Hamburger Dom Testbericht

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Erfahrungsbericht von Jakini

Der Frühlungsdom ist fast vorbei

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Drei Mal pro Jahr gibt es in Hamburg den Hamburger Dom, zu finden auf den Heiligengeistfeld. Angefangen mit dem Frühjahrsdom im März/April, weiter mit dem Sommerdom im Juli/August und zu guter Letzt mit dem Winterdom im November/Dezember, jedes Mal einen guten Monat.

Aufgebaut ist der Hamburger Dom immer sehr ähnlich, nur kleine Abweichungen kann man jedes Mal feststellen. Vertreten ist für jede Generation etwas, für die Kleinen Karussels, für die Größeren natürlich diesbezüglich etwas schnelleres, doch ich gestehe, aus dem Alter bin raus. Vor einigen Jahren war es für mich noch Satz, auf dem Dom regelmäßig die Krake zu besuchen, doch darauf kann ich nun verzichten, tut meiner Geldbörse auch gut, denn die Kinder verfahren schon genug davon. Doch es macht auch Spaß, den Kindern bei ihren Fahrten zuzusehen.
Außer den Karussels gibt es natürlich auch noch andere Belustigunsstände, wie jede Menge Losbuden, eine riesen Rutsche (eigentlich ja auch ein Karussel), Geisterbahnen, Schießbuden, Dartbuden, eine kleine Reitbahn mit Ponys (in meinen Augen jedoch Tierquälerei) wie auch jede Menge zum Verzehr. Auch hier ist die Auswahl riesengroß. Natürlich fehlen die Zuckerbäcker mit ihrem gebrannten Mandeln, Waffeln und derZuckerwatte auf keinen Fall, auch Apfeltaschen, Berliner und Schmalzgebäck bekommt man an fast jeder Ecke. Desweitern bekommt man auf dem Dom noch Eis, Würstchen, Fischbrötchen, , Girosteller, Pommes, Hot Dogs, Hamburger, Crepes und viele weitere Leckereien, wie Pfannegerichte oder Champignons mit Knoblauchsoße. Hier ist es jedoch ein bisschen Saisonbedingt, im Sommer gibt es dann auch Steaks vom Schwenkgrill, im Winter dann Kartoffelpuffer oder Grünkohl. Auf jeden Fall verhungert niemand auf dem Hamburger Dom, denn für Nahrung ist wirklich ausreichend gesorgt.

Neben dem alten Bunker auf dem Heiligeistfeld verläuft immer eine Gasse, in der viele Verkaufstände vertreten sind, hier bummeln wir immer besonders gerne während des Winterdoms vorbei, denn so manches schönes Weihnachtsgeschenk kann man hier schon finden, und ein bisschen den ersten Weihnachtsmarkt hervorholen. Außerdem wird es im November früh dunkel und wenn die Buden beleuchtet sind, dann wirkt das sehr gemütlich.

In meiner Kindheitserinnerung hat der Hamburger Dom eine besondere Bedeutung, denn meine Eltern sind im Schützenverein. Und früher hatte der Winterdom auch mit den Sportschützen zu tun. Es gab einen großen Ummarsch, ob es den heute noch gibt, weiß ich nicht, aber ich glaube, der wurde abgeschafft und das Domschießen. Das Domschießen gibt es noch immer, doch wird es nicht mehr wie früher auf dem Hamburger Winterdom in einem Zelt verantstaltet, sondern inzwischen auf einem festen Schießstand außerhalb Hamburgs, im süderelb Bereich, wo auch die meisten Hamburger Schützen zu Hause sind. Man kann und konnte jedes Jahr die Hamburger Domnadel erschießen, für die man eine bestimmte Ringzahl benötigt, wie auch die Hamburger Landesköniging in verschiedenen Alterklassen augeschossen wird. Die Proklamation findet, so weit mir bekannt ist, noch immer auf dem Dom in einem Festzelt statt. Früher hatten wir hierfür allerdings noch die Buß und Bettag zur Verfügung, heute ist dies ja kein freier Tag mehr, leider.

Jeden Mittwoch ist auf dem Hamburger Dom Familientag, dort gibt es dann alles günstiger, was sich wirklich lohnt, denn bei einem Dombesuch kann man sehr viel Geld ausgeben!!! Die Ermäßigungen gelten für alles Fahrgeschäfte, wie auch die Futterbuden, was ich recht angenehm finde, denn die Kinder sitzen in den Karussels und wir gönnen uns derweilen ein leckers Getränk. Aber natürlich wird auch gegessen auf dem Dom, das gehört einfach dazu, und mit nach Hause kommt immer eine Tüte Popcorn, eine Tüte Schokowaffeln und natürlich Afpeltaschen. Allerdings liegt so ein Dombesuch zwei Mal pro Jahr bei uns drin, der beschränkt sich dann meist auf den Sommerdom, weil wir da auf jeden Fall den Mittwoch erwischen können und den Winterdom, weil es trotz schlechten Wetters dann einfach schön ist.

Inzwischen gibt es für HEW-Kundenkartenbesitzer auch Vergünstigungen, die wir, wie schon erwähnt, bereits erhalten haben. Jeden Donnerstag gelten diese Coupons von denen jeder Kunde 24 Stück geschickt bekommt. Hiermit kann man auf alle Einzelkarten für Fahr- Schau- und Belustigunsgeschäft 50 % sparen, was sich auf jeden Fall lohnt! Wer also Hamburger ist, von der HEW seinen Strom bezieht, der sollte schnell diese Kundenkarte beantragen, Nachteile hat man damit auf jeden Fall keine, im Gegenteil, nur Vorteile.

Freitags findet gegen 23.00 Uhr ein schönes Feuerwerk statt, das wir aber wegen der Kinder schon lange nicht mehr besucht haben. Doch früher haben wir uns das oft nicht entgehen lassen, denn es ist wirklich sehr schön gemacht.

An manchen Feiertagen bleibt der Dom jedoch geschlossen, so wie es dieses Jahr am K-Freitag der Fall. Am Volkstrauertag und Ewigkeitssonntag ist der Dom meistens geöffnet, doch die Musik der Fahrgeschäfte bleibt still.

Der Dom selber ist verdammt groß, wenn man einmal herum kommen möchte, dann sollte man schon gut 2- 3 Stunden einplanen, je nachdem, wie viel man machen möchte. Spaß hat man auf jeden Fall eine ganze Menge, dafür ist gesorgt. Unfälle gab es zum Glück bisher nur sehr wenige und die sind schon recht lange her. Der Schlimmste Unfall, dan den ich mich erinnern kann, der fand ich meiner Kindheit statt und da ist ein Kran der schon ein Fahrgeschäft abgebaut hatte, in einer Loopingbahn hängengeblieben und hat die Wagen runtergerissen. Auch ist schon einmal die kleine Achterbahn mit dem Namen: "Der Blaue Enzian" auf dem Hamburger Dom entgleist, doch auch dies ist schon sehr lange her, und ich denke, aus diesen beiden schweren Unfällen hat man gelernt und die Sicherheitsvorkehrungen verschärft.

Aber auch ansonsten ist für Sicherheit gesorgt, eine kleine Polizei Wache ist vor Ort, wie auch eine Station vom DRK, die mit freiwilligen Helfern besetzt wird. Die Buden sind mit dieser Station verbunden und können in einem Notfall nach Hilfe rufen. Häufig kommen kleine Notfälle, wie Kreislaufkollapse etc. auf dem Dom vor, denn wo Spaß ist, da wird leider auch mal übertrieben.... .

Für Parkmöglichkeiten ist gesorgt, doch die sind nicht ganz günstig, inzwischen liegt die Parkgebühr bei 3 Euro. Am Wochenende wird hierfür extra eine Straße, die sich dierekt neben dem Heiligengeistfeld befindet, gesperrt. Aber mit Öffentlichen Verkehrsmitteln kann man den Dom sehr gut erreichen. Zum einen hält direkt vor der Tür die U-Bahn, oder man kommt mit der S-Bahn, wo man dann ein kleines Stück laufen. Natürlich sind die Züge zur Domzeit immer recht voll, und man kann schon erkennen, wer vom Dom kommt, die meisten Kinder halten einen Luftballon oder Zuckerwatte in der Hand, doch das gehört nun einmal zu einem Dombesuch dazu.

Wer in Hamburg wohnt, oder zu Besuch ist, der sollte sich einen Bummel über den Dom nicht entgehen lassen, es ist immer einen Besuch wert. Allerdings sollte man gut auf sein Geld achten, denn das wird man sehr schnell los.

8 Bewertungen, 1 Kommentar

  • Colonel

    31.08.2002, 11:04 Uhr von Colonel
    Bewertung: sehr hilfreich

    ? ist das wirklich ein Dom ?