Hansaplast ABC Wärme-Pflaster Sensitive Testbericht
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- Qualität & Verarbeitung:
- Wirkung:
- Tragekomfort:
- Preis-Leistungs-Verhältnis:
Erfahrungsbericht von Anonym114
ABC ... oh weh!
Pro:
lindert Schmerzen etwas
Kontra:
Ausschlag, unangenehmes Jucken, Preis
Empfehlung:
Ja
WAS IST DAS:
Hansaplast? Kennt man. Denn das ist ja eine der größten deutschen Marken für Pflaster. Schon lange gibt es neben den herkömmlichen Pflastern für die kleineren und größeren Wunden auch die so genannten Wärmepflaster. Sie kann man bei Schmerzen im Rückenbereich einsetzen. Wie sie im einzelnen funktionieren, dazu gleich dann mehr.
VERPACKUNG:
Der Praxisaspekt ist hier das, was zählt. In der Apotheke fragte man mich: „Wollen Sie eins?“ Und da ich die Dinger ja erst einmal austesten wollte, habe ich mich dafür entschieden. Ich bekam eine Art Blatt, eine extrem dünne Hülle, etwas kleiner als DinA4-Blätter, die viele von uns täglich benutzen. Um an den Inhalt zukommen, muss man diese (zum Schutz gegen Nässe und Temperaturen) beschichtete Verpackung vorsichtig am Rand aufschneiden.
DAS PFLASTER: OPTIK:
Hier war ich erst einmal angenehm überrascht – sofern man das von einem Pflaster sein kann. Ich hatte erwartet, dass die eigentlichen Wirkstoffe noch einmal auf einer Auflage – ähnlich den Wundauflagen der sonst bekannten Pflaster wäre. Doch hier war nur eine 22 mal 14 Zentimeter große Fläche, die auf der einen Seite stoffartig wirkt. Ihre Farbe hellbeige/hautfarben. Die andere Seite ist durch weiße Plastikfolie geschützt. Zieht man die ab, sieht man Klebstoff.
DIE KLEBEFLÄCHE:
Fast hätte ich beim Proberiechen genießt. Dabei war der erste und dominante Eindruck aber anders: Denn da strömte ein sehr bekannter Geruch in meine Nase, einer, der mir von den traditionellen Pflastern schon vertraut ist und der wohl vor allen Dingen von der Klebe herrührt. Doch wenn man etwas genauer schnuppert, merkt man außerdem eine leicht pfeffrige Note – kein Wunder!
VERSPRECHEN DES HERSTELLERS:
Erst einmal soll das Pflaster dort, wo man es aufklebt, die Durchblutung fördern. Das Ergebnis, so heißt es: Die Muskeln entspannen sich in dem Bereich, mehr Sauerstoff und Nährstoffe werden transportiert. Der Schmerz kann nicht mehr so gut weiter geleitet werden und wird so gelindert. Im besten Fall hilft das dauerhaft. Das dünne Pflastergewebe soll sich darüber hinaus gut an die Haut anpassen und das Tragen sauber und angenehm machen.
DAS AUFKLEBEN:
Halt, erst einmal zuschneiden. Wenn man nicht gerade eine so große Schmerzfläche (14 x 22) hat, kann man das Pflaster (auch weil es ja einheitlich ist) gut zerteilen. Dann geht’s ans Eingemachte. Das Aufkleben ist im Rückenbereich – wenn man gerade keine Hilfe zur Hand hat – gar nicht so einfach. Denn schließlich muss man es recht glatt auf die Haut bringen. Die Schutzfolien erleichtern die Sache etwas.
MEINE ERWARTUNGEN:
Ich habe auf eine angenehme Wärme gehofft, die den Schmerz wie in Watte packt und so dafür sorgt, dass es sich in meinem Rücken wieder normal und angenehm anfühlt.
DAS ERSTE GEFÜHL:
Tja, da hab ich nun ein Pflaster im Rücken. Positiv fällt mir gleich auf, dass es wirklich sehr dünn ist, negativ dass die große Fläche dann doch etwas auf der Haut zieht und zippt. Und die Wärme? Da ist dann erst einmal Fehlanzeige! Ich warte zehn Minuten, aber noch passiert nichts.
DIE WIRKUNG:
Als dann auch fast eine Viertelstunde verstrichen war, hatte ich eigentlich schon aufgegeben, auf eine Wirkung zu hoffen. Denn auch auf der Packung steht, dass die Wärme bei jedem ganz unterschiedlich auftritt.
Doch dann musste ich mir noch die Haare föhnen. Und sobald die heiße Luft auf meinen Kopf kam, schien sich die Wärme auch schnell und ziemlich heiß unten im Rücken auszubreiten. Mit Macht und auf Dauer. Denn auch nachdem ich mit dem Föhnen längst fertig war, konnte ich eine ziemliche Hitze am Rücken spüren. Sie konzentrierte sich übrigens nur auf den Bereich des Pflasters. Nach einer kleinen Weile kam noch ein zweites Gefühl hinzu: Ein unangenehm scharfes Brennen.
MEINE VORERFAHRUNGEN:
Mit normalen Pflastern hab ich an sich keine Probleme. Da brauche ich auch nicht die für besonders empfindliche Haut. Doch im vergangenen Jahr hatte ich (auf Rat eines Apothekers) mal Blasenpflaster an der Ferse ausprobiert .... und dort prompt Ausschlag bekommen. Das waren meine kleinen Bedenken – auch bei dem ABC-Wärmepflaster ...
NACH STUNDEN:
Mittags hatte ich das Pflaster aufgetragen, am späten Abend hielt die vorhin beschriebene Wirkung immer noch an. Sollte ich es die Nacht über drauf lassen? Da es immer noch ziemlich brannte und dieses Gefühl besonders stark war, wenn ich direkten Druck auf die Stelle hatte (z.B.) beim Anlehnen an einen Stuhl oder noch mehr beim Liegen auf dem Rücken, entschied ich mich für eine pflasterfreie Nacht.
PFLASTER ENTFERNEN:
Das kennt wohl jeder: Wenn man ein Pflaster entfernt, dann ist das kein Spaß. Denn die Klebe, die es vorher schön festgehalten hat, will diesen Job auch weiter erfüllen, es zieht also etwas unschön. Und dann?
DAS ERGEBNIS:
Immer noch brannte und juckte es unangenehm im Rücken. Der Wirkstoff aus dem Cayennepfefferextrakt schien immer noch zu arbeiten. Aber gleich so heftig? Zumindest war der Schmerz gelindert. Auch am nächsten Morgen zeigte sich das. Doch immer noch brannte es. Und ich hatte den Eindruck, dass ich auch einen leichten Ausschlag bekommen habe.
Am Tag nach dem Wärmepflasterversuch war ich dann viel unterwegs und hatte das Gefühl, dass der Schmerz in der alt bekannten Form wieder zurück kehrte.
Inzwischen scheint der Schmerz noch etwas weniger geworden zu sein. Allerdings: Wenn ich viel Laufe oder unbequem sitze, kommt er wieder. Der Ausschlag ist mehrere Tage nach dem Versuch immer noch leicht vorhanden.
ARZNEILICH WIRKSAME BESTANDTEILE:
Ich übernehme hier – gerade wegen meiner wohl allergischen Reaktion – alle Angaben. Denn vielleicht kann die eine oder der andere erkennen – wogegen er oder sie allergisch ist und dann gleich vermeiden, dass sie oder er das Pflaster kauft.
395,4 – 551,7 mg ethanolischer 80 % (V7V) Cayennepfefferextrakt (4 – 7 : 1) (Capiscum futescens L.). entsprechend 11,0 mg Capsalcinoide, berechnet als Capsaicin.
SONSTIGE BESTANDTEILE:
Glucosesiruplösung; 2,2’-Methylen-bis-(6-tert.-butyl-4-methylphenol); 2,2’-(Propan-1,2-diyldiminodimethyl) diphenol; Iriswurzelpulver/Reismehl-Gemisch; Kautschuk; Poly(butadien-block-styrol) (76,5:23,5), cis-1,4-Polysopren; Talkum; Beta-Pinen; Copolymer aus 2 Methylbut-2-en und Peperylen; hydrierter Kolophoniumglycerolester; dünnflüssiges Paraffin; Wollwachs; elastisches Flanell (Pflasterträger); einseitig silikonisoliertes Papier (Abdeckpapier).
HINWEISE:
Mein Pflaster wäre ungeöffnet noch gut 2 ½ Jahre haltbar gewesen. Wer sich also eins auf Verdacht hinlegt, hat eine Weile Zeit. Ist die Packung erst einmal geöffnet (und das Pflaster geteilt), dann sollte man den Rest innerhalb von drei Monaten aufgebrauchen und nicht wärmer als 25 Grad lagern. Ich weiß aber nicht, ob ich nach dem Ausschlag noch den Rest aufbewahren möchte.
HERSTELLER:
Hier gibt es ein „Wiedersehen“ mit einem alten Bekannten: Beiersdorff AG, 20245 Hamburg. Netterweise hätte man auch eine Hotline nennen können. Aber vielleicht ahnte man ja bei Beiersdorff mögliche Ausschläge und hat daher weitere Angaben vermieden.
PREIS:
Ich habe für dieses eine ABC-Wärme-Pflaster in der Apotheke 3,95 Euro bezahlt. Das ist weder ein Spottpreis (entspricht ja immerhin fast 8 DM – ich weiß, ich bin „altmodisch“) noch immens teuer – wenn es hilft.
FAZIT:
Gemischte Gefühle, so lautet mein Endergebnis. Ich denke schon, dass das Pflaster ein wenig was bewirkt und den Schmerz gelindert hat. Positiv finde ich die Anwendung, die einfach ist, finde ich, dass das Pflaster an sich sehr dünn gestaltet ist und trotzdem tatsächlich sehr dauerhaft Wärme bringt.
Auf der Minusseite steht aber das unangenehme Jucken, das recht bald begonnen hat und auch noch einige Tage nach dem Tragen des Pflasters in Form eines leichten Ausschlages noch erhalten bleibt. Insgesamt kann ich nur eine mittlere Wertung vergeben. Auch in diesem Fall würde ich bei der Empfehlung gerne „Vielleicht“ oder „Auf eigene Verantwortung“ oder „Muss jeder selbst entscheiden“ ankreuzen. Im Zweifel gebe ich aber ein „Ja“ mit Einschränkungen.
39 Bewertungen, 5 Kommentare
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30.09.2008, 19:46 Uhr von frankensteins
Bewertung: sehr hilfreichliebe Grüße Werner
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24.01.2007, 12:03 Uhr von bodenseestern
Bewertung: sehr hilfreich+++liebe Grüße von Petra+++
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14.01.2007, 10:23 Uhr von Baby1
Bewertung: sehr hilfreich* ~~ * Lieben Gruß Anita * ~~ *
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03.04.2005, 15:03 Uhr von sloope
Bewertung: sehr hilfreichDieses Brennen ist eigentlich die "Hitze" ;) Ich hab daheim auch eine Creme, die darauf basiert, dass sie "inheizt"- und auch brennt und manchmal etwas unangenehm ist. Ansonstne, guter Bericht ;)
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01.04.2005, 19:38 Uhr von Dr.Claudia
Bewertung: sehr hilfreichbrennt leider wie die Hölle. Ich habe es nach einer Zerrung ein einziges Mal verwendet und es mir nach kurzer Zeit mehr oder weniger von der Haut gerissen. Dann doch lieber eine Zerrung! LG Claudia
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