Schmidt Spiele Carcassonne Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 12/2006
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Summe aller Bewertungen
- Präsentation:
- Spaßfaktor:
- Spielanleitung:
- Wird langweilig:
Erfahrungsbericht von ausforming_von_ciao
Ein Teufelsspiel;)
Pro:
variabler Spielplan, ab zwei Personen spielbar, kurze Spieldauer, recht einfache, aber dennoch interessante Regeln
Kontra:
nichts
Empfehlung:
Ja
Einem Mitglied hatte ich ja bereits versprochen, dass ich mich auch noch mit der Basis-Edition von Carcassonne befasse, et voilà, hier ist nun mein Bericht.
Seit der Ernennung zum Spiel des Jahres 2001 ist Carcassonne in aller Munde und die meisten dürften bereits etwas von diesem Spiel gehört haben. Ich bin damals auf der Modellbau und Spielemesse in Stuttgart zufällig auf das Spiel gestoßen und habe es mir nach kurzem Zögern dann auch zugelegt. Dass ich diese Entscheidung bis heute nicht bereut habe, kann ich durchaus schon preisgeben, ganz im Gegenteil sogar, Carcassonne wurde innert kürzester Zeit zu einem der meistgebrauchten Gesellschaftsspiele, die den Weg in unser Haus fanden.
ICH GÄB WAS DRUM, WENN ICH NUR WÜSST, WER HEUT DER HERR GEWESEN IST
(Oder der Erfinder des Spieles)
Bevor ich mich nun dem eigentlichen Spiel zuwende, möchte ich euch den Macher von Carcassonne etwas näher bringen, schließlich steckt hinter jedem Spiel auch jemand, der es entwickelt hat. Das Spiel stammt aus der Feder von Klaus-Jürgen Wrede. Der 40 jährige Wahlkölner stammt ursprünglich aus dem Sauerland und hat ein Musik-Studium absolviert. Seit einigen Jahren arbeitet er nun als Lehrer an einer Schule.
DAS ALSO IST DES PUDELS KERN
(Oder der Sinn des Spieles)
Carcassonne ist zwar ein Spiel, weit mehr Leute kennen allerdings die mittelalterliche Stadt gleichen Namens in Südfrankreich. Diese Verbindung ist natürlich nicht zufällig, handelt das Spiel doch eben zu dieser Zeit. Die Spieler schlüpfen nun also in die Rolle eines Fürsten und versuchen die Gegend um Carcassonne zu Ihrem Eigentum zu machen. Dabei muss man sich mit anderen verbünden, darf allerdings auch die Rivalität nie vergessen.
DAS IST ALSO DER LAUF DER WELT
(Oder die Regeln des Spieles)
Die Müh ist klein, der Spaß ist groß!
Vor dem Vergnügen kommt bekanntlich die Arbeit, sprich der Aufbau, die hält sich hier aber in Grenzen. Jeder Spieler erhält sieben Gefolgsleute, die Landschaftskärtchen werden zu fünf Stößen zusammengelegt, die Wertungstafel wird bereitgelegt und das etwas dunklere Startkärtchen wird in die Mitte des Tisches gelegt, das war’s!
Nun kann es also richtig losgehen. Die Spieler decken der Reihe nach ein Landschafts-Kärtchen auf und legen es passend an die bisherigen an. Jedes Landschaftsfeld ist quadratisch und zeigt einen kleinen Ausschnitt, der Umgebung Carcassonnes (natürlich nur bildlich gesprochen, richtige Fotos sind das natürlich nicht;). Je nachdem welches Kärtchen der Spieler aufdeckt, kann dieses folgende Ausschnitte zeigen:
Stadtteil: Braunes Feld mit einer Stadtmauer und einigen Häusern
Straße: Weißer Strich
Wiese: Grünes Feld
Kloster: Kleine Kirche auf einer Wiese
Die einzelnen Kärtchen, 72 an der Zahl, enthalten diese vier Grundelemente in den verschiedensten Kombinationen. Es gibt also gerade Straßen, Kurven, Straßen an Stadtteilen vorbei, Kärtchen halb Wiese halb Stadt usw. Hat ein Spieler sein Kärtchen angelegt, kann er entscheiden, ob er einen seiner Gefolgsleute auf einem Teilgebiet des Plättchens ablegen will. Dabei kann er sich zwischen Wegelagerern (Straße), Bauern (Wiese), Ritter (Stadt), oder aber als Mönch (Kloster) entscheiden.
Bei dieser Aktion muss nur beachtet werden, dass kein anderer Gefolgsmann diesen Abschnitt bereits besetzt hat, ob der nun zu den eigenen gehört, oder von einem Gegner entsandt wurde, spielt keine Rolle.
Nach Golde drängt, am Golde hängt doch alles.
Jedem wird schnell klar sein, dass sieben Gefolgsleute schnell aufgebraucht sind, also stellt sich die Frage, wie erhält man seine Mannen wieder zurück? Nichts leichter als das, man muss nur einen Landschaftsteil abschließen. Ist also eine Stadt, eine Straße oder ein Kloster abgeschlossen, wird dieser Teil abgerechnet und man erhält seine Figuren zurück. Dem aufmerksamen Leser ist wohl aufgefallen, dass ich die Wiesen vergessen habe, dem ist aber nicht so, da dieser Landschaftsabschnitt eine extra Wertung erhält.
Zunächst wende ich mich nun aber den temporären Einheiten zu, temporär, da man sie ja zurückerhält. Insgesamt stellen die Städte den höchsten Wert dar, da sie die zwei Punkte pro Feld erbringen. Zum gesamten Punktgewinn zählt man also alle Stadtteile + alle Wappen (Sonderpunkte, die auf manchen Feldern aufgedruckt sind) zusammen und multipliziert das Ergebnis mit Zwei.
Bei Straßen zählt jeder Abschnitt einen Punkt, bei Kloster jedes umliegende Feld ebenfalls einen.
Wie oben bereits angesprochen, haben die Wiesen einen Sonderstatus. Dieser ist sehr oft spielentscheidend, da man durch sie sehr viele Punkte gewinnen kann. Am Ende des Spieles, die Gefolgsleute erhält man also nicht zurück, erhält man für jede fertige Stadt, die an diese Wiese grenzt, drei Punkte. Man kann sich also ausrechnen, wie schnell auf diese Weise Punkte zusammen kommen.
Die wichtigste Regel, die man unbedingt im Auge behalten muss, ist Alles oder Nichts! Punkte erhält also nur derjenige Spieler, der die meisten Gefolgsleute auf einem Abschnitt platzieren konnte, alle anderen gehen leer aus. Nur bei Gleichstand erhalten alle die Punkte zugesprochen.
Das waren die Grundregeln, also folgt jetzt die Hilfe zur praktischen Anwendung.
GRAU TEURER FREUND, IST ALLE THEORIE
(Oder die taktischen Tipps)
Setzen der Bauern:
Da man die Bauern nicht zurück erhält, sollte man sich den Einsatz dieser Spezies bis zum Schluss aufheben. Erstens hat man dann mehr Figuren zur Verfügung (die werden schneller knapp als man denkt), außerdem kann man gegen Ende des Spieles besser abschätzen, welche Wiesen lukrativ sind. Bei diesem Vorgehen muss man allerdings die Spielzüge der anderen gut im Auge behalten, sonst ist eine lukrative Wiese schon in fester Hand eines Gegners.
Stadtbau:
Die optimale Größe einer Stadt beträgt aus meiner Sicht drei Stadtteile. Besteht eine Stadt nur aus zwei Stadtteilen zählt sie noch nicht doppelt, jeder weitere Stadtteil ist theoretisch Verschwendung, da man den Gefolgsmann noch nicht zurückerhält.
Beim Gegner bauen:
Wird eine Bauaktion des Gegners zu groß (wird besonders durch die Erweiterung gefährlich, da Punkte verdoppelt werden können/für genauere Infos verweise ich auf den zugehörigen Bericht), kann man diese auch beenden, in dem man einfach das letzte Feld anlegt.
Den Gegner verbauen:
Dies ist natürlich die geschicktere Variante, da der Gegner seinen Gefolgsmann nicht mehr zurück erhält. Um den Gegner allerdings zu verbauen, braucht man genaue Kenntnis von den im Spiel befindlichen Karten und ihrer Anzahl. Durch gezieltes Anlegen kann man nämlich den Spielplan so gestalten, dass kein Teil mehr passen kann.
GREIFT NUR HINEIN INS VOLLE MENSCHENLEBEN
(Oder Verpackung und Anleitung)
Die Verpackung ist wie so oft zu groß. Das Basisspiel passt ohne weitere Probleme (sieht man von der Zähltafel ab) auch in die Schachtel der Erweiterung, das sagt eigentlich alles.
Die Anleitung befindet sich auf zwei DIN A4-Blättern und ist mit sehr vielen Beispielen bebildert und daher leicht verständlich. Einmal lesen und loslegen wenn man so will.
GELD IST EIN GANZ BESONDRES DING
(Oder der Preis des Spieles)
Der Preis liegt wohl mittlerweile bei 10€, ist also mehr als nur gering. Für die Erweiterung zahlt man im Übrigen den gleichen Preis.
ZWAR WEISS ICH VIEL, DOCH MÖCHTE ICH ALLES WISSEN
(Oder mein Fazit)
Carcassonne ist eines der besten Spiele der letzten Jahre und braucht den Vergleich mit seinen Vorgängern (auch mit den Siedlern) nicht zu fürchten. Auf Grund der einfachen Regeln ist das Spiel auch für Kinder geeignet, auch wenn diese die taktischen Kniffe noch nicht anwenden können, am einfachen Anlegen haben auch schon die kleinsten Spaß. Durch den variablen Spielplan kommt außerdem nie Langeweile auf, da man sich in jedem Spiel eine neue taktische Vorgehensweise zulegen muss.
Ein weiterer Vorteil von Carcassonne ist auch die Möglichkeit des Duells. Viele Spiele verlieren ja den Reiz, wenn man nur zu zweit ist, Carcassonne nicht (maximale Spielerzahl 5). Wenn man zudem bedenkt, dass die Spielzeit in etwa eine halbe Stunde beträgt, eignet sich das Spiel auch für zwischendurch (man hat ja nicht immer Zeit für zwei Stunden Monopoly).
Betrachtet man sich die Aufmachung des Spieles, so ist diese ebenfalls gelungen. Einige Spiele sind ja eher kitschig oder kindisch aufgemacht, Carcassonne ist dagegen sehr gekonnt illustriert. Die farbliche Gestaltung ist recht gelungen, da auf grelle Farben verzichtet wurde und dafür dunklere und vor allem auch angenehmere Töne (hauptsächlich braun, grün und weiß) verwendet wurden.
Bei einem solchen Erfolg ließ natürlich die Erweiterung nicht lange auf sich warten. Diese will ich an dieser Stelle zwar nicht besprechen, empfehlen will ich sie aber doch. Die taktischen Möglichkeiten werden erweitert und der Spielspaß nimmt eindeutig zu.
Zum Schluss möchte ich noch auf ein weiteres Spiel der Carcassonne-Reihe aufmerksam machen, Carcassonne – Jäger und Sammler. Dabei handelt es sich um eine Verlegung der Szenerie in die Steinzeit. Auf der Verpackung steht ebenfalls Carcassonne, so dass der Verdacht aufkommen kann, es handele sich ebenfalls um eine Erweiterung, dem ist aber nicht so. Es handelt sich vielmehr um ein eigenständiges Spiel, dass sich allerdings nicht allzusehr vom Original zu unterscheiden scheint. Als ich es auf einer Messe gesehen habe, kam es mir so vor, wie wenn die Klöster nun eben Tiere, die Straßen Flüsse und so weiter wären.
Vielen Dank fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren!
Zufrieden jauchzet groß und klein: Hier bin ich Mensch, hier darf ich sein!
Seit der Ernennung zum Spiel des Jahres 2001 ist Carcassonne in aller Munde und die meisten dürften bereits etwas von diesem Spiel gehört haben. Ich bin damals auf der Modellbau und Spielemesse in Stuttgart zufällig auf das Spiel gestoßen und habe es mir nach kurzem Zögern dann auch zugelegt. Dass ich diese Entscheidung bis heute nicht bereut habe, kann ich durchaus schon preisgeben, ganz im Gegenteil sogar, Carcassonne wurde innert kürzester Zeit zu einem der meistgebrauchten Gesellschaftsspiele, die den Weg in unser Haus fanden.
ICH GÄB WAS DRUM, WENN ICH NUR WÜSST, WER HEUT DER HERR GEWESEN IST
(Oder der Erfinder des Spieles)
Bevor ich mich nun dem eigentlichen Spiel zuwende, möchte ich euch den Macher von Carcassonne etwas näher bringen, schließlich steckt hinter jedem Spiel auch jemand, der es entwickelt hat. Das Spiel stammt aus der Feder von Klaus-Jürgen Wrede. Der 40 jährige Wahlkölner stammt ursprünglich aus dem Sauerland und hat ein Musik-Studium absolviert. Seit einigen Jahren arbeitet er nun als Lehrer an einer Schule.
DAS ALSO IST DES PUDELS KERN
(Oder der Sinn des Spieles)
Carcassonne ist zwar ein Spiel, weit mehr Leute kennen allerdings die mittelalterliche Stadt gleichen Namens in Südfrankreich. Diese Verbindung ist natürlich nicht zufällig, handelt das Spiel doch eben zu dieser Zeit. Die Spieler schlüpfen nun also in die Rolle eines Fürsten und versuchen die Gegend um Carcassonne zu Ihrem Eigentum zu machen. Dabei muss man sich mit anderen verbünden, darf allerdings auch die Rivalität nie vergessen.
DAS IST ALSO DER LAUF DER WELT
(Oder die Regeln des Spieles)
Die Müh ist klein, der Spaß ist groß!
Vor dem Vergnügen kommt bekanntlich die Arbeit, sprich der Aufbau, die hält sich hier aber in Grenzen. Jeder Spieler erhält sieben Gefolgsleute, die Landschaftskärtchen werden zu fünf Stößen zusammengelegt, die Wertungstafel wird bereitgelegt und das etwas dunklere Startkärtchen wird in die Mitte des Tisches gelegt, das war’s!
Nun kann es also richtig losgehen. Die Spieler decken der Reihe nach ein Landschafts-Kärtchen auf und legen es passend an die bisherigen an. Jedes Landschaftsfeld ist quadratisch und zeigt einen kleinen Ausschnitt, der Umgebung Carcassonnes (natürlich nur bildlich gesprochen, richtige Fotos sind das natürlich nicht;). Je nachdem welches Kärtchen der Spieler aufdeckt, kann dieses folgende Ausschnitte zeigen:
Stadtteil: Braunes Feld mit einer Stadtmauer und einigen Häusern
Straße: Weißer Strich
Wiese: Grünes Feld
Kloster: Kleine Kirche auf einer Wiese
Die einzelnen Kärtchen, 72 an der Zahl, enthalten diese vier Grundelemente in den verschiedensten Kombinationen. Es gibt also gerade Straßen, Kurven, Straßen an Stadtteilen vorbei, Kärtchen halb Wiese halb Stadt usw. Hat ein Spieler sein Kärtchen angelegt, kann er entscheiden, ob er einen seiner Gefolgsleute auf einem Teilgebiet des Plättchens ablegen will. Dabei kann er sich zwischen Wegelagerern (Straße), Bauern (Wiese), Ritter (Stadt), oder aber als Mönch (Kloster) entscheiden.
Bei dieser Aktion muss nur beachtet werden, dass kein anderer Gefolgsmann diesen Abschnitt bereits besetzt hat, ob der nun zu den eigenen gehört, oder von einem Gegner entsandt wurde, spielt keine Rolle.
Nach Golde drängt, am Golde hängt doch alles.
Jedem wird schnell klar sein, dass sieben Gefolgsleute schnell aufgebraucht sind, also stellt sich die Frage, wie erhält man seine Mannen wieder zurück? Nichts leichter als das, man muss nur einen Landschaftsteil abschließen. Ist also eine Stadt, eine Straße oder ein Kloster abgeschlossen, wird dieser Teil abgerechnet und man erhält seine Figuren zurück. Dem aufmerksamen Leser ist wohl aufgefallen, dass ich die Wiesen vergessen habe, dem ist aber nicht so, da dieser Landschaftsabschnitt eine extra Wertung erhält.
Zunächst wende ich mich nun aber den temporären Einheiten zu, temporär, da man sie ja zurückerhält. Insgesamt stellen die Städte den höchsten Wert dar, da sie die zwei Punkte pro Feld erbringen. Zum gesamten Punktgewinn zählt man also alle Stadtteile + alle Wappen (Sonderpunkte, die auf manchen Feldern aufgedruckt sind) zusammen und multipliziert das Ergebnis mit Zwei.
Bei Straßen zählt jeder Abschnitt einen Punkt, bei Kloster jedes umliegende Feld ebenfalls einen.
Wie oben bereits angesprochen, haben die Wiesen einen Sonderstatus. Dieser ist sehr oft spielentscheidend, da man durch sie sehr viele Punkte gewinnen kann. Am Ende des Spieles, die Gefolgsleute erhält man also nicht zurück, erhält man für jede fertige Stadt, die an diese Wiese grenzt, drei Punkte. Man kann sich also ausrechnen, wie schnell auf diese Weise Punkte zusammen kommen.
Die wichtigste Regel, die man unbedingt im Auge behalten muss, ist Alles oder Nichts! Punkte erhält also nur derjenige Spieler, der die meisten Gefolgsleute auf einem Abschnitt platzieren konnte, alle anderen gehen leer aus. Nur bei Gleichstand erhalten alle die Punkte zugesprochen.
Das waren die Grundregeln, also folgt jetzt die Hilfe zur praktischen Anwendung.
GRAU TEURER FREUND, IST ALLE THEORIE
(Oder die taktischen Tipps)
Setzen der Bauern:
Da man die Bauern nicht zurück erhält, sollte man sich den Einsatz dieser Spezies bis zum Schluss aufheben. Erstens hat man dann mehr Figuren zur Verfügung (die werden schneller knapp als man denkt), außerdem kann man gegen Ende des Spieles besser abschätzen, welche Wiesen lukrativ sind. Bei diesem Vorgehen muss man allerdings die Spielzüge der anderen gut im Auge behalten, sonst ist eine lukrative Wiese schon in fester Hand eines Gegners.
Stadtbau:
Die optimale Größe einer Stadt beträgt aus meiner Sicht drei Stadtteile. Besteht eine Stadt nur aus zwei Stadtteilen zählt sie noch nicht doppelt, jeder weitere Stadtteil ist theoretisch Verschwendung, da man den Gefolgsmann noch nicht zurückerhält.
Beim Gegner bauen:
Wird eine Bauaktion des Gegners zu groß (wird besonders durch die Erweiterung gefährlich, da Punkte verdoppelt werden können/für genauere Infos verweise ich auf den zugehörigen Bericht), kann man diese auch beenden, in dem man einfach das letzte Feld anlegt.
Den Gegner verbauen:
Dies ist natürlich die geschicktere Variante, da der Gegner seinen Gefolgsmann nicht mehr zurück erhält. Um den Gegner allerdings zu verbauen, braucht man genaue Kenntnis von den im Spiel befindlichen Karten und ihrer Anzahl. Durch gezieltes Anlegen kann man nämlich den Spielplan so gestalten, dass kein Teil mehr passen kann.
GREIFT NUR HINEIN INS VOLLE MENSCHENLEBEN
(Oder Verpackung und Anleitung)
Die Verpackung ist wie so oft zu groß. Das Basisspiel passt ohne weitere Probleme (sieht man von der Zähltafel ab) auch in die Schachtel der Erweiterung, das sagt eigentlich alles.
Die Anleitung befindet sich auf zwei DIN A4-Blättern und ist mit sehr vielen Beispielen bebildert und daher leicht verständlich. Einmal lesen und loslegen wenn man so will.
GELD IST EIN GANZ BESONDRES DING
(Oder der Preis des Spieles)
Der Preis liegt wohl mittlerweile bei 10€, ist also mehr als nur gering. Für die Erweiterung zahlt man im Übrigen den gleichen Preis.
ZWAR WEISS ICH VIEL, DOCH MÖCHTE ICH ALLES WISSEN
(Oder mein Fazit)
Carcassonne ist eines der besten Spiele der letzten Jahre und braucht den Vergleich mit seinen Vorgängern (auch mit den Siedlern) nicht zu fürchten. Auf Grund der einfachen Regeln ist das Spiel auch für Kinder geeignet, auch wenn diese die taktischen Kniffe noch nicht anwenden können, am einfachen Anlegen haben auch schon die kleinsten Spaß. Durch den variablen Spielplan kommt außerdem nie Langeweile auf, da man sich in jedem Spiel eine neue taktische Vorgehensweise zulegen muss.
Ein weiterer Vorteil von Carcassonne ist auch die Möglichkeit des Duells. Viele Spiele verlieren ja den Reiz, wenn man nur zu zweit ist, Carcassonne nicht (maximale Spielerzahl 5). Wenn man zudem bedenkt, dass die Spielzeit in etwa eine halbe Stunde beträgt, eignet sich das Spiel auch für zwischendurch (man hat ja nicht immer Zeit für zwei Stunden Monopoly).
Betrachtet man sich die Aufmachung des Spieles, so ist diese ebenfalls gelungen. Einige Spiele sind ja eher kitschig oder kindisch aufgemacht, Carcassonne ist dagegen sehr gekonnt illustriert. Die farbliche Gestaltung ist recht gelungen, da auf grelle Farben verzichtet wurde und dafür dunklere und vor allem auch angenehmere Töne (hauptsächlich braun, grün und weiß) verwendet wurden.
Bei einem solchen Erfolg ließ natürlich die Erweiterung nicht lange auf sich warten. Diese will ich an dieser Stelle zwar nicht besprechen, empfehlen will ich sie aber doch. Die taktischen Möglichkeiten werden erweitert und der Spielspaß nimmt eindeutig zu.
Zum Schluss möchte ich noch auf ein weiteres Spiel der Carcassonne-Reihe aufmerksam machen, Carcassonne – Jäger und Sammler. Dabei handelt es sich um eine Verlegung der Szenerie in die Steinzeit. Auf der Verpackung steht ebenfalls Carcassonne, so dass der Verdacht aufkommen kann, es handele sich ebenfalls um eine Erweiterung, dem ist aber nicht so. Es handelt sich vielmehr um ein eigenständiges Spiel, dass sich allerdings nicht allzusehr vom Original zu unterscheiden scheint. Als ich es auf einer Messe gesehen habe, kam es mir so vor, wie wenn die Klöster nun eben Tiere, die Straßen Flüsse und so weiter wären.
Vielen Dank fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren!
Zufrieden jauchzet groß und klein: Hier bin ich Mensch, hier darf ich sein!
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