Hamster Testbericht

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Summe aller Bewertungen
  • Futterkosten:  sehr gering
  • Pflegeaufwand:  gering
  • Spielbereitschaft:  hoch

Erfahrungsbericht von Michi23

Liebe auf den ersten Blick

4
  • Futterkosten:  gering
  • Pflegeaufwand:  durchschnittlich
  • Spielbereitschaft:  durchschnittlich

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Ich liebe Tiere über alles. Leider war es meiner Mutter nie recht, dass ich ein Haustier besitze. Sie war immer der Meinung, dass sie am Ende die Arbeit hätte und ich die Lust am Haustiere mit der Zeit verlieren werde. Das jedoch wollte einfach nicht in meinen Kopf gehen. Da wir ohnehin damals noch in einer Mietswohnung wohnten, war klar, dass ein Hund sowie so nicht in Frage käme. Auch den Kauf einer Katze empfand meine Mutter als weniger sinnvoll, da auch Katzen gerne die Gelegenheit genießen, draußen spielen zu können. Dies war allerdings auch nicht möglich, da wir eine Stadtwohnung hatten.

Nun gut. Ich bettelte ununterbrochen und ich bekam meine Mutter so weit, dass ich mir einen Hamster kaufen durfte. Aber keinen gewöhnlichen, sondern einen Teddyhamster suchte ich mir aus. Und zwar ist dies eine Zuchtform des bekannteren und größer werdenden Goldhamsters. Es war Liebe auf den ersten Blick. Ich weiß es noch, als wäre es gestern gewesen.

Wir gingen in die Zoohandlung und informierten uns natürlich erst einmal um die Haltung, denn es ist zwar ein kleines Tier und man hat nicht besonders viel Arbeit damit, doch es sollte unserem Kleinen doch gut gehen. Der Fachverkäufer klärte uns auf und es war gar nicht so aufwendig, wie meine Mutter zunächst dachte.

Ich schaute mich in dem Zooladen ein wenig um und erblickte auch gleich die kleinen Wesen. Sie schliefen, bis auf einer. Der krabbelte durch sein Gehege und schien recht munter zu sein. Er war richtig struppig und sah sehr niedlich aus. Sein Fell war beige und er stupste mit seinem Nässchen immer gegen die Scheibe und machte Männchen. Mein kleiner Willi war damals noch ein richtiges Baby. Ich brauchte dann auch gar nicht mehr lange überlegen, denn er war es, den ich haben wollte. Er war nicht einmal ängstlich, als ihn der Verkäufer aus seinem trauten Heim holte und in einen luftdurchlässigen Karton setzte. Was ein Glück, das das Zoogeschäft gleich bei uns in der Nähe war; denn lange wollte ich ihn nicht dort drin verweilen lassen, auch wenn er da gut Luft bekam.

So fing also alles an und was ich mit meinem kleinen Willi so alles anfangen konnte und wie er sich besonders wohl gefühlt hat, dass will ich Dir in meinem nun folgenden Beitrag mitteilen, damit Du vor einem Kauf schon so informiert bist, dass Du Dir die Informationen von Fachverkäufern sparen kannst.

Willi und seine Artgenossen:
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Mein kleiner Willi war also wie o. schon erwähnt kein Goldhamster. Die wollte ich nicht, weil die jeder hatte. Ich war damals 14 Jahre alt und in meiner Klasse hatte gut ¼ meiner Mitschüler einen Goldhamster. Ich aber wollte damals etwas besonders haben und das war mein Willi auf jeden Fall. Teddyhamster nämlich sehen sehr viel wilder aus und werden auch nicht so groß. Sie haben kein glattes Fell, sondern ein zerzaustest. Es ist in Sachen Fellpflege also etwas aufwendiger, doch darum hat sich Willi ja ganz alleine gekümmert.

Teddyhamster sind für eine Haltung zu Hause sehr gut geeignet, denn sie sind etwas handzahmer als Goldhamster. Sie werden bis zu 3 Jahre alt und wachsen auf lediglich 13 cm heran. Nicht besonders groß also, aber dennoch reicht es, um sich mit ihnen intensiv zu beschäftigen. Was ebenfalls ein großer Unterschied zum Goldhamster ist, ist, dass Teddyhamster auch nach dem Älterwerden mit anderen Teddyhamstern zusammenleben können. Goldhamster hingegen sind Einzelgänger und sie würden sich gegenseitig zerbeißen, würde man sie zusammen in einem Käfig halten. Dennoch sollte man dies nicht unbedingt ausprobieren, da es auch unter Teddyhamstern zu Realitätskämpfen kommt und das würde man doch nicht auf Dauer verkraften. Also am besten bloß einen Hamster halten. De kann sich auch prima selbst beschäftigen. Dazu musst Du ihm natürlich ein trautes und angenehmes Heim schaffen und dazu gleich mehr.

Käfig/Ausstattung:
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Du hast doch sicherlich auch gerne schön zu Hause, oder? Ein Hamster will sich auch wohl fühlen und Langeweile mag er auch nicht. Also musst Du zunächst einmal einen großzügigen Käfig kaufen. Der Käfig eines Hamsters sollte mindestens eine Grundfläche von 100cm x 50cm haben, denn er braucht Bewegung, damit er nicht zu fett wird. Auf jeden Fall sollte der Käfig auch mit einem Laufrad ausgestattet sein, denn Hamster laufen mehrere Kilometer am Tag bzw. in der Nacht. Weiterhin ist ein gemütlicher Schlafplatz von Nützlichkeit. Meinem Teddyhamster hatte ich damals ein kleines Häuschen gekauft und er hat sich auch gleich darin sehr wohl gefühlt.

Den Boden des Käfigs solltest Du mit dem fertigen Hamsterstreu auslegen und in das Häuschen auch immer ein wenig davon hineinlegen, wobei sich der Hamster es sich wahrscheinlich eh noch mal umdekoriert, denn er macht es sich so, wie er es für sich am liebsten hat. Dabei stopft er sich das Streu, welches im Käfig liegt, einfach in seine beiden Backen und ab da mit ins Häuschen. Es ist schon Wahnsinn, was die alles darin hamstern können.

Des weiteren braucht er eine Futterstelle, die man einfach mit einem Napf ausstatten kann. Auch einen Trinkbehälter sollte man in unmittelbarer Nähe anbringen, denn essen macht ja bekanntlich auch Durst. Dabei sollte man aber auch stets darauf achten, dass der Hamster nicht so sehr viel verschüttet, denn ein nasser Käfig kann dazu führen, dass der Hamster sich erkältet und eine Lungenentzündung ist da nicht auszuschließen.

Futter:
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Hamster sind ja Nagetiere und demnach haben sie auch ein gutes Gebiss. Sie lieben es also beispielsweise an rohem Gemüse oder Salat herzumzunagen und man sollte ihnen diesen Spaß nicht nehmen. Es sollte also immer auf dem täglichen Speisezettel, Neben den üblichen Körnerfutter stehen. Das Futter gibt es eigentlich überall. Es ist also nicht zwingend notwendig dafür in die Zoohandlung zu laufen. Von Vitakraft beispielsweise kann man jegliches Hamsterfutter verwenden und auch die Leckerli, beispielsweise Biskuit werden von ihnen heiß geliebt.

Freilauf:
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Ich habe meinen Hamster eigentlich immer zum Spielen nach draußen geholt. Natürlich sollte man ihn nicht aus seinen Schlaf rauben, denn Hamster sind leider nachtaktiv und werden erst gegen Abend in der Regel spiellustig. Mein Hamster war aber anders. Er war tagsüber auch keine Schlafmütze und hat mich nur selten aus dem Schlaft geholt, wenn er in seinem Rädchen den Marathon lief.

Ich habe draußen mit ihm natürlich nur unter Aufsicht spielen können, denn es birgt natürlich auch eine Gefahr. Die Möbelstücke können für ihn zum Verhängnis werden, denn die sind so flink und gelenkig, die kommen durch jede Ritze und finden tut man sie nur schlecht, denn sie hören leider nicht aufs Wort.

Am liebsten hat er bei mir auf dem Schoß gesessen, oder aber ist von einer in die andere Hand gehoppelt.

Kosten:
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Auch diese Information will ich Dir nicht entnehmen. Ein Hamster dieser Art kostet nicht sehr viel. Man hat natürlich die einmaligen Kosten, dazu zählen: Käfig (ab 40 Euro, Schlafhäuschen, Laufrad und Futternäpfe sowie Tränke)

Die regelmäßigen Kosten belaufen sich monatlich auf Futter (2,50 - 5 Euro), Streu (1 Euro), und evtl. ein Tierarztbesuch, wobei mir das erspart blieb.

Viel Arbeit?
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Wie ich es vermutet hatte, kümmerte ich mich ganz alleine um meinen Willi. Er hat aber auch kaum Arbeit gemacht, sondern eigentlich hat er mir bloß Freude bereitet. Ich musste ihn zwar täglich mit frischem Obst und Gemüse, sowie seiner Lieblingskörnermischung füttern, doch das war dann auch schon so gut wie alles. Und natürlich das feuchte Streu aus den Ecken entfernen.

Wöchentlich gehörte dann dazu, dass ich den Käfig komplett reinige. Ich machte die Schalen und alles, was sich im Käfig befand sauber, doch Achtung, kein Spülmittel verwenden. Apfelessig ist effektiver.

Tja, und so hat mein Hamster fast seinen dritten Geburtstag mit mir feiern könne. Er starb allerdings, als wir im Urlaub waren und er bei Bekannten untergebracht wurde. Tja, das wusste ich ja vorher, dass er nicht mir alt würde, doch geweint habe ich dicke Tränen. Er war ein ganz besonderer Hamster für mich und ich denke noch oft an ihn, wenn ich ihm auf meinen Bildern tief in die Augen blicke, denn mit Willi, das war wirklich Liebe auf den ersten Blick.

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