Schmidt Spiele Carcassonne Testbericht

Schmidt-spiele-carcassonne
ab 12,49
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5 Sterne
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Summe aller Bewertungen
  • Präsentation:  sehr gut
  • Spaßfaktor:  sehr hoch
  • Spielanleitung:  sehr gut
  • Wird langweilig:  nie

Erfahrungsbericht von carsten1962

Jetzt baue ich mir meine Stadt selbst

5
  • Präsentation:  sehr gut
  • Schwierigkeitsgrad:  leicht
  • Spielanleitung:  sehr gut
  • Spieldauer:  durchschnittlich, bis zu 1 Stunde
  • Spielerzahl:  ab 2

Pro:

abwechslungsreich, schnell zu erlernen, auch für Kinder, nie langweilig

Kontra:

nichts

Empfehlung:

Ja

Nachdem der letzte Bericht mal ein anderes Thema beinhaltete ist heute mal wieder ein Spielebericht an der Reihe. In diesem Bericht möchte ich über das in 2000 im Hans im Glück Verlag erschiene Spiel Carcassonne schreiben. Autor des Spiels ist Klaus-Jürgen Wrede. Die Illustration stammt von Doris Matthäus. Im Jahre 2001 wurde das Spiel zum Spiel des Jahres gekürt!

Carcassonne kann zu zweit, aber auch mit bis zu fünf Personen gespielt werden. Mit einer Ergänzung kann man Carcassonne sogar zu sechst spielen. Wer das Spiel gewinnen möchte braucht ein bisschen Glück beim Ziehen der Karten, aber auch eine gute Strategie, um sich selbst Vorteile zu verschaffen oder den Gegner zu behindern.

Ich möchte euch über folgende Punkte dazu berichten:

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Spielidee
Spielregeln
Material
Spielanleitung
Spielalter
Taktische Tipps
Fazit
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Spielidee
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Die in Südfrankreich liegende Stadt Carcassonne ist der Namensgeber für dieses Spiel. Die Stadt ist bekannt für ihre mittelalterliche Stadtbefestigung. Im Spiel Carcassonne bauen die Mitspieler aus mehreren Landschaftskarten Städte, Straßen und Klöster, die zusammen in mehreren grünen Wiesen eingefasst sind. Um davon zu profitieren setzen die Mitspieler ihre Gefolgsleute auf diese Landschaftskarten und erhalten im Verlaufe und zum Ende des Spiels dafür Punkte.


Spielregeln
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Die Spielregeln sind nicht schwer. Zur Spielvorbereitung wird ein besonders gekennzeichnetes Landschaftsfeld in die Mitte des Tisches gelegt. Auf der Karte ist eine gerade Straße abgebildet. An einer Seite ist eine Wiesenlandschaft und auf der gegenüberliegenden Seite ein Stadtteil abgebildet. Diese Landschaftskarte ermöglicht dem Startspieler, dass er in jedem Fall eine gezogene Landschaftskarte anlegen kann. Die restlichen 71 Landschaftskarten werden gemischt und verdeckt zur Seite gelegt. Jeder Mitspieler erhält 8 hölzerne Gefolgsleute in einer Farbe, von denen einer auf die Wertungstafel gestellt wird. Nun muss nur noch der Startspieler bestimmt werden.

Wenn ein Mitspieler an der Reihe ist, führt er folgende Aktionen aus:
- Eine Landschaftskarte ziehen und an den ausliegenden Landschaftskarten anlegen.
- Der Mitspieler kann (er muss nicht) einen seiner Gefolgsleute auf die gerade gelegte Landschaftskarte setzen.
- Wenn durch das Anlegen der Landschaftskarte eine Stadt, ein Kloster oder eine Straße fertiggestellt worden sind, dann werden diese abgerechnet. Auf der Wertungstafel werden die entsprechenden Gefolgsleute weitergesetzt. Die Gefolgsleute aus einer abgerechneten Stadt, Kloster oder Straße werden an die Mitspieler zurückgegeben.

Nun zu den Aktionen im Einzelnen:
Das Anlegen der Landschaftskarten darf nur so erfolgen, dass die abgebildeten Landschaftsformen auch zu einander passen. Eine Straße muss an eine Straße angelegt werden. Eine Stadt muss an eine Stadt angelegt werden.

Das Einsetzen des Gefolgsmannes darf nur auf der eben angelegten Landschaftskarte erfolgen. Dabei muss man sich entscheiden, ob man den Gefolgsmann, je nachdem was auf der Landschaftskarte abgebildet ist, auf einer Straße, einer Stadt, einer Wiese oder einem Kloster einsetzen will. Bei Einsetzen der Landschaftskarte wird eine Verbindung zu anderen Karten hergestellt. So kann zum Beispiel ein Stadtteil an einen anderen Stadtteil angelegt werden. In diesen Stadtteil darf der Gefolgsmann nur dann eingesetzt werden, wenn die jetzt angeschlossene Stadt noch nicht durch einen anderen Gefolgsmann belegt ist. Das gleiche gilt für Straßen und für Wiesen. Um mit anderen Mitspielern zusammen von einer größeren Stadt zu profitieren muss man den neuen Stadtteil so anlegen, dass er zunächst allein liegt. Mit dem nächsten Zug können dann die Stadtteile mit einer anderen Landschaftskarte verbunden werden.

Abrechnungen innerhalb des Spiels erfolgen immer dann, wenn eine Stadt fertig gebaut ist. Punkte erhält der Mitspieler, der die meisten Gefolgsleute in der Stadt eingesetzt hat. Bei Gleichstand erhalten beide Mitspieler die volle Punktzahl. Die Mitspieler erhalten für jede Landschaftskarte die zur Stadt gehört 2 Punkte. Ebenfalls erhalten die Mitspieler 2 Punkte zusätzlich, wenn auf einer der Landschaftskarte ein Wappen in der Stadt abgebildet ist. Eine Ausnahme bilden Städte aus lediglich 2 Landschaftskarten. Hier gibt es nur 2 Punkte. Bei der Abrechnung von Straßen wird genauso verfahren, jedoch gibt es nur einen Punkt je Landschaftskarte auf der die Straße verläuft. Ein Kloster wird abgerechnet, wenn alle umliegenden 8 Landschaftskarten angelegt worden sind. Dafür gibt es 9 Punkte. Die Wiesen werden erst am Spielende abgerechnet. Nach der Abrechnung erhalten die Mitspieler ihre beteiligten Erfolgsleute zurück und können neu eingesetzt werden.

Zum Spielende wird ebenfalls abgerechnet. Zunächst werden alle unfertigen Straßen, Klöster und Städte abgerechnet. Bei den Straßen gibt es für jede Landschaftskarte einen Punkt. Bei den Klöstern gibt es je anliegender Landschaftskarte einen Punkt. Bei den Städten gibt es jetzt nicht zwei, sondern nur noch einen Punkt je Landschaftskarte. Auch für die Wappen gibt es nur noch einen Punkt. Zum Schluss werden die Wiesen abgerechnet. Punkte erhalten die Mitspieler, die die Mehrheit auf einer Wiese haben. Bei Gleichstand erhalten hier auch beide Mitspieler die volle Punktzahl. Für jede fertige Stadt, die an eine Wiese angrenzt und auf der ein Gefolgsmann liegt, erhält der Mitspieler 3 Punkte.


Material
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Carcassonne wird in einer relativ kleinen, stabilen Box aus Pappe ausgeliefert und nimmt somit nicht so viel Platz im Spieleschrank in Anspruch.

Die Wertungstafel ist aus einem sehr stabilen Karton angefertigt und mit einer Straße als Weg zum Punkte zählen nett gestaltet.

Die 4,5 cm mal 4,5 cm großen, quadratischen Landschaftskarten sind ebenfalls aus einem stabilen Karton hergestellt. Die Gestaltung der Landschaftskarten sehe ich als sehr gelungen an. Die Stadtgrenzen sind als typische mittelalterliche Stadtmauer nach Vorbild aus Carcassonne dargestellt. Innerhalb der Stadt sind kleine Häuser abgebildet. Die Straßen sind als breite, weiße, schlängelnde Wege dargestellt. Die Klöster sind als mittelalterliche Kirchen abgebildet.

Die Gefolgsleute sind aus Holz hergestellt worden und in fünf verschiedenen Farben eingefärbt.

Die Spielanleitung ist auf einer vierseitigen Anleitung auf Papier abgedruckt.

Das Spielmaterial ist in der Gestaltung als ausgezeichnet und im Material als sehr gut zu bezeichnen. Dafür vergebe ich gern 5 Sterne.


Spielanleitung
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Auch die Spielanleitung erhält die volle Punktzahl. Sie ist geradezu als besonders vorbildlich zu bezeichnen. Zu jedem Regelteil sind Zeichnungen vorhanden, die den Text ideal grafisch ergänzen. Dadurch sind die Spielregeln auf Anhieb für jedermann zu verstehen.


Spielalter
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Das Spielalter wird vom Hersteller mit ab 8 Jahren angegeben. Ich denke, dass 8-jährige Kinder das Spiel schon spielen können. Sie werden aber ein paar Spiele brauchen, um ein wirklich sinnvolles Vorgehen beim Spiel zu erlernen.


Taktische Tipps
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Gerade in den ersten Spielen sollte man darauf achten, dass man nicht an zu vielen Baustellen mitwirkt. Denn wenn alle Gefolgsleute auf dem Spielfeld stehen und nicht so schnell wieder zurückkommen, dann kann es sein, dass man Landschaftskarten zieht, auf die man gern einen Gefolgsmann stellen möchte, aber eben nicht mehr kann, z.B. bei einem Kloster.

Den Bau von Städten mit nur zwei Stadtteilen sollte man vermeiden, weil sie weniger Punkte einbringen. Es sei denn diese Stadt grenzt an eine Wiese, auf der man sicher die Mehrheit eigener Gefolgsleute hat. Dann gibt es in der Endabrechnung noch zusätzliche drei Punkte für die fertige Stadt.

Auf keinen Fall sollte man versuchen, ganz allein Städte oder Straßen aufzubauen. Viele Punkte erhält man dann, wenn man sich die Straßen und Städte der Mitspieler zu nutze macht. Also immer versuchen, durch geschicktes anlegen der Landschaftskarten sich an einer Stadt oder Straße des Mitspielers zu beteiligen.

Es ist nicht schlimm, wenn man eine Karte zieht, die nicht zu den eigenen Baustellen passt. Mit der Karte kann man bestimmt die Mitspieler beim weiteren Ausbau ihrer Städte und Straßen behindern. Im schlechtesten Fall kann man durch geschicktes Spiel dafür sorgen, dass Städte oder Straßen nicht fertig gestellt werden können. Die am Bau beteiligten Mitspieler erhalten dann ihre Gefolgsleute erst bei der Endabrechnung wieder und die Stadt ist nur noch die Hälfte wert.

Um eine bessere Übersicht zu behalten sollten die Gefolgsleute auf den Wiesen gelegt werden und die Gefolgsleute in Städten, auf Straßen und Klöstern gestellt werden. Es kann passieren, dass die Gefolgsleute mal ein wenig verschoben werden im Verlaufe des Spiels. So kommt es zu weniger Irritationen.

Bei der Schlussabrechnung sollten alle abgerechneten Gefolgsleute vom Spielplan entfernt werden, um eine bessere Übersicht zu behalten.


Fazit
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Carcassonne ist 2001 verdient Spiel des Jahres geworden. Es macht immer wieder Spaß dieses Spiel zu spielen. Ich habe schon viele meiner Freunde zu begeisterten Carcassonnespielern machen können. Es ist wirklich leicht zu erlernen.

Ein Durchgang dauert ca. 30 Minuten bis 45 Minuten. Ein wenig Glück gehört sicher zum Spiel dazu. Aber auch für die Spielstrategen ist viel Vergnügen beim Spiel.

Das Spielmaterial ist wirklich ausgezeichnet gestaltet.

Der Preis für das Spiel liegt bei unter 20 €. Das ist vertretbar.

Das Spiel kann gut mit Kindern gespielt werden. Es ist aber auch sehr gut für einen gelungenen Spieleabend unter Erwachsenen geeignet.

Carcassonne erhält von mir die volle Sterneanzahl und eine klare Empfehlung!

Vielen Dank für das Lesen, Bewerten und Kommentieren!

34 Bewertungen, 3 Kommentare

  • saboger

    08.04.2005, 00:47 Uhr von saboger
    Bewertung: sehr hilfreich

    ...kenne ich auch und wird hier auch öfter mal gespielt. Guter Bericht, an dem nichts fehlt!

  • Sternenhimmel

    30.03.2005, 00:24 Uhr von Sternenhimmel
    Bewertung: sehr hilfreich

    wie immer ein sehr schöner bericht

  • Asperula

    22.03.2005, 11:24 Uhr von Asperula
    Bewertung: sehr hilfreich

    sich sehr Interessant an und der Preis ist auch nicht zu hoch, schöner Bericht, das wäre etwas für den "Osterhasen" der bald kommt!!!