Hamster Testbericht

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Summe aller Bewertungen
  • Futterkosten:  sehr gering
  • Pflegeaufwand:  gering
  • Spielbereitschaft:  hoch

Erfahrungsbericht von Hanni64

Liebenswerte, kleine Kerlchen!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Mein Sohnemann hat sich verliebt. In eine ganz süße Kleine, mit dem Namen „Trixi“. Es war wirklich Liebe auf den ersten Blick und ich muss sagen, ich bin auch schon schwach geworden.
Nicht was Ihr jetzt denkt!
Wir standen vor zwei Wochen in unserem Zoogeschäft und wollten nur etwas Heu und Einstreu kaufen. Da sah er sie, diese süße, kleine Hamsterdame und erweichte das Herz meines Sohnes und auch meines.
Da ich aber nicht der Typ bin, der voreilig Tiere kauft, blieb ich eisern und wartete drei Tage ab. Meinen Sohn ging das Tierchen nicht mehr aus dem Kopf und somit stand der Entschluss bald fest. Die kleine Hamsterdame hat in unserem Zoo auch noch Platz und an einem geeigneten Käfig mangelt es bei uns auch nicht.
Wir haben schon einen Hund, zwei Degus und einen Dschugarischen Zwerghamster. Wissen also, welche Ansprüche Hamster haben und kümmern uns gerne um unsere Tiere.

Ich möchte in meinem Bericht über Hamster allgemein, ihre vielen Arten und ihre Ansprüche eingehen, denn mir ist es ein großes Anliegen besonders Familien darüber aufzuklären, dass ein Hamster keineswegs ein Spielzeug für Kleinkinder ist, was so oft vermutet wird.
Hält man sich vor Augen, wie die Tiere in freier Wildbahn leben, dann wird einem auch sehr schnell klar, dass sie oft falsch gehalten werden.

Am bekanntesten sind bei uns wohl der Goldhamster und der Teddyhamster. Es gibt aber noch einige Arten, die nicht so bekannt sind, wie den Chinesischen Zwerg – oder Streifenhamster, den Dsungarischen Zwerghamster oder den Roborowski – Zwerghamster.

Hamster sind natürlich Nagetiere und sind in dieser Gruppe in den weiten Kreis der Mäuseverwandten und Mäuseartigen Kleintiere einzuordnen. Sämtliche Hamsterarten gehören zu der Großfamilie der Wühler.

Herkunft:
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Bereits schon im Jahr 1839 entdeckte der Zoologe Waterhouse den Goldhamster, den er zunächst Cricetus auatus nannte, in Syrien, nahe Aleppo. Doch diese Erstbeschreibung und geriet damals leider in Vergessenheit.
Der israelische Professor Aharoni hat den Goldhamster in der syrichen Wüste wiederentdeckt. Das war im Jahre 1930.
Er grub eine Goldhamstermama mit ihrem Bau und ihren Jungen aus und brachte sie ans zoologische Institut in Jerusalem. In Gefangenschaft pflanzten sich die Tiere dann sehr schnell fort und bereits Ende 1930 waren es ca. 300 Tiere. Der Goldhamster erhielt den lateinischen Namen „Mesocricetus auratus“ (Goldener Mittelhamster).
In den USA wurden sie dann als Heimtiere geschätzt und um 1945 wurden sie auch in Europa bekannt und beliebt.

Eine kurze Übersicht der Herkunft verschiedener Hamsterarten:
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Goldhamster: Aus Syrien und Südtürkei

Chinesischer Streifenhamster: Aus China, Mandschurei und Mongolei

Dsungarischer Zwerghamster: Kasachstan, Mandschurei, Mongolei, weite Teilgebiete Nord und Mittelasiens

Roborowski: Mongolei, China, bis sibirische Grenzgebiete.


Lebensart:
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Hamster sind Nacht – und Dämmerungsaktiv und bodenorientiert. Unser Dsungarischer Zwerghamster Speedy, turnt aber wahnsinnig gerne an der Decke des Käfigs und klettert gerne in Zweigen. Ihr Nest liegt im Ursprungsgebiet als Erweiterung eines Tunnelbaus in 2 – 2,5 m Tiefe. Diese versteckte Lebensweise lässt Freilandbeobachtungen kaum zu. Steppen und Übergangsbereiche zu Wüsten sind ihr natürlicher Lebensraum. In solchen Trockenzonen ist es Nachts recht kalt. Wildlebende Hamster halten auch einen Winterschlaf, der nur zum Fressen unterbrochen wird. Sie legen sich einen ordentlichen Vorrat zu in dem überwiegend vollreife Saaten, Sämereien sowie auch Käfer, Larven und Spinnen enthalten sind.
In warmen Zeiten legen sie auf ihren nächtlichen Streifzügen beachtliche Strecken zurück. Kilometerweit durchstreifen sie ihr Revier, in dem kein Artgenosse, sei es ein paarungsbereiter andergeschlechtilicher Artgenosse. Das trifft aber nur auf den Goldhamster und auf den Chinesischen Streifenhamster zu. Dsungaren und Roborowskis leben gesellig und bilden Familiengruppen.

Der Hamster heute in Gefangenschaft:
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Heute gelten die Hamster bei uns als beliebtes Heimtier, nicht zuletzt weil er so anspruchslos, robust und anpassungsfähig ist.
Natürlich wurde auch bei ihm gezüchtet, denn der Mensch kann es nicht lassen, in die Natur einzugreifen und zu manipulieren. So entstanden viele verschieden Arten und vor allen Dingen Farben:

Der creme - oder beigefarbene Goldhamster:
Er ist am Rücken und am Kopf creme – beige. Am Bauch ist er etwas heller und massiv gebaut. Er ist vital, robust , relativ friedlich und wird leicht zutraulich.

Sonstige einfarbige Goldhamster:
Sie sind an Rücken und Kopf recht gleichmäßig in schwarz, grau, blau, braun, zimt, elfenbein usw. Der Bauch und das Gesicht sind heller. Sie gelten als manchmal launisch, aber gut zähmbar, friedlich, vital und kernig.

Russenhamster:
Er ist weiß mit dunklen Abzeichen an den Füßen, Schwanz, Nase und Ohren. Er hat dunkelrote Augen, ist etwas schlanker und recht fit und widerstandfähig. Er wird auch schnell zahm.

Ferner gibt es noch Angora oder Langhaarhamster:
Sie haben ein seidig, langes Fell in vielen Farben, auch gescheckt, zierlich gebaut, gutmütig leicht zutraulich. Sind aber weniger robust und Fellpflege ist erforderlich.

Satinhamster oder Teddyhamster:
Sie sind plüschig – glänzend haben langes oder kurzes Fell und es gibt sie in vielen Grundfarben. Er ist klein und zart, leicht zutraulich und nicht so robust.

Vorraussetzungen für die Hamsterhaltung:
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Auch Hamster habe ihren Wert und es sind Lebewesen. Man übernimmt Verantwortung für ein Tier und die dauert ein genzes Hamsterleben lang. Ein Hamster kann zwischen 2 und 4 Jahren alt werden. Zwerghamster werden kaum älter, als 2 Jahre. Dennoch muss man planen und den kauf gut überlegen. Selbst unter Aufsicht von Erwachsenen gilt, dass diese Tiere nur für ältere Kinder geeignet sind, die den Lebensrythmus des Tieres verstehen und aktzeptieren.
Innerhalb der Wohnung brauchen Hamster einen ruhigen, zugfreien Standplatz ohne Sonneneinstrahlung. Er braucht auch einen Platz, an dem er in der Nacht durch seine Aktivitäten nicht stört.

Einen Hamster kann man bereits im Alter von 4 Wochen übernehmen. Die Tiere im Zoofachhandel werden aber meist schon etwas älter sein. Wenn die Tiere bereits älter sind, sollte man darauf achten, dass sie wirklich einzeln gehalten wurden. Es kann sonst passieren, dass man ein trächtiges Weibchen mitnimmt.
Die Käfige, die im Zoohandel angeboten werden lassen oft sehr zu wünschen übrig.
Mir ist es einmal passiert, dass ich im Fressnapf nach einem passenden Käfig für einen Goldhamster suchte. Der Verkäufer empfahl mir einen Käfig, der nur etwa 30 cm lang und etwa 20 m
Hoch war. Er war ringsum geschlossen und sein Argument war: „Der macht keinen Dreck“!
Meine Antwort war: „ Wenn ich ein Tier kaufe, dann muss ich mit Dreck rechnen. Sonst brauche ich keines. Dieser Käfig ist für eine Hamsterhaltung nicht geeignet. Das Tier muss sich wohlfühlen.“ Es ist oft haarsträubend, was angeboten wird. An das Wohl des Tieres wird in den seltensten Fällen gedacht. Auch die Käfige mit diesem Röhrensysthem sind für Hamster nur wenig geeignet.
Der Käfig sollte schön lang und breit sein, damit der Hamster sich „die Beine etwas vertreten kann“. Außerdem wäre es von Vorteil wenn er doppelstöckig wäre. Man sollte außerdem viel Einstreu reingeben. Denn er wühlt sehr gerne. Hamsterwolle und Heu sind unbedingt notwendig. Schnell schafft er alles Brauchbare in sein Nest und stattet es gerne immer neu aus.
Meine haben einen alten Waschlappen bekommen. Der sieht mittlerweile schon sehr durchlöchert aus und die einzelnen Fasern liegen natürlich im Nest. Auch Stücke von unbedruckter Küchenrolle sind heiß begehrt. Ein Laufrad ist Pflicht. Man muss aber darauf achten, dass es der Größe des Hamsters entspricht, denn sonst biegen sich zu große Hamster die Wirbelsäule zu arg durch.

Man sollte außerdem vermeiden den Hamster von oben zu greifen. Er meint es ist ein Raubvogel und hat natürlich Angst. Wichtig ist es den Hamster langsam an die Hand zu gewöhnen und wenn er einmal auf der Handoberfläche sitzt, ihn vorsichtig zu streicheln und aus dem Käfig zu heben. Greifen sollte man ihn nur mit beiden Händen von unten oder von vorne.

Hamster Speiseplan:
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In freier Natur knicken die Hamster Grashalme um an die Samen zu kommen. Sie fressen Saaten, Wurzeln, Blattbestandteile, Halme und Zweiglein, Kräuter, Pilze und Beeren. Schnecken, Würmer, Asseln, Spinnen und Insekten.
In Gefangenschaft sollte trockene Fertigkost das Grundfutter bilden. Der Zoohandel bietet ein breites Angbot. Allerlei Grünzeug ist wichtig, wie: Heu, Kräuter, Löwenzahn, Karotten, Gurken, Äpfel, Bananen oder Tomaten.
Sie fressen auch gerne Mehlwürmer, Grillen oder Heuschrecken.
Man kann ihnen auch zur Eiweißzufuhr etwas Hüttenkäse, Quark, Hackfleisch oder auch Eier anbieten.
Natürlich darf man ausreichend Wasser nicht vergessen.

Ich denke, ich habe jetzt viel Wichtiges aufgezählt und es war mir ehrlich gesagt auch ein Bedürfnis. Ich muss mich immer sehr ärgern, wenn ich sehe, wie schnell man sich so ein Tierchen anschafft und es dann nicht gut gehalten wird.

Ich hoffe, ich konnte mit meinem Beitrag den Hamster verständlicher machen und vielleicht ein paar Tipps oder Anregungen geben.
Wir sind jedenfalls von den kleinen, putzigen Kerlchen total begeistert und unser Speedy und unsere Trixi sind in uns richtig ans Herz gewachsen.

*Eure Hanni64*

31 Bewertungen, 3 Kommentare

  • Bluebirdunfa

    13.06.2002, 06:36 Uhr von Bluebirdunfa
    Bewertung: sehr hilfreich

    ein klasse Bericht. ich besaß im LAufe meines Lebens ca über 100 solcher Tiere und habe sie gezüchtet, Und sie schätzen gelernt.

  • Geiler_Typ

    14.05.2002, 14:26 Uhr von Geiler_Typ
    Bewertung: sehr hilfreich

    mich würde noch interessieren,wie alt dein sohn ist,sonst ein klasse bericht,weiter so,gruss michi...

  • Mybaby

    14.05.2002, 14:13 Uhr von Mybaby
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr schön geschrieben....