Schmidt Spiele Carcassonne Testbericht

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ab 12,49
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Summe aller Bewertungen
  • Präsentation:  sehr gut
  • Spaßfaktor:  sehr hoch
  • Spielanleitung:  sehr gut
  • Wird langweilig:  nie

Erfahrungsbericht von nicostumpf

Sehr gutes, abwechslungsreiches Brettspiel!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Carcassonne, ein Spiel, dass es zum Spiel des Jahres 2001 geschafft hat und dass meiner Meinung nach auch hochverdient. Ich habe es seit ca. einem Jahr, als mein Vater plötzlich mit einem neuen Spiel nach Hause kam. Erst dachte ich, dass es wieder so ein Angebot war und er es deshalb gekauft hatte, aber da hatte ich mich getäuscht, wir spielten es einmal und dann kamen wir nicht mehr davon los! Dieses Jahr Weihnachten, schenkte uns unsere Mutter noch die Erweiterung, die wir aber noch nicht ausprobiert haben (ich schreibe heute, am 25.12.2002). Aber ich denke, dass wir es direkt heute probieren werden. Vielleicht denkt jetzt irgendwer, ich wäre bescheuert, das Spiel ein ganzes Jahr mit solcher Begeisterung zu spielen, da kann ich aber nur sagen: es wird nie langweilig!!!

Aber warum nur wird Carcassonne nie langweilig? Vielleicht liegt es an der genialen und leicht verständlichen Spielidee...

Die Idee

Die Grundidee des Autors Klaus-Jürgen Wrede, bestand darin, eine Landschaft aus Burgen, Klöstern, Straßen und Wiesen entstehen zu lassen, und jedes Spiel in einer anderen Form, sodass das Spiel nie (!) den selben Ablauf hat, da man mit Plättchen die Landschaft selber legen muss.

Außerdem hat jeder Spieler 8 Gefolgsleute, die er entweder als Wegelagerer (auf Straßen), als Bauern (auf Wiesen), als Mönche (in Klöstern) oder als Ritter (in Burgen) einsetzen kann. Dennoch sollte man sie nicht zu schnell einsetzen, da bei einer Spielzeit von 30-45 Minuten, einem die Leute dann schon mal ausgehen könnten!

Der Ablauf

Carcassonne ist ein Legespiel, ähnlich wie „Die Siedler von Catan“, nur dass man bei Carcassonne über das gesamte Spiel hinweg den Spielplan noch verändern kann (willkürlich aber auch unwillkürlich). Willkürlich, indem man Plättchen mit Wiesen Klöstern, Burgen und Straßen zieht und sie im Prinzip wie beim Domino (Straße an Straße, Burg an Burg, Wiese an Wiese) aneinander anlegt und so den Spielplan in verschiedene Richtungen immer weiter vergrößert. Unwillkürlich, indem man manchmal nur eine Anlegmöglichkeit hat und so auch schon mal dem Gegner beim Aufbau einer Burg helfen muss (besonders am Start, wenn noch nicht so sehr viele Plättchen ausliegen).

Hat man eine Landschaftskarte ausgelegt, kann man überlegen, ob man auf diese (und nur auf dieser!) noch eine Figur setzt, um später Punkte erwerben zu können. Setzt man z.B. eine Figur auf eine Burg und diese wird im weiteren Spielverlauf fertiggestellt, bekommt man für jedes Plättchen, auf dem ein Teil dieser Burg abgebildet ist, zwei Punkte. Ausnahme: Wenn auf einem Plättchen ein Schild abgebildet ist, erhält man für dieses Plättchen die doppelte Punktzahl, also vier Punkte. Bei einer Straße läuft dies ähnlich ab (1Plättchen=1Punkt). Beim Kloster läuft das alles ein bisschen anders ab, ist es fertiggestellt, also von 8 Plättchen umgeben, erhält der Spieler sofort 9 Punkte (1 fürs Kloster + 8 für die Plättchen außen drum)

Nach dem eine Karte angelegt und ggf. eine Figur gesetzt wurde, gilt der Zug als beendet. Es folgt der im Uhrzeigersinn nächste Spieler.
Wird aber eine Burg, indem sie komplett von einer Stadtmauer umgeben ist, ein Kloster, indem es von 8 Landschaftsplättchen umgeben ist, bzw. eine Straße, indem die beiden Enden, von einer Burg oder eines Straßenbegrenzungsplättchens abgegrenzt sind, fertiggestellt, wird für den Spieler, dessen Figur auf der Burg, dem Kloster, der Straße stand, eine Wertung durchgeführt.

Eine Ausnahme bei der Wertung bildet die Wiese, sie wird erst zum Schluss wie folgt entwertet:
Jede fertiggestellte Burg, die an diese Wiese grenzt (die Wiese muss zusammenhängen, darf nicht von einer Straße oder einer Burg abgeschnitten werden), gibt für den Spieler, der auf dieser Wiese eine Figur hat 3 Punkte.
Bei jeder Wertung erhält der Spieler seine Figur, die auf der gewerteten Burg, Straße oder Kloster saß zurück. Bei der Wiese auch, aber da ist es ja sowieso schon zu spät, da das Spiel dann beendet ist ;-).

So geht es jede Runde weiter, bis keine Landschaftsplättchen mehr vorhanden sind. Dann folgt die Schlusswertung, in der es meist noch einmal richtig spannend wird. Jeder Spieler erhält für jede Wiese die Punkte (Wertung ist oben genannt) und für jede nicht fertiggestellte Burg, erhält er für jedes Plättchen dieser Burg einen Punkt

Das war jetzt schon fast die komplette Anleitung des Spiels, war doch recht einfach zu verstehen oder?

Anleitung und Inhalt

Für ein so spannendes, interessantes und leicht zu verstehendes Brettspiel enthält das Spiel doch relativ wenig Material (das soll jetzt auf keinen Fall negativ zu verstehen sein!). Mit 72 Landschaftsplättchen, 8 Spielfiguren und einer Wertungstafel, ist es sehr gut überschaubar.

Auch die Anleitung ist sehr gut geschrieben, so erhält man einen schnellen Überblick, wenn man zum Beispiel etwas mitten im Spiel nachschlagen will. Die ist nach meiner Erfahrung aber sowieso nur bei den ersten, zwei bzw. drei Spielen nötig.

Meine Meinung

Das Spiel ist wirklich das einzige, das ich kenne, das wirklich jedem (!) Spieler, mit dem ich es bis jetzt gespielt hab’ gefallen hat. Und es waren schon so viele (Freunde, Eltern...), dass es echt verwunderlich ist, das dieses Spiel wirklich jeden begeistert, Anfänger sowie sehr erfahrene Spieler!

Wegen der guten Mischung aus Glück aus Strategie (Glück, weil man die Landschaftsplättchen verdeckt ziehen muss und Strategie, weil man das setzen der Figuren manchmal sehr gut planen kann) kann es schon mal vorkommen, dass ein gerade neuer Spieler gegen einen gewinnt, der das Spiel schon seit mehreren Jahren spielt.

Natürlich spielt auch die Bauweise einer Burg eine große Rolle im Spielverlauf. Wenn man sie zu groß werden lässt, hat man erstens weniger Leute und zweitens gehen einem wichtige Punkte durch die Lappen. Wenn man z.B. im Spiel eine Burg mit 4 Plättchen fertig stellt erhält man im Spiel dafür 8 Punkte. Hat man jedoch am Ende eine Burg, die 6 Plättchen groß ist, aber nicht fertig ist, erhält man dafür lediglich 6 Punkte, also 2 weniger, obwohl man 2 Plättchen mehr investiert hat!

Am meisten Spaß macht das Spiel eindeutig mit 5 Mitspielern, da sich die Spieler dann oftmals selber ihre Chancen vermiesen und dem andern am auch durch geschicktes anlegen, dass bauen einer Burg sehr erschweren kann.Aber auch mit 4 oder 3 Spielern macht das Spiel noch mächtig Spass
Warum auf der Packung „besonders gut für zwei Spieler“ geeignet steht, frage ich mich bis heute, ich habe es einmal mit meinem Bruder ausprobiert und muss sagen, dass es total langweilig war. Jeder baute nur für sich und sammelte Punkte, versuchte aber keinesfalls den Gegner irgendwie zu stören, da man in diesem Fall selber immer weniger Punkte bekommt.

Was die Altersempfehlung angeht, kann ich nur soviel sagen: mein Bruder war, als er Carcassonne zum ersten mal gespielt hat 11 und hat direkt das erste Spiel gewonnen.

Hier eine kurze Übersicht, wem der Bericht oben zu lang war:

“Carcassonne“
Erschienen bei „Hans im Glück“
Autor: Klaus-Jürgen Wrede
Ab 8 Jahren
2 (ich würde eher 3 sagen) bis 5 Spieler
Spieldauer: 30 bis 45 Minuten
Preis: ca. € 20

Resultat

Was gibt es an diesem Spiel zu meckern? Das beste Spiel, was ich bis jetzt gespielt habe. Es hat den Titel „Spiel des Jahres 2001“ hoch verdient und wird anscheinend nie langweilig und das bei dem supergünstigen Preis von 20 €!!!

5 Bewertungen