Hamster Testbericht

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Summe aller Bewertungen
  • Futterkosten:  sehr gering
  • Pflegeaufwand:  gering
  • Spielbereitschaft:  hoch

Erfahrungsbericht von seehuhn

Wenn sie nur älter werden würden...

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Aus gegebenem Anlass, habe ich meinen Bericht über Hamster (vom 19.09.2001 bei Ciao) heute aktualisiert. Der Anlass, den ich meine ist, dass heute den 28.03.2002 mein zweiter Hamster eingeschläfert wurde. Ihm zu Ehren, schreibe ich diesen Bericht neu.
Einige denken bestimmt, ich hab eins an der Klatsche, aber ihr werdet es nicht glauben, wie sehr man sich an so ein Tier gewöhnen kann. So etwas kann nur jemand verstehen, der schon einmal ein eigenes Haustier gehabt hat. Aber nun Schluss mit den Tränen und ran an die Fakten.

Meinen ersten Hamster habe ich vor ca. 3,5 Jahren in einer Zoohandlung gekauft. Eigentlich wollte ich mir eine Maus kaufen, aber dieser kleiner lustige Haufen Fell gefiel mir dann doch besser.

Anschaffungskosten
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Das kleine Tier an sich ist sehr günstig. Mit ca. 5 Euro kann man schon einen Hamster sein eigen nennen.

Da das Tier aber auch irgendwo wohnen muss, braucht man dann einen Käfig. Hier sollte man nicht zu sparsam sein, schließlich will der kleine auch mal klettern und sich austoben. Ein Aquarium halte ich deshalb für vollkommen fehl am Platz. Außer vielleicht bei den Dsungurischen Hamstern, die mögen lieber Sand und graben.
Wie der Käfig aussehen sollte, schreibe ich dann noch weiter unten. Die Kosten belaufen sich aber auf ca. 50 Euro.

Damit der Hamster tagsüber in Ruhe schlafen kann, benötigt er ein kleines Schlafhäuschen. Die Preise liegen inzwischen bei ca. 7 Euro. Es gibt natürlich auch teurere Objekte, wie eine kleine Ritterburg oder ein Schloss, aber ich denke, dem Hamster ist das egal und so haben meine Hamster immer ganz normale Häuser bekommen.

Futter- und Wasserspender sind eher selten bei dem Käfig mit dabei und müssen separat gekauft werden. Allerdings sind die Kosten hierfür nicht hoch. Ich schätze mal mit ca. 5 Euro für beides.

Nun braucht ihr noch ein wenig Einstreu, damit er auch weich liegt und Futter.

Insgesamt beläuft sich somit die Erstanschaffung auf ca. 70 Euro.

Futter
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Beim Futter waren meine Hamster eigentlich nicht sehr wählerisch. Sie haben jede Sorte von Hamsterfutter brav gefressen. Bei der Anschaffung von Futter sollte man also die Preise vergleichen. Die Preise reichen von ca. 1 Euro bis ca. 3 Euro für eine Packung mit 500g Inhalt. Bei einem einzelnen Hamster reicht das Futter dann ca. 1 bis 2 Monate. Je nachdem was er außerdem noch bekommt.

Zwischendurch kann man dem Hamster auch einmal ein Leckerli geben. Wie aber auch bei anderen Tieren auch, sollte man nicht zu viel geben, da der Hamster sonst überfettet. Leckerlis gibt es in der Zoohandlung und die Preise sind unterschiedlich, je nachdem ihr eurem Freund mitbringt.

Ansonsten sind Hamster aber richtige Schleckermäuler. Sie essen gern einmal einen Klecks Joghurt (nicht so kalt, am besten ohne Zucker), rohes Hackfleisch (ungewürzt, nicht zu viel), gekochten Reis und natürlich sehr viele Früchte und Gemüse.
Bei Obst und Gemüse sollte man darauf achten, dass es keine blähenden Sorten sind: Also kein Kohl und keine Zitrusfrüchte.

Bei der Futtergabe sollte man immer Bedenken, dass der Hamster einen Großteil der Nahrung erst einmal aufhebt. Es könnten ja mal schlechte Zeiten kommen.
Aus diesem Grund sollte man immer kleine Mengen an Futter in den Käfig geben.

Gerade wenn man Obst oder Gemüse gegeben hat, sollte man am nächsten Tag schauen, ob noch was im Käfig ist und es dann entfernen.

Ich muss wohl nicht sagen, dass Süßigkeiten für einen Hamster tabu sind?! Diese würden seine Backentaschen verkleben und dies könnte zu schlimmen Entzündungen führen.

Wasser
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Für einen Hamster ist Wasser nicht so wichtig, wie vielleicht einige denken. In der Freiheit nehmen die Hamster fast ihren kompletten Wasserbedarf mit dem Futter auf.
Da das Tierchen aber in Gefangenschaft nicht die nötige Menge Wasser aus der Nahrung aufnehmen kann, muss ihm immer frisches Wasser zur Verfügung stehen.

Reinigung
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Der Käfig muss einmal die Woche gereinigt werden. Dazu muss man das Streu aus der Wanne leeren und dann die Wanne mit heißem Wasser ausspülen.
Nun wird die Wanne ausgetrocknet und wieder mit frischen Streu aufgefüllt. Ihr seht schon, die Reinigung ist ziemlich schnell erledigt.

Natürlich muss auch der Wasser- und der Futternapf regelmäßig, mit heißem Wasser, ausgewaschen werden.

Haltung
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Hamster sind absolute Einzelkämpfer. Es dürfen auf keinen Fall mehrere Hamster in einem Käfig gehalten werden. Das gibt entweder Nachwuchs (nicht so schlimm) oder aber die Hamster bringen sich gegenseitig um.

Bis heute hatte ich drei Hamster und habe auch versucht, ob sie sich verstehen, aber es gibt keine Chance. Zuerst schauen sie sich an, dann fallen sie sich an. Ich konnte zum Glück noch dazwischen gehen, bevor sie sich richtig angefallen haben. Man merkt aber schon am Zähneknirschen, das es Zeit ist, einen Hamster wieder in den Käfig zu stecken.

Käfig
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Empfohlen wird, dass der Käfig mindestens 40 x 80 x 50 cm groß ist. Jedoch kann der Käfig nie groß genug sein, da Hamster einen sehr starken Bewegungsdrang haben.

Die Gitterstäbe sollten waagerecht sein, damit der Hamster klettern kann.
Außerdem sollte man beachten, dass die Gitterstäbe nicht lackiert sind. Warum? Wenn euch euer Freund nerven will, knabbert er an den Gitterstangen. Da der Lack nicht gut für ihn ist, muss man die Finger davon lassen.

Im Käfig sollten Versteckmöglichkeiten und auch ein Laufrad vorhanden sein. Das Laufrad wird zwar nur im ersten Lebensabschnitt benutzt, aber da dann ausgiebig.

Damit der Hamster auch Abwechslung hat, kann man verschiedene Sachen zum Spielen in den Käfig legen. So spielen sie z. B. gern mit einer leeren Toilettenpapierrolle oder mit einer einfachen Pappschachtel. Zuerst verstecken sie sich darin, danach wird das Ding in 1000 Einzelteile zerlegt.

Nachwuchs
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Als mein erster Hamster gestorben ist, musste ich gleich einen neuen kaufen um mich selbst zu trösten. Was ich damals noch nicht wusste, ich hatte nicht einen Hamster gekauft, sonders sieben Hamster.
Als der Hamster sich zuhause nicht aus dem Häuschen traute, schaute ich einfach mal rein. Was ich da sah, war wirklich herzzerreißend. Dort lag also meine Hamstermama mit ihren sechs kleinen Sprösslingen und säugte sie. Erst dachte ich, dass mein Freund die Krise bekommt, aber als er das Bild sah, war auch er gleich angetan.

Sollte es bei euch auch so weit kommen, solltet ihr dem Hamster viel Ruhe gönne. Gebt ihm genug zu essen. Bei Essen sollte man auch immer wieder etwas Eiweiß geben, da die Hamstermama dies nun dringend braucht. Bekommt sie zu wenig Nahrung ist es leicht möglich, dass sie ihre Babys isst. (Hamster neigen zu Kannibalismus)

Bis die kleinen Babys ca. fünf Wochen alt sind, darf der Käfig auch nicht gereinigt werden.

Die Entwicklung der kleinen ist wirklich sehr interessant. Nach etwa einer Woche machen die Kleinen zum ersten Mal die Augen auf.
Nach einer weiteren Woche kommen die Babys dann auch zum ersten Mal nach draußen. Jetzt wird es wirklich interessant. Sobald ein kleiner rauskommt, kommt sofort die Mama und schleppt ihn wieder rein. In der Zwischenzeit sind natürlich die anderen auch schon alle raus. So ist die Mama nach einer Weile ziemlich am Ende.

Nach ca. drei Wochen, kann man sie dann auch mal rausnehmen. Sind dann wirklich aufgeweckte Dinger. In dieser Zeit nehmen sie auch alles im Käfig unter die Lupe. Jetzt ist es Zeit Klorollen in den Käfig zu legen. Am besten sind aber leere Küchenrollen. Da macht man dann kleine Löcher rein, damit die Hamster rausschauen können.

Nach maximal fünf Wochen sollte man die Kleinen trennen.
Das wohin war recht schnell geklärt. Drei habe ich verschenkt, einen bekam meine Schwester, einen behielt ich und einen habe ich in eine Zoohandlung gebracht.

Fazit
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Die Tierchen sind besonders für Menschen geeignet, die sich erst abends mit einem Tier befassen können. Hamster schlafen tagsüber und stehen dann abends so gegen 20 Uhr auf.
Außerdem brauchen sie nicht sehr viel Zuwendung und sind meistens froh, wenn man sie in Ruhe lässt.

Da die Lebenserwartung doch sehr kurz ist, denke ich, ist es kein Gefährte für kleine Kinder. Ein weiterer Grund ist, dass Hamster ihren eigenen Willen haben und meistens nicht das machen, was man will.

Die Lebenserwartung eines Hamsters liegt bei ca. 2 Jahren. Zwei Hamster von mir sind nun knapp zwei Jahre geworden. Die Hamster meiner Schwester sind nicht mal ein Jahr geworden. Das liegt aber nicht an schlechter Haltung oder so. Hamster sind sehr anfällig auf Krankheiten.
Alle Hamster sind an Entzündungen gestorben.


RUHE IN FRIEDEN JUMPY JUMPER

22 Bewertungen, 1 Kommentar

  • clauds22

    28.03.2002, 17:34 Uhr von clauds22
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr viele nützliche Infos. Tut mir leid, dass Du Deinen Hamster verloren hast. Ich kann nachfühlen wie Du Dich fühlst, da ich selber immer Haustiere habe. Ich hoffe, Du hast noch ein anderes Tierchen, an dem Du Dich erfreuen kannst. Liebe G