Schmidt Spiele Carcassonne Testbericht

Schmidt-spiele-carcassonne
ab 12,49
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Summe aller Bewertungen
  • Präsentation:  sehr gut
  • Spaßfaktor:  sehr hoch
  • Spielanleitung:  sehr gut
  • Wird langweilig:  nie

Erfahrungsbericht von abohne

Der schnelle Weg zum Erfolg

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

„Die Spieler machen sich auf, mit ihren Gefolgsleuten auf den Straßen und in den Städten, auf den Wiesen und in den Klöstern rund um CARCASSONNE ihr Glück zu machen. Die Entwicklung der Landschaft liegt in ihren Händen, und der geschickte Einsatz ihrer Gefolgsleute als Wegelagerer, Ritter, Bauer oder Mönch ebnet ihnen den Weg zum Erfolg.“
Die Rede ist hier vom Spiel CARCASSONNE, das ich im folgenden beschreiben möchte:

INHALT
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Das Spiel CARCASSONNE beinhaltet eine Wertungstafel mit 50 Feldern, 72 Landschaftskarten und jeweils 8 Gefolgeleute in 5 Farben .

WIE SEHEN DIE KÄRTCHEN AUS?
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Die Karten haben alle die gleiche Größe (ca. 4 cm x 4 cm). Auf diesen zu sehen sind entweder Stadtteile (mit und ohne Flagge), ein Kloster oder Straßenabschnitte mit und ohne Kreuzungen. Die Straßenabschnitte enden immer in der Mitte einer Seite, die Stadtteile überstrecken sich über die gesamte Seite der Karte (oder sogar über zwei Seiten).

SPIELVORBEREITUNG
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Die Startkarte (die Rückseite ist farblich markiert) wird in die Mitte des Tisches gelegt. Hier sieht man ein Stadtteil, Wiese und eine von rechts nach links verlaufende Straße. Die anderen Landschaftskarten werden auf mehrere Stapel verteilt verdeckt hingelegt. Jeder Spieler erhält seine acht Gefolgsleute seiner Farbe. Eine Spielfigur jeder Farbe wird als Zählstein auf der Wertungstafel an Stelle 0 gelegt.

ZIEL DES SPIELS
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Die Spieler legen reihum immer eine Landschaftskarte aus. Hierdurch entstehen Straßen, Städte, Wiesen und Klöster, die von den Spielern besetzt werden können. Für die entsprechenden Landschaftsteile gibt es während bzw. am Ende des Spiels Punkte.

SPIELABLAUF
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Ein Spieler beginnt. Er zieht eine von den verdeckten Landschaftskarten und legt diese an gewünschter Stelle an die ausliegende Startkarte an. Hierbei kann entweder die Stadt weiter gebaut, eine Wiese vergrößert, eine Straße verlängert oder aber ein Kloster gebaut werden. Hat der Spieler seine Karte abgelegt, so kann er noch einen Gefolgsmann auf die gerade von ihm gelegte Karte stellen, d.h. in die Stadt, auf die Wiese, auf das Kloster oder aber auf die Straße. Diese darf er jeweils aber nur besetzen, wenn dort nicht schon ein Mitspieler seinen Gefolgsmann stehen hat.
Der Gefolgsmann wird zum Ritter, wenn er in einem Stadtteil sitzt, zum Wegelagerer, wenn er auf der Straße steht, zum Bauern, wenn er auf der Wiese steht oder aber zum Mönch, wenn er im Kloster wohnt.
Nun ist der nächste Spieler an der Reihe.

Zwischenzeitlich kann es mal zur Auswertung im Spiel kommen.
Schließt ein Spieler eine Stadt, so bekommt der Spieler, der entweder als einziger oder aber die meisten Spielfiguren in dieser Stadt hat, sofort die Punkte. Für jede Karte, die ein Teil der Stadt bildet bekommt der Spieler zwei Punkte und für jede Flagge nochmals zusätzlich zwei Punkte. Ausnahme bietet eine Stadt, die nur aus zwei Teilen besteht, die nämlich festgelegt nur zwei Punkte insgesamt zählt. Der Ritter wird aus der Stadt genommen und wieder zum Vorrat des Spielers gelegt.
Hat der Spieler einen Straßenabschnitt beendet, so bekommt er die Punkte für die Teilabschnitte der Straße. Ein Straßenabschnitt endet entweder in einer Stadt, an einer Kreuzung oder aber an einem Kloster. Pro Karte, auf der ein Teil dieser Straße aufgemalt ist, bekommt der Spieler genau einen Punkt.
Ist ein Spieler Mönch in einem Kloster, so kann er Punkte bekommen, indem das Kloster von acht Karten umgeben ist, also ein Quadrat aus 3x3 Karten um das Kloster drum herum gebaut wurde. Die Punkte werden bei Vollendung des Umlandes sofort mit einem Punkt pro Karte gewertet.

Die erreichten Punkte werden mit der Spielfigur auf der Wertungstafel markiert. Erreicht ein Spieler über 50 Punkte, so wird die Wertungsfigur in der zweiten Runde auf der Wertungstafel nicht gestellt sondern auf die Seite gelegt.

SPIELENDE
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Das Spiel endet, wenn alle Landschaftskarten aufgebraucht sind. Nun kommt es noch zu einer Abschlusswertung:
- Für jede unvollendete Stadt gibt es pro teilhabender Karte und Flagge einen Punkt.
- Für jeden unvollendete Straße gibt es pro teilhabende Karte einen Punkt.
- Für jedes unvollendete Kloster gibt es pro teilhabende Karte einen Punkt.
- Jetzt muss geguckt werden, wer die meisten Bauern auf einer Wiese stehen hat. Derjenige, der erfolgreich platziert hat, bekommt pro angrenzende vollendete Stadt drei Punkte. Stehen mehrere Bauern auf der Wiese, so bekommt derjenige, der die meisten dort stehen hat (bei zweien bekommen beide die Punkte).
Diese Punkte werden auch auf der Wertungstafel vorgerückt. Nun steht der Sieger des Spiels fest.

PERSONEN
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Das Spiel ist spielbar für 2 bis 5 Personen im Alter ab 8 Jahren. Die Dauer beträgt ca. 30 Minuten.

BEZUGSORT
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Da das Spiel im Jahr 2001 Spiel des Jahres war, bekommt man es so ziemlich überall für 10 bis 15 Euro. Erschienen ist es bei Hans-Im-Glück.

MEINE MEINUNG
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Als meine Schwester vor einiger Zeit mit dem Spiel CARCASSONNE ankam, war ich ein wenig skeptisch, da es sich mal wieder um ein Strategiespiel, die ich eigentlich gar nicht mag, handelte. Natürlich konnte sie mich trotzdem überzeugen, das Spiel wenigstens eine Runde mit ihr zu spielen. Ok, ich muss ja zugeben, es gefällt mir sehr gut!

Ich fange mal an mit der Spielgestaltung. Der Karton sieht für mich mit seinem blau als Hintergrundfarbe und der darauf abgebildeten Stadt sehr ansprechend aus. Der Name CARCASSONNE beruht übrigens auf der gleichnamigen französischen Stadt, die im Mittelalter mehrfach besetzt war. Ob es in Carcassonne wirklich so aussieht, weiß ich nicht :-( Hinzu kommen die nett gestalteten Landschaftskarten, die aufgrund ihrer Farben und natürlich ihrer Gestaltung ansprechend aussehen. Schön finde ich auch, dass die Spielfiguren wirklich wie Männchen aussehen, da man sie sich hierdurch besser als Ritter, Mönch, Bauer oder Wegelagerer vorstellen kann.

Nun aber zur Spielidee: Es ist mal was Neues, den Spielplan selbst nur als Wertungstafel zu nehmen und einen flexiblen, variablen Spielplan zu erstellen. Jede befestigte Stadt, jede Wiese, jede Straße hat in jeder Runde eine andere Größe, ein anderes Aussehen, so dass das Spiel nicht langweilig wird bzw. nach dem gleichen Rhythmus abläuft.
Jeder Spieler muss in jeder Runde planen, wohin er seine Figur setzt. Was mir erst nach einigen Runden klar geworden ist, ist folgendes: Man kann es durch gezielten Einsatz seiner Figuren schaffen, in eine „fremde“ Stadt zu kommen bzw. als zweiten Mann eine Stadt zu belagern. Setzt man nämlich zwei Stadtteile so nebeneinander, dass sie (noch) nicht direkt zusammen gehören, und versieht sie mit einem Ritter, so hat man in folgenden Runden evtl. die Möglichkeit, doch noch als zweiten Mann Überhand über die Stadt zu gewinnen, indem das passende Verbindungsstück zwischen den beiden Stadtteilen gelegt wird. Hierdurch kann man entweder den Gegner ärgern oder aber doch noch schnell die Punkte für die Stadt alleine kassieren.
Sehr wichtig ist zu überlegen, wann man welchen Gefolgsmann setzt. Es ist immer gut, eine Figur in Reserve zu haben, denn schnell kommt mal ein Kloster, auf das man nur in dieser Runde einen Mönch setzen kann. Bei den Wiesen, Städten und Straßen hat man immer mal in den folgenden Runden noch die Möglichkeit, ranzukommen. Während des Spiels muss man auch noch bedenken, dass man die Bauern während des Spiels nicht wieder sieht. Wann beende ich die Stadt, um nochmals einen Ritter wieder zu bekommen? Oder wann kommt endlich das Stück der Straße, das mir durch Vollendung Punkte und einen Ritter bringt?
Einen Bauern stellt man gut und gerne mal am Anfang des Spiels. Die anderen hebt man sich am besten für die passenden Momente auf. Manchmal hat man auch hier die Gelegenheit über Umwege, d.h. spätere Verbindungsstücke, doch noch auf eine Wiese mit vielen Städten zu gelangen. Also muss genau dieser Moment abgepasst werden, wann man welchen Bauern setzt. Kurz vorm Ende des Spiels kann man auch gut viele Bauern setzen, die dann bei der Endauswertung noch viele Punkte bringen. Denn denkt dran, wer am Ende die meisten Bauern auf einer Wiese stehen hat, der bekommt auch die meisten Punkte. Und diese Punkte zählen immer noch eine ganze Menge Punkte!

Schön finde ich an diesem Spiel auch noch, dass es nicht allzu lange dauert und vor allem schon ab zwei Spielern spielbar ist. Auf der Packung steht übrigens, dass es besonders gut zu zweit zu spielen ist. Ich allerdings habe die Erfahrung gemacht, dass es zu dritt noch mehr Spaß macht. Bei zwei Spielern macht jeder eher sein Ding, bei dreien kommt man sich schon häufiger mal in die Quere, so dass so manche Strategie nicht aufgeht.
Die gelungene Kombination aus Strategie aber natürlich auch aus Zufall macht CARCASSONNE zu einem interessanten Spiel, das bestimmt noch häufig gespielt wird. Ich denke, dass es nie langweilig wird, dieses Spiel zu spielen. Mittlerweile gibt es noch ein Erweiterungsset, das ich meiner Schwester bereits geschenkt habe. Allerdings kamen wir bisher noch nicht dazu, es zu spielen. Die Wertung verläuft hier aufgrund von hinzukommenden Kathedralen etwas anders. Mehr dazu, wenn ich es mal gespielt habe!

Positiv erwähnen möchte ich noch die relativ kurz gehaltene Spielanleitung, die wirklich einfach und gut zu verstehen geschrieben ist.

28 Bewertungen, 1 Kommentar

  • mus21

    16.04.2003, 18:27 Uhr von mus21
    Bewertung: sehr hilfreich

    mal schaun vieleicht finde ich es demnächst...