Hamburg Dungeon Testbericht

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Erfahrungsbericht von red.muh

Nette Unterhaltung ohne viel Schrecken

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Ein grauer und nebliger Tag, die Abenddämmerung verleiht der verlassenen Speicherstadt etwas Geheimnisvolles - Schon der Weg zum Hamburg Dungeon ließ mich auf einen gruseligen Vorabend hoffen...

Zunächst mußten wir vor dem Eingang des alten Speichers, in dem sich das Dungeon befindet, aber fast eine halbe Stunde warten. Nur eine etwas furchterregende Frau, die zwischen den Besuchern herumtanzte, verkürzte diese Zeit ein bißchen.

An der Kasse erlebten wir dann einen mittelgroßen Schock, als wir die Eintrittspreise lasen: 9 Euro pro Person und keine Schülerermäßigung (die ich mit meinem „verlängerten“ Schülerausweis gerne noch manches Mal in Anspruch nehme...).

Nach der Warterei konnte ich dann endlich die Toilette besuchen, die man ganz im Stil von Grusel und Schrecken dekoriert hatte – man hat sich zumindest bemüht: An den Wänden ein paar Blutspritzer und –flecken, einige aufgemalte Spinnen und alles ziemlich dunkel.

Nun aber zu den eigentlichen Ereignissen im Dungeon: Zunächst ging es mit dem Fahrstuhl abwärts, begleitet von einem ziemlichen finsteren Portier, der sich einige böse Scherze mit den Besuchern erlaubte. Langsam bekam ich doch eine Gänsehaut, spätestens, als er von Spinnen im Nacken und anderen „Leckereien“ erzählte. Diskret klappte ich also schon mal meinen Kragen hoch.

Nachdem wir dort angekommen waren, wo wir hin sollten, befanden wir uns in einer Bibliothek, in der man uns über die bevorstehenden Ereignisse informierte: Ein Stück Hamburger Geschichte dunkelster und brutalster Art sollte uns erwarten.

So werden wir Zeugen des großen Feuers von Hamburg, das 1842 große Teile der Stadt zerstörte. Ein leichter Qualmgeruch und ein paar unechte Flammen sollen uns dieses Ereignis miterleben lassen, aber realistisch wirkt es kaum.

Das Beste war das Pestkrankenhaus – Ein leicht irrer Arzt, der mit seinem Skalpell und blutverschmierten Tüchern herumfuchtelte und eine Pestleiche sezierte, während er uns über die große Gefahr dieser Krankheit aufklärte. Er war einer der wenigen Schauspieler, der es Verstand, die Besucher zumindest ein wenig zu erschrecken.

Interessant war auch die Darstellung der verschiedensten Foltermethoden der damaligen Zeit. Da konnte es einem schon mal kalt den Rücken herunterlaufen...

Nach den weiteren Stationen, wie z.B. der Hinrichtung des Seeräubers Störtebeker, der einen Teil seiner Mannschaft befreien wollte, indem er geköpft an ihnen vorbeilief und einem Kirchenbesuch mit Hexenverurteilung waren wir am Ende des Dungeon angelangt. Hier erwartete uns noch ein Shop, indem es so ziemlich alles zu kaufen gab, was irgendwie eklig oder gespenstisch ist.

Wer also ausgefallene Geschenkideen sucht, sollte das Dungeon unbedingt besuchen. Für alle anderen ist es zwar auch empfehlenswert, doch man sollte nicht zuviel Grusel und Schrecken erwarten. Ich jedenfalls habe in der folgenden Nacht ausgezeichnet geschlafen – und mich in so mancher Geisterbahn auf dem Jahrmarkt mehr erschrocken!

16 Bewertungen, 1 Kommentar

  • Konsul

    07.04.2002, 11:51 Uhr von Konsul
    Bewertung: sehr hilfreich

    Schön für Touris, ich war da auch schon. Noch billiger wirs mit der Hamburg Card oder dem power pass für unter 30 jährige. Grüße!!!