Schmidt Spiele Carcassonne Testbericht

Schmidt-spiele-carcassonne
ab 12,49
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 12/2006
5 Sterne
(33)
4 Sterne
(2)
3 Sterne
(0)
2 Sterne
(1)
1 Stern
(0)
0 Sterne
(0)
Summe aller Bewertungen
  • Präsentation:  sehr gut
  • Spaßfaktor:  sehr hoch
  • Spielanleitung:  sehr gut
  • Wird langweilig:  nie

Erfahrungsbericht von kerlimaus99

Die Bauern entscheiden oft genug die "Schlacht"

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Was macht man, wenn man zu zweit ist, das Wetter nun wirklich nicht zu einem Ausflug und einen Zug durch die Gemeinde einlädt, im Kino nur Filme laufen, die man schon kennt und auch das Fernsehen keine Alternative bildet.

Nun, nicht was Ihr jetzt wieder denkt, das kann man natürlich auch machen, macht auch Spaß, aber irgendwann möchte man vielleicht auch mal was andere machen.

Nun, man könnte dann einfach so rumsitzen und Musik hören oder jeder liest für sich ein spannendes Buch, oder zu zweit im Internet surfen, aber man kann natürlich auch etwas Spielen, wobei es nicht immer ein PC-Spiel oder die Playstation 2 oder die X-Box sein muß, sondern mal ganz normal ein traditionelles Spiel, kennt Ihr doch noch noch, hoffe ich.

Viele dieser Spiele haben aber den nachteil, daß sie zu zweit einfach keinen Spaß machen, sondern man am besten vier oder mehr, aber wenigstens doch drei Mitspieler braucht, äh ätzend, aber heute stelle ich Euch mal eine Alternative vor, daß laut Aufdruck gerade für zwei Mitspieler besonders geeignet sein sollte und auch ist, es handelt sich um das Spiel Carcassonne.

Ich hatte es mal bei einem Bekannten gespielt, ohne jedoch näher mich mit dem Spiel zu beschäftigen, aber es brachte jede Menge Unterhaltung und ich dachte mir, das legst Du Dir auch zu, immer gut so etwas im Haus zu haben, aber das ich es dann so oft spielen würde hätte ich auch nicht gedacht.

Als ich dann allerdings im Spielwarengeschäft meines Vertrauens stand, beschlichen mich doch wieder leichte Zweifen, nein das lag nicht am Preis der Schachtel, die etwa die Grundfläche eines Schreibheftes hat und gut 5 cm dick ist, nein, dieser war mit etwa 15,- Euro doch recht moderat und sogar niedriger als erwartet, denn ich hatte meinen Bekannten vergessen zu fragen, was es kostet und deswegen extra anrufen, wo ich eh so ungern privat telefonieren, mache ich nämlich beruflich oft mehr als genug, dat lohnt ooch nicht, werd schon sehen, was ich berappen muß. Der Zweifelsstreuer war ein eher sogar positiver Aufdruck, denn dieses Spiel ist sogar \"Spiel des jahres 2001\", und gerade diese Spiele des Jahres gefallen kerlimaus99 oft nicht so gut, aber ich schob die Zweifel schnell beiseite, denn ich hatte das Spiel ja selbst gespielt und es hatte mir mehr als gut gefallen, also bezahlt und ab nach Hause damit.

Nun wollt Ihr sicher wissen worum es im diesem Spiel für 2 bis 5 Spieler, das für Spieler ab 8 Jahren empfohlen wird, obwohl ich vielleicht 10 oder 12 für besser halten würde, eigentlich geht.

Prinzipiell handelt es sich um eine Legespiel, d. h. die 72 beiliegenden Landschaftskarten werden nach und nach ab- und aneinandergelegt, wobei es aber keinen festen Spielplan gibt, auf die diese abgelegt werden, sondern völlig frei, wer keinen besonders großen Tisch zur Verfügung hat, sollte vielleicht überlegen ob man die Spielfläche eventuell auf den Fußboden verlegen sollte, kann dann sicher nicht schaden, denn oft genug ist der Spielverlauf und die Entwicklung dieses Spielplan nicht vorhersehbar, was ja auch den Reiz dieses Spieles aus macht.

Karten gibt es prinzipiell in 4 Sorten, nämlich Straßen, Stadtteile, Klöster und Wiese, wobei es logischerweise unterschiedliche Straßen gibt, gerade, welche mit Kurze oder Kreuzung und die Stadtteil an mehr oder weniger Seiten durch Stadtmauern begrenz bzw. an den anderen offen sind.

Zusätzlich zu den 72 Landschaftskarten sind auch noch 7 Spielfiguren pro Spieler enthalten, die eine sehr wichtige strategische Funktion haben, dazu gleich mehr.

Nun zieht jeder Spieler, vorher natürlich mischen, reihum eine Landschaftskarte und legt diese ab, wobei man immer nur gleiche an gleiche legen kann, also Straßen an Straßen, Stadtteile an Stadtteile, usw.. Wenn man will kann man dann auch eine Spielfigur auf dieser Karte plazieren, die dann je nach Karte eine bestimmte Rolle spielt, auf einer Straße nämlich einen Wegelager, auf einer Stadt einen Ritter, auf einem Kloster einen Mönch und auf einer Wiese einen Bauern, die strategisch besonders wichtig sind, wobei pro Element, also pro Stadt, Straße oder Kloster nur eine Fugur erlaubt ist, auf Wiesen dürfen sich aber auch mehr Bauern tummeln. Ist ein Bauelement abgeschlossen, d. h. zum Beispiel eine Stadt hat keine offene Seite mehr oder ein Kloster ist von acht anderen Karten vollständig eingeschlossen, erhält der Spieler seine Figur zurück, bekommt für dieses Element eine bestimmte Zahl an Punkten, und kann die Figur wieder neu plazieren, die Bauern verbleiben aber in jedem Fall auf dem Spielplan.

Sind alle Karten abgelegt, ist das Spiel zu Ende, irgendwie logisch, oder. Nun geht es an die Entabrechnung, wobei zunächst die nicht fertiggestellten Bauelemente abgerechnet werden, wofür es aber logischerweise weniger Punkte gibt als für fertige. Zum Schluß erfolgt die Abrechnung der Wiesen, wobei von der Zahl der plazierten Bauern abhängig ist, wer Punkte bekommt und von den angrenzenden Städten, wieviele es gibt und oft entscheidet sich erst hier wer das Spiel gewonnen hat.

Sicher hört sich das beim ersten mal durchlesen kompliziert an, ist es aber überhaupt nicht. Liegt wahrscheinlich daran, daß es schwieriger ist es zu verbalisieren, als es zu spielen, denn das hat man ruck-zuck raus, vielleicht ist kerlimaus99 auch nur zu blöd das zu erklären. Es ist aber in Wirklichkeit vollkommen simpel, hat man nach zwei oder spätestens drei Spielrunden voll drauf, die Beherrschung oder angebliche Beherrschung einer gewinnbringenden Strategie dauert aber wesentlich länger und wird eh meistens vom Gegenspieler durchkreuzt.

Angenehm ist auch, daß eine Spielrunde bzw. es ist ja ein Spiel nur eine halbe oder maximal ein dreiviertel Stunde dauert, selbst bei entscheidungsunfreudigen Mitspielern kommt man nicht über eine Stunde, d. h. man kann es auch mal zwischendurch spielen und legt sich nicht gleich auf viele Stunden fest.

Im Gegensatz zu vielen anderen Gesellschaftsspielen gilt hier eigentlich, je weniger Mitspieler, umso besser. Warum ? Nun, bei weniger Mitspielern bekommt man natürlich im Verlaufe des Spieles mehr Karten und hat so mehr strategische Möglichkeiten, als wenn man zum Beispiel bei fünf Spielern gerademal 14 Karten bekommt, so erhält man bei zweien ja 36 und ist so flexibler und variabler, was der Gegner natürlich auch ist und deshalb das Spiel nicht gerade vereinfacht.

Ich jedenfalls bin von diesem Spiel absolut begeistert und schreibe ihm ein hohes Suchtpotential zu, denn oft ist es uns schon passiert, daß wir nur eine oder vielleicht zwei Runden spielen wollten und dann ist es dabei geblieben und wir saßen noch mitten in der Nacht bei Carcassonne und für mich ist dies ein eindeutiges Indiz dafür wie gut das Spiel ist und wieviel Spaß es mir macht, denn sonst würde ich mich sicher nicht viele, viele Stunden damit beschäftigen.

Wer also ein unterhaltsames und spannendes Spiel gerade für zwei Personen sucht, der ist genau hier an der richtigen Adresse und ich spreche eine uneingeschränkte Empfehlung aus.

Wer dieses Spiel nicht kennt und nie gespielt hat, der hat wirklich etwas verpasst.

Sollte etwas Wichtiges oder Wissenswertes fehlen, so bin ich für Hinweise und Anregungen ebenso dankbar wie für jeden anderen Eurer hoffentlich wiedere zahlreichen Kommentare, die wie immer herzlich willkommen sind und gegebenenfalls in einem Update ihren Niederschlag finden werden.

Danke für Euer Interesse sowie das Lesen und Bewerten meines Beitrages.

Liebe Grüße

Euer regelrecht carcassonnesüchtiger Gerd

© kerlimaus99 20.02.2003

35 Bewertungen