Hamburg Dungeon Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von city-flitzer
Schaurig schön
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
#### Einleitung ####
Letzte Woche haben wir einen Kurztrip nach Hamburg gemacht. Neben Stadt- und Hafenrundfahrt standen noch weitere Höhepunkte auf dem Programm. So sollte auch etwas originelles in Hamburg besucht werden. Wir dachten zuerst an das Panoptikum, wurden aber durch einen Prospekt, der in unserem Hotel auslag auf das Hamburger Dungeon aufmerksam gemacht. Da uns das, was wir da lasen neugierig gemacht hatte, zogen wir los in die Speicherstadt!
#### Anschrift und Anfahrt ####
Das Hamburg Dungeon liegt, wie gesagt in der Speicherstadt und zwar direkt am Rande in der Kehrwieder 2, 20457 Hamburg. Am Besten ist es mit der U3 zu erreichen. Ab Haltestelle Baumwall sind es nur noch 5 Minuten Fußweg. Die Parkplätze am Hause sind sehr begrenzt und daher sollte man eine Anfahrt mit dem Pkw vermeiden!
#### Öffnungszeiten und Preise ####
Es war ein kalter und nasser Tag und es wurde schon langsam dunkel, als wir uns dem Haus näherten. Vor dem Haus brannte auf einem Sockel eine Flamme. Sonst war alles ziemlich trübe und kalt. Vor dem Haus erfuhren wir, dass das Dungeon um 11:00 Uhr öffnet und dass die letzte Führung um 18:00 Uhr beginnt. Diese würden wir noch gut schaffen, dachten wir, aber dann kam der erste Schock, die Eintrittspreise waren ganz schön happig. Eine Einzelperson sollte glatt 12,50 EURO berappen. Wir hatten, Gott sei dank eine HHcard und konnten mit 2 Erwachsenen und einem Schüler für 32,50 EURO das Haus betreten. Gruppen sind etwas günstiger, müssen sich aber vorher anmelden.
#### Das Dungeon ####
Was ist das den jetzt eigentlich, Dungeon? Lt. Prospekt ist es
„.... ein Spaß für die ganze Familie, aber keine Horrorshow, es ist historisch korrekt aber kein staubiges Museum. Es ist eine unterhaltsame, ironische, lustige, gruselige und nicht ganz ernst zu nehmende Show von professionellen Schauspielern für alle kleinen und großen Leute von 10 bis 100.“
Und vorweg gesagt: ein Kind unter 10 würde ich nicht mitnehmen wollen!
Dungeons gibt es wohl in mehreren Städten, so z.B. auch in London. Hier wird die individuelle Stadtgeschichte sehr plastisch dargestellt. Meist sind es aber nur die Schattenseiten der Stadtgeschichte, wie der nun folgende Rundgang etwas verdeutlichen wird:
#### Rundgang ####
Alles beginnt vor dem Fahrstuhl des Grauens. Dort wartet man in einer dunklen Höhle, dass der Fahrstuhl kommt und einen in die Tiefen der Erde befördert. Unterhalten oder vielmehr zusammengetrieben wurden wird von einem schmutzigen, dicken Mönch, der ständig betonte, was für ein Abschaum wir doch wären usw.! Alles gruselig hoch drei, aber lustig!
Der Fahrstuhl, (noch dunkler als die Höhle vorher) kommt und der Mönch befördert uns in die Tiefe, natürlich nur scheinbar, denn die Fahrt des Aufzuges wird nur durch wackeln und Kettengerassel simuliert.
In der Tiefe angekommen betreten wir die Bibliothek der dunklen Geschichte. Plötzlich ist der Mönch weg und wir bekommen ziemlich eindrucksvoll durch eine Stimme mitgeteilt, dass wir selber sehen könnten, wie wir da jetzt wieder herauskommen.
Eine Tür öffnet sich und wir betreten einen Raum, wo wir die Geschichte der großen Feuer von Hamburg erzählt bekommen. Alles begleitet von viel Rauch, Gestank und Hitze. Wir müssen flüchten, denn in diesem Raum ist es nicht mehr auszuhalten. Zum Glück öffnet sich eine Tür und wir betreten den Raum der Inquisition, wo gleich zwei aus unserer Runde für ihre Sünden angeklagt werden. Ein Schauspieler mimt in äußerst überzeugender und unterhaltsamer Weise den Inquisitor.
Danach werden wir entlassen und dürfen in das Pestkrankenhaus, wo wir an einer Vorlesung über die Pest teilnehmen dürfen. Da kommt es auch schon mal vor, dass die Flüssigkeit aus einer Pestbeule ins Publikum spritzt. Außerdem werden hier Beispiele für den Pestbefall gegeben, begleitet vom eindrucksvollen Würden einiger Lungenpestbefallenen.
Wem bis hier noch nicht schlecht ist, der wird auch bestimmt Gefallen an den Foltermethoden der Wikinger haben, die als nächstes auf dem Programm stehen. In dieser Abteilung wird sehr plastisch dargestellt, zu welchen Gräueltaten dieser Volksstamm fähig war.
Aber wir bleiben nicht lange, denn am Ende dieses Raumes steht ein Matrose, der uns anheuern möchte. Er erklärt uns, wer Klaus Störtebeker ist und dass er unbedingt befreit werden muss. Wir sind dazu auserwählt ihn zu befreien. Wir willigen sofort ein und ab geht’s auf ein Schiff. Einer wird abgestellt um Ausschau zu halten, ein anderer muss den Anker lichten und dann geht’s los. Das Schiff schaukelt und bebt. Bis plötzlich die Schiffe der Hanse uns umzingeln und wir müssen fliehen. Unsere flucht endet auf dem Marktplatz, auf dem gerade Klaus Störtebeker geköpft wird. Schade eigentlich!
Es geht in den letzten Raum, in dem die große Flut von 1717 gargestellt wird. Hier gibt es etliche Hinweistafeln, denn wir müssen auf eins der Boote warten, die uns hier wegbringen sollen.
6 Personen in einem Boot, die Fahrt geht los, ist aber vollkommen harmlos und sehr kurz. Dann hat das Ganze ein Ende.
Zum Schluss kann man sich noch anschauen, ob das Foto, was ganz am Anfang von einem geschossen wurde, zum kaufen animiert (6 EURO). Weiterhin kann man nach dem ca. 1,5-stündigem Rundgang noch etwas in der Bar zu sich nehmen. Man muss aber damit rechnen, dass an dem Tisch auch noch ein Skelett sitzt.
Weiterhin gibt es noch den typischen Andenken-Shop, der aber auch relativ üppige Preise hat.
Was man aber auf gar keinen Fall verpassen sollte ist der Gang zu Toilette. Die ist, wie hätte man es hier anders erwartet, blutbespritzt und aus den Geräten quellen eklige Massen, wie die Innereien bei Lebewesen.
#### Fazit ####
Hamburg Dungeon ist eine Art Stadtgeschichte zu erfahren, wie man sie nicht kennt. Praktisch interaktiv erfährt man viele Sachen von Hamburg. Das es dabei nur um dunkle Ereignisse handelt, spielt eigentlich keine Rolle. Das Ganze ist sowohl von der Dekoration, als auch von den Schauspielern, die einen begleiten perfekt bestückt und auf jeden Fall einen Besuch wert.
Ich kann daher das Hamburg Dungeon, trotz des hohen Eintrittspreises, auf jeden Fall weiterempfehlen. Wir hatten einen Mordsspaß, und werden unseren Besuch sobald nicht vergessen.
Übrigens:
Wir waren alle vollzählig und unbeschädigt, als wir das Haus verließen ;-))
Gruß
city-flitzer
Letzte Woche haben wir einen Kurztrip nach Hamburg gemacht. Neben Stadt- und Hafenrundfahrt standen noch weitere Höhepunkte auf dem Programm. So sollte auch etwas originelles in Hamburg besucht werden. Wir dachten zuerst an das Panoptikum, wurden aber durch einen Prospekt, der in unserem Hotel auslag auf das Hamburger Dungeon aufmerksam gemacht. Da uns das, was wir da lasen neugierig gemacht hatte, zogen wir los in die Speicherstadt!
#### Anschrift und Anfahrt ####
Das Hamburg Dungeon liegt, wie gesagt in der Speicherstadt und zwar direkt am Rande in der Kehrwieder 2, 20457 Hamburg. Am Besten ist es mit der U3 zu erreichen. Ab Haltestelle Baumwall sind es nur noch 5 Minuten Fußweg. Die Parkplätze am Hause sind sehr begrenzt und daher sollte man eine Anfahrt mit dem Pkw vermeiden!
#### Öffnungszeiten und Preise ####
Es war ein kalter und nasser Tag und es wurde schon langsam dunkel, als wir uns dem Haus näherten. Vor dem Haus brannte auf einem Sockel eine Flamme. Sonst war alles ziemlich trübe und kalt. Vor dem Haus erfuhren wir, dass das Dungeon um 11:00 Uhr öffnet und dass die letzte Führung um 18:00 Uhr beginnt. Diese würden wir noch gut schaffen, dachten wir, aber dann kam der erste Schock, die Eintrittspreise waren ganz schön happig. Eine Einzelperson sollte glatt 12,50 EURO berappen. Wir hatten, Gott sei dank eine HHcard und konnten mit 2 Erwachsenen und einem Schüler für 32,50 EURO das Haus betreten. Gruppen sind etwas günstiger, müssen sich aber vorher anmelden.
#### Das Dungeon ####
Was ist das den jetzt eigentlich, Dungeon? Lt. Prospekt ist es
„.... ein Spaß für die ganze Familie, aber keine Horrorshow, es ist historisch korrekt aber kein staubiges Museum. Es ist eine unterhaltsame, ironische, lustige, gruselige und nicht ganz ernst zu nehmende Show von professionellen Schauspielern für alle kleinen und großen Leute von 10 bis 100.“
Und vorweg gesagt: ein Kind unter 10 würde ich nicht mitnehmen wollen!
Dungeons gibt es wohl in mehreren Städten, so z.B. auch in London. Hier wird die individuelle Stadtgeschichte sehr plastisch dargestellt. Meist sind es aber nur die Schattenseiten der Stadtgeschichte, wie der nun folgende Rundgang etwas verdeutlichen wird:
#### Rundgang ####
Alles beginnt vor dem Fahrstuhl des Grauens. Dort wartet man in einer dunklen Höhle, dass der Fahrstuhl kommt und einen in die Tiefen der Erde befördert. Unterhalten oder vielmehr zusammengetrieben wurden wird von einem schmutzigen, dicken Mönch, der ständig betonte, was für ein Abschaum wir doch wären usw.! Alles gruselig hoch drei, aber lustig!
Der Fahrstuhl, (noch dunkler als die Höhle vorher) kommt und der Mönch befördert uns in die Tiefe, natürlich nur scheinbar, denn die Fahrt des Aufzuges wird nur durch wackeln und Kettengerassel simuliert.
In der Tiefe angekommen betreten wir die Bibliothek der dunklen Geschichte. Plötzlich ist der Mönch weg und wir bekommen ziemlich eindrucksvoll durch eine Stimme mitgeteilt, dass wir selber sehen könnten, wie wir da jetzt wieder herauskommen.
Eine Tür öffnet sich und wir betreten einen Raum, wo wir die Geschichte der großen Feuer von Hamburg erzählt bekommen. Alles begleitet von viel Rauch, Gestank und Hitze. Wir müssen flüchten, denn in diesem Raum ist es nicht mehr auszuhalten. Zum Glück öffnet sich eine Tür und wir betreten den Raum der Inquisition, wo gleich zwei aus unserer Runde für ihre Sünden angeklagt werden. Ein Schauspieler mimt in äußerst überzeugender und unterhaltsamer Weise den Inquisitor.
Danach werden wir entlassen und dürfen in das Pestkrankenhaus, wo wir an einer Vorlesung über die Pest teilnehmen dürfen. Da kommt es auch schon mal vor, dass die Flüssigkeit aus einer Pestbeule ins Publikum spritzt. Außerdem werden hier Beispiele für den Pestbefall gegeben, begleitet vom eindrucksvollen Würden einiger Lungenpestbefallenen.
Wem bis hier noch nicht schlecht ist, der wird auch bestimmt Gefallen an den Foltermethoden der Wikinger haben, die als nächstes auf dem Programm stehen. In dieser Abteilung wird sehr plastisch dargestellt, zu welchen Gräueltaten dieser Volksstamm fähig war.
Aber wir bleiben nicht lange, denn am Ende dieses Raumes steht ein Matrose, der uns anheuern möchte. Er erklärt uns, wer Klaus Störtebeker ist und dass er unbedingt befreit werden muss. Wir sind dazu auserwählt ihn zu befreien. Wir willigen sofort ein und ab geht’s auf ein Schiff. Einer wird abgestellt um Ausschau zu halten, ein anderer muss den Anker lichten und dann geht’s los. Das Schiff schaukelt und bebt. Bis plötzlich die Schiffe der Hanse uns umzingeln und wir müssen fliehen. Unsere flucht endet auf dem Marktplatz, auf dem gerade Klaus Störtebeker geköpft wird. Schade eigentlich!
Es geht in den letzten Raum, in dem die große Flut von 1717 gargestellt wird. Hier gibt es etliche Hinweistafeln, denn wir müssen auf eins der Boote warten, die uns hier wegbringen sollen.
6 Personen in einem Boot, die Fahrt geht los, ist aber vollkommen harmlos und sehr kurz. Dann hat das Ganze ein Ende.
Zum Schluss kann man sich noch anschauen, ob das Foto, was ganz am Anfang von einem geschossen wurde, zum kaufen animiert (6 EURO). Weiterhin kann man nach dem ca. 1,5-stündigem Rundgang noch etwas in der Bar zu sich nehmen. Man muss aber damit rechnen, dass an dem Tisch auch noch ein Skelett sitzt.
Weiterhin gibt es noch den typischen Andenken-Shop, der aber auch relativ üppige Preise hat.
Was man aber auf gar keinen Fall verpassen sollte ist der Gang zu Toilette. Die ist, wie hätte man es hier anders erwartet, blutbespritzt und aus den Geräten quellen eklige Massen, wie die Innereien bei Lebewesen.
#### Fazit ####
Hamburg Dungeon ist eine Art Stadtgeschichte zu erfahren, wie man sie nicht kennt. Praktisch interaktiv erfährt man viele Sachen von Hamburg. Das es dabei nur um dunkle Ereignisse handelt, spielt eigentlich keine Rolle. Das Ganze ist sowohl von der Dekoration, als auch von den Schauspielern, die einen begleiten perfekt bestückt und auf jeden Fall einen Besuch wert.
Ich kann daher das Hamburg Dungeon, trotz des hohen Eintrittspreises, auf jeden Fall weiterempfehlen. Wir hatten einen Mordsspaß, und werden unseren Besuch sobald nicht vergessen.
Übrigens:
Wir waren alle vollzählig und unbeschädigt, als wir das Haus verließen ;-))
Gruß
city-flitzer
21 Bewertungen, 1 Kommentar
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13.06.2006, 00:26 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich
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