwählten Opfern zu befriedigen. Und nun beginnt wirklich für alle eine Nacht des Grauens.


Mit „Halloween“ ist John Carpenter wahrlich einer der besten Filme, die dieses Genre zubieten hat, gelungen. Schon lange ein Klassiker, der diese Sparte auch deutlich geprägt und eine Reihe von Nachahmern hervorgerufen hat, die es aber nicht im geringsten mit „Halloween“ aufnehmen können, der auch heute noch, trotz seines Alters, die meisten neuen Horrorfilme locker in den Schatten stellt.

Die Story ist, wie man sieht, nicht besonders neu oder komplex, wurde aber gut durchdacht und umgesetzt. Was den Film ausmacht ist seine unglaubliche Atmosphäre. Schon zu Beginn wird man mit einem guten Schockeffekt konfrontiert, da der Mord an Michaels Schwester nur aus seiner Ich-Perspektive zusehen ist und als diese verlassen wird und auf den kleinen Jungen schwenkt, womit man natürlich nicht rechnet, ist man ungemein überrascht. Und durch diese Darstellung seiner kalten Bösartigkeit, schafft „Halloween“ es sofort den Zuschauer zufesseln, was auch der Anfang der Atmosphäre ist, die sich langsam mehr und mehr steigert.

Dazu trägt auch später das weitere kompromisslose und gezielte Vorgehen des Psychokillers bei, wodurch Herzrasen garantiert ist.
Zum anderen Teil ist der Film atmosphärisch so geladen, da sich fast alles in der Nacht abspielt, so dass die Dunkelheit und Düsternis für ein unheimliches Flair sorgt.
Alles scheint sehr unsicher, weil man nie ahnt wo sich Myers gerade befindet, was für tolle Spannung sorgt. Ständig fragt man sich, wo er sich gerade aufhält und wer als nächstes dran glauben muss, und macht sich innerlich auf den nächsten Schock gefasst, der wirklich nie lange auf sich warten lässt.

Die eben erwähnte Ich-Perspektive des Killers macht natürlich auch einiges aus und wird auch im weiteren Verlauf des Films genutzt, was noch von Myers schweren Atemzügen dermaßen positiv unterstrichen wird, dass sich ständig ein ängstliches Gefühl breit macht.

Der letzte Schliff zur perfekten Schaueratmosphäre wird letztendlich noch durch John Carpenters einmaligen musikalischen Sound beigesteuert.
Dieser besteht zwar nur aus einfachen Klängen, die aber von Schrecken und Angst bis hin zum Spannungsgefühl, dass gleich etwas unerwartetes passieren wird, alle nötigen Eigenschaften zu bieten hat. Stets im Hintergrund gehalten und langsam ansteigend untermauern die Töne in den richtigen Momenten hervorragend.

Mit Gemetzel und Blut vergießen, brauch hier niemand rechnen, denn die Morde sind teils im Dunklen gehalten und es kommt nie brutal rüber. Dies könnte man einem Slasher ja negativ zur Last legen, doch hier stört der Verzicht wirklich nicht und ist auch Nebensache, denn in „Halloween“ gibt es alle Aspekte, die man sonst in vielen anderen blutreichen Horrorfilmen vergeblich sucht.

Jamie Lee Curtis, deren Karriere als Scream-Queen in „Halloween“ durch die Verkörperung der Hauptperson Laurie Strode begann, liefert hier eine überzeugende Leistung als ein Teenie, der sich vollkommen durch die ruhigere und intelligentere Art von ihren Freundinnen unterscheidet und die schrecklichste Nacht ihres Lebens durchmacht, ab. Donald Pleasence war ebenfalls eine gute und glaubwürdige Besetzung für den Arzt Sam Loomis, der Michael Myers schon seit Jahren behandelt und alles daran setzt, um ihn aufzuhalten. Für einen Schauspieler, der schon solange wie er im Geschäft ist, war es natürlich kein Problem diese Rolle zu bewältigen.
Von Tony Moran, der hier als Psychopath agiert, sind natürlich keine Oscarreifenleistungen zu erwarten, da er eine sehr einfache und monotone Figur darstellt, was er aber authentisch und furchteinflößend hinbekommen hat.
Unter den weiteren Akteuren, bei denen es sich allesamt um Nebendarsteller handelte, stach niemand besonders hervor und alle gaben ungefähr gleichanzusehende akzeptable Durchschnittsleistungen zum besten.

Fazit:

Zusammenfassend bleibt nur noch zusagen, dass dieser Meilenstein des Horrorfilms nicht nur für Filmfans empfehlenswert ist, sondern jeder mal einen Blick riskieren sollte, da „Halloween“ wirklich gruselige und hochspannende Unterhaltung bietet.

Daten:
Titel: Halloween
Land: USA
Jahr: 1978
Länge: ca. 91 min., in der Langfassung ca. 105 min.
Freigabe: ab 16
Regie: John Carpenter
Buch: John Carpenter, Debra Hill.
Kamera: Dean Cundey
Musik: John Carpenter
Darsteller: Jamie Lee Curtis, Donald Pleasence, Tony Moran, P.J. Soles, Nancy Kyes, Charles Cyphers, Kyle Richards, Brian Andrews, John Michael Graham, Nancy Stephens, Arthur Malet, Mickey Yablans, Brent Le Page, Adam Hollander.

21 Bewertungen, 4 Kommentare

  • Mondlicht1957

    27.06.2007, 21:24 Uhr von Mondlicht1957
    Bewertung: sehr hilfreich

    SH LG Pet

  • blackangel63

    29.04.2007, 03:38 Uhr von blackangel63
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh und einen schönen Sonntag.LG - Anja

  • kleinvolli

    16.07.2004, 17:29 Uhr von kleinvolli
    Bewertung: sehr hilfreich

    schön.

  • Tom_Araya

    09.07.2004, 16:17 Uhr von Tom_Araya
    Bewertung: sehr hilfreich

    schon x mal gesehn, und immer wieder genial...wo ist der 5te Stern verloren gegangen? ;)