Hamburg Dungeon Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von Ostseekrabbe
Gruseln in Hamburgs Speicherstadt
Pro:
Geschichtsunterricht mal ganz anders
Kontra:
eventuell die Preise, aber ist das nicht überall so???
Empfehlung:
Ja
Vor einiger Zeit hat es uns in die Speicherstadt verschlagen. Eigentlich wollten wir nur zur Miniatur-Wunderland Ausstellung, aber das ist Stoff für eine andere Meinung.
Vom Dungeon hatte ich bereits einiges gehört, aber ich hatte dennoch keine genaue Vorstellung, worum es dabei wirklich geht. Kurz entschlossen gingen wir hinein. Auf dem Weg zur Kasse wurden wir von einer jungen Frau aufgehalten die uns erklärte, sie bräcuhte einen Henker und ein Opfer. Da ich grundsätzlich nichts von Frauen in der Opferrolle halte, war ich natürlich der Henker. Mein Mann mußte sich über ein Schaffott hängen und ich durfte ihm (natürlich nur nachgestellt) den Kopf abschlagen. Das ganze wurde durch ein Foto dokumentiert.
Dann gingen wir weiter zur Kasse und ich mußte zum ersten Mal kräftig Schlucken, denn Euro 12,50 Eintritt für etwas von dem ich überhaupt nicht wußte worum es geht fand ich doch ziemlich happig! Aber da man solche Dinge ja nicht jeden Tag macht bezahlten wir den Eintritt und gingen dann weiter.
Was ich hier vielleicht noch erwähnen sollte ist, das bereits direkt hinter der Eingangstür alles so aussieht, als würde man durch eine alte Burg oder Kerker laufen. Alles ist in schummriges Licht getaucht und strahlt nicht gerade das was man Gemütlichkeit nennt aus.
Wir gingen nun auf eine Gruppe wartender Besucher zur die sich vor einem Fahrstuhl befanden. Nach dem wir einen kurzen Moment gewartet hatten betraten wir nun in einer Gruppe von ca. 15 Personen zusammen mit einer wenig vertrauenserweckenden Fahrstuhlführerin den Fahrstuhl. Die Tatsache, daß diese auch noch die ganze Fahrt über anwesend war machte die Sache nicht weniger unangenehm! Personen die unter Platzangst leiden sei gesagt: Überlegt Euch ob ihr Euch das wirklich antuen wollt, denn es handelt sich nicht um eine normale Fahrstuhlfahrt!
Irgendwann hielt der Fahrstuhl wieder an und alle waren glücklich wieder festen Boden unter den Füßen zu spüren. Die nächste Station war die Bibliothek, völlig verdreckt, mit Spinnweben zugewuchert. Kurz einfach ekelig. Hier wurden bekamen wir weitere Instruktionen und Anweisungen für das was noch vor uns lag.
Da die Fahrstuhlführerin bereit wieder verschwunden war, mußten wir uns nun alleine auf den Weg durch das Gewölbe machen und landeten mitten in dem großen Feuer von Hamburg. Qualm stieg auf, es wurde immer wärmer, Menschen schrien und ein Mann suchte verzweifelt nach seiner Frau. Er war aber deenoch so nett uns auch gleich aus dem feuer zu retten. Also stolperten wir hinter ihm her durch diverse Gänge bis zu einem Lagerraum, da dieser auch anfing Feuer zu fangen mußten wir weiter. Unser Retter gab uns noch einige Informationen mit auf den Weg und verschwand dann.
Wieder auf uns alleine gestellt stolperten wir mitten in die Arme der Inquisition. Da man auch unter den Personen unserer Gruppe Hexen und dergleichen vermutete mußten wir uns alle dem hohen Gericht stellen. Wir wurden über Vergehen und die dafür vorgesehenen Strafen belehrt.
Dann ging es weiter durch einen Gang in dem die verschiedenen Foltermethoden dargestellt und auch genau beschrieben wurden. Am Ende diese Gangen wurden wir bereits sehnsüchtig erwartet...
Unsere Gruppe wurde zu Medizinstudenten und die Ärztin bei der wir mehr über die Pest lernen sollten wartete bereits ungeduldig auf uns. Ich kann jedem Besucher nur raten sich nicht in die erste Reihe zu setzen!
Dann folgte eine kleine Verschnaufpause. Die nächste Station besteht überwiegend aus einem Leseteil wo auf Bildern und Tafeln erklärt ist, was sich damals zwischen den Römern und den Germanen abgespielt hat.
Nach dieser kurzen Ruhephase ging es wieder rund. Unsere Gruppe sollte sich auf machen um Klaus Störtebeker zu retten. Für dieses Vorhaben benötigten wir jedoch ein Schiff. Auch dieses wurde organisiert und bei einem extrem starken Seegang machten wir uns auf den Weg.
Leider lohnten sich all die Strapazen nicht, denn als wir Störtebeker endlich fanden, konnten wir nur noch bei seiner Hinrichtung zusehen. Dies ist gleichzeitig auch die letzte Station vom Dungeon.
Auf dem Weg nach draußen kommt man zunächst an dem Fotostand vorbei. Hier kann man sich das Foto, das am Eingang gemacht wurde ansehen und auf Wunsch für Euro 6,00 auch kaufen. Weiter geht es durch ein im gleichen Stil angelegtes Restaurant. Als letztes kommt man nun noch durch den Fanartikel-Shop in dem es nicht nur Dinge die die Ausstellung betreffen gibt.
Was ich als wirklich ekelig empfand, war der Geruch der einen auf der ganzen Führung begleitet. Modrig, muffig eigentlich unbeschreiblich dieser Gestank.
Die komplette Führung dauer gut eine Stunde.
Alles in allem hat mir das Dungeon sehr gut gefallen, aber den Eintrittspreis halte ich doch für sehr heftig, zumal es nur diesen einen Preis gibt. Es wird nicht zwischen Kindern, Erwachsenen, Studenten, Schülern, Behinderten etc. unterschieden.
Wer sich nun fragt: Und was soll daran gruselig sein? Dem sei gesagt:
Jeder Mensch hat da ein anderes Empfinden. Ich habe das Dungeon als sehr unterhaltsam empfunden, allerdings hatten wir einen jungen Mann in der Gruppe bei dem ich mehr als einmal das Gefühl hatte er würde gleich umkippen. Die Betreiber selber schreiben dazu:
Das Hamburg Dungeon ist spannend, aber keine Horrorshow, es ist historisch korrekt, aber kein staubiges Museum und vor allem ist es eine unterhaltsame, ironische, lusitge, gruselige und nicht ganz ernstzunehmende Show von professionellen Schauspielern für alle kleinen und großen Leute zwischen 10 und 100.
Die Öffnungszeiten sind von Mo.-So. von 11.00 bis 19.00 Uhr (letzter Einlaß 18.00)
Nähere Informationen bekommt ihr auch unter Tel.: 040 / 36 00 55 00.
Dieser Bericht wurde bereits vor geraumer Zeit von mir bei Dooyoo veröffentlicht!
Vom Dungeon hatte ich bereits einiges gehört, aber ich hatte dennoch keine genaue Vorstellung, worum es dabei wirklich geht. Kurz entschlossen gingen wir hinein. Auf dem Weg zur Kasse wurden wir von einer jungen Frau aufgehalten die uns erklärte, sie bräcuhte einen Henker und ein Opfer. Da ich grundsätzlich nichts von Frauen in der Opferrolle halte, war ich natürlich der Henker. Mein Mann mußte sich über ein Schaffott hängen und ich durfte ihm (natürlich nur nachgestellt) den Kopf abschlagen. Das ganze wurde durch ein Foto dokumentiert.
Dann gingen wir weiter zur Kasse und ich mußte zum ersten Mal kräftig Schlucken, denn Euro 12,50 Eintritt für etwas von dem ich überhaupt nicht wußte worum es geht fand ich doch ziemlich happig! Aber da man solche Dinge ja nicht jeden Tag macht bezahlten wir den Eintritt und gingen dann weiter.
Was ich hier vielleicht noch erwähnen sollte ist, das bereits direkt hinter der Eingangstür alles so aussieht, als würde man durch eine alte Burg oder Kerker laufen. Alles ist in schummriges Licht getaucht und strahlt nicht gerade das was man Gemütlichkeit nennt aus.
Wir gingen nun auf eine Gruppe wartender Besucher zur die sich vor einem Fahrstuhl befanden. Nach dem wir einen kurzen Moment gewartet hatten betraten wir nun in einer Gruppe von ca. 15 Personen zusammen mit einer wenig vertrauenserweckenden Fahrstuhlführerin den Fahrstuhl. Die Tatsache, daß diese auch noch die ganze Fahrt über anwesend war machte die Sache nicht weniger unangenehm! Personen die unter Platzangst leiden sei gesagt: Überlegt Euch ob ihr Euch das wirklich antuen wollt, denn es handelt sich nicht um eine normale Fahrstuhlfahrt!
Irgendwann hielt der Fahrstuhl wieder an und alle waren glücklich wieder festen Boden unter den Füßen zu spüren. Die nächste Station war die Bibliothek, völlig verdreckt, mit Spinnweben zugewuchert. Kurz einfach ekelig. Hier wurden bekamen wir weitere Instruktionen und Anweisungen für das was noch vor uns lag.
Da die Fahrstuhlführerin bereit wieder verschwunden war, mußten wir uns nun alleine auf den Weg durch das Gewölbe machen und landeten mitten in dem großen Feuer von Hamburg. Qualm stieg auf, es wurde immer wärmer, Menschen schrien und ein Mann suchte verzweifelt nach seiner Frau. Er war aber deenoch so nett uns auch gleich aus dem feuer zu retten. Also stolperten wir hinter ihm her durch diverse Gänge bis zu einem Lagerraum, da dieser auch anfing Feuer zu fangen mußten wir weiter. Unser Retter gab uns noch einige Informationen mit auf den Weg und verschwand dann.
Wieder auf uns alleine gestellt stolperten wir mitten in die Arme der Inquisition. Da man auch unter den Personen unserer Gruppe Hexen und dergleichen vermutete mußten wir uns alle dem hohen Gericht stellen. Wir wurden über Vergehen und die dafür vorgesehenen Strafen belehrt.
Dann ging es weiter durch einen Gang in dem die verschiedenen Foltermethoden dargestellt und auch genau beschrieben wurden. Am Ende diese Gangen wurden wir bereits sehnsüchtig erwartet...
Unsere Gruppe wurde zu Medizinstudenten und die Ärztin bei der wir mehr über die Pest lernen sollten wartete bereits ungeduldig auf uns. Ich kann jedem Besucher nur raten sich nicht in die erste Reihe zu setzen!
Dann folgte eine kleine Verschnaufpause. Die nächste Station besteht überwiegend aus einem Leseteil wo auf Bildern und Tafeln erklärt ist, was sich damals zwischen den Römern und den Germanen abgespielt hat.
Nach dieser kurzen Ruhephase ging es wieder rund. Unsere Gruppe sollte sich auf machen um Klaus Störtebeker zu retten. Für dieses Vorhaben benötigten wir jedoch ein Schiff. Auch dieses wurde organisiert und bei einem extrem starken Seegang machten wir uns auf den Weg.
Leider lohnten sich all die Strapazen nicht, denn als wir Störtebeker endlich fanden, konnten wir nur noch bei seiner Hinrichtung zusehen. Dies ist gleichzeitig auch die letzte Station vom Dungeon.
Auf dem Weg nach draußen kommt man zunächst an dem Fotostand vorbei. Hier kann man sich das Foto, das am Eingang gemacht wurde ansehen und auf Wunsch für Euro 6,00 auch kaufen. Weiter geht es durch ein im gleichen Stil angelegtes Restaurant. Als letztes kommt man nun noch durch den Fanartikel-Shop in dem es nicht nur Dinge die die Ausstellung betreffen gibt.
Was ich als wirklich ekelig empfand, war der Geruch der einen auf der ganzen Führung begleitet. Modrig, muffig eigentlich unbeschreiblich dieser Gestank.
Die komplette Führung dauer gut eine Stunde.
Alles in allem hat mir das Dungeon sehr gut gefallen, aber den Eintrittspreis halte ich doch für sehr heftig, zumal es nur diesen einen Preis gibt. Es wird nicht zwischen Kindern, Erwachsenen, Studenten, Schülern, Behinderten etc. unterschieden.
Wer sich nun fragt: Und was soll daran gruselig sein? Dem sei gesagt:
Jeder Mensch hat da ein anderes Empfinden. Ich habe das Dungeon als sehr unterhaltsam empfunden, allerdings hatten wir einen jungen Mann in der Gruppe bei dem ich mehr als einmal das Gefühl hatte er würde gleich umkippen. Die Betreiber selber schreiben dazu:
Das Hamburg Dungeon ist spannend, aber keine Horrorshow, es ist historisch korrekt, aber kein staubiges Museum und vor allem ist es eine unterhaltsame, ironische, lusitge, gruselige und nicht ganz ernstzunehmende Show von professionellen Schauspielern für alle kleinen und großen Leute zwischen 10 und 100.
Die Öffnungszeiten sind von Mo.-So. von 11.00 bis 19.00 Uhr (letzter Einlaß 18.00)
Nähere Informationen bekommt ihr auch unter Tel.: 040 / 36 00 55 00.
Dieser Bericht wurde bereits vor geraumer Zeit von mir bei Dooyoo veröffentlicht!
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