Schmidt Spiele Carcassonne Testbericht

Schmidt-spiele-carcassonne
ab 12,49
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Summe aller Bewertungen
  • Präsentation:  sehr gut
  • Spaßfaktor:  sehr hoch
  • Spielanleitung:  sehr gut
  • Wird langweilig:  nie

Erfahrungsbericht von FrauNeedle

Spielen wie im Mittelalter

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Zum Spielen draußen ist es zu kalt. Oft ist es verregnet, dass man nicht mal für einen Spaziergang vor die Tür mag. Kurz gesagt: Herbst und Winter ist die Zeit, die man sich mit den Kindern mit Spielen in der Wohnung versüßt.
Bereits vor eineinhalb Jahren kaufte ich das Spiel „Carcassonne“ und darüber möchte ich jetzt meinen Erfahrungsbericht schreiben.

Das Spiel:
Das Spiel besteht aus 72 Landschaftskarten und 40 Holzfiguren in 5 Farben.
Es eignet sich für 2 bis 5 Spieler ab 8 Jahre, doch auch mein Sohn mit 6 Jahren spielt das schon hervorragend.
Die Landschaftskarten zeigen Stadtteile, Straßenabschnitte, Kreuzungen, Klostergebäude oder Wiesenstücke. Die Holzfiguren können nun dementsprechend als Ritter, Wegelagerer, Bauer oder Mönch eingesetzt werden.
Je Spieler wird eine Figur auf die Wertungstafel gelegt, um die Punkte anzuzeigen, die man gesammelt hat.

Spielregeln:
Die Startkarte wird offen auf den Tisch und alle anderen Karten werden gemischt und verdeckt auf den Tisch gelegt. Jeder Spieler bekommt nun seine 8 Gefolgsleute in einer Farbe, von dem ja einer für die Wertungstafel abgelegt werden muss.
Gespielt wird im Uhrzeigersinn und jeder Spieler muss nun der Reihe nach eine Landschaftskarte so anlegen, dass es an die vorige Karte passt. Nun kann er (muss aber nicht) eine Spielfigur entweder auf dem Weg, dem Stadtteil, der Wiese oder dem Kloster ablegen. Man darf aber immer nur eine Figur auf der gerade gelegten Landschaftskarte ablegen.

Ziel des Spiels:
Jeder Spieler sollte seine Landschaftskarten und Gefolgsleute so ablegen, dass er am Ende des Spiels möglichst viele Punkte erreicht. Da erst am Ende feststehen kann, wer die meisten Punkte hat, ist es wichtig, dass man taktisch vorgeht.

Punkte:
Für jede Position, die eine Figur eingenommen hat, gibt es Punkte.
Für einen fertigen Weg zählt man die Karten zusammen, über die der Weg führt. Für ein Kloster gibt es 9 Punkte, allerdings nur, wenn das Kloster von 8 Landschaftskarten umringt ist. Um eine fertige Stadt zu verwerten muss man die Karten der Felder zählen und doppelt nehmen. Enthält die Stadt auch Karten mit einem Wappen, so zählt man pro Wappen noch mal zwei Punkte dazu. Die meisten Punkte kann man mit etwas Glück für eine Wiese bekommen, denn hier zählt jede Landschaftskarte, welche die Wiese verbindet.
Ist ein Weg, eine Stadt oder ein Kloster fertig, so bekommt man die Spielfigur wieder und kann sie beim nächsten mal wieder ablegen.
Am Ende zählt man noch die Punkte für alle unfertigen Wege, Städte usw. und derjenige, mit der höchsten Punktezahl hat natürlich gewonnen.

Fazit:
Ein hervorragendes Spiel!
Es wurde nicht umsonst zum Spiel des Jahres 2001 gekürt.
Obwohl in der Anleitung steht, dass es erst ab 8 Jahre gespielt werden sollte, so versteht mein Sohn es mit seinen 6 Jahren schon sehr gut. Immer, wenn wir uns vornehmen mal schnell eine Runde zu spielen, werden dann meist noch so drei bis vier Revanche-Runden angehängt. Es besteht also auch eine leichte Suchtgefahr.
Selbst mein Bruder, der letztens zu Besuch war, musste eine Runde mit uns spielen. Auch ihm hat es großen Spaß gemacht.

Was mir besonders gut gefällt, ist die relativ kurze Spieldauer, die im Durchschnitt so etwa 30 Minuten beträgt. Auch, dass das Spiel nicht nur gemeines Können abverlangt, sondern auch eine Tüte Glück benötigt wird, um die richtigen Feldkarten zu ziehen.

Da ich das Spiel überwiegend mit meinen Kindern spiele, haben wir auch oft noch zusätzlich eine Raterunde eingebaut. So müssen wir erraten, welch merkwürdige Formen die Städtekarten bilden. Es kommen meist Tiere wie Vogel, Schnecke oder Wurm heraus, aber auch andere Gegenstände kann man darin erkennen, wie Stiefel, Herz oder eine U-Form. Eine lustige Abwechslung, die den Kindern zusätzlichen Spaß bringt.

Um euch auch eine Internet-Adresse anbieten zu können, habe ich mich im WWW mal umgesehen und bin auch fündig geworden:
http://www.carcassonne.de
Hier wird das Spiel vorgestellt und sämtliche Neuigkeiten preisgegeben.
Wer hätte das gedacht. Nun gibt es auch ein PC-Spiel davon, welches auch recht interessant sein könnte, denn hier werden zusätzlich zu den bekannten Feldkarten auch noch Flüsse angeboten.
Da es das Spiel des Jahres 2001 war, erfreut sich das Spiel auch großer Beliebtheit, so dass man es auf http://www.brettspielwelt.de auch online spielen kann.

Auf jeden Fall bekommt das Spiel von mir volle Punktezahl, da es auch nach gut einem Jahr bei uns noch immer gerne gespielt wird und somit spreche ich auch meine Empfehlung aus.

Daten:
Name: Carcassonne
Verlag: Hans im Glück
Autor: Klaus-Jürgen Wrede
Preis: ca. 12,- Euro
Spielerzahl: 2 – 5 Spieler
Spielalter: ab 8 (bzw. 12) Jahre
Spieldauer: ca. 30 Minuten

Danke fürs Lesen – FrauNeedle

29 Bewertungen, 1 Kommentar

  • Kranich

    22.03.2006, 02:35 Uhr von Kranich
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh - *lg* und danke für gute rückbewertungen :-))