Hansaplast ABC Wärme-Pflaster Sensitive Testbericht

Hansaplast-abc-waerme-pflaster-sensitive
ab 4,35
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Auf yopi.de gelistet seit 12/2003
Summe aller Bewertungen
  • Qualität & Verarbeitung:  sehr gut
  • Wirkung:  sehr gut
  • Tragekomfort:  sehr gut
  • Preis-Leistungs-Verhältnis:  gut

Erfahrungsbericht von modschegibbchen

NICHT NUR HANSAPLAST SORGT FÜR WÄRME

Pro:

wirkt schnell, handlich

Kontra:

was kann bei schneller Hilfe schon kontra sein? evtl. Hautverträglichkeit

Empfehlung:

Ja

Hallo ihr Lieben,

leider haben sie hier bei yopi nur hansaplaste. aber da es sich ebenfalls um wärempflaster handelt, stelle ich hier mal das von der konkurrenz vor. nehmt es mir nicht zu übel...

Erst letztens hat mich meine Schulter und mein Rücken wieder darauf aufmerksam gemacht, dass das Modschegibbchen schon eine ganze Menge Pünktchen auf dem Rücken hat und nicht mehr ganz die Jüngste ist. Da, nach dem Wochenendputz, war es wieder – sah mächtig nach kleiner Hexe im Kreuz aus und jeder Schritt wurde zur Qual und innerhalb von nur sehr kurzer Zeit fühlte ich mich wie mindestens 110... Wer kennt das nicht?

Aber weil ich irgendwann keine Zeit oder einfach keine Lust mehr auf Spritzen hatte, habe ich mal etwas anderes - als Erste Hilfe sozusagen – ausprobiert und damit dem Ratschlag meiner lieben Kollegin befolgt. Ich habe mir in der Drogerie meines Vertrauens ein

RHEUMAMED ® AC
MAXI - WÄRMEPFLASTER
von GoTHAPLAST

gekauft und mir je eins, sozusagen als Notfallspritze, in den Schreibtisch und ins Bad gelegt. Zu oft ist es mir passiert, dass die Schmerzen wie aus heiterem Himmel kamen und es entweder am Wochenende oder spät abends war, wo nichts mehr auf hatte und ich fast die Wände hoch gegangen wäre. Auch im Auto liegt jetzt eins, denn bei langen Fahrten – ganz besonders schlimm bei Fahrten durch Regen und Schnee – meldet sich durch die zu große Anspannung schnell meine Schulter, die ich mir vor 10 Jahren bei einem Sturz verletzt hatte und mit der Verletzung lange unbehandelt rumgelaufen war, weil ich tapfer sein wollte oder keine Zeit hatte oder beides.

WO HAB ICH`S HER?

Wie gesagt, ich habe es mir im dm-Drogeriemarkt gekauft, aber ich bin mir sicher, das gibt es in jeder Drogerie oder Apotheke, auch in großen Supermärkten habe ich es schon gesehen. Der einzige Unterschied wird dann vielleicht der Preis sein. Aber die Beschaffung ist wirklich kein Problem.


Wieder geht es von außen nach innen und hier beginne ich mit der

VERPACKUNG

Das äußere Erscheinungsbild der Verpackung könnt ihr ja oben auf dem Foto sehen, dass ich seinerzeit mit dem Produktvorschlag bei Ciao eingereicht hatte.

Die Verpackung ist eine etwa 18 cm breite und 25 cm hohe Tüte, die an allen Seiten verschweißt ist. Am oberen Ende ist ein durchsichtiger Henkel, an diesem wird die Tüte in der Drogerie im Regal aufgehängt.

Das typische Gothaplast-Logo prangt oben in der Ecke und auch bei der Gestaltung der Vorderseite hat man die Gothaplast-Farben rot und blau bewusst eingesetzt. Bereits auf der Vorderseite erfährt der Verbraucher einiges über dieses Produkt – z.B. dass es sich hierbei um ein Arzneimittel handelt.

Weitere umfassende Produktinformationen hat der Hersteller auf der Rückseite der Tüte aufgedruckt. Diese sind in der Art der sonst üblichen Packungsbeilagen bei Arzneimitteln gehalten.

Die Tüte ist beschichtet, ein normales Aufreißen ist mühsam. Daher empfiehlt der Hersteller das Aufschneiden der Tüte.


DAS PRODUKT

Wie jeder schon oben unschwer erkennen konnte handelt es sich hier um eine Wärmepflaster. In dieser Tüte ist ein Wirkstoffpflaster in der Größe 14 cm x 22 cm enthalten – Maxi steht ja auch auf der Tüte. Daher vermute ich, dass es das Pflaster sicher auch kleiner geben muss, hab ich aber bisher nicht gesehen.

Dieses Wärmepflaster hat pflanzliche Wirkstoffe wie Arnika und Cayennepfeffer intus. Steht zumindest auf der Vorderseite. Aber das allein reicht für seine schnelle und gute Wirkung noch lange nicht aus. Auf der Rückseite informiere ich mich dann über die weitere Zusammensetzung. Also dieses perforierte Pflaster enthält:

- Cayennepfefferextrakt (4 – 7: 1 Ethanol 80% V/V) 86,30 bis 103,50 mg
- entsprechend 2,08 mg Capsaicinoide (berechnet als Capsaicin) und
- Arnikablütenfluidextrakt (1:1 Ethanol 60% m/m) sowie
- 154 mg in Naturkautschuk-Haftklebestoff

Weitere Bestandteile sind:

- Weizenmehl
- Kolophonium
- glycerolverestertes Kolophonium
- Wollwachs
- Polyvinylisobutylether
- dünnflüssiges Paraffin
- Butylhydroxytoluol E 321
- Trägermaterial
- Abdeckmaterial

Das Pflaster gehört zu der Indikationsgruppe der Antirheumatikums. Seine Anwendungsgebiete sind:

- zur unterstützenden Behandlung bei rheumatischen Muskel- und Gelenkbeschwerden – z.B. Ischias, Hexenschuss und Nackensteifheit
- bei schmerzhaften Muskelverspannungen im Schulter-Arm-Bereich sowie im Bereich der Wirbelsäule bei Erwachsenen und Schulkindern

Das Wärmepflaster sollte jedoch nicht auf offene Verletzungen, also geschädigter Haut, bei akuten Entzündungen sowie bei Allergien gegen Paprika, Arnika und andere Korbblütler angewendet werden. Kann ich auch bloß von abraten. Denn ich hatte einmal eine kleine Verletzung am Finger übersehen und nicht mehr daran gedacht. Beim Auftragen des Pflasters bin ich an diese Stelle gekommen, so viel Wasser konnte ich gar nicht schnell genug über die Wunde laufen lassen, dass hat vielleicht gebrannt und der Finger war in Nullkommanichts total rot.

Wie bei allen Arzneimitteln weist auch bei diesem Pflaster der Hersteller auf eventuelle Nebenwirkungen hin. Die wären z.B.:

Bei der Anwendung des Wärmepflasters kann es mitunter in seltenen Fällen zu einer Überempfindlichkeitsreaktion in Form von Bläschenbildung und Quaddeln kommen. Diese werden ausgelöst durch das Arnika- oder Cayennepfefferextrakt. Bei Überdosierung kann es zu lokalen Hautirritationen kommen.

Aber jeder Mensch ist anders und jeder kann auch anders auf etwas reagieren und nicht alles kann man vorhersehen, so dass der Hersteller darum bittet, dass man, wenn es zu nicht aufgeführten Nebenwirkungen kommt, den Arzt oder Apotheker informiert. Nicht fragen, informieren, ja?

Eine Wechselwirkung mit anderen Mitteln ist bisher nicht bekannt.


DIE DOSIERUNG/ ART UND DAUER DER ANWENDUNG

Viel kann man bei der Anwendung eigentlich nicht falsch machen, zumal dann nicht, wenn man sich vorher die Verpackungshinweise genau durchliest. Auch weis so ziemlich jeder, wie man Pflaster auf die Haut klebt – also Schutzfolie entfernen und das Rheumamedpflaster auf die trockene und gereinigte Hautpartie der schmerzenden Stelle glatt aufbringen. Der Hersteller geht hier davon aus, dass man das ganze Pflaster auf die Schmerzstelle gibt. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das nicht unbedingt sein muss, sondern dass es reicht, wenn man einen 2 – 3 cm bereiten Streifen vom Pflaster abschneidet und genau auf die Stelle klebt, von der man meint, dass der Schmerz ausgeht. Also das Pflaster ins Zentrum des Schmerzes klebt. Die Wärme des Pflasters strahlt, genau wie der Schmerz aus. Das etwas zurückhaltender Dosieren hat den Vorteil, dass keine sehr große Stelle der Haut gereizt wird – und durch diese wärmeentwickelnden Arnika- und Cayennepfefferextrakte wird die Haut gereizt – und man mit so einer Packung eine Weile länger reicht – statt für eine Anwendung reicht es dann locker für 4 oder 5.

Die Dauer der Anwendung sollte maximal 2 Tage betragen. Vor der erneuten Anwendung auf der betroffenen Hautpartie sollte ein Zeitraum von 14 Tagen liegen, den bei einer längeren Anwendung am gleichen Applikationsort ist mit einer Schädigung sensibler Nerven zu rechnen. Auch wenn während der Anwendung im Einzelfall die Wärmewirkung als zu stark empfunden wird, muss die Behandlung sofort abgebrochen werden.

Die Pflasterränder, die jeder von uns kennt, die auf der Haut zurückbleiben können mühelos mit Hautöl oder Wundbenzin beseitigt werden.

Sollte es bei der Behandlung mit dem Rheumamedwärmepflaster tatsächlich zu Beschwerden kommen, so sollte nach Meinung des Herstellers ein Arzt aufgesucht werden.

Auch ist zu beachten, dass je nach Hauttyp die Wärme sofort oder erst nach Stunden einsetzen kann.

Worauf weist der Hersteller den Verbraucher noch hin?

Unter anderem darauf, dass dieses Arzneimittel nach den gesetzlichen Übergangsvorschriften in den Verkauf gegeben wurde. Das bedeutet, die behördliche Prüfung dieses Wärmepflasters auf seine pharmazeutische Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit ist noch nicht abgeschlossen. Fast jeder weis, dass zwischen der Entwicklung, Markteinführung und abschließende Prüfung eines Arzneimittels Jahre vergehen. Während dieser Zeit unterliegen diese Arzneimittel einer ständigen Überwachung und Prüfung. Der Hersteller hat gut sichtbar auf diesen Umstand hingewiesen.

Wie lange kann ich es verwenden?

Dieses Wärmepflaster habe ich mir vor ca. 1 Monat zugelegt, d.h. Mitte Februar 2005. Wenn ich das Pflaster nicht über 25° C lagere und vor Kindern geschützt aufbewahre, dann muss ich es spätestens bis November 2006 benutzt haben. Eine ausreichend lange Zeit.


DER HERSTELLER

Dieses Rheumamedwärmepflaster wurde von der Firma

GOTHAPLAST
99867 Gotha

hergestellt. Gothaplast ist ein schon zu DDR-Zeiten bekanntes Unternehmen. Schon als Kinder wurden unsere Schrammen und Wunden mit Gothaplastwundpflaster beklebt. Es ist ein kleines Unternehmen, dass sich den Anforderungen des Marktes stellt und die Konkurrenz nicht fürchten muss. Ein Team von engagierten MitarbeiterInnen „,mit Werten und internationalen Horizont“ (sagt der Hersteller) beschäftigt sich vorrangig mit traditionellen Mitteln der Wundversorgung und transdermalen Systemen.

Wie jedes moderne Unternehmen von heute hat Gothaplast auch eine Homepage. Unter

www.gothaplast.de

kann man sich über das Unternehmen und seine Produktpalette umfassend informieren.


MEINE MEINUNG AM SCHLUSS

Nachdem mir dieses Pflaster in den letzten Jahren schon mehrfach wieder zu einem aufrechten Gang zurückgeholfen hat, kann ich es wirklich nur sehr empfehlen. Allerdings muss jeder selbst austesten, ob und wie er es verträgt. Die Herstellerhinweise sind ja dementsprechend.

Für 2,59 € habe ich hier wieder einen treuen und schnellen Helfer in der und für die Not gefunden. Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt hier, zumal die Produkte dieser Art bei der Konkurrenz teurer, aber nicht besser angeboten werden. Meine Methode, nur streifenweise das Pflaster zu verwenden hat sich bisher bewährt und mir ermöglicht, dass ich die Notfallbereitschaft von einem auf vier bis fünf Einsätze ausweiten konnte. Das ist optimal.

Im Grunde ist das Prinzip ganz einfach: Gothaplast hat sich hier zu eigen gemacht, dass man Körperwärme schnell zur Schmerzlinderung bei Hexenschuss, Rheuma oder Muskelverspannungen wirkungsvoll aktiviert. Zwar kann ein warmes Bad auch Wunder wirken, doch brauchen die dann etwas länger. Dieses Pflaster lässt mich auch bei „Katastrophen“ unterwegs nicht allein im Regen stehen.

Für dieses gute und wirkungsvolle Produkt eines Traditionsbetriebes, der mir schon als Kind beim Wundenlecken geholfen hat, gebe ich gerne alle Sterne.

Liebe Grüße und danke fürs Lesen.
Das Hexenschuss-gibbchen

... übrigens, ich entferne Pflaster immer dann, wenn die Hitze zu groß wird. Danach creme ich die Stelle mit Babycreme ein. Denn auch wenn es hilft, so ist die Haut doch gereizt...

22 Bewertungen, 2 Kommentare

  • redwomen

    19.03.2005, 10:29 Uhr von redwomen
    Bewertung: sehr hilfreich

    nützt bei mir absolut nichts.

  • kruemel02

    14.03.2005, 15:03 Uhr von kruemel02
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr gute und alte Firma aus unserer alten Heimat. Finde ich echt super. LG Oli